Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 2. Januar 2011, 18:12

Auch wenn der Bandname nach Arschhusten klingt: Hier wird in der Tat ziemlich fantasievoll gemeuchelt und gemetzelt. Wenn der Kreischer ein Grunzer wäre, könnte ich's mir geben.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 2. Januar 2011, 18:20

Regina Löwenstein hat geschrieben:Woah, Frosch, vergiss Jesus (der hat eh Mundgeruch), lass dich von mir zum Prinzen küssen!


oO Zu Befehl, Gnädigste!

Erinnert mich vom Sick-Faktor an Strapping Young Lad, nur noch viel urwüchsiger, wilder und animalischer


Ja, das stimmt. So hab ich das zwar noch nie gesehen, aber jetzt wo du es sagst erscheint mir der Vergleich logisch und schlüssig. Wobei mir dann natürlich auch direkt einfällt welche Band ich ebenfalls nicht in meinen Top100 habe - besagte STRAPPING YOUNG LAD nämlich. Und dabei hab ich mich schon ein Album pro Band beschränkt... Egal, ANAAL NATHRAKH sind sehr würdige Vertreter (=

doch, das taugt, und wie!


:dafuer:

Martin van der Laan hat geschrieben:Auch wenn der Bandname nach Arschhusten klingt: Hier wird in der Tat ziemlich fantasievoll gemeuchelt und gemetzelt. Wenn der Kreischer ein Grunzer wäre, könnte ich's mir geben.


:grins: Ja, der Name ist eigenartig, bezieht sich aber laut Wiki auf folgendes:

"Der Name Anaal Nathrakh stammt aus John Boormans Film Excalibur (1981). Dort ist das Schmuckstück Merlins so genannt. "

Der Kreischer kreischt nicht nur, sondern kotzt Blut, Hass und Rotze, singt phantastische Cleanvocals und beherscht psychotisch-dunkle Sprachpassagen und Grindcore Geknurre. Ich kanns verstehen dass du das nicht magst, auch bei mir hats gedauert das zu wertschätzen, aber grade gesanglich ist das Album eine Meisterleistung!
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 2. Januar 2011, 18:28

Hast recht, ich habe jetzt ein bisschen mehr gehört, der "Gesang" ist doch recht vielseitig. Man muss aber wirklich genau hinlauschen, um in diesem Lärm was differenziert wahrzunehmen. Ich beginne, dieses abgefuckte Zeug zu mögen... Geht aber auch nur manchmal, dauerhaft verursacht solche Musik Migräne und Darmbeschwerden glaube ich.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Regina Löwenstein » Sonntag 2. Januar 2011, 18:29

Ich finde eben die abwechslungsreichen Vocals verleihen dem Album eine besondere Schärfe. Im Extreme Metal finde ich generell dieses eintönige Grindcore-Gegrunze furchtbar ausdruckslos; es kann gar nicht soviel Aggression übertragen wie ein gekonnter Wechsel zwischen Screams und Clean Vocals (eben letzter hat mich, abgesehen von der instrumentalen Grundausrichtung der Band, so sehr an die Truppe von Heavy Devy erinnert)

Teichfrosch hat geschrieben:"Der Name Anaal Nathrakh stammt aus John Boormans Film Excalibur (1981). Dort ist das Schmuckstück Merlins so genannt."

Ich musste gerade schmunzeln.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 2. Januar 2011, 18:39

Wobei es in Sachen "Gesang" selbst im sog. Extreme Metal (extrem was...?) nicht ausschließlich um maximale Aggression geht. So ein freundlich-monotones Grind-Gerülpse kann sehr entspannend und possierlich sein...
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Azmodes » Sonntag 2. Januar 2011, 18:43

:dafuer: Von Anaal Nathrakh lass ich mich immer gerne pulverisieren. Die Scheibe ist sicherlich gewohnt geil, obwohl ich mit meinem Lieblingsalbum? der britischen Psychopathen "Eschaton" und dem Wahnsinnsbolzen "Hell Is Empty And All The Devils Are Here" mehr vertraut bin. Bei letzterem sind die Death Metal-Anteile etwas hochgeschraubt worden.

Der Bandname soll übrigens übersetzt "serpent's breath" bedeuten.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 2. Januar 2011, 18:50

Martin van der Laan hat geschrieben:Hast recht, ich habe jetzt ein bisschen mehr gehört, der "Gesang" ist doch recht vielseitig. Man muss aber wirklich genau hinlauschen, um in diesem Lärm was differenziert wahrzunehmen.


Ja, auch wenns anstrengend ist: das muss man wirklich. Wenns nur so abgedreht-psychotisch abgehen würde wie in den ersten Minuten des Openers wäre das auch nicht unbedingt dauerhaft etwas für mich, ich steh zwar auf Extremen Metal aber Grindcore ist dagegen so garnicht mein Ding.

Ich beginne, dieses abgefuckte Zeug zu mögen... Geht aber auch nur manchmal, dauerhaft verursacht solche Musik Migräne und Darmbeschwerden glaube ich.


Manchmal ist besser als nie :) Freut mich!

So ein freundlich-monotones Grind-Gerülpse kann sehr entspannend und possierlich sein...


Da fällt mir spontan GUTROT (hier ein Beispiel) ein, die finde ich da total abschreckend, aber da findet man auch nichts "hinter" dem geschrammel und gebolze und den seltsamen knurrigen Vocals. Schockt mich nicht, langweilt vielmehr mit seiner Gleichförmigkeit. ANAAL NATHRAKH sind davon aber weit entfernt.

Regina Löwenstein hat geschrieben:s kann gar nicht soviel Aggression übertragen wie ein gekonnter Wechsel zwischen Screams und Clean Vocals


Jup, allein schon weil nur so ersichtlich wird wo der Unterschied zwischen "normal" und "abgedreht" ist. Genauso wie erst durch den Kontrast mit Licht das dunkle Konturen gewinnt wird Musik erst durch das Zusammenspiel von brutal und melodisch wirklich abgefahren.


Azmodes hat geschrieben:Von Anaal Nathrakh lass ich mich immer gerne pulverisieren. Die Scheibe ist sicherlich gewohnt geil, obwohl ich mit meinem Lieblingsalbum? der britischen Psychopathen "Eschaton" und dem Wahnsinnsbolzen "Hell Is Empty And All The Devils Are Here" mehr vertraut bin. Bei letzterem sind die Death Metal-Anteile etwas hochgeschraubt worden.


Brauche mehr von denen, hab mir das besagte "Eschaton" auch letztens schon fast besorgt gehabt aber dann doch erstmal eine neue Veröffentlichung bevorzugt. Aber ich glaube, dass die Band durchaus zu den Kandidaten für eine komplette Diskographie gehört, ich find die nämlich einfach arschgeil :grins:
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Sonntag 2. Januar 2011, 20:29

Eine äußerst solide, wenn auch auf Massentauglichkeit getrimmte Scheibe von IMMORTAL. Und eine arschgeile, arschtretende, arschirgendwasadjektivische Platte von den Mörderhammerknüpplern ANAAL NATHRAKH. So muss extremer, aber eben auch eingängiger und zugänglicher Metal klingen, wenn er sich eben auch extrem, eingängig und zugänglich nennen will.

Ja, ich bin sowohl besoffen als auch bekifft, von daher muss nicht jeder Satz semantisch Sinn ergeben. Aber der Inhalt zählt.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Martin van der Laan » Sonntag 2. Januar 2011, 20:43

Also ich mag diverse Grind-Bands schon ganz gerne, z.B. NASUM, ROTTEN SOUND oder AGATHOCLES. Auch modernere Varianten wie THE RED CHORD. Das klingt alles andere als stupide. Natürlich gibt es in dem Genre auch zahllose Haubentaucher und Handlampen, aber selbst die finde ich zumindest zwei, drei Minuten lang ganz lustig...
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Jesus » Sonntag 2. Januar 2011, 20:49

THE RED CHORD spielen Grind? Seit wann das denn? :?
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