Ganz und gar nicht hübschig ist allerdings folgende Nummer:
# 74 - The Cumshots - Just Quit Trying

Stellt euch meine Nevermore-Sucht ins Unendliche potenziert vor, dann habt ihr eine vage Vorstellung von dem Fanboy, der mir diese Norweger durch unermüdliche Schwärmerei und Link-Bombing schmackhaft gemacht hat (Letzteres ein sehr fieser Schachzug, denn spätestens als ich Kristopher Schau mit nacktem Oberkörper in einem Live-Video gesehen habe, war es um mich geschehen)
Anfangs war ich eher skeptisch, aber dem mitreißenden Groove und der Fuck-Off-Attitüde dieser saugeilen Scheibe kann man sich nicht permanent entziehen: Das ist verdammt angepisster Dicke-Hose-Hardrock mit mächtig Wut im Bauch und großartigen Vocals, die ebendiese ausdrücken.
Wen kümmert der Radio-Faktor - das ist ehrlich, unverfälscht und kommt von ganz tief unten, da steigert die Eingängigkeit eher noch die Durchschlagskraft. Es bleibt kein Zweifel: Dieses Album ist für alle depressiven, verbitterten, von ihren Schl***-Freundinnen verlassenen Amateur-Alkoholiker da draußen, und irgendwie kauft man den schlichten Lyrics jede dunkle Emotion voll und ganz ab.
Youtube ist nicht sehr spendabel, was meine persönlichen Lieblingssongs der Scheibe betrifft (ich hätte sooo gerne die Granaten "Last Laugh" mit seinem zynischen Refrain oder das brutale "Vomitory" verlinkt), aber das ist nicht weiter tragisch, weil eigentlich jeder Song für sich genommen ein Hit ist. Begnügen wir uns also mit den absoluten Ohrwürmen "Praying For Cancer" und "I Drink Alone"
Dafür gibt es als Bonus obendrauf noch ein Bild von meinem zukünftigen Ehemann - dem Sänger, der Norwegens Durchschnittstemperatur überhaupt auf einen Plus-Wert bringt
Ich darf das. Ich pubertiere.





