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von Holger Andrae » Samstag 13. November 2010, 11:24
Jhonny hat geschrieben:Keine Frage: Emotionen höre ich bei allen 3en raus. Eigenständiger Gesang, und verbiegen lassen die sich auch nicht. Ich habe ja wirklich eine große Achtung davor, wenn jemand so Musik macht. Nur leider gefällt es mir einfach nicht. Da sind wir wieder bei der subjektiv-objektiv Geschichte. Objektiv finde ich das alles toll gemacht, einzigartige Stimmen... (immer vorausgesetzt, man kann überhaupt eine objektive Meinung zu Musik haben - das ist ja dann eher eine philosophische Frage...)
Wie gesagt, Tom Waits oder gar neuere Tori Amos gefallen mir auch nicht. Aber darum ging es ja eben gar nicht. "_versuchen_ Grenzen zu sprengen" klingt halt in meinen Ohren nach "verkrampft" und genau das ist es eben nicht. Jhonny hat geschrieben:Subjektiv... packt mich das einfach nicht. Die Emotionen, die ich einem Nick Cave oder Tom Waits anmerken kann gehen bei mir im linken Ohr rein und im rechten wieder raus. Mir fehlt nicht nur das Spannungsmoment (vielleicht hab ichs dafür aber auch nicht intensiv genug gehört), sondern die ganze Art, Musik zu machen - anspruchsvoll, ohne progressiv zu sein ist es. Aber ich kann damit nix anfangen.
Spannungsmomente höre ich da zwar in Hülle und Fülle, aber das kann man antürlich auch anders hören. Völlig klar. "anspruchsvoll, ohne progressiv zu sein " .... Ich will jetzt nicht darauf eingehen, wie "progressiv" DT, FW und Freunde in Wahrheit sind ... Aber ich denke mal mit "Anspruch" hat das für mich nicht so viel zu tun. AC/DC werden einen sehr Anspruch an ihre Art von Musik haben und "progressiv" ist diese Musik ja auf jeden Fall nicht. Anspruchsvoll aber schon.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 13:04
Also, "anspruchsvoll" ist für mich ein anderes Wort für fordernd; das bezeichnet eben Musik, die man schlecht zum Abwaschen hören kann, weil einem dann zuviel entgeht. Für mich ist die oben genannte NC&TBS anspruchsvoll, im Gegensatz etwa zu RAGEs "Trapped!"; damit ist über die Güte der Alben aber noch nichts gesagt.
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 13:04
Ich interpretiere das als "Ansprüche an die Hörer stellend".
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 13:05
...bzw. "die (volle) Aufmerksamkeit der Hörer beanspruchend".
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von Teichfrosch » Samstag 13. November 2010, 14:20
Jau, mich ärgert es auch immer aufs Neue dass es keine Funktion zum editieren gibt Eike  Aber mal ehrlich, nur weil ich finde, dass jemand schreiben kann, heißt das nicht, dass mir auch die Musik, die er/sie bespricht, gefällt. Sprachlich finde ich persönlich deine Reviews immer höchst unterhaltsam, aber damit ist nicht gesagt dass mir all die Musik, die du lobst, auch klasse finde. Grundsätzlich kann man schon sagen, dass die ZEIT bezüglich Musik nicht schlecht ist, aber leider wird auch viel für mich belangloser Kram besprochen. Da ist es dann schon sehr schwierig zu differenzieren, und ehrlich gesagt ist mir das die Mühe nicht wert. Da greife ich lieber direkt auf Quellen wie eben PM.de zurück wo nicht nur qualifiziert sondern auch mehr in meinem Sinne quantifiziert wird.
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 15:00
Joah, da hab ich sicher den Vorteil, dass ich querbeet höre. Außerdem merke ich inzwischen bei der ZEIT nach einem Absatz, wenn eine Rezi nichts für mich ist, und bei den anderen (für mich oft schon interessanten) Musikartikeln gibt es in der Online-Ausgabe meist noch eine Hörprobe dazu, was ein netter Service ist und bei mir im Gegensatz zu MySpace in der Regel auch problemlos funktioniert. Außerdem wird da recht wenig besprochen, sodass ich trotz nur ein, zwei Besuchen pro Monat innerst kurzer Zeit eigentlich alles abgegrast habe, was mir relevant erscheint. Wie gesagt: Online. Die Print-ZEIT würde ich mir eh nicht kaufen - viel zu viel Stoff, und dabei dann leider auch viel belangloses Gedünkel dazwischen, obwohl die Bandbreite insgesamt sicher nicht schlecht ist. Klar ist, dass deren Musikartikel stets nur gelegentliches "Zusatzfutter" sind, die meisten Rezensionen lese ich hier (für harten bis proggigen Kram) oder bei plattentests.de (für den anderen Kram), gelegentlich stöbere ich auch bei musikreviews.de (mit klarem Schwerpunkt rock-related, dabei aber recht breit gefächert) oder einfach per Google-Suche. Ein paar Mal im Jahr schau ich bei eclipsed vorbei, was in der Regel auch ausreicht, weil die da kaum was einstellen. Von Print bin ich fast komplett weg.
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von Teichfrosch » Samstag 13. November 2010, 15:55
Ich höre auch, vielleicht mit Ausnahme von Schlagermusik (außer im Karneval, aber das ist eine wirkliche Ausnahme als Kölner  ), alles, aber das, was die breite Masse oftmals toll findet, sagt mir oft genug nunmal überhaupt nicht zu. Das macht Rezensionen die auch den Geschmack der breiten Masse treffen sollen schwierig. Die Print-Ausgabe kriege ich halt, mit einer Woche Verzögerung, von meinem Vater, der die ZEIT abonniert hat. Mitlerweile lasse ich das Feuilleton aber auch oft genug links liegen und konzentriere mich mehr auf die Sachen die mich wirklich jede Woche neu interessieren (Politik, Ausland und Wirtschaft), einfach weil mich die Auswahl dessen, was im Feuilleton besprochen wird, nervt.
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von Eike » Samstag 13. November 2010, 16:54
Na, "was die breite Masse oftmals toll findet" ist auch nicht gerade das, was im ZEIT-Feuilleton besprochen wird. 
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von Teichfrosch » Samstag 13. November 2010, 17:48
Tendenziell doch 
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von Loenz » Montag 20. Dezember 2010, 19:25
Ich hör mir gerade übrigens das komplette Album The Drift von Scott Walker an. Das ist ja völlig grandios. Ich mein ich hatte ja schon was dazu geschrieben. Aber irgendwie ist das wieder in Vergessenheit geraten. Ich hoffe der Jesus verzeiht mir nochmal. Wird auf jeden Fall direkt im Januar gekauft. Total geil und sehr eigen.
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