Digital Vinyl

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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Pia-Kim Schaper » Freitag 2. Juli 2010, 07:57

Jesus mag ja auch THE BIRTHDAY MASSACRE :grins:
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Eike » Freitag 2. Juli 2010, 09:27

Hahaha: Jetzt hab ich das kurz verwechselt mit "St. Valentine's Day Massacre" von MOTÖRHEAD und GIRLSCHOOL. No gothic at all! :-)
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Jesus » Freitag 2. Juli 2010, 10:01

Eike hat geschrieben:Fazit:
Jesus hört mehr Gothic (& dem Gothic verwandte Musik), als er öffentlich zugibt. :-D


Zwar habe ich nie behauptet, überhaupt gar keine Gotenmucke zu hören, allerdings identifizierst Du hier auf meinem Sampler viele Songs als Gothic, die eher wenig bis gar nichts mit dem Genre zu tun haben ;)
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Eike » Freitag 2. Juli 2010, 10:26

Die sind gothic, aber hallo! Allerdings ist gothic als strukturell verortetes Genre ebenso paradox wie progressive als strukturell verortetes Genre. Beides zeichnet sich durch Unbestimmtheit aus. Damit fällt zwar die Mehrheit dessen, was vulgo darunter subsumiert wird, aus dem Rahmen (m)einer gestrengen Definition; aber das hat den Vorteil, dass - wenn der ganze strunzlangweilige Kram erstmal ausgesiebt ist - mit die interessantesten Bewegungen/Strömungen der Rockgeschichte im weitesten Sinne übrigbleiben. (Vermutlich gilt das Gleiche für den Black Metal, wo ich mich zu wenig auskenne; aber ich habe den Verdacht, dass er dort, wo er (für mich) interessant ist, das Erbe der zunehmend erstarrenden Gothicbewegung angetreten hat: Phantasmagorische Nachtwelten und seelische Abgründe aufzugreifen und in so noch nicht dagewesene Musik zu gießen. Für mich alten Sack ist es dann gothic, für jüngere halt avantgarde atmospheric blablabla black metal. Halt nicht der jeweils (vermeintlich) trve Lehrbuchscheiß, sondern lebendige Musik über die unbestimmbare, (alp)träumerische(n) Grenzzone(n) zwischen Leben und Tod... ;-) Wie auch immer: Es lebe die Verweigerung!
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Eike » Sonntag 4. Juli 2010, 17:34

Jesus hat geschrieben:Auflösung folgt dann wahrscheinlich Sonntag oder Montag.
Cool. Ich freue mich drauf. Bin auch gespannt, wie mein Sampler ankam.
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon 123_7 » Montag 5. Juli 2010, 20:01

123_7 hat geschrieben:
Jesus hat geschrieben:
123_7 hat geschrieben:12 - ??? (7:45)
Mal wieder etwas längeres. Cleane-Gitarren in bester Metallica-Manier. Aber die sind es natürlich nicht. Ein leidender, leicht wackeliger Sänger stimmt ein. Sehr schön. Toller Sänger. Aber ich kenne es nicht. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich der Song manövriert. Er nimmt zwar an Fahrt, aber nicht an Härte auf. Klingt alles sehr stark auf den Sänger zurechtgeschnitten, zu Recht. Da kommen nun auch die verzerrten Gitarren. Aber die Härte nimmt dadurch nicht überproportional zu. Ich tippe auch hier auf etwas älteres. 90er? Vermutlich nicht mal eine Metal-Band. Dieser Sänger bringt mich um den Verstand. Sehr geil. Am Ehesten erinnert mich das gar noch an den psychotischen Walzer. Diese Elegie, diese Verspieltheit, die Stimmakrobatik zum Selbstzweck. Toll. Und das finale Gitarrensolo über die sphärischen Chöre erinnert mich jetzt gar an Muse, bloß dass diese Band es hier versteht, das ganze nicht in produktionstechnischne und musikalische Onanie enden zu lossen. Toll. Das habe ich schon mal gesagt? Egal. Brauch ich.


Der gleiche Sänger wie bei den Grungern von Titel 7, diesmal unterstützt von einem hübschen Mädel.

Hm... auch das hilft mir wenig :-(


Okay, da die Grunger von Titel 7 wohl ACID BATH sind, ist das hier DEADBOY & THE ELEPHANTMEN mit 'Otherworldly Dreamer'. Hartes Stück Recherche-Arbeit, haha. Aber eine Frage... woher zum Teufel kriegt man das Debüt von denen?
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Jesus » Donnerstag 8. Juli 2010, 09:29

Jesus hat geschrieben:Auflösung folgt dann wahrscheinlich Sonntag oder Montag.


Seufz. Ich sollte derartige Versprechungen nicht machen, wenn ich gerade meinen Internet- und Telefonanbieter wechsle und mein alter und neuer Anbieter sich nicht auskeksen können. Kein Inet und Telefon haben ist scheiße.

Eike hat geschrieben:Cool. Ich freue mich drauf. Bin auch gespannt, wie mein Sampler ankam.


Der kam bisher gut an und von der harten Hälfte habe ich naturallement viel erkannt, aber dank oben genannter technischer Probleme musst Du Dich ein wenig in Geduld üben.

Also kurz noch mal ein paar Sätze und gleich die Lösungen:

123_7 hat geschrieben:02 - ??? (10:43)
Dissonanz. Gitarren im Sekundabstand. Flirrend. Schnell. Krallice. Zumindest war dies die erste Assoziation. Wenn das stimmt, kann der Stilbruch vom Debüt auf "Dimension Bleedthrough" nicht so hoch sein. Aber bleiben wir vorsichtshalber etwas allgemeiner. Das muss Ami-BM sein, da futtere ich einen Besen, wenn das nicht stimmt. Harmnonisch sehr zerfahren, viele Dur-Harmonien, viel Dissonanz. Rhythmisch verquer. Eine dichte Soundwand, wenig greifbare Strukturen. Akkorde nach Zufallsprinzip. Tensions noch und nöcher. Interessant zu sehen, wie sich die Melodien in diesem Konstrukt zu monströsen Balleteinlagen verwandeln. Und man schafft es tatsächlich, das Chaos noch zu einem größeren Chaos zu steigern. Anstrengend to the max. Aber auch faszinierend. Gut produzierter frequenzdynamischer Staubsaubger-BM.

Eike hat geschrieben:2. Hornet swarms of darkness buzz. Es wird schwarz wie Vinyl. Undifferenzierte Produktion. Besondere Merkmale: Keine.


Originellen BM mit Einflüssen aus Mathcore bekommt Eike scheinbar alle Tage zu hören. Wie gesagt KRALLICE mit "Dimensional Bleedthrough".

123_7 hat geschrieben:03 - ??? (4:27)
Fuck yeah, now we're talking. Spill some beer with doom. Zweistimmige Leads, ein erhabener Sänger und: no friggin' keyboards!! Rhythmisch ansprechend umgesetzt, melodisch top notch. Und das Schlimme... ich kenne es nicht. Und finde es toll. Sachen gibt's. Die Emotionen übermannen mich gerade und ich muss mit dem Fuß mitwippen. Sogar der Finger regt sich im Takt auf und ab.Wah-Wah-Soli und agressivere Parts. Eine Doom-Wundertüte in viereinhalb Minuten. 270 Sekunden. 0,0031 Tage. Und auch noch gut produziert. Ich habe was verpasst. Mehr davon. Und das sollte hier noch einigen anderen im Forum gefallen. Aber vielleicht kennen das auch alle schon und ich hab den heißesten Shizzle nur verpennt. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:3.
Doom. Heavy Doom. Heavy Doom mit strudelndem Solo. Mehr Heavy Doom. Heavy Doom mit Pathos im Gesang. Noch mehr Heavy Doom. Insgesamt also recht dynamischer Heavy Doom. Mit Pathos. Und Heavy. Doom.


Auch gelöst: STILL.NO.ORDER mit "The Purist". Hochwertiger Doom vom Allerfeinsten... und leider das letzte, was man so in dieser Form von der Band zu hören bekommt.

123_7 hat geschrieben:04 - ??? (5:20)
Umschmeichelnde Akustik-Gitarren. Ein sanfter Shaker eh... shakt im Hintergrund. Eine E-Gitarre stimmt ein und ein vermutlich höchstbekiffter Sänger leiert Worte von wahrscheinlich höchster Relevanz. Man versteht ihn nur unheimlich schlecht. Hypnotisch. Sanfte steigernd. Oldchsool. Was älteres, oder? Eine Violine setzt ein, wunderschön. Allgemein wunderschön. Jetzt ist es um mich geschehen, der anzugtragende Wolf stößt ein betörendes "A-Uuuuuuh-Uuh" aus. Fehlt nur das Pfeifen. Aber keine Frau weit und breit; sowas aber Auch. Das ist auf jeden Fall genau meine Kragenweite. Ich bin sehr gespannt. Und ich befürchte, man muss das Gehörte eigentlich kennen. Gottpferdammi. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:4.
Gothischer Klagegesang vor melancholisch-monotonem Akustikgezupfe. Mehr träge, weniger zerrissen. Halbgothisch also. Mit einer Prise Doomfolk: Traurige (Synthie-?) Geige und raunender Sprechgesang-Chor treten hinzu. Stimmungsvoll. Kommt heute eigentlich noch ein Gewitter, oder bleibt es so drückend?


Doomfolk, Neofolk, Folk-Rock, Blues... whatever. Hier singt Michael Gira, seines Zeichens sowohl der Kopp von SWANS als auch von dessen Nachfolgeband, die höchst vielfältige und einfach nur wunderbare Rock- und Folk-Musik spielt. THE ANGELS OF LIGHT mit "Promise of Water" von der absolut grandiosen "We Are Him". Absolute Kaufempfehlung von Jesus höchstpersönlich.

123_7 hat geschrieben:05 - ??? (2:31)
Mein armes Herz. Geboller. Der extremen Sorte. Undynamisch as fuck. Und so schnell. Aber gar kein Krümelmonster. Aggressives Geshoute, ein einsamer Barde, der mich latent an Mikael Akerfeldt erinnert (!?), versucht gegen diese Eruption entgegenzukommen. Psychopathisch. Aber irgendwie auch mitreissend. 'This is the End Of Time'? Weiß nicht, ob ich mir sowas auf Albumlänge geben kann. Dafür ist das mir dann doch zu undynamisch. Aber der fast hauptsächlich weitestgehend klare Gesang irritiert mich. Das macht es interessant. Hier bin ich gespannt, wer sich dahinter versteckt. Erinnert vom Härtegrad etwas an THE AMENTA, aber die sind industrieller.

Eike hat geschrieben:5.
Wieder Black Metal. Diesmal von Todesgroove unterstützt. Rasante Abfahrt. Musik zum Leichenteile-Zerhäckseln. Auf YouTube gibt es bestimmt Fanvideos mit "Braindead"-Bildmaterial zu diesem Song. Das Gniedelsolo kommt schön klassisch dazwischen - beste Stelle! Ansonsten: rustikale Hausmannsgrütze; also reichhaltig, sättigend, aber nichts besonderes.


Kein Black Metal, Eike, aber mit dem Genre hast Du es eh nicht so, oder ;) Der schreckliche Klang kommt daher zustande, weil ich die Songs von deren Myspace klauen musste. Das Ergebnis ist ein undynamischer Ton-Clusterfuck in mono. Trotzdem macht DESULTOR definitiv Laune. Todesgroove (gut erkannt :D) mit klarem Gesang. Warum auch nicht? "End of God" macht Jesus froh.

123_7 hat geschrieben:06 - ??? (5:03)
Wieder etwas ruhiger. Mein Puls pendelt sich wieder in Ruheregionen ein. It's shoegaze time, baby. Ist das Hope Sandoval? Wenn ja, muss sie früher wohl nicht so bekifft geklungen haben. Aber ich glaube es ist jemand anders. Aber das ist schön. Ich mag diese beinahe höhepunktslose Hypnotik. Lullabies for adults. Aber das ist eher was für die Abendstunden. Und für Momente für zwei. Ihr wisst schon. Hat was. Sogar sehr viel davon. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:6.
Eine Säuseltante sorgt für Kontrastprogramm. "Now my head hurts..." - Das ist auch kein Wunder bei dem Krach zuvor. Die Stimme ist eher konventionell, passt aber gut rein, in ein leicht verhalltes Stück mit verschlepptem Rhythmus, dezenten melancholischen Tasten- und Streicher-Tönen, die jedoch nichts zukleistern, sondern lediglich den verletzlichen aber keineswegs weinerlichen Gesang untermalen. Nachdenkliche Stimmung, und die Produktion hat so etwas pastellen-aquarellen-traumwandlerisch-THE CURE-zu-"Dissolution"-Zeiten-mäßig verhuschtes. Kurzum: Gefällt mir gut. "Sailor, sail away..."


Auch gelöst: Dreampop von LOWOOD. "The Sailor". Er segelt und segelt... *sing* in the navy... äh... nein. Viel traumhafter.

123_7 hat geschrieben:07 - ??? (4:26)
Jetzt komm ich in Bereiche, in denen ich mich nicht auskenne. Grungiger, meine ich. Cleane E-Gitarren. Gesang erinnert mich etwas an... *duck* Kurt Cobain. Aber der hier ist besser, da vielseitiger. Ich hab nicht die geringste Ahnung. Würde ich auf frühe 90er tippen. Irgendwie so stell ich mir ALICE IN CHAINS vor. Aber wie gesagt, ich habe keine Ahnung. Klingt aber gar nicht verkehrt. Schön... authentisch. Die eingestreuten verzerrten Schreie haben was. Die zerfetzten Jeans und die ausgelatschten Chucks springen einen förmlich an. Aber das war vermutlich nie Mainstream. Dafür ist das zu unkonventionell. Und zu gut. Brauch ich unter Umständen.

Eike hat geschrieben:7.
Klischee- Post-Punk (aka Gothic) trifft auf Klischee-Stoner-Rock in Zeitlupe, verbindet sich dadurch zu, jedoch nicht-klischeemäßigem, Sludge. Für Doom nicht Heavy genug, und für Stoner zu schleppend und düster. (Und geringfügig grungig.) Muss ich nochmal in richtiger Stimmung dafür hören, dann ist es vielleicht sogar grandios. So ist es ganz gut, haut mich aber nicht um. Das merkt man daran, dass ich hier mehr schubladisiere als irgendwas. Schade eigentlich. Ist halt nicht mein Tag für sowas.


So viele Genres. Wahrscheinlich treffen alle darauf zu. ACID BATH klingen nicht wirklich nach Sludge. Hier schon gar nicht. Das macht "Venus Blue" keinen Deut schlechter.

123_7 hat geschrieben:08 - ??? (8:41)
Mal wieder ein Track mit Überlänge. Und doch ganz anders, als der Opener. Beginnt ruhig. Cleane E-Gitarren, tiefer bedächtiger Gesang. Könnte so prinzipiell auch auf einem Tool-Album zu finden sein, aber die sind es natürlich nicht. Abermals wieder eine stark hypnotische Komponente, in der durch Wiederholung der Muster eine gewisse Trance geschaffen wird. Der Gesang erhebt sich in mittlere Höhen und die Klangfarbe erinnert mich an jemanden. Aber fragt mich jetzt nicht an wen. Es steigert sich, das Schlagzeug spielt tribal-mäßig und da kommt der Ausbruch. Das Gaspedal wird losgelöst und über rhythmische Riff brechen Schlagzeugeskapaden in bester Stop/Go-Manier ein. Und schon verfällt man wieder in das mantrische Muster, doch die verzerrte Gitarre bleibt. Sehr interessant. Sogar sehr geil. Aber wer das sein könnte... ich habe nicht den blassesten Dunst. Auf jeden Fall etwas, dass ich mir wohl kaufen werde. Das steht völlig ausser Frage. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:8.
Hübsche Songentwicklung mit langsamer Dynamik, die einen weiten Bogen schlägt und das fast schon gregorianische Murmelmotiv (oder primitiver Eingeborenenkult aus miesem rassistischem Indiana Jones Schinken: "... uga aga uga aga ... worship the sun ... uga aga uga aga ...") mehrmals wieder aufgreift. Ansonsten wird eher mit verschliffenen Texturen gearbeitet, fast wie im Ambient Black Metal. Riffschichtung. Zwischendurch fügt sich sogar noch Tribaldrumming passend ein. Zwischendurch fast schoon TOOLig. Das ist recht fein. Wieder was drückendes, Warten auf das Gewitter. Einen Ausbruch gibt es aber nicht, und das macht mich nervös...


Staubiger Wüsten-BM vom Colorado River. Nur diesmal ohne Black Metal. Aaah-uuuuhhh *Mond anheul* COBALT richtet den Rote-Bohnen-Eintopf am Lagerfeuer daher, während ringsherum die Indianer sich zu ritualistischer Musik in Ekstase tanzen. "Dry Body" ist vielleicht nur zu 75% repräsentativ für die Band, aber passte gute hier rein.

123_7 hat geschrieben:09 - ??? (5:48)
Jaaaa, kenn ich!!! 'Smells Like Teen...' Ach nein doch nicht :-( Das Schlagzeugintro klingt aber 1:1. Aber hier geht es nicht um Midzehner-Gemuffel. Hier wird ordentlich gerifft. Breitbandig und melodiös. Sphärisch... recht poppiger Gesang. Aber das gefällt bis jetzt. Und ich kann mir gut vorstellen, dass das auch Frank und Peter gefällt. Aber wer hätte das erwartet... ich hab nicht die geringste Ahnung, wer das ist. Ich denke vom Gesang hätte etwas mehr kommen können, dann wäre der Song sogar ganz fantastisch. Und um meinen Wichtel ganz zu verärgern, für mich klingt das wie weniger kommerziell ausgerichtete FUNERAL FOR A FRIEND *duck*. Und fragt mich jetzt nicht, woher ich diese Band kenne *noch tiefer duck*. Gitarrentechnisch ist das hier aber schon eine feine Sache. Und der Mittelteil macht den ganzen Song sogar ziemlich geil. Hier bin ich gespannt, wer dahinter steckt. Brauch ich vielleicht.

Eike hat geschrieben:9.
Stark verzerrter Rock/Hardrock mit (post-)punkigen Untertönen. Das müsste ich wohl mal lauter oder am besten live hören. So kommt das nicht wirklich.


Die Alternativ zum Alternative Rock nannte ich es auf Musik-Sammler. Inwiefern das stimmt, sei jedem selbst überlassen, aber es kam hoffentlich gut an. MOUTH MOVEMENTS mit "Juxtaposition".

123_7 hat geschrieben:10 - ??? (2:12)
Was kurzes. Und diesmal kein Geballer. Erinnerungen an die Beatles werden wach. Aber das sind nicht die Mannen um Paul McCartney. Aber fein gestrickter Pop in leisen Tönen, aber hinterhältig zwinkernd. Der glattgeschmalzte Italiener stolziert mit verschmitztem Grinsen über die Straße. Die Aura reicht aus, dass sich alle Blicke auf Ihn ziehen. Spannend. Aber ich kenne es nicht. Aber ich glaube, ich muss es kennen. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:10.
THE DOORS - aber eher mit einem B-Klasse-Song. Dabei gibt es soviel besseres von denen. Das hier wirkt eher wie die Vorstudie zu einem Song. Naja.


Eike irrt wieder ;) "People Are Strange" ist perfekt, wie er ist. Kurz, knackig, tragikomisch.

123_7 hat geschrieben:11 - ??? (4:54)
Das 'Echoes'-Gedächtnis-Echolot konkurriert mit einer fies verzerrten Gitarre. Und dann wird es psychedelisch. Ein schräges Riff. Ein schräger Rhythmus. Eine schräges Gitarrentremolo. Eine schräge Hauswand. Menschen purzeln hinunter. Rosarote Elefanten laufen in der Ferne vorbei und versprühen Regenbogen aus ihren Rüsseln. Schräger Gesang. Musik für absurde Szenen. Monty Python-Rock. Das ist sicher einer dieser 70er-Prog-Bands. VdGG oder Konsorten. Kenne mich da jetzt nicht so aus. Aber klingt interessant. Drogentrip par excellence. Da würde ich mich gerne weiter mit beschäftigen... also mit der Musik. Aber ich befürchte meiner mentalen Gesundheit schadet das auf Dauer.

Eike hat geschrieben:11.
'Double Dare' ist natürlich ein BAUHAUS-Klassiker: Dubbig, zerrissen, schräg, offen, unbestimmt, rhythmisch irre, gesanglich intensiv, gespenstisch, post-punkig, kurzum: Gothic aus dem Bilderbuch.


Hier gibt es zu beiden Beschreibungen nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.

123_7 hat geschrieben:12 - ??? (7:45)
Mal wieder etwas längeres. Cleane-Gitarren in bester Metallica-Manier. Aber die sind es natürlich nicht. Ein leidender, leicht wackeliger Sänger stimmt ein. Sehr schön. Toller Sänger. Aber ich kenne es nicht. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich der Song manövriert. Er nimmt zwar an Fahrt, aber nicht an Härte auf. Klingt alles sehr stark auf den Sänger zurechtgeschnitten, zu Recht. Da kommen nun auch die verzerrten Gitarren. Aber die Härte nimmt dadurch nicht überproportional zu. Ich tippe auch hier auf etwas älteres. 90er? Vermutlich nicht mal eine Metal-Band. Dieser Sänger bringt mich um den Verstand. Sehr geil. Am Ehesten erinnert mich das gar noch an den psychotischen Walzer. Diese Elegie, diese Verspieltheit, die Stimmakrobatik zum Selbstzweck. Toll. Und das finale Gitarrensolo über die sphärischen Chöre erinnert mich jetzt gar an Muse, bloß dass diese Band es hier versteht, das ganze nicht in produktionstechnischne und musikalische Onanie enden zu lossen. Toll. Das habe ich schon mal gesagt? Egal. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:12.
Ewig langes Rockstück mit viel Lautmalerei in einer Tonfarbe, die mir nicht viel gibt. Plätschert so dahin, schwillt langsam an, kommt aber nicht zum Höhepunkt. Ansonsten schon ganz gut gemacht.


Richtig ergoogelt. DEADBOY & THE ELEPHANTMEN mit Dax Riggs von ACID BATH am Mikro. Psychedelisch, melodisch, tragisch, melancholisch und auch meiner Meinung nach etwas psychotischwalzerig. "Otherworldly Dreamer" stammt vom wunderbaren Debüt "If This Is Hell, Then I'm Lucky". Dieses, lieber Fabian, ist leider nicht mehr erhältlich... unter diesem Namen ;) Das Album wurde nach langen Jahren wiederveröffentlicht unter DAX RIGGS. Selber Inhalt, gleiches Cover, anderer Name. Siehe hier: http://www.musik-sammler.de/media/488165


123_7 hat geschrieben:13 - ??? (4:12)
So, wir sind wieder im Metal angekommen. Ein schleppendes Riff. Simpler Rhythmus. Nette Gitarren-Licks. Und das ganze klingt nach starker mid-Metallica-Huldigung. Aber die dürften es nicht sein. Der Produktion nach zu urteilen, ist das etwas Neueres. Nichts was ich unbedingt brauche, aber das ist schon ganz solide gemacht.

Eike hat geschrieben:13.
Erinnert mich schwer an METALLICA, ich kann es aber nicht wirklich einordnen; vielleicht irgendwas von "Death Magnetic", oder eine B-Seite aus "Metallica"/"Load"/"Reload"-Zeiten? Mit der Band bin ich nicht so vertraut... Überrascht, so etwas von Jesus zu hören.


Das ist sicherlich nicht das, was ich normalerweise höre. Aber meine Mama hat als großer Fan von METALLICA sich einfach mal diese Huldigung zugelegt. EVOLUTION zocken ganz passabel das Schwarze Album nach. Sind auch 2 oder 3 gute Songs oben und "Empire of Time" ist einer von ihnen. Bringt etwas Farbe und Traditionelle ins Spiel.

123_7 hat geschrieben:14 - ??? (8:34)
Wieder ein Longtrack. Für solche verträumten Gitarrenarpeggios habe ich eine Schwäche. Eine recht technische Schlagseite hat der Song. Das Schlagzeugspiel erinnert etwas an Brann Dailor von MASTODON. Aber ich glaube nicht, dass die es sind. Klarer Gesang in angenehmer Stimmhöhe. Rhythmisch sehr vertrackt, das alles. Aber zu keiner Zeit wirklich hart. Dafür spannend und mitreissend. Sehr stark durchkomponiert. Es wurde sehr viel Wert auf einen fließenden, aber abwechslungsreichen Songfluss gelegt. Und mit wiederkehrender Motivik wird auch gearbeitet. Die Jungens verstehen ihr Handwerk. Und deswegen bin ich gerade auch dezent begeistert. Und jetzt brechen auch die harten Gitarren über mich herein. Der Gesang behält seine Klangfarbe ist aber deutlich geshouteter. Die Instrumente bewegen sich konstant zu- und wieder auseinander. Rhythmisch ein sehr lockeres Gerüst. Schnelle Tremoloriffs, die aber schnell wieder zurückebben. Eine Wundertüte. Anstrengend. Aber im Gegensatz zu #2 ist das für mich emotional einnehmender, da dynamischer. Fantastischer Spannungsbogen. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:14.
Schwummrige Egitarren skizzieren irgendwelche Arabesken, der Bass pluckert impressionistisch dazwischen, langgezogener, träger Gesang mäandert umher. Ein ziemlich entspanntes, ein wenig - aber nur ein wenig - psychedelisch angehauchtes Stück, das irgendwie typisch Progressivrock ist, und irgendwie doch wieder nicht. Leicht dudelig streckenweise, dann wieder mit postcorigen Brüllausfällen gespickt. Erinnert an friedlich zugekiffte und entsprechend ziellose MASTODON. Dennoch irgendwie brachial im Finale, aber auf eine recht gelassene Weise. Seltsames Teil...


Gleich zwei Vergleiche mit MASTODON. Na wenn da mal keiner von den anderen Leuten hier aufmerksam wird. Der Prog von NAUTICUS nahm mich in seinen Bann. Leute, die Platte gibt's zum Reinhören auch noch gratis auf last.fm und für 10 Eier inkl. Versand aus Finnland von der Band fast schon geschenkt. Los, los! So gekonnt verbinden nur wenige Bands Moderne und Traditionelle. Einfach ein tolles Album.

123_7 hat geschrieben:15 - ??? (3:56)
Bedächtige Akustik-Gitarren und eine Erzählstimme. Die Klangfarbe der Stimme erinnert an Vincent Cavanaugh von ANATHEMA, aber die sind es nicht. Ein sehr zurückhaltendes Cello stimmt ein. Sehr schön. Mit sowas kann man mich immer ködern. "Then Kill Caesar". Ich könnte jetzt im Internet suchen. Aber ich lasse mich mal überraschen. Das könnte mir gefallen. Auch auf Albumlänge. Brauche ich unter Umständen.

Eike hat geschrieben:15.
Irgendwo zwischen Gedicht, Hörspiel und Ambientmusik angesiedelt. Die Intonation erinnert an ANNE CLARK, aber hier spricht ein Mann, und auch nicht zu Elektro- sondern zu Akustik-Begleitung. Tötet Cäsar!


Ich könnte so viel über CURRENT 93 schreiben. Aber dieses Stück besticht durch eine so simple Schönheit. "Then Kill Cæsar"... Fabian, Du brauchst dringend die "Black Ships Ate the Sky" und die "Aleph at Hallucinatory Mountain". Oh... hallo, 123_Geldbörse... wie geht's, wie steht's?

123_7 hat geschrieben:16 - Ambiental Soundscape Movement No.2 (0:07)
Knack... WOOOSH. Der Vorhang geht auf. Ich erwache.


Da ich das meinen eigenen Platten nicht antun würde, musste hierfür eines von Papas MODERN TALKING-Alben herhalten. Die höhensonnengebräunten Sangesschwuchteln werden das schon mal vertragen.

Zusammenfassung Seite A:

01. Intro
02. KRALLICE - Dimensional Bleedthrough
03. STILL.NO.ORDER - The Purist
04. THE ANGELS OF LIGHT - Promise of Water
05. DESULTOR - End of God
06. LOWOOD - Sailor
07. ACID BATH - Venus Blue
08. COBALT - Dry Body
09. MOUTH MOVEMENTS - Juxtaposition
10. THE DOORS - People Are Strange
11. BAUHAUS - Double Dare
12. DEADBOY & THE ELEPHANTMEN - Otherworldly Dreamer
13. EVOLUTION - Empire of Time
14. NAUTICUS - Nothing Floats
15. CURRENT 93 - Then Kill Cæsar
16. Outro
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon Jesus » Donnerstag 8. Juli 2010, 10:23

123_7 hat geschrieben:02 - ??? (12:35)
Der längste Song der zwei CDs. Ein crunchy verzerrtes Riff mündet in schleppendes Schlagzeugspiel. Smells like Doom. Dabei hat das Riff eine beinahe positive Grundresonanz. Beschwörender Gesang flechtet sich bordun-artig in dieses Riffgefüge ein und wird unterbrochen von harschem Gehauche. Und nun wird es noch doomiger. Schleppende Palm Mute-Riffs. Reverend Bizarre-Worship. Generell erinnert mich der Gesang etwas an Albert Witchfinder. Aber ich bezweifle, dass er es ist. Ich vermisse etwas die Steigerung um Song, die einzelnen Parts sind für sich gesehen sicher gut, aber sie bauen für mein Geschmack zu wenig aufeinander auf. Und das ist bei einem Zwölfeinhalbminüter auf Distanz tödlich. Und wenn man glaubt, der Song manövriert sich ins langweilerische Abseits, zocken die Herren hier ein geil rockiges Riff und bringen ordentlich Drive in die Geschichte. Da horcht man doch gleich auf. Hier würde ich auch nicht ausschließen wollen, dass das etwas sein könnte, was ich mir zulegen könnte.

Eike hat geschrieben:2.
Schön ruhig dröhnende Gitarren eröffnen schmoove das Stück, welches langsam und bedächtig fließt, dabei dunkel aber nicht übermäßig düster klingt. Meditativer Entspannungs-Doom, sozusagen. Doch sobald der Gesang einsetzt, modert es doch recht knorrig vor sich hin. Die Intonation erinnert in ihrem gemäßigten aber doch deutlichen Pathos mich mal wieder an Nick Cave - einen growlenden Nick Cave. Beschwörungsformeln und Riffschichtung sorgen zur Mitte hin für eine Extraportion Schwere. Gute Steigerung. Dennoch ist das Stück sehr konventionell & weitgehend monoton. Mir persönlich auch etwas zu lang. Nach hinten zu zieht man nach etwas Leerlauf das Tempo dann an. Dieses zweiten Teils hätte es meines Erachtens nicht bedurft, auch wenn kurz vor Ende noch ein schönes Solo in nebelverhangenes Gitarrenspiel eingewoben wurde, was die Stimmung in Richtung mystisch verlagert. Da hätte man zwei für sich stehende Stücke mit jeweils etwas mehr Profil draus machen können.


Beinahe traditioneller Doom von SEVENCHURCH von deren einzigem Album "Bleak Insight". Ein sehr uriges, knarziges Stück Doom aus einer Zeit, als dieses Genre sich zu verzweigen begann.

123_7 hat geschrieben:03 - ??? (3:28)
Wiider gohd's. Schöne Akustik-Gitarren. Ein fiepsiges mellotron-artiges Instrument im Hintergrund. Ist das Tom Waits? Wenn ja, klingt er nicht ganz so abgefuckt wie sonst. Ändert aber nichts an der betörenden Schönheit dieses Stücks. Einfach schön. Und ich bin mir sicher, ich kenne den Sänger. Brauch ich.

Eike hat geschrieben:3.
Erinnert mich von der Intonation her an irgendein Stück, das ich mal auf einem früheren Wichtelsampler hatte. Da werde ich bei Gelegenheit mal auf Kramkurs gehen... Irgendwie träge, traurig, folksy, nur gelinde kauzig, eher knorrig. Schöne Akustikgitarre, dazu gute tiefe Stimme für männlichen Sprechgesang.


Den Sänger könnte man kennen. Denn STEVE VON TILL ist hauptberuflich Saitenmörder und Sangesstimme von NEUROSIS. Zwar lässt er bei seiner Hauptband auch gerne mal den Folk und seine klare Stimme erklingen, hier agiert er aber unbeschränkt und ganz für sich allein.

123_7 hat geschrieben:04 - ??? (2:56)
Schräg gehts weiter. Drogen-Gospel-Madness. Könnte so fast auf der "The Black Rider" von Tom Waits stehen. Kaputt. Sehr kaputt. Aber faszinierend. Ist das noch Musik? Instrumente stimmen war jedenfalls nicht deren Stärke. Aber darum geht es hier auch gar nicht. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Das ist schon... sonderbar. Also eine Mischung aus sonderlich und wunderbar. Hat was.

Eike hat geschrieben:4.
TOM WAITSiges Stück. Windschiefe Mundharmonika. Allerlei Schlagwerk. Dazu rostige Dickebackenmusik. Knorke.


Tz, windschiefe Instrumente stimmen... haben CAPTAIN BEEFHEART, TOM WAITS oder FRANK ZAPPA ihre Instrumente gestimmt? Nö. THE BOOK OF KNOTS wollen eine halbverlassene Industriestadt vertonen, deren beste Tage lange hinter ihr liegen und wo gelegentlich noch ein paar Autos vom Fliessband rollen. Und sind Stahl und Dampfkraft erst einmal weg, dann "Pray"!

123_7 hat geschrieben:05 - ??? (2:36)
Fließender Übergang in hasserfülltes Geschepper. Auf der Suche nach der Eins. Böse, schwarz. Irgendwo zwischen Hardcore und Black Metal. Schräg. Brüllaffen trifft auf Deathspell Omega-Chaotik. Und nun auch noch ein Breakdown. Hm. Interessant ist das ja, aber auch hier wäre ich mir nicht sicher, ob ich sowas auf Albumdistanz aushalte. In kleinen Dosen finde ich sowas schon fesch.

Eike hat geschrieben:5.
Ein Death Metal Sturm bricht los. Das ist so over the top, dass es trashig lustig wirkt. Bestimmt ist das eine total kultige Gruppe, die man kennen muss - falls man Death Metal denn überhaupt kennen muss... Da fliegt allerlei Schweres quer durchs Klangbild. Klingt wie eine Art programmatischer Metalversion von Grabenkriegsound mit Artilleriebeschuss.


Metalcore. Einfach nur Metalcore. Und gar nicht mal schlechter Metalcore. Mit tierfreundlichem straightedgigem Namen: DEAD FLESH FASHION. Habe ich gesehen als Vorband von BURIED INSIDE. Die haben da schon ordentlich Dampf gemacht. Hardcore und Metalcore mag ich live eh wesentlich lieber als auf Platte. Aber das Stück hier geht gut ab. "Ghost".

123_7 hat geschrieben:06 - SOLITUDE AETURNUS 'The Fall' (2:25)
Ich kenn was!!!! Unglaublich. 'The Fall' von Solitude Aeturnus vom "Adagio"-Album. Ja... SA... die haben ein bisschen das Candlemass-Syndrom bei mir. Rob Lowe ist ein toller Sänger und das sind alles tolle Musiker, aber ich mag diesen Stapfdoom einfach nicht. Und hinzu kommt auch noch, dass das letzte Album ganz furchtbar undynamisch produziert wurde. Kopfweh-Doom. Der Song hier ist nett, aber mehr auch nicht. Brauch ich nicht (mehr). Sonst hätte ich die CD ja nicht verkauft.

Eike hat geschrieben:6.
Wieder so erzählerischer Songwriter-Rock. Hat was episches, aber auf eine nichtverkitschte Nicht-Airbrushmotiv-Art. Könnte aber auch bloß ein lanes Intro für irgendeine Pagan-Thrash-Kapelle sein. Was weiß ich schon von solcher Musik?


Pagan-Thrash klingt cool. Aber Stapfdoom? Tz.

123_7 hat geschrieben:07 - ??? (3:54)
Hallige Clean-Gitarren. Nöliger Gesang drüber. Klingt italienisch. Kann mich aber auch täuschen. Erste Assoziation war jedenfalls Novembre, aber ich glaube, dass die sind es nicht. Insgesamt eine recht straighte Angelegenheit, auch wenn das Schlagzeug ordentlich Dampf macht, obwohl die Musik gar nicht hart ist. Ethereal. Verträumt. Ein bisschen schwuttig. Aber das ist okay. Haut mich jetzt nicht total vom Hocker, aber interessant ist das schon. Da würde ich mich zumindest etwas in die Band reinhören wollen, bevor ich sie komplett abschreibe. Ist halt irgendwie weder Fisch noch Fleisch. Für den Träumer-Soundtrack ist das zu treibend. Für die rockigen Momente zu tuffig.

Eike hat geschrieben:7.
Ich tippe auf 1980er-Jahre-Rock jenseits des Klischees. Auf jeden Fall neuromantisch geprägt. Grobe Richtung: Wave. Interessant wie Jesus zwischen Schwarzenheim und Popanschlussfähigkeit hin und her pendelt.


So, jetzt mal richtiger, reiner, purer und unverfälschter Shoegaze. Nicht nur dieses Dreampop-Gesäusel, sondern aufgepeppt mit ein paar rockigen Gitarren. Dass euch hier die frappierende Ähnlichkeit zu "Don't Fear the Reaper" nicht aufgefallen ist, verwundert mich aber ein wenig. THE DAYSLEEPERS mit "Release the Kraken!". Geiler Titel. Gleich mal "Kampf der Titanen" einlegen. Also das Original.

123_7 hat geschrieben:08 - ??? (10:14)
Der letzte Überzehnminüter. Still. Ein einsamer Bass. Eine Erzählstimme, die sehr expressiv und verdächtig britisch daherkommt. Diese erinnert mich an den letzten Track von CD1. Aber musikalisch ist das nicht vergleichbar. Hier ist es regelrecht ruppig. Ein simples Riff wird in mantrische Sphären wiederholt. Hier lebt der Gesang. Von links und rechts dringen scheinbar unmenschliche, aber doch vokale Geräusche durch. Ein sehr lebendiges Gebilde, trotz aller Statik in der Harmonik. Und rumpelig. Produziert ist das fein, ich mag solche Unterproduktionen. Und mit zunehmender Spieldauer bekomme ich das Bild von einer Kirmesveranstaltung nicht aus dem Kopf. Aber das soll nicht negativ sein. Aber die Musik wirkt beinahe bewusstseinserweiternd. Das ist so obskur und unkonventionell. Aber spannend. Ich glaube damit hätte ich meine Freude. Mehr davon.

Eike hat geschrieben:8.
Grandioser Gothic, der mich bei aller Eigenständigkeit etwas an die VIRGIN PRUNES erinnert, jedoch geradliniger und heavier daherkommt.


Gothic. Soso. Warum nicht Doomfolk? Das würde sehr gut passen. Aber in beiden Fällen ein sehr positives Urteil. Schön. CURRENT 93 ist eben genial. Egal ob manisch-kratzbürstig-rumpelig oder vorhin beim Cäsar eher verträumt.

123_7 hat geschrieben:09 - ??? (3:11)
Jetzt wirds oldschool. Fetziger Rock mit ordentlich Roll. Erinnerungen an Focus, Led Zeppelin und Deep Purple werden wach. Aber es dürfte keiner der drei Verdächtigen sein. Geile Lead-Gitarren, urwüchsige Rohheit und eine anspringende Spielfreude. Für die Verhältnisse ruppiger und kreischiger Gesang. Orgensoli. Geil. Gitarrensoli. Geil. Früher war einfach alles besser. Brauch ich. Auf jeden Fall.

Eike hat geschrieben:9.
Cross-pollination between punk rock and hardrock/heavy metal. Anfangs zog ich die NWoBHM im Betracht, aber im weiteren Verlauf erinnert es mit psychedelischem Einschlag eher an die kalifornische Küstengegend.


Eine deutsche Band zockte hier 1972 eine Huldigung an ihre Helden von den britischen Inseln: NIGHT SUN haben leider nur ein einziges Album veröffentlicht und das hört auf den Namen "Mournin'". Gab es vor kurzem sehr günstig bei den regulären Anbietern. Mit dieser Scheibe dürfte jeder Freund von DEEP PURPLE, URIAH HEEP oder FOCUS gut bedient sein. "Nightmare" kreischt der Sänger hier.

123_7 hat geschrieben:10 - ??? (8:05)
Kontrastprogramm. Düster und schwer. Mumpfiger Gitarrensound. Aber auch sphärisch. Rituell beschwörender Klargesang erhebt sich. Hier würde auch eine Frau passen. Dann klänge es es etwas wie Jex Thoth. Aber hier singt ein Mann. Glaube ich zumindest. Sicher irgendwas okkultes. Satanhuldigend, Katzenbluttrinkend, Friedhofsumherstreichend und Schafskopferhebend. Auf jeden Fall ne stimmungsvolle Sache. Ich hoffe nur, dass sich die 8 Minuten nicht im Nichts verlieren. Aber hier kommt schon der Break. Unheilvolles Glockenspiel, bedrohliche Synthies. Die Messe prozessiert. Und statt schneller zu werden, wird es langsam. Schleppend. Makaber. Aber ich bin mir echt nicht im Klaren über das Geschlecht des Sängers bzw. der Sängerin. Ist letzteres der Fall, hat sie aber eine sehr maskuline Klangfärbung. Ein sphärisches Gitarrensoli. Herrlich passend. Ziemlich geil. Ihr wisst was jetzt kommt: Brauch ich.

Eike hat geschrieben:10.
Zäher Düsterrock, erinnert in Ansätzen sogar entfernt an US-Deathrock, aber auch - und noch mehr - an klassischen Doom, ist dabei gitarrenseitig aber eher an Riffrock als an schneidender Gniedelepik orientiert. Gesanglich geht es aber schon in Richtung Epic Doom. Ich mag das basslastige Geschlürfe ja lieber, und das dominiert hier glücklicherweise auch. Dazu passt der gequälte, höhere, dünnere, pathetische Gesang als Kontrast allerdings ganz gut. Von wegen Fallhöhe und so. Grobe Richtung: YOB - allerdings weniger brutal und fordernd. Eingängiger Sommerdoom, der langsam und schicksalsbeladen vor sich hin trottet, sehr schön brutzelt, in Zeitlupe flimmert und mächtige Hitzeblasen wirft, dabei aber kohlenschwarz und schön staubig daherkommt. Schwarzlicht par excellence.


Hier wird nicht Satan gehuldigt. In den tiefsten Höhlen versunkener Städte vergessener Zivilisationen werden hier Nyarlathotep, Azathoth, Shub-Niggurath und Cthulhu gehuldigt. THE WOUNDED KINGS klingen wirklich so schön verhallt, dass man meinen möchte, das Album wäre tatsächlich in einer dieser zyklopischen Höhlen tief unter der Erde aufgenommen worden. Wer weiß. "Baptism of Atlantis" hat eher wenig mit Baptisten zu tun.

123_7 hat geschrieben:11 - ??? (5:11)
Tribal beginnt es. Bongos, Congas. Der Sänger klingt wie Tay Zonday ("Tschoklät Reeeein"), haha. Nur Trommeln und Gesang. Interessant. Im Prinzip könnte das auch wieder auf der "The Black Rider" von Tom Waits stehen. Sehr kaputt. Vielleicht SLEEPYTIME GORILLA MUSEUM, oder sowas. Herrlich schräg. Aber ist das auch auf Albumlänge so schräg? Nach 45 Minuten ist man wohl reif für die Klapse. Oder dem Sinn des Lebens ein Schritt näher. Seltsam. Aber nicht uninteressant.

Eike hat geschrieben:11.
Beginnt wie auf Nick Cave gemacht - aber das ist nicht seine Stimme. Schön reduziert, von Percussion begleitet, urig und schroff, dabei aber eingängig und mit fast folkigem Einschlag, jedoch ganz klar gekünstelt und ausgewogen - trotz bewusst kreiertem erdigem Eindruck. Hat so was abgerissenes, Vagabundenhaftes. Mystischer, urbaner, voodooartiger Junkie Blues, der sich nach Ausstieg sehnt. Brecht/Weill und Tom Waits sind auch nicht allzu weit. Geiles Teil.


Dieses Stück ist nicht unbedingt repräsentativ für NURSE WITH WOUND. Aber ehrlich gesagt fällt mir keines ein, das dies wäre. Beide Beschreibungen treffen den Nagel auf den Kopp. Hier singt aber nicht NWW-Leader Steve Stapleton, sondern J. G. Thirlwell von FOETUS. Alles Teil der verinzesteten und verschwippschwägerten Post-Industrial/Neo-Folk-Szene.

123_7 hat geschrieben:12 - ??? (6:38)
Schnelle Riffs. Was in den ersten Sekunden noch nach US-Powermetal klingt schwenkt in ein Blastbeat-Gewitter um, das schräger und dissonanter kaum sein könnte. Aber ganz ehrlich, das reißt unheimlich mit. Geschwindigkeitswechsel. Aber trotzdem rumort der Presslufthammer im Kopf. Aggressiv, aber nicht unbedingt brutal. Eher übermannend. Jedenfalls keine konventionelle BM-Kapelle. Dafür sind die Riffs zu unkonventionell. Herkunft kann ich nur raten. Entweder USA oder Finnland, würde ich tippen. Der rote Faden ist tendenziell eher lose, aber die Band verliert sich nicht im Patchwork. Das ist schonmal sehr gut. Und mitreissend ist das Ganze nach wie vor. Ich glaube das könnte auch auf Albumlänge interessant sein. Ich bin gespannt, wer dahinter steckt. In der Mitte verliert der Song aber ein bisschen seine Wahnsinnigkeit, schade. Hätte man das konsequent weitergeführt und würde nicht so halb in Melodeath-Gefilde abdriften, wäre es noch spannender, denke ich.

Eike hat geschrieben:12.
Metal again! Thrash/Death/Black-Klatsche mit Anlauf und Nierentritt. Ziemlich Oldschool. Kotz! Stampf! Würg! Prügel! Dampframme!


Der Song ist eigentlich auf dem Sampler, gerade weil er so einen konventiellen Melodeath-Part hat. Das macht ihn so eingängig im Gegensatz zu den anderen. THE STONE kombinieren die Rifflastigkeit von Power-BM wie DARK FORTRESS mit truer Schwarzwurzelbehandlung. Normalerweise klingen sie ein wenig kantiger, chaotischer und schroffer. Aber hin und wieder hat sogar Jesus eine Schwäche für ein bisschen Zuckerguss über seinem Dunkelstahl. Ein bisschen. Auch der Triumph des Todes kann ja mal süß sein. Sogar DEATHSPELL OMEGA benutzen ab und an Melodien. "Закон Силе, Триjумф Смрті" heißt das Stück hier. Warum die Serben sowohl i als auch и verwenden, kann ich nicht so recht verstehen...

123_7 hat geschrieben:13 - ??? (3:09)
Als Kontrastprogramm gibt es jetzt Slidegitarren, karibisches Ambiente und eine sanfte Frauenstimme, die hier den Hawaii-Blues anstimmt. Interessant. Aber die Kontraste werfen mich ganz aus der Fassung. Für sich allein wirkt der Song etwas blass, kann aber im Albumkontext ganz anders wirken. Mal schauen wer dahinter steckt.

Eike hat geschrieben:13.
Ich sage ja immer, "Ehret die Anfänge", und somit ist es kein Wunder, dass mir diese klassische Blues zusagt. Leicht verhallte, weibliche, liebliche, aber nicht zu hohe Country-Stimme, Akustik- und Slide-Gitarre. Entspannter Bluegrass-Stil - klar, dass das gefällt! Schön.


Wie angedeutet, mein künftig Eheweib spielt hier "Sailin'", passend zu LOWOODS "Sailor". Zweimal nautischer Dreampop, hier eben mit bluesigen, hawaiianischen und blaugräsernen Einflüssen.

123_7 hat geschrieben:14 - ??? (8:44)
Wieder verzerrte Gitarren. Bass und Gitarre ergänzen sich, sanftes Tomgetrommel. Klarer Gesang, sehr expressiv. Ich tippe auf Mann. Aber auch hier könnte es sich um eine Frau handeln. Hat der Wichtel etwa ein Faible für transsexuelle Klangfarben? Man darf spekulieren. Viel ändern tut sich daran in den ersten drei Minuten nicht. Aber die Gitarren-Feedbacks werden unheilvoller und bedrohlicher. Aber ich weiß nicht, ob wir es hier mit einer Metalband zu tun haben. Oder nicht etwas eher grunigeres bzw. progressiv-rockendes. Und jetzt klingt der vermeintliche Sänger tatsächlich wie eine Frau. Entweder er/sie/es ist sehr wandelbar oder es handelt sich um mehrere singende Protagonisten. An der Hintergrundinstrumentierung hat sich aber immer noch nichts verändert. Hier wird eher eingelullt als mitgerissen. Damit kann ich aber auch gut leben. Aber wenn das so bleibt, fehlt einfach irgendwas. Jetzt kommt der Gesang auch schon in Katzenjammer-Regionen. Interessant. Bis jetzt lässt mich der Song etwas ratlos zurück. Was will man mir sagen? Wo will man hin? Und überhaupt... wer ist das? An den Zutaten erkennt man, dass das etwas ist, das mir prinzipiell gefallen müsste. Aber wie gesagt... die Ratlosigkeit herrscht vor. Jetzt gibt es 'distant cries', die aus der Ferne Unheil verkünden. Und es gibt schubweise Ausbrüche über ein bis zwei Sekunden. Experimentell. Zweifelsohne interessant. Aber ich will mir nicht anmaßen, das zu verstehen. Sind das vielleicht Swans? Nur eine Vermutung.

Eike hat geschrieben:14.
Post punk, rock went folksy. Jedenfalls hier. Und zwar ziemlich eklektisch. Tribal drums. Egitarrenfeedbackkleckereien. Esoterischer Klagegesang. Klingt schamanistisch. Theaterbühnenreif. Ich kann mir gut vorstellen, wie sich die Musiker dazu auf dem Boden wälzen, oder okkulte Zeichen mit Kreide abzirkeln, oder Kerzen aufstellen, oder sich mit Glasscherben ritzen, oder halbnackten Ausdruckstanz üben. Schwurbeliger (Proto-)Gothic. Gefällt natürlich. Ist das alt, oder klingt das nur alt? Egal, hauptsache gut!


SWANS ist eine gute Vermutung, Gothic muss ich wohl billigen. Ein meiner Meinung nach eher hektisches, fickriges und nervöses Stück, trotz gleich bleibendem Rhythmus. Ihr hört Madame JARBOE mit "House of Void". Schamanistisch, ritualistisch, viszeral, mit fies dröhnenden Gitarrenspitzen, die sich tief in das Fleisch unserer jungfräulichen Opfergabe schneiden. Kali Ma! KALI MA! KALI MAAAA!

123_7 hat geschrieben:15 - ??? (6:00)
Der letzte reguläre Track. I Feel Jazz. Dynamisch produziert. Millionen Anschlagsstärken auf dem Ride. Jazzige Gitarrenlicks und schon steigert man sich. Und fährt wieder zurück, sobald der Gesang einsetzt. Sanftmut im 7/8-Takt. Orgeln. Nett. Auch ein feiner Sänger. Könnte durchaus was bekannteres sein, aber das hier ist nicht stromlinienförmig. Jazzy-Pop mit Anspruch. Und auch die Instrumentierung gibt sich vielseitig. Mundharmonika? Oder ist das ein Schifferklavier? Auch das Piano darf mal kurz. Das gefällt mir sogar so gut, so dass nur ein Fazit übrigbleibt: Brauch ich.

Eike hat geschrieben:15.
Jazzig beginnt das letzte Stück des Samplers, entspannt und elegant, gediegen und leicht melancholisch und doch nicht schwermütig; dann tritt der Rock hinzu, und das Ganze gewinnt doch noch an Schwere; doch schon hellt es wieder auf, als klarer, leicht traurig anmutender, (lau)warmer Männergesang hinzutritt, der an den (etwas progressiven) Rock der 1970er Jahre erinnert. Das Stück groovet sich unaufdringlich ein, flötende (Klarinette?) und orgelnde (Hammond? Schifferklavier?) Töne mischen sich dezent unter das klassische Jazz- bzw. Rockinstrumentarium eines Trios, schließlich ist auch ein Klavier zu hören. Dynamisch kommt es immer wieder zu Variationen des dem Stück zugrundeliegenden Themas, und der Gesang fügt sich gewissermaßen als weiteres Instrument, als eine Stimme unter vielen in die Gesamtkomposition ein. Ein äußerst ausgewogenes, dadurch fast zeitloses, Stück ist dies, variantenreich ohne darum zu bemüht zu klingen. Gegen Ende hin hebt man sich noch ein wenig von gängiger Harmonie ab, bevor das Stück etwas überraschend abbricht und den Hörer (nur leicht) unbefriedigt zurücklässt. Doch besser zu kurz als zu lang! Sehr schön.


Ihr mögt es kaum glauben, aber ihr hört einen der Urväter des Post-Rock. TALK TALK spielten zuerst unter Zwang ihres Labels Synthie-Pop ("It's a Shame" mit dem kultigen Video dürfte jedem bekannt sein). Aber nach einem künstlerischem Befreiungsschlag folgten solche Klänge hier. Freigeistig und fortschrittlich, ohne den Pop-Appeal zu verlieren. "Ascension Day" vom 91er Album "Laughing Stock", mit dem die Band endgültig zu Grabe getragen wurde.

Zusammenfassung Seite B:

01. Intro
02. SEVENCHURCH - Perceptions
03. STEVE VON TILL - The Acre
04. THE BOOK OF KNOTS - Pray
05. DEAD FLESH FASHION - Ghost
06. SOLITUDE AETURNUS - The Fall
07. THE DAYSLEEPERS - Release the Kraken!
08. CURRENT 93 - Not Because the Fox Barks
09. NIGHT SUN - Nightmare
10. THE WOUNDED KINGS - Baptism of Atlantis
11. NURSE WITH WOUND - Black Teeth
12. The Stone - Закон Силе, Триjумф Смрті
13. MAZZY STAR - Sailin'
14. JARBOE - The House of Void
15. TALK TALK - Ascension Day
16. Outro
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 8. Juli 2010, 11:19

Oh okay, ich werde mich bei Gelegenheit nochmal dazu äussern. Nur so viel: Die letzte STEVE VON TILL ist geordert.
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Re: Digital Vinyl

Beitragvon 123_7 » Donnerstag 8. Juli 2010, 21:36

Jesus hat geschrieben:Doomfolk, Neofolk, Folk-Rock, Blues... whatever. Hier singt Michael Gira, seines Zeichens sowohl der Kopp von SWANS als auch von dessen Nachfolgeband, die höchst vielfältige und einfach nur wunderbare Rock- und Folk-Musik spielt. THE ANGELS OF LIGHT mit "Promise of Water" von der absolut grandiosen "We Are Him". Absolute Kaufempfehlung von Jesus höchstpersönlich.

Auf dem Einkaufszettel stehen sie bereits.

Jebus hat geschrieben:Kein Black Metal, Eike, aber mit dem Genre hast Du es eh nicht so, oder ;) Der schreckliche Klang kommt daher zustande, weil ich die Songs von deren Myspace klauen musste. Das Ergebnis ist ein undynamischer Ton-Clusterfuck in mono. Trotzdem macht DESULTOR definitiv Laune. Todesgroove (gut erkannt :D) mit klarem Gesang. Warum auch nicht? "End of God" macht Jesus froh.


Heiland hat geschrieben:Auch gelöst: Dreampop von LOWOOD. "The Sailor". Er segelt und segelt... *sing* in the navy... äh... nein. Viel traumhafter.

Ejnkaufszeddel.

Im lateinischen wird Iehova aber mit I geschrieben... hat geschrieben:
So viele Genres. Wahrscheinlich treffen alle darauf zu. ACID BATH klingen nicht wirklich nach Sludge. Hier schon gar nicht. Das macht "Venus Blue" keinen Deut schlechter.

Ob Sludge, Grunge oder Post-Gothic-Darkness-Masturbation. Interessant, ohne Zweifel. Und sicher auch irgendwann in meiner Sammlung zu finden, aber Dax Riggs vermutlich zuvor.

Drittel Dreifaltigkeit hat geschrieben:
Staubiger Wüsten-BM vom Colorado River. Nur diesmal ohne Black Metal. Aaah-uuuuhhh *Mond anheul* COBALT richtet den Rote-Bohnen-Eintopf am Lagerfeuer daher, während ringsherum die Indianer sich zu ritualistischer Musik in Ekstase tanzen. "Dry Body" ist vielleicht nur zu 75% repräsentativ für die Band, aber passte gute hier rein.

Ob repräsentativ oder nicht, für den Einkaufzettel reicht das :-) "Gin" ist übrigens irgendwie ein cooler Albumtitel.

Jeez hat geschrieben:Die Alternativ zum Alternative Rock nannte ich es auf Musik-Sammler. Inwiefern das stimmt, sei jedem selbst überlassen, aber es kam hoffentlich gut an. MOUTH MOVEMENTS mit "Juxtaposition".

*brille zurechtschiebt* Die hör ich mir bei Gelegenheit mal genauer an. Nicht uninteressant, aber für mich auf den Hörer nicht zwingend eh... zwingend.

Kreuzhänger hat geschrieben:Eike irrt wieder ;) "People Are Strange" ist perfekt, wie er ist. Kurz, knackig, tragikomisch.

Peinliche Lücke, die es zu füllen gilt.

Der, dessen Blut betrunken macht hat geschrieben:Hier gibt es zu beiden Beschreibungen nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.

Hm, Bauhaus. Schauen wir mal. Interessant, aber irgendwie auch... hm.. anders ;-)

Er bricht Brot, so eine Sauerei hat geschrieben:
Ich könnte so viel über CURRENT 93 schreiben. Aber dieses Stück besticht durch eine so simple Schönheit. "Then Kill Cæsar"... Fabian, Du brauchst dringend die "Black Ships Ate the Sky" und die "Aleph at Hallucinatory Mountain". Oh... hallo, 123_Geldbörse... wie geht's, wie steht's?

Es kommt eher der 123_LeereHosentascheherauszieh um die Ecke. Meine Güte... auch diese beiden Alben sind auf dem Einkaufszettel. Momentan ist nicht mehr drin, aber den schau ich mir häufig an und gleiche mit Mailorderbeständen ab.
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