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von Jhonny » Freitag 14. Januar 2011, 22:45
Teichfrosch hat geschrieben: ANSUR aus Norwegen spielen Progressive/Avantgarde Metal mit Jazzeinschüben und garstigen Vocals, also eine durchaus spannende Mischung. Lange instrumentelle Passagen sind häufig und dort hinein verirrt sich dann gerne mal ein Saxophon oder eine Hammond-Orgel, wer also auf Abwechslung und jazzige Klänge steht und mit den echt seltsamen Vocals zurecht kommt dem sei das Album sehr ans Herz gelegt.
Nach dieser Beschreibung wollte ich das Reinhören lassen, hab mir dann doch etwas von dem einen Song gegeben und muss sagen - das klingt eigentlich recht cool 
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von Regina Löwenstein » Freitag 14. Januar 2011, 23:13
Zu Ansur: Ich weiß, dass ich vielleicht mit dieser Meinung allein auf weiter Flur stehe (nachdem die Abschaffung der Meinungsfreiheit ja in die Wege geleitet wurde, halb so tragisch), aber ich finde das Cover grässlich. Typisch proggiger Photoshop-Amoklauf mit völlig unnötig durcheinander gewürfelten Elementen ohne Stil. Da passt ja gar nichts zusammen. Die Musik ist aber cool! Interessanter Sänger mit Charakter, gut gelauntes Ambiente, aber eben nicht klimperproggig, sondern auf eine spannende Weise verspielt.
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von Jesus » Samstag 15. Januar 2011, 09:13
Das mit diesem grausigen progtypischen Cover hatte ich bereits hier irgendwo erwähnt, Du bist also nicht ganz allein auf weiter Flur 
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von salisbury » Samstag 15. Januar 2011, 15:36
Teichfrosch hat geschrieben:Ich wollt erst schreiben "eine nicht näher zu erwähnende Band streichen", aber dann hab ich mir gedacht wie du wohl darauf reagieren würdest und habs doch so geschrieben  Ganz ehrlich, das war gezieltes salisbury-necken =) Naja, ich hoffe du wirst mir verzeihen (irgendwann). Hör dir auf jedenfall mal ANSUR an und sag mir, ob das was für dich ist.
Auf das mir sowas nicht allzu häufig passiert, Frosch Zu Ansur komm ich heut sicher noch. Und diese Negora irgendwem stehen auch noch aus...
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von Rüdiger Stehle » Samstag 15. Januar 2011, 17:28
Teichfrosch hat geschrieben:Du sagst genau meinen Gedanken nochmal auf und widersprichst dir dann selber, erstaunlich
Shite! Er hat's gemerkt. Ich war zu faul, den Absatz noch einmal umzuarbeiten, damit der Widerspruch besser kaschiert ist. My bad... Dennoch überzeugt mich deine Argumentation nicht. Ich benutze übrigens die Wendung "macht Sinn" selber nicht. Gesprochen auf keinen Fall, weil viel zu unalemannisch, und geschrieben allenfalls mal in einer Kurzantwort in einem Forum... Dennoch sehe ich den semantischen Fehler nicht. Ich verstehe natürlich die Argumentation, welche dahinter steht, aber der Schluss ist nicht zwingend.
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von Rüdiger Stehle » Samstag 15. Januar 2011, 17:31
Eike hat geschrieben:Dass "Sinn machen" keine Analogbildung zu "sich Sorgen machen", sondern eine zum englischen "makes sense" sei, ist eine interessante Hypothese, meines Erachtens aber eine hochspekulative. Gibt es dazu etwa empirische Studien, die die eine Erklärung näher legen als die andere?
Georg hat die Hypothese ins Feld geführt. Ist das nicht empirisch genug? 
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von Teichfrosch » Samstag 15. Januar 2011, 17:51
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Dennoch überzeugt mich deine Argumentation nicht.
Muss sie ja auch nicht. Ich wiederhole ja nur altbekannte Argumente, wen die bisher nicht überzeugen den überzeugen sie jetzt auch nicht... Sprache verändert sich, und das ist richtig so. Bei "macht Sinn" ist es ja nicht so, dass grundsätzlich der Sinn oder die Aussage verändert wird - es hört sich nur doof an. Insofern sind solche sprachlichen Entwicklungen schon grundsätzlich in Ordnung, man muss sie nicht unterstützen, aber solche Kreuzzüge wie ich sie betreibe sind auch unnötig. Zumindest solange mir niemand sagt, dass "ergibt Sinn" falsch ist, dann gehe ich nämlich wirklich auf die Barrikaden salisbury hat geschrieben:Auf das mir sowas nicht allzu häufig passiert, Frosch
Regina Löwenstein hat geschrieben:Zu Ansur: Ich weiß, dass ich vielleicht mit dieser Meinung allein auf weiter Flur stehe (nachdem die Abschaffung der Meinungsfreiheit ja in die Wege geleitet wurde, halb so tragisch), aber ich finde das Cover grässlich. Typisch proggiger Photoshop-Amoklauf mit völlig unnötig durcheinander gewürfelten Elementen ohne Stil. Da passt ja gar nichts zusammen. Die Musik ist aber cool! Interessanter Sänger mit Charakter, gut gelauntes Ambiente, aber eben nicht klimperproggig, sondern auf eine spannende Weise verspielt.
Das die Musik gut ist dürfte auch letztenendes viel wichtiger sein, wer schert sich noch um das Cover. Ich find so einige Cover affig und mag die Musik Bzgl. der Coverdiskussion: Ich mag auch hier das farbenfrohe, verspielte, knallige, phantasievolle. Regt die Phantasie an und lässt alle Möglichkeiten zur eigenen Interpretation offen, doll 
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von Teichfrosch » Samstag 15. Januar 2011, 17:54
Huch, quotefail, hier die Antwort: salisbury hat geschrieben:Auf das mir sowas nicht allzu häufig passiert, Frosch
Nein nein, wird es nicht 
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von Rüdiger Stehle » Samstag 15. Januar 2011, 18:14
Teichfrosch hat geschrieben:Bei "macht Sinn" ist es ja nicht so, dass grundsätzlich der Sinn oder die Aussage verändert wird - es hört sich nur doof an. Insofern sind solche sprachlichen Entwicklungen schon grundsätzlich in Ordnung, man muss sie nicht unterstützen, aber solche Kreuzzüge wie ich sie betreibe sind auch unnötig. Zumindest solange mir niemand sagt, dass "ergibt Sinn" falsch ist, dann gehe ich nämlich wirklich auf die Barrikaden
Dabei, dass "macht Sinn" sich doof anhört, gebe ich dir sogar Recht. Wobei ich finde, dass "ergibt Sinn" sich im Gegenzug etwas gestelzt und zumindest in der gesprochenen Sprache unnatürlich anhört. Daher würde ich bei völliger Zustimmung wohl eher zu Aussagen neigen wie "da hast du Recht", "das überzeugt mich", "stimmt". Oder bei Einschränkungen und Vorbehalten zu "ist vertretbar, aber" ... Ich bin letztlich nur darauf eingestiegen, weil die Diskussion uns eben seit einigen Jahren verfolgt. Von unserem Georg kam immer das Argument, dass die Floskel ein Anglizismus sei, und diese Einschätzung teile ich eben in keiner Weise.
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von Teichfrosch » Samstag 15. Januar 2011, 19:21
Ich bin mir da nicht sicher, es ist naheliegend und verlockend aber gesichert ist es nunmal nicht. Worauf lässt sich auch leichter herumhacken als auf Anglizismen? 
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