salisbury's top100

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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Freitag 27. Mai 2011, 00:32

Muhahaha...der gute Keanu

Gypsy Kyss? Da wär ich im Leben net drauf gekommen. Aber bei den soften Stellen ist das gar ned so verkehrt. Wobei der Mäusesänger auch deutlich kratzbürstiger singen kann als auf meinen Soundbeispielen...
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Falkner » Freitag 27. Mai 2011, 00:42

Chavo89 hat geschrieben:Aragon gefällt ja sogar mir. Damit hätte ich jetzt gar nicht gerechnet, aber das klingt echt toll. Im Gegensatz zu Opeth...

Dich kriegen wir schon noch umerzogen. :grins:
Hat bei mir auch gute drei bis vier Jahre gedauert.

salisbury hat geschrieben:Gypsy Kyss? Da wär ich im Leben net drauf gekommen. Aber bei den soften Stellen ist das gar ned so verkehrt. Wobei der Mäusesänger auch deutlich kratzbürstiger singen kann als auf meinen Soundbeispielen...
Irgendwie ne Mischung aus dem Gypsy Kyss Typen und Fish, würde ich sagen. Die Scheibe würde ich wahrscheinlich in den nächsten Tagen irgendwann bestellen, genauerer Bericht folgt also.
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Samstag 28. Mai 2011, 00:11

Was ist Froschmucke und kommt nach OPETH? - Und jetzt alle: KA - TA -TON - JA. KA - TA-TON -JA

Hier isse:

Platz 39:

Katatonia - Viva Emptiness (2003)

Bild

Anno 2001 habe ich von einem Kumpel zwei gebrannte CDs von mir unbekannten schwedischen Bands bekommen, die mir bis heute als besonders beeindruckend in Erinnerung bleiben, nämlich OPETHs 'Blackwater Park' (Platz 40) und KATATONIAs 'Last fair deal gone down'. Erstere war für mich eine völlig neue, horizonzerweiternde musikalische Erfahrung, letztere überzeugte wegen ihrer unendlichen düsteren Schönheit und einer Zauberstimme. Dieses Schwedenduo steht bei mir bis heute sehr weit oben in der Gunst. Ein Grund ist, weil beide ihre Hörer und Fans immer aufs Neue fordern und auf ihre ureigene Art musikalische Territorien ausloten. Gerade KATATONIA haben sich über ihre ganze Karriere als musikalisches Chamälion gezeigt, angefangen von pubertierendem Doom-Death mit MAIDEN-Anbetung bis hin zur düster-metallischen Schwedenprog-Institution. Persönlich finde ich, daß die KATAs seit dem 1999er 'Tonight's Desicion' nur noch wunderbare Alben aufgenommen haben.
'Viva Emptiness' war mal wieder ein kleiner, musikalischer Bruch in der Diskographie; man folgte dem Lauf der Zeit, stimmte die Gits auf ein tiefes Cis runter und gestaltete die Musik rhythmisch etwas komplexer. Dafür wirken im Kontrast die Vocals und die cleanen Instrumente umso zerbrechlicher und somit entsteht ein herrlicher und mitreißender Spannungsbogen. Du bist umgeben von einem Wall of Sound von tiefen (schrammeligen ;-) ) Gitarren und wirst an die Hand genommen von Renkses kleinen Melodien der Traurigkeit. Auch die Texte sind wirklich lesenswert, da können nicht nur Heulsusen was wertiges rausziehen, denk ich.
Ich kann behaupten, daß ich wirklich JEDEN Ton von VE in- und auswendig kenne und vollkommen verinnerlicht habe, möglicherweise gibt es auch kein anderes Album, das ich so gut kenne. Und ich frage mich, weshalb zur Hölle DIESES Album "nur" auf dem 39sten Platz gelandet ist.
Einer der Gründe ist, daß es mittlerweile ein NOCH besseres KATATONIA-Album gibt, und ganz ganz vielleicht ist dieses auch meine "Mutter aller Alben". Let's see... :D

Bekannt: Evidence

Schräg: Will I arrive

Sperrig: Wealth

Jahrelang der Live-Opener: Ghost of the sun

Ach, fuck, ich liebe JEDEN Song und möchte eigentlich keinen vermissen. Musik für die Ewigkeit.
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Falkner » Samstag 28. Mai 2011, 00:57

Bei der ungefähren Richtung bin ich ja eher Anhänger der verurteilten Finnen. Irgendwie hat mir das immer gereicht.
Der Song 'Evidence' hier gefällt mir recht gut, schöne Gesangsmelodie. Bei 'Will I Arrive' und 'Wealth' ist mir das irgendwie zu... modern? Tiefgestimmt? Da verschwinden die Gitarren irgendwie im Sumpf ihrer eigenen Tiefgestimmtheit und Rhythmik. 'Ghost Of The Sun' kenn ich schon seit ein paar Jahren, weswegen ich mich nie weiter mit der Band auseinandergesetzt habe. Hier das gleiche Problem.
Wenn's ruhiger wird, klingt's garnicht mal so schlecht. Katatonia minus Gitarren = Falkner-Mucke?
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Samstag 28. Mai 2011, 01:23

Falkner hat geschrieben:Bei der ungefähren Richtung bin ich ja eher Anhänger der verurteilten Finnen. Irgendwie hat mir das immer gereicht.
... Katatonia minus Gitarren = Falkner-Mucke?


Hilf mir mal mit den Finnen auf den Sprung!?

Die "modernen" Gitarren sind durchaus Anlaß zur Diskussion und erschrecken viele Alteingesessene. Mir gibt der Sound das Gefühl, in einem Wohnzimmer voller Gitarrenverstärker zu sitzen. Schöner, tiefer, warmer Sound ;-) . Ich versteh aber auch die Leute, die das anders sehen...
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Feamorn » Samstag 28. Mai 2011, 01:39

Sentenced?
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Falkner » Samstag 28. Mai 2011, 01:54

salisbury hat geschrieben:
Falkner hat geschrieben:Bei der ungefähren Richtung bin ich ja eher Anhänger der verurteilten Finnen. Irgendwie hat mir das immer gereicht.
... Katatonia minus Gitarren = Falkner-Mucke?


Hilf mir mal mit den Finnen auf den Sprung!?

Die "modernen" Gitarren sind durchaus Anlaß zur Diskussion und erschrecken viele Alteingesessene. Mir gibt der Sound das Gefühl, in einem Wohnzimmer voller Gitarrenverstärker zu sitzen. Schöner, tiefer, warmer Sound ;-) . Ich versteh aber auch die Leute, die das anders sehen...

Na, Sentenced!

Mir gibt es das Gefühl, in einem Wohnzimmer voller 15-jähriger Gitarrenanfänger zu sitzen. Natürlich mit Verstärkern. :-S
Ist jetzt nicht herablassend gemeint. Als ich noch aktiv musizi-.... aktiv ein Instrument gelernt habe, hat mein Lehrer halt auch mal Sessions mit seinen Schülern gehalten. Ich als zu dem Zeitpunkt einzig einigermaßen fähiger Bassist musste dann halt bei jedem Scheiß Tieftondienst schieben. Bei dem grauenhaften Zeugs waren die Gitarren auch bis in kaum noch wahrnehmbare Bereiche runtergestimmt, während am Verstärker (selbstverständlich Lautstärke 11) noch ein wenig die Tiefen hochgedreht wurden, ist ja sonst nicht tiefenlastig genug. Das klang grundsätzlich scheiße, war falsch gespielt und durch die akustisch clever eingestellten Gitarren war auch ich als Bassist recht überflüssig. :boes:
Verzeih den kleinen Ausflug in die Jugend, was ich damit sagen will: Ich find derartig gespielte Gitarren selten warm, da sie durch die Tonhöhe und die Verzerrung eher perkussive Merkmale annehmen.

Edit: Feamorn. :dafuer:
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Feamorn » Samstag 28. Mai 2011, 02:07

Mich nervt's mittlerweile auch ziemlich, wenn man den Bass auf einer Platte quasi nicht mehr braucht... dafür bin ich viel zu sehr in den Sound vernarrt. (Man kann natürlich auch bei recht tiefem Gesamtsound ordentlichen Bass einbringen, aber dann muss man da halt schon was "drehen". (DiGiorgio-Fretless-Exzesse for the win!))
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Re: salisbury's top100

Beitragvon salisbury » Samstag 28. Mai 2011, 11:52

Fea & Falkner, ich bin da völlig bei Euch. Ich brauche und liebe den Bass und man sollte ihn gut hören. Ich mag auch die meisten Bratz-Band nicht, die Hauptsache laut tief und böse mit schlabbernden Gitarrenseiten einen auf "hört mal bin ich cool" machen (werdet ihr in dieser Liste nicht finden... ;-) ).
Bezugl. Katatonia: Sowas wie "Machen die jetzt Nu Metal, oder was?" hab ich in 'Viva Emptiness' Reviews öfters gelesen. Doch schon auf "Discouraged Ones" waren die Gits so produziert/gespielt, daß man das Gefühl hatte, daß sie Dich umzingeln oder umspülen (deutsches Wort für "surround"?). Dieser Effekt kommt mit den tieferen Gitarren einfach noch besser. Ich denke die Band hat damit einfach ihren Stil verfeinert und ihren ureigenen Sound gefunden, vor allem im Kontrast zum zerbrechlichen Gesang. Ich finde den Vorwurf daß die KATAs mit ihrem damals neuen Sound pubertierende Jugendliche anziehen wollten (einige Reviews klangen so...) - auch mit Hinblick auf die Bandhistorie - also völlig unpassend. ;-)

Achso, Sentenced :doh: .

Von denen hab ich n paar Tonträger, die 'Amok' ist sogar ziemlich geil, auf einen Vergleich mit KATATONIA wäre ich im Leben nie gekommen...
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Re: salisbury's top100

Beitragvon Jesus » Samstag 28. Mai 2011, 12:33

salisbury hat geschrieben:(deutsches Wort für "surround"?)


Raumklang?
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