123=7 und sein Top100-Potpurri

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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 13. Dezember 2010, 21:21

*slightly off topic*
Kann mir mal einer von den ANATHEMA-Supportern erzählen, warum das letzte Album so einen endbekloppten Titel hatte...?
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Loenz » Montag 13. Dezember 2010, 21:35

Wenn ich das richtig aus einen Interview mitbekommen hab, bezieht sich das wohl irgendwie auf den 1 Weltkrieg. Ich glaube eine Absprache an Weihnachten, zum kurzzeitigen Waffenstillstand.
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Montag 13. Dezember 2010, 21:42

21. BIRCH BOOK "Vol III: A Hand Full Of Days"
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Stil: Idol Folk
Veröffentlichung: 2009
Label: Little Somebody Records
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Ich bin generell kein Freund von Glorifizierung und Idolisierung, dennoch stellt Bobbin Eirth (auch In Gowan Ring) zu einem gewissen Grade ein Vorbild für mich dar. Ich bin begeistert, wie es dieser Mensch geschafft hat, in dieser Gesellschaft seine eigene Nische zu finden. Zeitweise gar als Wanderer über den Globus unterwegs, verdient er sein Geld mit dem Erschaffen von Instrumenten, dem Verkauf seiner Musik und seinen Auftritten. Sein Lebensstil stellt für mich das Optimum an möglicher Autarkheit dar, wie es heutzutage möglich ist. Seine Musik ist beeinflusst von seinen Erlebnissen, seinem Leben. Stets bedächtiger, aber spannender Folk wird hier geboten, der sehr bodenständig und ehrlich dargeboten wird und von seinen fantastischen Fähigkeiten an der Gitarre (und den anderen, extra für seine Bedürfnisse angefertigten Instrumente) und von seiner unglaublich sanften, aber dennoch bestimmten Stimme lebt. Wer die Natur und Musik liebt, liebt Birch Book.

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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Jhonny » Montag 13. Dezember 2010, 23:01

Anathema wurden in den letzten Monaten für mich zu einer positiven Entdeckung

Birch Book kann auch echt was!
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Dienstag 14. Dezember 2010, 20:09

20. REVEREND BIZARRE "In The Rectory Of The Bizarre Reverend"
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Stil: Sinistre and Occult Pop
Veröffentlichung: 2002
Label: Sinister Figure
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Puh, was für ein tonnenschwerer Koloss. "In The Rectory Of The Bizarre Reverend" war eines der ersten traditionellen Doom Metal-Alben mit dem ich mich intensiv beschäftigt habe. Und im Rückblick ist es zwar ein guter, aber auch sehr anstrengender Einstieg gewesen. Die Songs beruhen größtenteils auf ellenlangen Riffeskapaden, die langgezoggen, schwer und wiederholend dargeboten werden. Reverend Bizarre verstehen es aber auch, diese Trägheit abrupt, aber dennoch schlüssig durch rockige Parts zu unterbrechen, falls es der Song erfordert. Der Gesang von Albert Witchfinder ist sehr beschwörend und klagend, aber auch der latente Wahnsinn schwingt in seiner Stimme mit. Wer viel Zeit und Geduld hat, sich in dieses Monstrum einzuarbeiten, wird reich belohnt mit einer mitreissenden Scheibe von allerhöchstem Identifikationswert. Aber jeder ist nur gut zu verstehen, wenn er das Unterfangen irgendwann entnervt abbricht. Reverend Bizarre sind harter Stoff.

Burn In Hell!
The Hour Of Death Pt. I Pt. II
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Martin van der Laan » Dienstag 14. Dezember 2010, 21:51

Gut! Sehr gut! REVEREND BIZARRE sind sehr gut. Wie heißt noch dieser Ohrwurm von denen. 'Doom Over The World' oder so. Schräg. Aber das ist ja gerade das Gute dran. Wenn alle Doom-Kinder brav und normal wären, könnte man das Genre gleich beerdigen (aber gaaanz langsam). REVEREND BIZARRE = geil!
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon 123_7 » Dienstag 14. Dezember 2010, 23:35

19. SONGS: OHIA "Magnolia Electric Co."
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Stil: Truckstop Rock
Veröffentlichung: 2003
Label: Secretly Canadian
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Die Diskussion, ob man es hier mit dem abschließenden Songs: Ohia-Album oder dem ersten Magnolia Electric Co.-Album zu tun hat, wird man wohl nie klären können (Jason Molina selber bestätigt letzteres, das Label ersteres). Unbestritten ist aber die Klasse der Songs. So rockig und direkt gab sich der gute Herr Molina noch nie. Auch das aufblitzende Selbstbewusstsein und der positive Grundtenor des Albums ist für den kleinen Mann keine Selbstverständlichkeit. So nah an Neil Young hat sich die Band nie bewegt, dennoch schafft Jason es, nicht zu einem plumpen Abziehbild zu verkommen, sondern seinen eigenen Sound aus Bisherigem und neuen Einflüssen zu gewinnen. Dass er es dann auch noch schafft, zwei - für meine Begriffe - Jahrhundertsongs (ich verweise auf die Anspieltipps) auf einen Tonträger zu bannen, lässt eine andere Platzierung als in den Top25 gar nicht zu. Dass die Produktion von Steve Albini (*huld*) eh über jeden Zweifel erhaben ist, braucht man glaube ich nicht extra erwähnen.

Farewell Transmission
Hold On Magnolia (diese Akustikversion ist aber auch nicht zu verachten)
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Jhonny » Dienstag 14. Dezember 2010, 23:37

Reverend Bizarre finde ich schon sehr schwer zugänglich, aber auch sehr geil. Hab noch die Harbinger-"EP", die länger ist als viele Alben.
Nach etlichen Durchläufen entwickelt das aber durchaus einen Reiz, ich will auf jeden Fall noch Alben!
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Eike » Mittwoch 15. Dezember 2010, 13:40

BildOooooh yeah!
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(Frank Zappa * 21.12.1940 - 4.12.1993)
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Re: 123=7 und sein Top100-Potpurri

Beitragvon Holger Andrae » Donnerstag 16. Dezember 2010, 00:53

Ulver: In dieser Stimmung in ich sehr selten. Früher (damals!) als ich noch mit Musik schlafen gegangen bin, da hätte ich da sofort gekauft.

Antimatter: Ganz feines Album, welches schon in meiner Rücklage liegt. Letztens im Laden laufen lassen und … verkauft. Musste ich glatt noch eine ordern.


Unsilience: Gut, aber mir fehlt der letzte Kick. Das müsste ich wöhl häufigör hören. Irgendwie fett und doch einföhlsam. Söltsam.

Dark Quörterör: Wieso sollte ich Kötz und Galle spucken, wenn du eine sehr gute Band in deiner Liste hast? Klar, mir hat sich da bis heute nur halb erschlossen, aber gut ist das natörlich trötzdem. Nichts o gut wie Adramelch, aber gut. Besser als Manilla Road? Hm, im aktuellen Sound ja, wenn ich die öllen MRs auflege, nicht. Und an PL von CU kommt das auch nicht ran *künstlich aufreg*

Into The Woods: Hoppla, das kann ja einiges. *notier* Beide Stimmen stimmen und muckelmäßig ist das auch flauschig. Jupp, das ist im Bereich der optionalen Verhaftung gelandet.

Anathema: Das war meine erste von Ana und ich mochte sie nicht. Zusammen mit Morgion "Solinari" erworben und die fand ich sofort toll. Heute mag ich auch das hier und habe Morgion beinahe ein wenig vergessen. Gleich mal raus ziehen.

Birch Book: Boah. Das ist ja mal genau mein Ding. Danke, danke danke.

Rev. Biz: Da bin ich noch sehr unvollständig und kann mir das auch nicht immer anhören, aber wenn ich in der richtigen Laune bin, ist das super. Also: Regen draußen, leicht angesäuert … nach dem Album häute ich dann eine Meersau.

Songs:Ohia: Hm, das ist nicht so meins. Der Sänger tönt seltsam und diese Eikige Schrammel Feeling zehrt etwas.

Auf jeden Fall aboniere ich mal diesen Thread, denn da werden wohl noch einige coole Tipps kommen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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