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Brot und Spiele für den Powermetal.de-User: große Projekte der Community und umfassende Forenspiele finden hier ihren Platz
von Jesus » Dienstag 24. August 2010, 13:11
Disclaimer! Lesen auf eigene Gefahr! So eine Liste zu erstellen ist nicht einfach. Und ehrlich gesagt ist diese Liste keine wahre Top 111, weil ich mich auf zwei Alben pro Interpret beschränkt habe. Das macht es hoffentlich abwechslungsreicher und für den einen oder anderen Leser spannender als wenn ich hier die gesamte Diskographie meiner liebsten Folkish Blackened Post-Industrial Avantgarde Funeral Doomster aufschreibe. Insofern bietet die Liste einen kleinen Einblick in meine Geschmackswelt, ohne gleich das Publikum zu überfordern. Der eine oder andere wird auch wissen, dass ich mit neumodischeren und entrückten Klängen mehr anfangen kann als mit Geradlinigem, „Altbackenem“ und Hausmannkost, insofern werden Fans von traditionellem Stahl oder ordentlich nach vorne gehendem Balls-Out Rock hier eher in die Röhre schauen. Eine Vorliebe für Schwarzes, Langsames, Minimalistisches, Atmosphärisches, Repetitives, Verträumtes und Schräges muss man schon haben, wenn man hier nicht entweder um Hilfe schreiend oder - was wesentlich wahrscheinlicher ist - vor Langeweile gähnend weglaufen will. Den einen oder anderen Klassiker habe ich auch weggelassen, da diese hier von anderen Usern noch oft genug beschrieben werden. Insofern sind einige Nennungen eher stellvertretend für weitere Alben dieser Bands. Und außerdem sollte man wirklich nicht allzu viel geben auf die Reihenfolge und Nummerierung. Was heute Platz 98 ist, kann morgen schon auf der 45 sein; was es heute nicht ganz in die Top 100 geschafft hat, ist morgen vielleicht schon in den Top 20. Also bitte keine Kommentare wie „ich hätte Album X höher gesetzt als Album Y!“. Ich habe eher darauf geachtet, die verschiedenen Stile etwas zu durchmischen. Die Reihenfolge ist also mehr oder weniger willkürlich und lässt allenfalls eine Tendenz meinerseits erahnen. Wer also was an einer Platzierung zu meckern hat, kann mich gern an meinem glänzenden Metallhintern usw. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Plattenhändler oder legen Sie einfach eine Ihrer liebsten Platten auf und ignorieren diesen Mist hier. Das Erstellen dieser List bedeutet dann natürlich auch, dass ich dann kein Material mehr zum Wichteln habe. Nun gut, muss ich halt aussetzen. Und nun ohne weitere Umschweife zu 111 Alben mit 969 Songs und 104 Stunden, 40 Minuten und 54 Sekunden voller Musik, die ich hin und wieder mal ganz gerne höre: SAVOY GRAND – People and What They Want Veröffentlichungsjahr: 2005 Land:  Genre: Slowcore/Melancholic Pop/Shoegaze Allzu lange kenne ich die Platte nicht, aber wenn mir Gothman und Chilimaster (klingt fast wie zwei Schurken aus Axe Cop...) gleichermaßen eine Band oder Platte empfehlen, dann muss diese ja auch über Top-100-Potential verfügen, nicht oder? Zumindest haben SAVOY GRAND es in dieser kurzen Zeit bis knapp außerhalb der magischen Hundert geschafft (Sorry, Tori! I still love you! Call me!). Das sind zerbrechliche Klänge, die direkt ins Herz gehen. Ich schmelze, ICH SCHMEEELLLZZEEE!!! [/böse Hexe des Westens] Die Band hat offensichtlich gerne SLINT und TALK TALK gehört und die Düsterkeit ersterer und das nervöse Jazz-Feeling letzterer entfernt, sodass das Grundgerüst der Songs nackt und verletzlich zum Vorschein kommt. Ich steh halt auf so etwas. Kein Pomp, kein Schmonz, just dreamy feeling. Gute-Laune-Musik für schönes Wetter... NICHT! Für Dauerdeprimierte wie mich somit genau das Richtige. Leider habe ich den großartigen Abschlusstitel „Recovery Positions“ auf Youtube nicht gefunden. Müsst ihr halt damit vorlieb nehmen: TookChange is an EngineLast Word Before SleepSOLITUDE AETURNUS – Alone Veröffentlichungsjahr: 2006 Land:  Genre: Epic Doom Metal Aaah, „Stapfdoom mit fürchterlicher Produktion“. Zugegeben, die glattgelackte Produktion hätte wirklich nicht sein müssen und ist ein Makel an dieser Scheibe, aber ansonsten haben Rob Lowe, John Perez und Co. auf dieser Platte alles richtig gemacht. Besonders aus meiner Sicht, denn hier haben SA erstmals alle Elemente des Traditionsstahls und US-Metals über Bord geworfen und zelebrieren endlich nur Doom the way it’s supposed to be. Von der Grabesschwere solcher Spaßbremsen wie „Scent of Death“ und „Tomorrows Dead“ bis zu sabbathischem Rock’n’Doom enthält die Scheibe alles, was mir Freude bereitet. Und diese Platzierung hier gilt natürlich für die limitierte Version mit dem alles überragendem Bonustrack „Embrace“, ohne den ich mir die Scheibe gar nicht vorstellen kann. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einem Großteil seiner Fans so ein feines Stück Musik vorzuenthalten. Scent of DeathSightlessTomorrows DeadEmbraceTHE DAYSLEEPERS – Drowned in a Sea of Sound  Veröffentlichungsjahr: 2008 Land:  Genre: Shoegaze Der eine oder andere hat vielleicht schon einmal so nebenbei mitbekommen, dass ich schuhglotzenden Klängen nicht völlig abgeneigt bin. Das hier ist natürlich nicht das letzte Shoegaze-Album in meiner Liste, aber eben das neueste. Nachdem ausgerechnet die Metalszene mit Bands wie JESU und ALCEST den Shoegaze wiederbelebte, kamen aus den USA und dem UK wieder massenhaft solcher Bands hervorgeschossen bzw. alte Helden reformierten sich nach mehr als einem Jahrzehnt Funkstille. Mir soll’s recht sein. THE DAYSLEEPERS machen Bilderbuch-Shoegaze mit verträumten Gitarrencollagen, verwaschenem, manchmal zweistimmig-zweigeschlechtlich harmonisierendem Gesang, ab und an mit ein paar treibenden Rock-Elementen und alles watteweich verpackt in viel Dreampop. Es gibt da durchaus härteren Shoegaze wie A PLACE TO BURY STRANGERS mit ihren Noise-Rock-Gitarren und der Garagen-Rock-Attitüde, aber THE DAYSLEEPERS liefern meiner Meinung nach das durchgehend konsistentere Material ab. Release the KrakenMegaton SupernovaThe Secret PlaceTwilight BloomDEADBOY & THE ELEPHANTMEN – We Are Night Sky Veröffentlichungsjahr: 2005 Land:  Genre: Folky Blues Rock Ich bin ein Freund von Dax Riggs und seiner Stimme, seit ich vor 13 Jahren erstmals „When the Kite String Pops“ von ACID BATH hörte. Speziell die Weichspülerballade des Albums, „Scream of the Butterfly“ hatte es mir angetan und von daher fand ich es schade, dass der Herr seinen klaren Gesang ansonsten nur spärlich einsetzte. Das änderte sich natürlich mit dem zweiten Album des Säurebads und seitdem suche ich mir nach und nach alles zusammen, was mit Dax zu tun. Das zweite Album von DEADBOY bietet nun weder Sludge, noch Metal in irgendeiner Form. Auch keinen ausschweifenden Prog wie beim Erstling. Eher bluesigen, folkigen Rock in seiner einfachsten und kürzesten Form inklusive Proberaum-Produktion. Stripped down und bare-bones, würde der Angelsachse vermutlich sagen. Und der Stil profitiert auch hier von subtil zweistimmigen Gesang mit Unterstützung der süßen Schlagzeugerin Tessie Brunet. Rrrrrrr... Stop, I’m Already DeadEvil FriendBreak It OffMisadventures of Dope (live)KHANATE – Khanate Veröffentlichungsjahr: 2001 Land:  Genre: Drone Doom Metal Begeben wir uns einmal in den Verstand des krankesten Psychopathen und Serienkillers, den man sich vorstellen kann. Filthy, ugly, sludgy, repulsive, abhorrent and all-around rather unpleasant. Oh ja. Genau. KHANATE. Ein Name, ein Album, ein Albtraum. Sägende, brummende, schief quietschende Gitarren und ein unmenschliches Kreischen aus den Tiefen der Hölle. Versteckt euch unter dem Bett, sonst findet euch der Kettensägenmörder! Hehe. Aah, KHANATE... ihr macht mir Spaß. Ein KHANATE-Konzert mit EHNAHRE als Co-Headliner wäre 'ne feine Sache... treibt bestimmt sämtliche Dämonen aus. Quasi der perfekte Soundtrack für solche Folterpornos wie die "Saw"-Serie. Obwohl... nein. Dafür ist es dann doch zu schade. Pieces of Quiet (Part 1) und Part 2Skin CoatNo Joy
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Jesus
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von Peter Kubaschk » Dienstag 24. August 2010, 14:23
über SAVOY GRAND habe ich mich schon an anderer Stelle ausgelassen. Mir fehlt da einfach der Rock.
SOLITUDE AETURNUS sind natürlich großartig. Auch dieses Album.
THE DAYSLEEPERS: hmm, das ist also Shoegaze? Gefällt, ist auf angenehme Weise verträumt, ohne dass einfach nix passiert. Ich weiß nicht, ob ich das über 40-60 Minuten toll finde, aber die beiden gehörten Songs sind gut. *notier*
DEADBOY & THE ELEPHANTMEN: das ist mir schon wieder eine kleine Spur zu minimalistisch, wobei die Stimme durchaus toll ist. Ich bin noch unentschlossen. Wenn ich das mal für günstig sehe, nehme ich das aber mit.
KHANATE: Boah. Nervtötend bis zum Anschlag. Ganz grausam.
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von Jhonny » Dienstag 24. August 2010, 14:28
puh, in dieser Liste werde ich mir schwer tun Savoy Grand ist nicht überragend aber ok. Solitude Aeturnus ist geil. The Daysleepers ist recht langweilig, nicht so mein Ding. Deadboy & The Elephant Men ist interessant, aber null meine Baustelle. Live aber sicher nich übel Khanate geht gar nicht. sorry, keine Chance.
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von Jesus » Dienstag 24. August 2010, 14:46
Peter Kubaschk hat geschrieben:DEADBOY & THE ELEPHANTMEN: das ist mir schon wieder eine kleine Spur zu minimalistisch, wobei die Stimme durchaus toll ist. Ich bin noch unentschlossen. Wenn ich das mal für günstig sehe, nehme ich das aber mit.
Also wenn Dir das zu minimalistisch ist, höre doch mal in dieses Stück vom ersten Album, das ich Fabian auf den Wichtelsampler gepackt hatte: http://www.youtube.com/watch?v=9E47IN4yLUMDa kommt die Stimme besser zur Geltung und der Klang ist um einiges opulenter und raumfüllender. Gilt natürlich für das ganze erste Album. Aber mir gefällt an dem zweiten Album eben gerade der Minimalismus.
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von Loenz » Dienstag 24. August 2010, 15:00
Zu Savoy Grand hatte ich ja schon was bei 123_7 geschrieben. Das ist hübsch atmosphärisch und packt mich. Der Vergleich mit Talk Talk den du ziehst der passt. Das werd ich sehr wahrscheinlich kaufen. Ich sagte ja, das erinnert mich in ein paar Momenten an No Man.
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von Holger Andrae » Dienstag 24. August 2010, 15:00
Jesus hat geschrieben:SAVOY GRAND – People and What They Want Veröffentlichungsjahr: 2005 Land:  Genre: Slowcore/Melancholic Pop/Shoegaze Allzu lange kenne ich die Platte nicht, aber wenn mir Gothman und Chilimaster (klingt fast wie zwei Schurken aus Axe Cop...) gleichermaßen eine Band oder Platte empfehlen, dann muss diese ja auch über Top-100-Potential verfügen, nicht oder? Zumindest haben SAVOY GRAND es in dieser kurzen Zeit bis knapp außerhalb der magischen Hundert geschafft (Sorry, Tori! I still love you! Call me!). Das sind zerbrechliche Klänge, die direkt ins Herz gehen. Ich schmelze, ICH SCHMEEELLLZZEEE!!! [/böse Hexe des Westens] Die Band hat offensichtlich gerne SLINT und TALK TALK gehört und die Düsterkeit ersterer und das nervöse Jazz-Feeling letzterer entfernt, sodass das Grundgerüst der Songs nackt und verletzlich zum Vorschein kommt. Ich steh halt auf so etwas. Kein Pomp, kein Schmonz, just dreamy feeling. Gute-Laune-Musik für schönes Wetter... NICHT! Für Dauerdeprimierte wie mich somit genau das Richtige. Leider habe ich den großartigen Abschlusstitel „Recovery Positions“ auf Youtube nicht gefunden. Müsst ihr halt damit vorlieb nehmen: TookChange is an EngineLast Word Before Sleep
Okay, die sind bereits auf meiner Kaufliste. Seht feines Album. Hatte ich beinahe höher bei dir erwartet. Musst nicht immer so tun als würdest du nur Schrägies Mucke hören. Aber ich weiß, wie das ist mit einem Image. Man wird es nicht wieder los. Also lernt man es zu lieben und pflegt es auch ein bisschen. Jesus hat geschrieben:SOLITUDE AETURNUS – Alone Veröffentlichungsjahr: 2006 Land:  Genre: Epic Doom Metal Aaah, „Stapfdoom mit fürchterlicher Produktion“. Zugegeben, die glattgelackte Produktion hätte wirklich nicht sein müssen und ist ein Makel an dieser Scheibe, aber ansonsten haben Rob Lowe, John Perez und Co. auf dieser Platte alles richtig gemacht. Besonders aus meiner Sicht, denn hier haben SA erstmals alle Elemente des Traditionsstahls und US-Metals über Bord geworfen und zelebrieren endlich nur Doom the way it’s supposed to be. Von der Grabesschwere solcher Spaßbremsen wie „Scent of Death“ und „Tomorrows Dead“ bis zu sabbathischem Rock’n’Doom enthält die Scheibe alles, was mir Freude bereitet. Und diese Platzierung hier gilt natürlich für die limitierte Version mit dem alles überragendem Bonustrack „Embrace“, ohne den ich mir die Scheibe gar nicht vorstellen kann. Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, einem Großteil seiner Fans so ein feines Stück Musik vorzuenthalten. Scent of DeathSightlessTomorrows DeadEmbrace
Überraschung gelungen! Jesus hat geschrieben:THE DAYSLEEPERS – Drowned in a Sea of Sound  Veröffentlichungsjahr: 2008 Land:  Genre: Shoegaze Der eine oder andere hat vielleicht schon einmal so nebenbei mitbekommen, dass ich schuhglotzenden Klängen nicht völlig abgeneigt bin. Das hier ist natürlich nicht das letzte Shoegaze-Album in meiner Liste, aber eben das neueste. Nachdem ausgerechnet die Metalszene mit Bands wie JESU und ALCEST den Shoegaze wiederbelebte, kamen aus den USA und dem UK wieder massenhaft solcher Bands hervorgeschossen bzw. alte Helden reformierten sich nach mehr als einem Jahrzehnt Funkstille. Mir soll’s recht sein. THE DAYSLEEPERS machen Bilderbuch-Shoegaze mit verträumten Gitarrencollagen, verwaschenem, manchmal zweistimmig-zweigeschlechtlich harmonisierendem Gesang, ab und an mit ein paar treibenden Rock-Elementen und alles watteweich verpackt in viel Dreampop. Es gibt da durchaus härteren Shoegaze wie A PLACE TO BURY STRANGERS mit ihren Noise-Rock-Gitarren und der Garagen-Rock-Attitüde, aber THE DAYSLEEPERS liefern meiner Meinung nach das durchgehend konsistentere Material ab. Release the KrakenMegaton SupernovaThe Secret PlaceTwilight Bloom
Das läuft mir gerade sehr gut ein. Auf solche warmen Gitarrensounds stehe ich sehr. Das habe ich mal notiert. Danke für diesen Tipp. Jesus hat geschrieben:DEADBOY & THE ELEPHANTMEN – We Are Night Sky Veröffentlichungsjahr: 2005 Land:  Genre: Folky Blues Rock Ich bin ein Freund von Dax Riggs und seiner Stimme, seit ich vor 13 Jahren erstmals „When the Kite String Pops“ von ACID BATH hörte. Speziell die Weichspülerballade des Albums, „Scream of the Butterfly“ hatte es mir angetan und von daher fand ich es schade, dass der Herr seinen klaren Gesang ansonsten nur spärlich einsetzte. Das änderte sich natürlich mit dem zweiten Album des Säurebads und seitdem suche ich mir nach und nach alles zusammen, was mit Dax zu tun. Das zweite Album von DEADBOY bietet nun weder Sludge, noch Metal in irgendeiner Form. Auch keinen ausschweifenden Prog wie beim Erstling. Eher bluesigen, folkigen Rock in seiner einfachsten und kürzesten Form inklusive Proberaum-Produktion. Stripped down und bare-bones, würde der Angelsachse vermutlich sagen. Und der Stil profitiert auch hier von subtil zweistimmigen Gesang mit Unterstützung der süßen Schlagzeugerin Tessie Brunet. Rrrrrrr... Stop, I’m Already DeadEvil FriendBreak It OffMisadventures of Dope (live)
Das hat was. Passiert mir jetzt aufs erste Ohr zu wenig, aber die Stimme gefällt. Dachte zuerst, dass wäre mir zu sehr Dylan auf Düster, aber im weiteren Verlauf wurde es dann ja doch besser. Jesus hat geschrieben:KHANATE – Khanate Veröffentlichungsjahr: 2001 Land:  Genre: Drone Doom Metal Begeben wir uns einmal in den Verstand des krankesten Psychopathen und Serienkillers, den man sich vorstellen kann. Filthy, ugly, sludgy, repulsive, abhorrent and all-around rather unpleasant. Oh ja. Genau. KHANATE. Ein Name, ein Album, ein Albtraum. Sägende, brummende, schief quietschende Gitarren und ein unmenschliches Kreischen aus den Tiefen der Hölle. Versteckt euch unter dem Bett, sonst findet euch der Kettensägenmörder! Hehe. Aah, KHANATE... ihr macht mir Spaß. Ein KHANATE-Konzert mit EHNAHRE als Co-Headliner wäre 'ne feine Sache... treibt bestimmt sämtliche Dämonen aus. Quasi der perfekte Soundtrack für solche Folterpornos wie die "Saw"-Serie. Obwohl... nein. Dafür ist es dann doch zu schade. Pieces of Quiet (Part 1) und Part 2Skin CoatNo Joy
Heidewitzka. Diese lang gezogenen Phasen zehren an den Nerven. Der Gesang passt aber hervorragend zu der Stimmung, Das soll ja nerven. Insofern ist das natürlich gelungen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Peter Kubaschk » Dienstag 24. August 2010, 15:23
Jesus hat geschrieben:Peter Kubaschk hat geschrieben:DEADBOY & THE ELEPHANTMEN: das ist mir schon wieder eine kleine Spur zu minimalistisch, wobei die Stimme durchaus toll ist. Ich bin noch unentschlossen. Wenn ich das mal für günstig sehe, nehme ich das aber mit.
Also wenn Dir das zu minimalistisch ist, höre doch mal in dieses Stück vom ersten Album, das ich Fabian auf den Wichtelsampler gepackt hatte: http://www.youtube.com/watch?v=9E47IN4yLUMDa kommt die Stimme besser zur Geltung und der Klang ist um einiges opulenter und raumfüllender. Gilt natürlich für das ganze erste Album. Aber mir gefällt an dem zweiten Album eben gerade der Minimalismus.
Ja, das ist toll. Ziemlich WovenHand-ig.... und die Stimme ist wirklich toll. Ist der Song repräsentativ für das Album?
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von Loenz » Dienstag 24. August 2010, 15:38
Die Stilbeschreibung Epic Doom Metal passt auf jeden Fall schon mal bei Solitude Aeturnus. Das ist ganz cool gemacht, Rob Lowe scheint ja ein wirklich cooler Sänger zu sein. Doch gefällt mir.
ich hör grad den ersten Song der Daysleepers und die Youtube Kommentare zu den Song sagen was von wegen Don´t Fear the Reaper beeinflusst, wo der Song von Dont Fear the Reaper beeinflusst sein soll, möchte ich mal gerne von denen wissen. Naja der erste Song klingt gut. Mag ich. Mal weiter gleich hören. Doch auch der 2 Song klingt fein. Das setze ich mal auf die Liste.
Scheisse der ganze Kram mit der Top 100 der einzelnen User könnte teuer werden.
Deadboy and the Elephantmen, ist dann wie du schon sagst sehr reduziert auf wesentliches. Der erste rockt noch etwas treibend nach vorne, der 2 Song ist dann ja eher eine Ballade was? Klingt gut.
Zu Khanate. Klingt auf jeden Fall eigenständig, gefährlich, düster. walzend und bedrohlich. Keine Ahnung ob ich das gutfinden soll oder eher nicht. Interessant hört es sich auf jeden Fall mal an. Ich glaub das muss ich ein paar mal öfter hören. Dann könnte das evtl was sein.
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von Jesus » Dienstag 24. August 2010, 16:04
YES – Close to the Edge Veröffentlichungsjahr: 1972 Land:  Genre: Progressive Rock Nach dem Schock von KHANATE hier etwas Ruhiges. Ich weiß gar nicht so recht, was ich denn nun zu diesem Klassiker schreiben soll. Kitschiger und pompöser Prog Rock klang selten so gut wie hier. Ich mag den naiven, geradezu einfältigen Klang, den Jon Anderson und Co. hier zelebrieren. Alles ist so albern und gleichzeitig minutiös durchdacht in einem Rausch von Größenwahn. Natürlich sind es gerade diese Faktoren, die 5 Jahre später den Prog Rock töten sollten, aber hier funktioniert es noch... And You and IClose to the Edge (Part 1) und Part 2BETH GIBBONS & RUSTIN MAN – Out of Season Veröffentlichungsjahr: 2002 Land:  Genre: Folk/ Pop Oh Beth, I wanna make smooth love to you all night… ups, habe ich das jetzt wirklich getippt? Ächem… also “Out of Season”, ja? Kontroverse Meinung: das Album ist besser als 2/3 von PORTISHEADs Diskographie. Nicht weiter verwunderlich, wenn hier Paul Webb von TALK TALK seine Finger im Spiel hat. Und ja, ich schäme mich, dass TALK TALK es nicht in diese Liste geschafft haben. Ich bin ein schlechter Mensch. Böser Jesus! Aber bei denen gibt es keine Beth. Und nun zurück zu meinen Tagträumen... oh Beth... of course can Tori and Hope join us... ShowMysteriesTom the ModelTHE STONE – Umro Veröffentlichungsjahr: 2009 Land:  Genre: Black Metal Ein relativ neues Werk, das mich aber sofort überzeugt hat. Black Metal ohne jegliche neumodische Einflüsse aus Post-Rock oder Power Metal, aber es klingt auch kein bisschen nach altmodischem BM. Hier gibt es kein fuzzy Rauschen unterlegt mit scheppernden, gleichförmigen Blasts, sondern echte Riffs. Jede Menge davon. RIFFS! More than you can shake a stick at! Stellenweise wird ähnlich kantig und breaklastig gearbeitet wie bei DEATHSPELL OMEGA, gleichzeitig verbindet die Band es mit typisch osteuropäischer Eingängigkeit. Sehr originell. Aber man muss sich wahrscheinlich wirklich ein kleines bisschen mit Black Metal auskennen, um das hier würdigen zu können. Wer kein BM hört, wird das hier genauso langweilig finden wie jeden anderen BM UmroKrvav Ceo, Nigde Nijedne RaneJesti Srca LjudiGENESIS – Selling England by the Pound Veröffentlichungsjahr: 1973 Land:  Genre: Progressive Rock Eigentlich hat Jhonny ja schon etwas zu diesem Album erzählt. Was soll ich da noch sagen? Vielleicht die beste GENESIS? Jedenfalls die eingängigste, wenn man hier mal bewusst die spätere Phase ohne Peter Gabriel ausklammert. Epischer und symphonischer Prog, wie er sein sollte. Und ja, ich weigere mich, es „sinfonisch“ zu nennen, liebes von der Rechtschreibreform beeinflusstes kleines Rechtschreibhilfsprogramm Dancing With the Moonlit KnightFirth of FifthLIFE OF AGONY – River Runs Red Veröffentlichungsjahr: 1993 Land:  Genre: Melodic Hardcore Ah, saundträck off mai juf. Zugegeben, LIFE OF AGONY haben sich mit „Ugly“ und „Soul Searching Sun“ noch gesteigert (von Keith Caputos Gesang ganz zu schweigen), aber das Album hier ist wie ein alter Freund für mich. Hardcore, der genau ins Herz trifft. This TimeUndergroundWords and Music
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von frankjaeger » Dienstag 24. August 2010, 16:19
Puuh, nicht so schnell, Jesus! Ich schaffe es sonst nicht, nachzukommen.
Zum ersten Batch: Die Daysleepers sind ja klasse! Der erste Song allein sagt schon das berühmte Wort: Kaufliste!
Mit dem Rest konnte ich nicht so viel anfangen (klar, SA habe ich natürlich).
Zum zweiten Batch: Yes sind komischerweise nicht so meins. Werd ich nicht mit warm, dudelt mir meist zu sehr. Aber ich starte regelmäßig neue Versuche, auch mit Steve Howe solo.
Genesis: Ja, super. Brauche ich auch noch alle.
Life Of Agony: Wie bitte???? Ich stimme dir ja zu, dass die Scheibe gut ist, auch dass sie sich danach nochmal steigerten, aber das ist doch genau das, was du ablehnst! Crossover, moderner Sound, typisch 90er. Anti-Jesus-Mucke, sozusagen. Die anderen beiden muss ich erst noch hören...
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