PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

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PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon lenbert » Freitag 23. Januar 2026, 19:59

Hier können Meinungen zu Gruppe 13 der Vorrunde abgegeben werden.
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Martin Schneider » Freitag 23. Januar 2026, 20:18

Interessante Gruppe. Da hab ich nur die ARMORED SAINT-Scheibe.
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Martin Schneider » Samstag 24. Januar 2026, 14:07

ARMORED SAINT - Left Hook From Right Field
> Toller Song. Obwohl ich 'Loose Cannon' auf der Scheibe lieber nag, klarer Sieger.

DOGMA - Melancholy
> Starke Sängerin, toller Stimmungsaufbau und Exotenbonus...ich bin an der Angel.

SATAN - Into The Mouth Of Eternity
> Da muss ich mich mal mit beschäftigen. Richtig guter Song und ich mag ja auch SKYCLAD sehr gerne.

ALTAR OF OBLIVION - The Graveyard Of Broken Dreams
> Erster Eindruck: Och nö, nicht schon wieder so ein 14 Minuten-Koloss. Als dann nach 8-9 Minuten nichts mehr kam, dachte ich : Eigentlich ein perfektes Ende. War es dann auch, keine Ahnung warum das Video so lange geht. Richtig guter Song.

LUNAR SHADOW - The Hour Of Dying
> Trifft eigentlich genau meinen Geschmack, nur der Gesang ist mir etwas zu schwach.

TOOL - Pneuma
> Klingt gut, packt mich aber nicht.

BETWEEN THE BURIED AND ME - The Coma Machine
> Interessante Mischung. Ich dachte irgrndwie immer, das wäre ne Metalcore-Band. Könnte mir langfristig gefallen.

COG - The Middle
> langweilig

GOLDEN VOID - Silent Season
> langweilig
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Eike » Sonntag 25. Januar 2026, 12:59

Eine im Mittel wirklich sehr starke Gruppe, mit 7 gern gehörten Wettstreitern, aber auch 2 (handwerklich nicht üblen und doch) ziemlich anstrengenden Titeln:



1.
DOGMA - 'Melancholy' (2013); Link

Die Band spielt atmosphärisch so dicht und eng verzahnt, die Sängerin hat solch eine klare Stimme und kontrolliert weite Bandbreite, und sie klingt derart ausdrucksstark, flüssig, folgerichtig, natürlich, organisch, kraftvoll, dass sich alles zu einer wundervollen Melange verbindet, schwebend, tragend, immersiv, dass es mich tief und tiefer hinein zieht und eine Freude ist, dem zu lauschen. Desweiteren, aber auch daraus resultierend, ist die kompositorische und spielerisch dargebotene Progression des Songs absolut faszinierend. Perfekt! (Der Gesang von Zara Gevorgyan erinnert mich ein wenig an den von Zubaida Solid von SIENA ROOT.)


2.
SATAN - 'Into The Mouth Of Eternity' (2018); Link

Dieser Song bringt Heavy Metal, wie ich ihn mag, nicht nur auf den Punkt, sondern erweitert ihn auch noch um ein Quentchen an Unberechenbarkeit und Rasanz. So klingt das frisch und traditionell zugleich, verwurzelt spritzig. Alte Schule ohne Rückwärtsgewandtheit? Passt!


3.
TOOL - 'Pneuma' (2019); Link

TOOL bietet mir inzwischen einen mal meditativen, dann wieder (manchmal sogar hoch) emotionalen Wohlfühlsound, in den ich mich einfach fallen lassen und von dem ich mich bequem mitnehmen lassen kann. So auch hier.


4.
GOLDEN VOID - 'Silent Season' (2015); Link

Der perfekte, knusprig präsente Bassunterbau trägt die orange-braun-golden glitzernden Gitarrenmelodien, über denen frei der wohltemperierte Gesang schwebt. Klassischer Rock der träumerischen, meditativen, reminiszierenden bis schon romantisch hymnischen Art. Musik zum Wohlfühlen.


5.
COG - 'The Middle' (2018); Link

Bezaubernder Artrock, der in manch anderer Gruppe es in die Top 3 oder gar ganz an die Spitze geschafft hätte. Ich mag das geasanglich folkig anmutende Intro und die daran anknüpfenden Passagen noch mehr als die leicht an SYSTEM OF A DOWN erinnernden Ausbrüche.


6.
ALTAR OF OBLIVION - 'The Graveyard Of Broken Dreams' (2012); Link

Noch einmal klassischer Heavy Metal mit schönem Groove und leicht kauzigem Gesang. Die locker leichten Doomeinsprengsel im sonst eher episch anmutenden, flott und ausdauernd voranstapfenden und den Song beharrlich nach vorne ziehenden Grundsound sorgen für eine Heaviness, die jegliche Gefahr, dass es kitschig werden könnte, bereits abwendet, bevor sie es auch nur über den sich in der Ferne abzeichnenden Horizont schafft. Oft erscheint mir episch angelegter Metal als too much, zu pathostriefend, gar zu theatralisch posend.. Hier jedoch bleibt er in der Balance, inklusive WISHBONE ASHigen Gitarrensolos in einen passend gewählten Fadeout hinein. Auch hierzu kann ich behaupten, dass der Song es wohl in mancher Gruppe in meine Top 4 geschafft hätte.


7.
ARMORED SAINT - 'Left Hook From Right Field' (2010); Link

Ohne den Gesang fände ich dieses Stück bloß okay, doch der Gesang reißt es aus dem Mittelmaß knapp über den Durchschnitt. Ein Lieblingsstück kann es so allerdings nicht werden. Gut performet ist es aber: Schön tight, druckvoll, nicht zu überladen.


8.
BETWEEN THE BURIED AND ME - 'The Coma Machine' (2015); Link

Postcoreig progressiver Metal der hymnischen Art. Quasi die Prog-Variante der eher basischer agierenden EXPOSED TO NOISE. Stellenweise mir schon etwas zu hektisch (geht mir mit RIVERSIDE teils ähnlich), andererseits ist es auch interessant, wenn "viel passiert". Irgendwo zwischen verkopfter Faszination und "zu vielen Noten" bin ich hin und hergerissen in meinem vorläufigen Assessment. Sicherlich nichts für jeden Tag. Stressmucke. Ist das schon dieser Mathrock? Scheint ihn zumindest zu streifen. Ich vermute, dass mir das von einem klassischen Streichorchester dargeboten eher gefallen würde als in der hier dargebotenen, elektrifiziert verstärkten Rock-Variante.


9.
LUNAR SHADOW - 'The Hour Of Dying' (2017); Link

Hier passiert auch sehr viel, anfangs allerdings auf entspanntere und organischer Weise. Klassischer Hardrock und Heavy Metal klingt an, epische und doomige Elemente lassen sich finden, Spuren von Thrash und Death gar, passagenweise wird auch an BLIND GUARDIAN gemahnender halb-balladesker Powermetal dominant, UND Dann zieht das Stück an und wird dichter; aber das Substrat darunter scheint mir (Post-?) Blackmetal zu sein. Und hier beginnt mein Problem: Das anhaltende Gitarrengesäge und das phasenweise stoisch fühllos eingehackte (getriggerte?) Schlagzeug machen es auf Dauer doch arg zäh für mich; das verbindende Element, der rote Faden ist mir überwiegend schlicht zu monoton und dominant, egal wie flüssig die sonstigen Elemente hineingesprengselt sein mögen. Enervierende Überfrachtung ist das Resultat.



Hiervon hätten es aus meiner Sicht zwei Drittel der Songs verdient, die Hauptrunde zu erreichen. Diese Gruppe hat insgesamt mit ihrer Vielfalt für Freude am Spiel gesorgt.
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Dead_Guy » Sonntag 25. Januar 2026, 14:21

1. GOLDEN VOID - Silent Season
Kannte ich (aber lange nicht mehr gehört) und rennt dank meiner Leidenschaft für 50-70s Hippie Musik offene Türen ein, müsste ich mal wieder ganz hören.
2. ALTAR OF OBLIVION - The Graveyard Of Broken Dreams
Eine große Überraschung, Name war mir aber ein Begriff. Tolle Stimmung, Super Sänger, Melodien die ohne Kitsch und duddeln ins Ohr gehen, so geht Epic Doom für mich.
3. LUNAR SHADOW - The Hour Of Dying
An sich ein toller Song und ich mag sowohl den Gothic Einschlag als auch die Blastbeats und es hat was von schwarzer Eleganz, k.a. ob das SInn ergibt. Ist mir aber am Ende einen Ticken zu lang.
4. TOOL - Pneuma
Nie groß mit befasst obwohl ich die an sich mögen müsste. Song war cool, trotz aller musikalischen Raffinesse angenehm Smooth zu hören und trippy, gefällt.
5. SATAN - Into The Mouth Of Eternity
Mag die Band und gerade die neueren Alben an sich, ist aber nicht mein bevorzugtes Reviewr. Guter Song, hat alles was Heavy Metal hetzutage braucht und klingt frisch und gar nicht nach alter Männer Band, gerade die Gitarrenarbeit immer wieder toll.
6. BETWEEN THE BURIED AND ME - The Coma Machine
Mein absolutes Hass-Genre. Song geht dann klar für mich wenn de extreme Gesang ausgepackt und es wilder bzw ungestümer wird, das hat Drive und nimmt mich mit nach vorne, der Rest ist alles was ich an dem Genre nicht mag, zu steif, zu sehr unterkühlt (aber ohne den NIhilismus den ich für unterkühlte Musik brauche) und löst bei mir null aus, aber ich kann es mir anhören ohne das Bedürfnis zu haben auszumachen, auch wenn das Ende mir zu duddelig war.
7. DOGMA - Melancholy
Beim ruhigen Anfang mit den hohen Vocals war ich daran den Song ganz hinten zu platzieren, das war kurt vor es geht mir auf die Nerven. Hat sich für mich aber gebessert, das harte Riffing zum Schluss und die Bass-Performance retten einiges.
8. ARMORED SAINT - Left Hook From Right Field
Mir viel zu boomerig, sorry dafür.
9. COG - The Middle
Der ist nur durchgerauscht, nichts davon hat sich auch nur im Entferntesten bei mir festgesetzt.
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Eike » Sonntag 25. Januar 2026, 14:57

Dead_Guy hat geschrieben:TOOL - Pneuma
Nie groß mit befasst obwohl ich die an sich mögen müsste. Song war cool, trotz aller musikalischen Raffinesse angenehm Smooth zu hören und trippy, gefällt.

TOOL? - "Lateralus"!
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Dead_Guy » Sonntag 25. Januar 2026, 22:08

Ist nicht so das gar nicht auf meiner Hörliste von mehreren hundert beidseitig beschriebenen Blättern stehen, nur anderes hat höhere Prioritäten. Werde mir das Review aber zu Gemüte führen, vllt inspiriert es mich, vielen dank.
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 26. Januar 2026, 20:02

Eine weitere spannende Gruppe, in der ich einiges gelernt habe. Dass ARMORED SAINT eine meiner Lieblingsbands sind, dürfte inzwischen bekannt sein. Folglich ist es wohl keine Überraschung, dass der beste Song des großartigen "La Raza"-Albums bei mir die Gruppe gewinnt. Ebenfalls seit Jahrzehnten eine Bank in Sachen großartiger Heavy Metal ist SATAN, auch wenn diese Band für mich nie die ganz große Rolle gespielt hat persönlich. Jedes Mal, wenn ich SATAN-Alben höre, frage ich mich warum das eigentlich so ist, und warum ich viel zu selten SATAN-Alben höre. Keine Ahnung, irgendwas komisches psychologisches oder was auch immer, I don't know. Nachdem wir über die wahre Liebe gesprochen haben, können wir nun zu den komplizierteren Beziehungskisten kommen, es wird also spannend...

Tatsächlich gefällt mir der vermeintlich abstrakte, zunächst mal eher sperrig daher kommende BETWEEN THE BURIED AND ME-Song besonders gut. Ich komme Schritt für Schritt gut rein in die Dynamik und das Erleben. Darum steht der aktuell vor dem sehr stimmungsvollen und in seiner emotionalen Intensität fast schon anstrengenden COG-Beitrag in dieser Gruppe. Auch wenn ich im persönlichen Ranking einen Platz überspringe, möchte ich jetzt erstmal über TOOL sprechen. Warum tue ich mich mit TOOL immer wieder so megaschwer und finde oftmals angeblich TOOL-beeinflusste Bands viel besser als das Original? Kann mir das bitte mal jemand erklären? Das ist eine der größten Kontroversen, die ich mit meinem eigenen Geschmack zu führen pflege. Ich fand und finde TOOL immer anstrengend, seltsam bemüht, um nicht zu sagen affektiert.

Ganz seltsam fühlt es sich an zwischen COG und TOOL eine Band wie LUNAR SHADOW platzieren zu müssen, weil die Auseinandersetzung mit eben dieser sich in ganz anderen Welten abspielt. Grundsätzlich mag ich die Melange aus Epic und Pagan Metal, mit all ihren Tempo-Variationen, wenn sie auch noch so berechenbar sein mögen. Aber viele Nuancen durchkreuzen mir den reinen Hörgenuss; so kriege ich von dem Sänger eher Pickel, zumindest in den schwierigen Passagen, daher nur im Gruppen-Mittelfeld unterm Strich. Der Musik von ALTAR OF OBLIVION begegne ich mit einer gewissen Grundsympathie, Epic Doom kann schon sehr geil sein. Allerdings geht mir der hier präsentierte Song eher aus den Zeiger, weil er so seltsam unausgegoren und schräg daher kommt, mit zerfransten Melodien und Holprigkeiten, die meinem ästhetischen Empfinden widersprechen.

Ach ja, und dann DOGMA. Auf den ersten Blick alles richtig und schön, aber ich komme da emotional einfach nicht rein. Offenbar eine sehr persönliche Sache. Ich fühle den Song nicht. Keine Ahnung warum. Vieles objektiv ähnlich Geartetes habe ich schon abgefeiert. Vielleicht spannend mal dahinter zu kommen, was die Schlüsselreize hier und anderswo liegen. Finally, GOLDEN VOID... nice, aber so gar nicht meine Welt.
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Peter Kubaschk » Montag 26. Januar 2026, 20:56

Martin van der Laan hat geschrieben: Darum steht der aktuell vor dem sehr stimmungsvollen und in seiner emotionalen Intensität fast schon anstrengenden COG-Beitrag in dieser Gruppe.


Magst du das mal näher erläutern?
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Re: PMDECS - TenForTheTens - VR - Gruppe 13 - Diskussion

Beitragvon Martin van der Laan » Montag 26. Januar 2026, 21:47

Peter Kubaschk hat geschrieben:
Martin van der Laan hat geschrieben: Darum steht der aktuell vor dem sehr stimmungsvollen und in seiner emotionalen Intensität fast schon anstrengenden COG-Beitrag in dieser Gruppe.


Magst du das mal näher erläutern?

Der dynamische Beginn des COG-Songs wirkt zuerst anklagend, aber schon noch partiell reflektiert und aufgeräumt, so dass man die Kulmination in einen musikalischen Ausbruch erwartet, doch das Ganze verhallt vorerst im Nichts. Man wartet fast eine Minute um schließlich in einem zentralen Part zu landen, der mich persönlich zumindest atmosphärisch an Serj Tankian erinnert. Schließlich wird es balladesk eindringlich, fast hilfesuchend, ohne dass die Stimme es sich eingestehen und wirklich mitgehen will; warum auch immer wieder irgendwie Pause-Taste, und endlich baut sich fast karthasismäßig der musikalisch spannendste und dichteste Part des Songs auf, der dann aber auch irgendwie im Nichts endet ohne Erlösung, ohne Erkenntnis, irgendwie fühlt man sich am Ende leer. Aber trotzdem gibt es einen intuitiven Spannungsbogen, einen kompositorischen Faden. Dieser scheinbare Widerspruch verwirrt mich, ich bekomme das ästhetisch nicht ganz zu fassen, was auch wiederum spannend ist, aber eben auch anstrengend.
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