Musikalische Erkenntnis des Tages

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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Chavo89 » Montag 5. August 2013, 12:56

Wacken kostet ja nächstes Jahr 170 Euro! Das ist ja schon sehr heftig. Ich werde da wohl nie wieder hin fahren.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 5. August 2013, 13:07

Nun, wenn ich für Maiden alleine bei einem 5-Stunden-Event 70,- Euro bezahle, und in Wacken 170,- Euro inklusive Camping für 6 Tage und für knapp 100 Bands (absolute Hochkaräter inklusive), dann finde ich das - ganz ehrlich - so teuer dann auch wieder nicht. Klar, für mich ist es dann wie 170,- Euro für EMPEROR bezahlen, aber vielleicht schaue ich mir ja auch noch eine oder zwei andere Bands an... ;-)
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Montag 5. August 2013, 13:17

Rüdiger Stehle hat geschrieben:Irgendwie, und da bin ich bei Holg, nervt es mich als Menschen, der sich durchaus immer noch zu 100% als "Metaller" sieht und identifiziert, schon, dass man von "den anderen" durch die mediale Wirkung fast automatisch mit Wacken in Verbindung gebracht wird. Aus diesem Grund ziehe ich auch die 9 Wacken-Shirts, die ich von meinen Ticketkäufen .


Da ich ja nun in der Nähe wohne, muss ich mir diese Frage natürlich auch sehr oft anhören. Manchmal beinahe etwas ärgerlich, wenn man dann mit den Worten "man sei ja offenbar gar kein echter Fan" abgetan wird. Und wenn wildfremde Menschen in Wacken-Shirts und Jägermeister-Käppi mit der Pommesgabel wild "Meeetaaaal"-schreiend vor mir herum zappeln, bloß weil ich durch das Tragen eines Angel Witch-Shirts automatisch zu Ihnen gehöre. Nee, nee, nee. Man könnte kurz meinen "In Union We Stand". Dem ist aber nicht so.

Während ich das ganze Jahr über privat in solchen Leibchen herum laufe, sind die anderen leider in Wacken-Karnevals-Verkleidung unterwegs.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Oliver Passgang » Montag 5. August 2013, 13:23

Und interessanterweise wird einem in "Szene-Kreisen" wiederum das Metallertum fast schon abgesprochen, sobald man in den Norden zieht. Quasi dasselbe in grün.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Jesus » Montag 5. August 2013, 13:25

Das ist mir neu. Wird mir das Metallertum abgesprochen, wenn ich jetzt nach MeckPomm ziehen würde?
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Montag 5. August 2013, 13:29

Oliver Passgang hat geschrieben:Und interessanterweise wird einem in "Szene-Kreisen" wiederum das Metallertum fast schon abgesprochen, sobald man in den Norden zieht. Quasi dasselbe in grün.


Ja das ist das andere Ende des Spektrums, in denen einige Dinge einfach unreflektiert verteufelt werden. Beim KIT finden sich auch Leute, die Nachmittags um 2 schon nicht mehr stehen können. Die prozentuale Anzahl ist natürlich nicht so hoch wie in Wacken, und auch Leute in Kostümen sieht man da eher weniger (wobei ich die Hair-Metal-Fraktion in Spandex ähnlich albern finde). Solange in Wacken tolle Bands spielen, fahre ich da auch hin.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Holger Andrae » Montag 5. August 2013, 13:34

Nils Macher hat geschrieben:
Oliver Passgang hat geschrieben:Und interessanterweise wird einem in "Szene-Kreisen" wiederum das Metallertum fast schon abgesprochen, sobald man in den Norden zieht. Quasi dasselbe in grün.


Ja das ist das andere Ende des Spektrums, in denen einige Dinge einfach unreflektiert verteufelt werden. Beim KIT finden sich auch Leute, die Nachmittags um 2 schon nicht mehr stehen können. Die prozentuale Anzahl ist natürlich nicht so hoch wie in Wacken, und auch Leute in Kostümen sieht man da eher weniger (wobei ich die Hair-Metal-Fraktion in Spandex ähnlich albern finde). Solange in Wacken tolle Bands spielen, fahre ich da auch hin.


Da bin ich doch völlig auf deiner Seite. Wenn ich im SMB schon Monate vorher so Sätze lese wie "wie blöd, jetzt spielt meine Libelingsband so spät, da werde ich schon zu betrunken sein" dann ist das natürlich keinen Deut besser als das, was ich oben beim Wackenpublikum kritisiert habe. Und ob das prozentual weniger Honks sind, will ich auch noch nicht einmal behaupten.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Rüdiger Stehle » Montag 5. August 2013, 13:35

Ja, das ist ja auch völliger Schwachsinn, und das ärgert mich in den einschlägig bekannten Kreisen auch, dass Leute dumm angemacht werden, weil sie nach Wacken gehen. Es ist doch die Frage, warum jemand dort hin geht. Wenn er die Bands sehen will, weil er die Musik mag, dann ist er genau so viel oder weniger Metaller, wie jeder Undergroundpapst. Wenn er nur zum Saufen und Prollen hingeht, dann ist er das nicht. Aber - reality check - auch beim KIT, beim HOA, beim RHF oder beim BYH gibt es scheinhirntote Vollproll-Alkomaten. In Wacken mag der Prozentsatz etwas höher liegen (wie Holg richtigerweise andeutet, ist selbst das nicht ganz sicher), aber im Endeffekt habe ich ein Gegenüber, und wenn ich dieses Gegenüber in einem Musikforum treffe, dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass er doch eher der Musik wegen nach Wacken geht.

Aber ja, trotzdem, ist es ein Gefühl, von dem ich mich auch nicht freisprechen kann: In meinem Selbstverständnis als Metalfan werde ich ungern mit dem "Phänomen Wacken" an sich in Verbindung gebracht werden. Damit kann ich mich nicht identifizieren, auch wenn ich es aus rein musikalischen Erwägungen absolut okay finde, dort hin zu gehen.

Aber das ist ja in anderen Lebensbereichen ähnlich. Nachdem ich nur eines Wappens wegen VfB-Mitglied geworden bin, ist es wohl nicht zu verleugnen, dass ich ein "Fußballfan" bin, auch wenn ich mich selbst nicht als solchen bezeichnen würde, weil damit viele Dinge in Verbindung gebracht werden, mit denen ich nicht unbedingt assoziiert werden möchte. Da bin ich bei der Selbstbezeichnung als "Metaller" schon deutlich schmerzfreier. Aber bei der Selbstbezeichnung als "Wackengänger" ginge es mir ähnlich wie beim "Fußballfan", auch wenn ich offenbar beides bin oder war.


Nils Macher hat geschrieben:Solange in Wacken tolle Bands spielen, fahre ich da auch hin.

Mit dem Zusatz "wenn es mir den Aufwand und das Geld wert ist, diese Bands zu sehen", ist das im Prinzip die sinnvollste Herangehensweise, die ich für mich auch als richtig ansehe.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Nils Macher » Montag 5. August 2013, 13:43

Rüdiger Stehle hat geschrieben:
Aber ja, trotzdem, ist es ein Gefühl, von dem ich mich auch nicht freisprechen kann: In meinem Selbstverständnis als Metalfan werde ich ungern mit dem "Phänomen Wacken" an sich in Verbindung gebracht werden. Damit kann ich mich nicht identifizieren, auch wenn ich es aus rein musikalischen Erwägungen absolut okay finde, dort hin zu gehen.


Von außen wird man halt immer auf "Wacken" reduziert. Dass ich aber an 360 Tagen im Jahr genau so Metalfan bin und auf Underground-Kram stehe, für ein Magazin schreibe und auch gerne eine Band unterstützte, die vor 20 Leuten in nem Jugendzentrum spielt, wird da ausgeblendet. Meine Wacken-Shirts trage ich mittlerweile auch nur noch äußert selten.


Nils Macher hat geschrieben:Solange in Wacken tolle Bands spielen, fahre ich da auch hin.

Mit dem Zusatz "wenn es mir den Aufwand und das Geld wert ist, diese Bands zu sehen", ist das im Prinzip die sinnvollste Herangehensweise, die ich für mich auch als richtig ansehe.[/quote]

Ja genau. Ich bin nicht der größte Camping-Freak unter der Sonne, aber gerade im Pressebereich kann man es in Wacken sehr gut aushalten. Ich weiß ja, auf was ich mich einlasse. Wenn man es eher gemütlich mag, wird man in Wacken seine Schwierigkeiten haben. Gar keine Frage.
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages

Beitragvon Julian Rohrer » Montag 5. August 2013, 14:03

Nils Macher hat geschrieben:http://www.focus.de/kultur/musik/heino-spielt-mit-rammstein-hype-um-heavy-metal-festival-so-ist-wacken-wirklich_aid_1060990.html
Die Überschriften und der Satz zu Heino stammen nicht von mir.

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