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Hundert schwarze Federn im RabenkleidRe: Hundert schwarze Federn im RabenkleidFür mich ist 'Burn In Hell' auch der mit ABSTAND beste Song der Band. Da bin ich schon als 9-jähriger ausgelippt. Die Version von DIMMU BORGIR finde ich übrigens auch echt gelungen.
Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid
Für mich ist es bei 'The Price' vor allem der Gesang, der mich total packt. Was "Twisted Sister live" angeht, kann man dir nur empfehlen zu schauen, dass das mal klappt. Wie Kubi auch sagt: Live unschlagbar und auch ich schaue die Band noch lieber live an, als ich die Platten regelmäßig zu Hause anhöre. Das Wacken-Video gibt ja einen tollen Eindruck von den Livequalitäten der Band. Als Einstiegsempfehlung würde ich eines der ersten drei Alben "Under The Blade" (das härteste!), "You Can't Stop..." (das rockigste!) oder eben "Stay Hungry" (das eingängigste!) nehmen. Auch #4 "Come Out And Play" ist noch toll, während die letzte reguläre Studioscheibe "Love Is For Suckers" etwas blass bleibt. Da es die Alben mit Ausnahme des Debüts alle sehr günstig bei allen möglichen Versandhäusern gibt, kannst du so etwas vielleicht mal dazu packen, wenn du ohnehin bestellst. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Hundert schwarze Federn im RabenkleidIch kann Nummernföligs Reaktion auf 'Burn In Hell' verstehen, da dieser Songs sehr düster und ernsthaft ist. Da viele vielleicht nur diese Partyseite von TS kennen, im Anschluss nochmal zwei härtere Knaller der Band:
'Destroyer' http://www.youtube.com/watch?v=QDba1FqPtdA 'Under The Blade' (1982 TV Auftritt) http://www.youtube.com/watch?v=wPklZuIcqBQ&feature=related und mein Fave-Party-TS-Song: http://www.youtube.com/watch?v=CZjV664mmzo&feature=related Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
Re: Hundert schwarze Federn im RabenkleidDritter Tag, dritte Runde, Platz Nr. 98 und dieses Mal aus deutschen Landen:
98. ![]() HELLOWEEN "Better Than Raw" Raw Power / Castle Communications (c)1998 ![]() Dass die Hanseaten von HELLOWEEN sehr hoch in meiner Gunst stehen ist kein Geheimnis, außerhalb der kleinen Schar an überzeugten Kürbisfans ist aber dieses 1998er-Scheibchen, das dritte mit Andi Deris als Sänger, durchaus ein kleiner Geheimtipp. Für mich die mit Abstand stärkste Scheibe der Deris-Ära, und das obwohl ich auch die anderen Scheiben sehr schätze. "Better Than Raw" birst vor Energie, vor augenzwinkerndem Humor, vor coolen Kürbisbildchen und vor Songwriting mit tonnenweise Hooks, die nicht von dieser Welt sind. Dass ich den guten alten deutschen Heavy Metal im Allgemeinen ein Stück mehr schätze als die meisten meiner hiesigen Kollegen, wisst ihr ja bereits. Doch innerhalb dieses Genres nimmt selbst für mich diese Band einen ganz besonderen Stellenwert ein, weil sie im Gegensatz zu vielen Kollegen eben nicht ihr einmal gefundenes Erfolgsrezept bis zum Ende ausreizt und sich dadurch selbst wiederholt, sondern weil Helloween sich bis heute auf so ziemlich jedem Album zumindest ein Stückchen weit selbst neu erfunden haben und versucht haben, besondere Songs und besondere Kabinettstückchen einzubauen, die man so von ihnen noch nicht kannte. Das demonstriert "Better Than Raw" auf ganz großartige Weise, indem es die typische Melodieführung des Herrn Weikath in ein durchaus modernes Soundgewand einbaut und mit forderndem Songwriting verbindet. Ganz großes Kürbiskino! 'I Can' - http://www.youtube.com/watch?v=c1KfDkPmB-8 (die Single als Promoclip) 'Push' - http://www.youtube.com/watch?v=qVJmPf7r9RI (die Abrissbirne) 'Revelation' - http://www.youtube.com/watch?v=XVJGpAxxOJI (das große Epos) 'Midnight Sun' - http://www.youtube.com/watch?v=LM1ggjI6_Kk (der Riffkönig) 'A Handful Of Pain' - http://www.youtube.com/watch?v=Psb4CMdqVe4 (the creepy tale) alias Hugin der Rabe.
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Re: Hundert schwarze Federn im RabenkleidAaaah, cool.
Ich bin ja selbst noch dabei, meine Top-100 anzulegen, und Better Than Raw ist sogar noch im Rennen, obwohl ich ja gar nicht so Pro-Helloween bin. Aber die Scheibe hat einfach "das gewisse Etwas", obwohl ich vor allem mit Deris sonst ziemliche Probleme habe und mir die Band oft einfach "zu froh" ist, bei Better Than Raw stört mich das alles aber kaum. Das geniale Albumintro aus der Feder von Uli Kusch sollte noch erwähnt werden, die perfekte Spannungssteigerung, bevor einem Push das Trommelfell sprengt.
Re: Hundert schwarze Federn im RabenkleidIch finde, dass Helloween auszeichnet, dass sie selbst in den fröhlichen Momenten noch die nötige Härte haben und nie das Rocken verlernen, was sie sehr positiv von zahlreichen Epigonen abhebt.
Das Intro ist von Grapow, und in der Tat göttlich: http://www.youtube.com/watch?v=JDmYe_pP5JQ Hatte nur nach einem Clip mit direktem Übergang zu Push gesucht und nicht gefunden. So oder so, das ist Helloweens StarWars-Suite! alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid
Was ein Brett. Und das klingt mal gar nicht teutonisch-stampfend. 'I Can' dann schon eher. Das ist für mein Empfinden etwas zu glatt und zu bewusst auf "glatt" getrimmt. 'Revelation' empfinde ich dann wiede deutlich teutonischer, aber auch das hat ganz tolle Momente, ist mitreissend dargeboten und wütet ordentlich im Unterholz. Die immer wieder eingestreuten doppelläufigen Tremolo-Läufe sind total geil. Und bei 'Midnight Sun' versprichst du auch nicht zuviel. Mir scheint, dass ich hier wieder ein Opfer meiner eigenen Vorurteile geworden bin. HELLOWEEN hatte ich mit einem anderen Sound assoziiert (vielleicht eher mit den alten Scheiben?). Das hier macht Spaß und reißt mit. Würde ich für kleines Geld definitiv bei Gelegenheit mitnehmen.
Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid
Ja, die Härte wollte ich ihnen auch nicht absprechen. Wobei das mit dem "zu fröhlich" auch eher zu Rage passt, keine Ahnung, was ich heute Nacht gedacht habe, vermutlich nicht viel. Ignorier meine Kritik einfach.
Also bei mir im Booklet steht "Deliberately Limited Preliminary Prelude Period In Z .... Music: Kusch". Was kann eigentlich die Dark Ride? Ich war schon ein paar Mal versucht, die zu holen, weil das Line-Up ja noch das gleiche war.
Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid
Au weia. Sorry, das war mein Fehler. Ich war bei Grapowskis Malmsuite... etc... Stimmt natürlich.
Sie ist anders und Weiki mag sie nicht so besonders, aber sie ist gut. Sehr gut sogar. Von der Grundstimmung her ziemlich finster, auch vom Sound her eher dunkel, aber mit etlichen großartigen Songs ausgestattet. Denen hier zum Beispiel: http://www.youtube.com/watch?v=UBE6l3LHp3I - 'The Dark Ride' (Höllenritt?) http://www.youtube.com/watch?v=HWx1O9_k7W4 - 'The Departed' (Rammstein-Einfluss?) http://www.youtube.com/watch?v=Mv2ud3SqGHA - 'Immortal' (Sehnsucht?) http://www.youtube.com/watch?v=23Cca-7UX-E - 'If I Could Fly' (eine echte Hitsingle) http://www.youtube.com/watch?v=-GwRXbq4NNY - 'Mr. Torture' (und auch Happiness) alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
Re: Hundert schwarze Federn im Rabenkleid
Interessant, dass ich augenscheinlich in dieser Runde angetreten bin, dir deine Vorurteile auszutreiben. Das macht Spaß ... Ich glaube, dass du Helloween vermutlich mit dem Sound assoziiert hast, den die unzähligen von Helloween beeinflussten Melo-Power-Bands daraus gemacht haben. Den Helloween-Sound an sich gibt es nicht. Die waren am Anfang sehr hart, rauh, speedig und fast thrashig; haben dann mit Kiske die beiden Keeper-Alben veröffentlicht, die zur Blaupause des späteren Euro-Melo-Power-Metals wurden, den du vermutlich mit Helloween assoziiert hast, die aber m.E. noch heute besser sind als alle Nachahmer zusammen, weil sie eben weit mehr waren, als mit schwülstigem Pathos Kinderliedmelodien zu verbraten und dazu zu schunkeln. Dann wurden sie sehr experimentell und unmetallisch, bis Kiske rausflog und mit Andi Deris die Rückkehr zum härteren Melodic-Speed-Metal kam, der sich aber - wie ich oben schon angedeutet habe - nie darauf ausruhte, das alte Keeper-Erfolgsrezept, also den vermeintlichen "Helloween-Sound" aufzuwärmen, sondern immer und meist auch erfolgreich versuchte, das Korsett zu sprengen und Neues auszuprobieren. alias Hugin der Rabe.
Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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