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Musikalische Erkenntnis des TagesRe: Musikalische Erkenntnis des TagesOder man experimentiert etwas rum, aus der Not geboren, und dann kommt so ein flacher, nasskalter, unheimeliger, total markig dreinklatschender Signé-Sound wie bei JOY DIVISION raus, der einen Kult begründet. Ist doch geiler!
Verdammt zum Leben...
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Auch in der Musik geht nichts über einen ordentlichen Schuß MacGyvertum ![]() Realer Name: Thomas Becker
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
This. Eine ziemlich gängige Argumentationsstruktur ist ja, irgendwie üben bzw. Virtuosität an sich mit künstlichem Sound (= steril, leblos etc. etc.) in Verbindung zu bringen. Das geht allerdings am Ziel vorbei, weil dieses Mechanische eher daher kommt, weil man, selbst wenn man schon für Metal extrem technische Musik spielt, streng genommen technisch den eigenen Ansprüchen nicht gewachsen ist. Mal abgeshen davon, dass das vermutlich ein großer Teil auch einfach an der Konditionierung der verschiedenen Generationen liegt, die ein unerschiedliches Klangbild bevorzugen.
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages"Blessing In Disguise" klingt auf Flat besser als auf Jazz.
Verdammt zum Leben...
Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Im Endeffekt kommts eben doch immer wieder auf genau diese Frage zurück. Für die einen so, für die andern so. Einzig der Schlusssatz "vor allem im Metal nicht" passt finde ich so nicht, weils eben auch wieder genau auf die Frage zurückkommt was für eine Art Metal ich spiele und wie ich den Klang dafüt haben will. Wenn ich Bands wie ORIGIN mit (der hier für mich gerade wieder ein wenig verklärten) 70er-Jahre Studiotechnik aufnehme, dann höre ich was? Matsch. Richtig, nichts als Matsch. Ich höre nicht was auf der Gitarre genau passiert, Bass ebenfalls und vom Schlagzeug will ich gar nicht reden. Deshalb will ich bei Bands die eben den technischen Ansatz verfolgen auch hören was sie spielen. Ist ja bei der Gitarre nicht anders. Die wird auch verzerrt und klingt je nach Subgenres völlig anders, gibts darüber irgendwelche Diskussionen, dass im Black Metal Hundeohrenfrequenzen bevorzugt werden und im Brutal Death die zusätzliche siebente Saite auch noch um weiß Gott wieviele Stufen heruntergestimmt wird? Selten, vor allem aber nicht in dem Ausmaß wie übers Triggern gesprochen wird. Interessant dazu NILE, ich liebe den brutalen, dreckigen Gitarrensound zB einer In Their Darkened Shrines aber auch den extrem sauberen, eben klinischen Klang auf dem neuen Album. Dieser wird übrigens teils doch stark kritisiert, aber für Gitarristen (und eben für die Band-Gitarristen selber) ist es doch einmal interessant wirklich exakt hören zu können was sie da für irre Sachen abziehen. Für mich nicht abhängig vom Instrument, kein Problem oder gar eine Grundsatzdiskussion sondern einfach eine Frage des Geschmacks und was ich will, dass ich und meine Hörer hören können. VOR ALLEM aber, und das wird oft beinahe vergessen, spielen müssen sie selber! Sowohl Ringo Starr musste spielen können was er spielen wollte und genauso muss ein George Kollias spielen können was er spielen will und wenn das bei letzterem physikalisch unmöglich (!) ist, dass er bei jedem einzelnen Schlag bei 300 bpm genügend laut ist, ja mei, dann danke ich Gott dafür, dass es heutzutage die technischen Mittel gibt, dass ich genauso hören kann was George Kollias spielt wie ich das bei Ringo Starr konnte.
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesNatürlich muss es auch zur Mucke passen. Ich hab ja nicht gesagt, dass es immer unsauber klingen muss.
Im Prinzip ist's doch eh scheissegal, gibt sowieso keine Bands mehr, die nicht zumindest hin und wieder mal auf einen technischen Trick zurückgreift. Wenn ich mir alleine schon ansehe, was bei den Live-(muhaha )Scheiben so alles gemacht wird, um die besser klingen zu lassen...... Muss natürlich auch nicht immer automatisch schlecht sein, aber ab und zu würd ich mir schon auch ein bisschen mehr Authentizität und Ehrlichkeit wünschen.What if there is nothing more
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Nicht nur Live-Alben. Eigentlich auch schon Livekonzerte. Aber ganz ehrlich: ich mag es auch lieber, live eine guten, klaren und meinetwegen dabei technisch aufgemotzen Klang zu hören als echten, "ehrlichen", dafür matschigen und schrill klingenden Rumpelsound. Realer Name: Thomas Becker
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesNaja, nur weil nicht mit irgendwelchen Tricks nachgeholfen wird muss es ja nicht gleich zwangsläufig matschig, rumpelig und dumpf klingen, oder? Wobei mir jetzt eigentlich eh nicht so ganz klar ist, welche "Hilfsmittel" du da jetzt genau meinst.
What if there is nothing more
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Re: Musikalische Erkenntnis des Tages
Hmm, ich überleg grad. Viele Bands verwenden ja Live-Samples. Ob Drums sogar live gesampelt werden, weiss ich nicht so genau, ich glaube aber, triggern wird oft gemacht . Irgendwie klang Gene Hoglans Drumsound beim RHF schon ziemlich unecht. (Vielleicht wars ja einfach nur zu laut...). Wenn Du aber in einem kleinen Club eine tolle Band hast, die spielen kann, ihre Sounds im Griff und am besten noch einen eigenen Mischer am Start hat, kann das ganz ohne große Hilfmittel schon was ganz Tolles werden, ja. KAMCHATKA, BLUES PILLS, JEX THOTH, wow! Ich stell mich ja gern mal direkt vor die Bühne, um den Bühnensound mitzukriegen, wenn der cool ist, macht das Spaß. Ansonsten ist der beste Platz für Sound ja klar in der Nähe des Mischpults .Realer Name: Thomas Becker
Re: Musikalische Erkenntnis des TagesKlaro wird live getriggert, man möchte ja den Albumsound repräsentieren...Und bei einigen Bands würdest du sonst nur matsch hören
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