Läuft bei mir das erste Mal (im Hintergrund). So, wie zuletzt vier frühere Alben. Fazit daraus nach oberflächlichem Erstdurchlauf: Bringt den Southern Einfluss vom Vorgänger mit der bisherigen Härte derer davor zusammen, kommt kompakter als alle drei daher, geht damit schon stark in Richtung erster DOWN. Als DOWN-Hörer finde ich sie etwas unspektakulär, aber insgesammt gefallen mit von den fünfen ("Cowboys From Hell", "Vulgar Display Of Power", "Far Beyond Driven", "The Great Southern Trendkill", "Re-Inventing The Steel") die letzten drei am Besten. Mein Liebling könnte der Trendkill werden, wobei "Far Beyond Driven" sicherlich das ambitionierteste und interessanteste und eigenständigste und am eigensten klingende Werk ist - dafür aber auch ziemlich anstrengend. "Cowboys From Hell" finde ich in der Extremgegniedel-trifft-in-die-Fresse-Mischung her auch irgendwie seltsam, aber es funktioniert ja dennoch, wenn auch (noch?) nicht so wirklich begeisternd für mich. Die vulgäre Zurschaustellung kommt stärker auf den Punkt, aber da scheint mir auf den zweiten oder dritten Hör (lief vorher schon irgendwann mal bei der Ex) nicht ganz so viel dahinter zu sein. Das klingt so gewollt prollig und hart - böse Zungen könnten meinen mangels Können, aber das widerlegt ja der Vorgänger, also muss es gewollte Reduktion oder persönliches Formtief gewesen sein. Immerhin wuchs da zusammen, was vorher nebeneinanderstand: Sologitarre und Rhythmusfraktion. Hm, schreibe ich das jetzt im Bandthread? Nee, nach einmal im Hintergrund Hören ist das vom Eindruck her zu momentan, um wirklich aufmerksamkeitswirksam stehenbleiben zu können.
Verdammt zum Leben...