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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Frozen » Sonntag 7. Februar 2016, 16:20
Ein Abend voller musikalisch-extentieller Gespräche
ATLAS & AXIS eröffneten, und sie waren viel, viel besser als beim ersten Mal, wo ich sie sah. Starker, meist im midtempo angelegter Heavy Metal, und Jonas sehr viel melodischer als auf CD. Gefällt. Dass sie an der Rhythmusklampfe einen Ersatz hatten, fiel nicht auf. Wie kann der schweizer Untergrund solche Acts am Fliessband produzieren? Die Antwort darauf hatte keiner, aber diese Szene auszunutzen wissen wir, Ende Monat gibts das Metal Masters Festival in Wohlen, u.A. mit Atlas & Axis. In dieser Form freue ich mich sehr darauf, Songs wie "March of the Night" oder "To Violence" wieder zu hören. Grosses Kompliment.
Und dann GONOREAS. Ich mag die Jungs, ist ja das vermutlich dreiundzwölfzigste Mal dass ich darüber schreibe. Die Frage hier: Wie kann eine der solidesten, wenn in Form besten Livebands die wir alle in der Metbar kennen, mit einem der stärksten Gitarristen der Welt vor 50 Leuten in der Metbar auftreten, anstatt im Z7 vor mehreren Hundert? Stichwort beste Liveband: Gib den Jungs genug Zeit und Leandro, Pat und Damir werden in der Laufdistanz auf der Bühne sogar Marathon-Bruce von Maiden Konkurrenz machen. Das angestrebte Moshpit kommt nicht wirklich in Schuss? Leandro, der teilweise Shoutet wie ein junger Rob Halford, springt selbst rein und bringt es in Schuss, ohne das Mikro abzulegen. Das braucht unglaubliche Stimmkontrolle. Stichwort Gitarre: Wer Damir je live spielen sah, weiss, was der Mann kann. Man spielt nicht Gastsoli für Destruction als Nobody. Auch er ist nicht perfekt, aber wo ein aus der Hand fliegendes Pick bei den meisten für eine kurze Pause sorgte, bis sie Ersatz haben, haut er einfach Hammer-Ons raus und holt im nächsten Break ein neues Plektrum. Ich kenne keinen zweiten, der in diesem Tempo und mit dieser Präzision Soli raushaut. Und auch wenn ich das neue Album klar hinter der "Mask of Shame" sehe, selbst wenn sie inzwischen keine Rhythmusgitarre mehr haben, das tut der Liveperformance alles keinen Abbruch. Das war ein toller Auftritt, bei dem mir am Schlafarmen Superbowlwochenende die Energie zu früh ausging. Einmal mehr, ein erinnerungswürdiger Gig mit Gonoreas. Wenn die Swiss Metal Masters DEM gerecht werden, warum brauchen wir Schweizer da noch ausländische Bands? Eine weitere gute Frage, die niemand wirklich beantworten konnte. Schätze, das werden wir Ende Monat erneut zur Diskussion stellen.
Top 5 Jahr 20151. ENFORCER - From Beyond 2. VISIGOTH - The Revenant King 3. ARMORED SAINT - Win Hands Down 4. SATAN - Atom by Atom 5. HORACLE - Dead Eyes Revelations MEINE SAMMLUNGCurrent Taste: Traditional Heavy Metal
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Frozen
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von Frozen » Freitag 19. Februar 2016, 16:10
Am Mittwoch Abend war ich bei SABATON, ALESTORM und BLOODBOUND in Solothurn. Beachtlich, dass die das zustande brachten, die hätten locker 1500 Eintritte verkaufen können, aber es passen nur rund 1000 ins Kofmehl.
Ich war schon früh da, denn ganz ehrlich, die Vorbands machten mich viel mehr an. Ich hatte bei BLOODBOUND leichte Bedenken, das sehr stark mit Sabaton-Künstelchören ausgestattete „Stormborn“ ist in meiner Gunst deutlich hinter den vorherigen Scheiben, also wie macht sich das live? Sehr erfreulich: Bereits beim Opener „Iron Throne“ waren diese synthethischen Parts extrem im Hintergrund, dafür shoutete Pata die Songs in voller Länge selbst und erhielt nur von seinen Nebenleuten Unterstützung. Unglaublich, wie viel besser mir der Song gleich gefiel, wenn man die Gitarren hört. Metal schlägt Plastik ^^ Anhand der vielen Bloodbound Shirts und der schnell sehr guten Stimmung wurde sofort klar, dass die Schweden auch heute wieder unter Wert verkauft werden als Opener. Gewisse Ähnlichkeiten zu anderen Powerschweden kann ich gerne ausblenden, wenn ich dafür solche Shows kriege. Der Happy Metal Kracher „When All Lights Fail“ traf genauso ins Schwarze wie der logische Abschluss „Nosferatu“. Bloodbound lieferten eines der bisherigen Highlights des noch jungen Jahres, und ich kann meine Meinung nur noch mehr unterstreichen: Die Band braucht ihre eigene Headlinertour, wenn für nichts anderes, dann dafür, dass wir von der „Unholy Cross“ mehr hören, als „Moria“.
Auch mit ALESTORM hatte sich der heutige Headliner einiges Vorgenommen, denn auch deren Fanschar war ob zahlreicher Dreispitzhüte und Alestorm-Shirts offensichtlich ziemlich zahlreich. Musikalisch kann man sicher geteilter Meinung sein: Die Musik von Alestorm ist weder technisch herausragend, noch trifft dieser Rumgetriebene Piratenmetal den Geschmack der Fans, die nicht wegen ihnen da waren. Aber: Party können Chris und seine Truppe machen. Und so waren auch die Alestorm Fans bereits absolut zufrieden mit einer Setliste, die von „Keelhauled“ bis „Captain Morgan’s Revenge“ mächtig Laune machte, egal ob dem räudigen Piraten zu meiner linken, oder dem langjährigen Alestorm-Fan an seinem ersten Gig zu meiner rechten. Es war sozusagen ein typischer Auftritt der Schotten, geprägt von Sinnlosigkeiten und Alkohol – aber wer hier Ernsthaftigkeit und hochstehendes Kulturgut erwartete, der war an einem Sabaton/Alestorm/Bloodbound Konzert eh nicht an der richtigen Adresse.
Für mich war das Konzert damit einigermassen Abgeschlossen, und ich zog mich nach den Erfahrungen des letzten Sommers aus der Masse zurück. Lieber etwas mit den Bands und Fans plaudern, und falls es dieses Mal friedlich zugeht, kann ich es ja ein anderes Mal wieder anders machen. Der stete Strom von fluchenden und teilweise mitgenommenen Fans aus der Halle lässt leider auf anderes schliessen. Die gleichen Geschichten wie bei SABATON im Z7 machten wieder die Runde: Gewaltandrohungen, respekt- und rücksichtsloses Pogen, Bepöbelungen und Handgreiflichkeiten, vor allem in den vorderen Reihen. Mind you, das kam von Leuten, die gerade bei Alestorm waren, wo einem schon mal jemand beim Hüpfen auf die Füsse tritt oder man von moshenden Fans eins abkriegt – aber immer mit der sofortigen Entschuldigung und nie mit böser Absicht. Es handelte sich auch keineswegs um Fans, denen Sabaton egal waren, die den Saal während der Show verliessen wenn ich bedenke, dass vor der Türe eine immer grösser werdende Gruppe genauso mitträllert, wie drinnen. Vor der Bühne. Sabaton haben ein Problem mit ihren jungen Fans in der Schweiz, die zwar das missverstandene, harte Image der Metaller zu kennen glauben, aber nie vom gegenseitigen Respekt und dem brüderlich-freundschaftlichen Zusammenhalt gelernt haben. Solches Verhalten vertreibt auf Dauer die älteren Fans (Und ich rede da von Mitt-Zwanzigern). Scratch that: Tut es jetzt schon, denn zwei von vier Freunde, die ich mitgenommen habe, sind nun der gleichen Meinung wie ich: Ein Sabaton Konzert geht nur noch für gute Vorbands, nicht für Sabaton selbst. Und wenn man Sabaton live nicht mehr sehen will, welchen Grund hat man dann überhaupt noch?
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 6. März 2016, 04:16
Komme gerade zurück vom zweiten Gig der türkischen Hard'n'Heavy-Band PuzZle aus Ulm. Hat richtig viel Spaß gemacht. http://www.puzzle-band.com/#Musik
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von Holger Andrae » Sonntag 6. März 2016, 16:41
Am Donnerstag The Skull und am Wochenende Hell Over Hammaburg. Das war alles ziemlich toll.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von 123_7 » Sonntag 6. März 2016, 20:46
Oh schön. Ich war ja die letzten beiden Male und das war immer ganz angenehm dort. Was war dein Highlite? Wie war DEMON?
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von Holger Andrae » Sonntag 6. März 2016, 23:18
123_7 hat geschrieben:Oh schön. Ich war ja die letzten beiden Male und das war immer ganz angenehm dort. Was war dein Highlite? Wie war DEMON?
Ich werde noch einen Bericht für die Seite schreiben, aber mal als kurze Übersicht. 01. Argus 02. Dawnbringer 03. Ram 04. Demon (eigentlich toll, aber keine Songs von "Taking ..." und "Hold ..." und nur einen vom Debüt) 05. Trial Überraschend gefielen mir aber auch werdeganger,mgla und cthullu aeon erstaunlich gut.
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von Jhonny » Montag 7. März 2016, 00:15
Das Line-Up war ja schon ziemlich grandios. Wenn das nicht am falschen Ende Deutschlands wäre, müsste ich da genauso mal hin wie zum HOA.
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von Rüdiger Stehle » Sonntag 27. März 2016, 02:52
Wie an jedem Karsamstag komme ich eben zurück von MORBID ALCOHOLICA und RÄHS im Ulmer Hexenhaus.
War toll wie immer. RÄHS wieder mit Metal-Cover-lastigerer Setlist als zuletzt, was uns viel Freude bereitet hat. Und MORBID nach vielen Jahren mal wieder mit zwei neuen Songs. Auch super!
Morgen dann wieder dasselbe, dieses Mal im Kreuz zu Obermarchtal. Wie an jedem Ostersonntag.
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 30. März 2016, 02:16
Hach ja, MORBID war auch gestern wieder ein Traum...
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von salisbury » Samstag 2. April 2016, 14:14
Gestern bei DANTE gewesen. Hier finde ich ja nur schwer in die offiziellen Tonträger rein, aber live war das schon ziemlich cool. Auch wenn die Technik gesponnen (Stromausfall; Snare kaputt; Mikro kaputt uvm...) hat und oft lange Pause im Gig waren, hat mich die Band überzeugt. Spielerisch top. Dasselbe gilt für den Support AEOS aus Wiesbaden. Gott, ham die stark gezockt. Hier mal ein Soundbeispiel: https://www.youtube.com/watch?v=3jbY0VLOenk. DREAM THEATER.Fans der 90iger könnten das toll finden!
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