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von salisbury » Montag 25. April 2016, 00:06
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Tust du nicht... 
Gnihihi... Ich bin heute mal wieder auf die Frage gestoßen. Für die Außen stehenden: wir haben ja intern einen Scheiben-Verteiler, wo Jakob jede Woche neue Scheiben postet. Das können echt viele sein. Eine schöne Wochenend-Frühstücks-Beschäfigung ist, sich da durchzuscreenen. Ich entscheide da meist recht schnell nach erstem Eindruck. Und der ist nicht der Gesang. Das ist Sound. Dann Akkordfolgen und Instrumentierung. Das reicht meist für die Entscheidung "ja" oder "nein". Meistens warte ich dann noch den Gesang ab. Wenn der dann doof ist, kann aus "ja" noch "nein" werden. Selten aber andersrum. Warum aber lande ich dann so oft bei Sängerinnen? Kniffelige Frage, aber irgendwas ist an Musik anders, wenn sie wirklich für eine Sängerin gemacht ist und gefällt mir im Schnitt besser. Irgendwas, das es vor 10 Jahren noch nicht oder sehr viel seltener gab, oder mir damals noch nicht auggefallen ist. Ich weiß grad auch nicht so genau, worauf ich mit diesem Posting hinaus will, vielleicht auf die Frage, warum mir in den letzten Jahren so viele Bands mit Sängerinnen so unglaublich gut gefallen. Und das obwohl der Selbststest heute morgen eindeutig und seit Jahren reproduzierbar ergeben hat, dass Gesang definitiv NICHT das primäre Auswahlkriterium ist. Der blaue Schädel raucht wieder vom Denken, gut Nacht, liebes Forum 
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von Rüdiger Stehle » Montag 25. April 2016, 00:15
salisbury hat geschrieben:Ich bin heute mal wieder auf die Frage gestoßen. Für die Außen stehenden: wir haben ja intern einen Scheiben-Verteiler, wo Jakob jede Woche neue Scheiben postet. Das können echt viele sein. Eine schöne Wochenend-Frühstücks-Beschäfigung ist, sich da durchzuscreenen. Ich entscheide da meist recht schnell nach erstem Eindruck. Und der ist nicht der Gesang. Das ist Sound. Dann Akkordfolgen und Instrumentierung. Das reicht meist für die Entscheidung "ja" oder "nein". Meistens warte ich dann noch den Gesang ab. Wenn der dann doof ist, kann aus "ja" noch "nein" werden. Selten aber andersrum.
Also die Entscheidung, ob ich mich für eine Scheibe bewerbe, treffe ich generell nicht auf Grundlage von Hörproben. Das ist reine Kopfentscheidung: Läutet der Bandname ein Glöckchen? Ist das Label für Releases bekannt, die mir gefallen? Gibt es irgendwas, das mein Interesse geweckt hat? Habe noch nie eine Hörprobe angeklickt, bevor ich entschieden habe, ob ich ein Album besprechen will oder nicht. Ansonsten bewerte ich ein Album auch nach dem Gesamteindruck, nach dem künstlerischen Gesamtbild, das es abgibt. Aber es ist bei mir eben regelmäßig so, dass ein markanter Sänger für mich der Ankerpunkt ist, der eine Band zu einer Lieblingsband macht. Der Sänger allein kann also sehr wohl mein Interesse wecken oder fesseln, aber allein vom guten Gesang wird das Album auch bei mir kein Klassiker. Sängerinnen stören mich nicht, aber sie sind für mich auch kein "Selling Point". Ich hab deutlich mehr Lieblingsbands mit Sänger als mit Sängerin, aber das kann auch einfach die Real-Life-Quote im Heavy Metal widerspiegeln. Es ist also nicht so, dass ich um Bands mit Sängerin einen Bogen machen würde. Es gibt schon einige, die ich mag.
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von salisbury » Dienstag 26. April 2016, 23:31
Rüdiger Stehle hat geschrieben:Also die Entscheidung, ob ich mich für eine Scheibe bewerbe, treffe ich generell nicht auf Grundlage von Hörproben. .
Ich will gar nicht zählen, was mir entgangen wäre, würde ich diese Hörproben nicht machen. Mit Muse ist das doch eine der schönsten Beschäftigungen überhaupt. Also DARKYRA und BENT KNEE hätte ich definitiv verpasst. Und das wäre schlimm!
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von Eike » Mittwoch 27. April 2016, 00:48
BENT KNEE werde ich mir demnächst ungehört zulegen. Sobald das Mai-Geld da ist. Deine Rezi ist daran nicht unschuldig!
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von Rüdiger Stehle » Mittwoch 27. April 2016, 01:06
salisbury hat geschrieben:Ich will gar nicht zählen, was mir entgangen wäre, würde ich diese Hörproben nicht machen. Mit Muse ist das doch eine der schönsten Beschäftigungen überhaupt.
Mit griechischen Nackedeis kenne ich mich nicht aus, und Muße hab ich bekanntlich auch nie. Außer vielleicht zum Omen hören... Ich "hörprobe" tatsächlich schon lange nicht mehr. Ich kauf halt, was ich haben will. Wobei das eigentlich nie grundlegend anders war, und ich hab trotzdem viele neue Bands im Leben entdeckt. Aber halt tatsächlich in der Regel über den Kopf und übers Denken, oft auch übers Sehen, also über optisch ansprechende Artworks, Logos... nicht über Hörproben. Da stehen tatsächlich archivarische, musikhistorische und sammlerische Aspekte ganz weit im Vordergrund. Meistens, ja, eigentlich fast immer steht bei mir fest, ob ich eine Scheibe haben werde, bevor ich einen Ton davon gehört habe.
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von salisbury » Mittwoch 27. April 2016, 08:17
Rüdiger Stehle hat geschrieben:salisbury hat geschrieben:Ich will gar nicht zählen, was mir entgangen wäre, würde ich diese Hörproben nicht machen. Mit Muse ist das doch eine der schönsten Beschäftigungen überhaupt.
Mit griechischen Nackedeis kenne ich mich nicht aus, und Muße hab ich bekanntlich auch nie.
Oje. Blautier und das scharfe ß waren nie Freunde und werden nie welche werden, da kann der Rabe und Frank und der Timon noch studenlang die Regeln erklären. Schreibt man das echt wirklich und wahrhaftig "Muße"?
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von Chavo89 » Mittwoch 27. April 2016, 08:22
salisbury hat geschrieben:Schreibt man das echt wirklich und wahrhaftig "Muße"?
Klar. So spricht man es doch auch.
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von salisbury » Mittwoch 27. April 2016, 08:35
Aber "Muse" spricht man doch genau so. Du hast recht, Du bist Lektor  Ich dachte übrigens bis grad eben, "Muse haben", also "Muße haben" hätte was mit der grieschichen Göttin zu tun (?).
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von Chavo89 » Mittwoch 27. April 2016, 09:01
salisbury hat geschrieben:Aber "Muse" spricht man doch genau so.
In Bayern vielleicht.  "Muße" kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutete ursprünglich "Gelegenheit" oder "Möglichkeit". Wenn Wikipedia nicht lügt.
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von Peter Kubaschk » Mittwoch 27. April 2016, 09:15
Und eine Muse (die man auch nicht so ausspricht, sondern sanft, mit einfachem "s" eben) kommt von der griechischen Göttin und inspiriert.
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