weiches "s": Muse - gesprochen wie Dose oder Rasen, Fliese, pesen, lösen, rasen. Alle mit langem Vokal vor dem s.
Folgt auf das einfache s ein Konsonant oder steht es am Satzende wird es manchmal scharf gesprochen, bleibt aber dennoch einfach: Lust, Bast, Maske, rasten (von "Rast" im Gegensatz zu rasten als Vergangenheit des Verbs "rasen"), Frist (Zeitspannne, aber "er frisst" von fressen mit scharfem ss), listig, Oberst, blies (Vergangenheit von blasen).
HIntergrund: versuch mal, ein weiches s in diesen Worten zu sprechen. Das geht nicht. Sanft wird es nur durch einen folgenden Konsonanten.
Scharfes s: "ss" oder "ß". Dabei ist es eigentlich ganz einfach, passt in 99% aller Fälle, und da wo es nicht passt, sprechen wir es falsch aus
:"ss" steht nach einem kurzen Vokal wie in "passen, fressen, wissen, lassen, Kresse, Ablass, Riss, Genuss oder blass (du siehst, einmal quer durch alle Wortarten)
"ß" steht nach einem langen Vokal wie in Muße, büßen, Gruß, genießen (siehen oben - hier verändert sich tatsächlich das scharfe s zwischen Verb und Substantiv).
Hier kann man den Unterschied zwischen scharfem ss und weichem s hören, und das ist der Unterschied zwischen Muße und Muse.


