GOATWHORE - diverse Alben
Machen immer noch Spaß, aber wie so oft bei Geballer zeigen sich Abnutzungserscheinungen. Und wie so oft kehre ich zurück zu eher langsamer Musik, zu ruhigeren Klängen, gerne auch melancholisch. Trotzdem, unterhaltsam!
ISIS - diverse Alben
Klassiker. Immer noch überragend.
MASTODON - "Emperor of Sand"
Also mir gefällts, auch wenns irgendwie etwas redundant ist. Die Band hat mit "Crack the Skye" definitiv ihren Sound gefunden, aber jetzt wird das nur noch variiert und zum jetzt vierten Mal neu aufgegossen. Was für die letzten 2 Alben funktioniert hat, funktioniert auch jetzt, aber Freudentaumel löst das nicht aus. Solide, kalkulierbare Kost die Spaß macht, aber leider auch nicht mehr zu überraschen weiß.
RADIOHEAD - "A Moon Shaped Pool"
Also wenn es eine Band gibt, die mit einer quasi makellosen Diskographie aufwarten kann, dann sind es wohl RADIOHEAD. Ganz so negativ, wie es von vielen gesehen wurde, fand ich auch "King Of Limbs" nicht, auch wenn das definitiv nicht zu den stärksten Alben der Radioköpfe gehört. Sei es drum, mit dem hier haben sie wieder eine absolute Großtat vollbracht. Das ist zwar auch mehr oder wenig erwartbar - ABER im Unterschied zu manch anderen Bands waren RADIOHEAD noch nie sonderlich festgefahren, weshalb die im Großen und Ganzen eher kleinen Variationen im Sound es trotzdem schaffen, das Gesamtklangbild frisch zu halten. Das ist halt der Vorteil, wenn man von vorneherein breit aufgestellt ist - MASTODON und BETWEEN THE BURIED AND ME können diesbezüglich nicht mithalten.
Oder ich bin ein fieser Fanboy.
RISHLOO - "Living as Ghosts With Buildings as Teeth"
Ob das jetzt schon eine (erneute) Steigerung zum Vorgänger darstellt, kann ich nach nur 3 Durchgängen nicht sagen, aber die Band wird zumindest den Erwartungen, die ich an sie gestellt habe, augenscheinlich absolut gerecht. Ist unverkennbar RISHLOO, die haben sich nicht neu erfunden - was aber auch absolut nicht sein muss, denn ich finde, dass ihr ureigener Stil künstlerisch noch lange nicht ausgeschöpft ist. War früher der TOOL'sche Einfluss noch sehr viel deutlicher spürbar, ist die Band jetzt absolut eigenständig und hat dabei klanglich einen hohen Wiedererkennungswert. Toll. Hoffentlich bleiben die uns noch für ein paar (hoffentlich gute) Alben erhalten.
ANOTHER BREATH - "The God Complex"
Ich und Hardcore-Punk? Tatsächlich. Ist wohl auch das einzige Album aus dem Bereich, das ich nach wie vor sehr gerne höre. Das hat zwar auch seine eher unspektakulären Filler, aber eben auch solche absoluten Hammertracks wie
"Makyo". Muss man auch erstmal hinbekommen, die übliche Punk-Songlänge nicht komplett zu sprengen und auf diese Länge dann trotzdem noch einen ziemlich "epischen" Track hinzukriegen, der abwechslungsreich ist und geschickt das Tempo und die Stimmung variiert. Nach wie vor ein tolles Album.
SWANS - "The Glowing Man"
SWANS halt. Keine makellose Diskographie, aber eine gespickt mit sehr, sehr vielen Höhepunkten. In diese Abfolge von Höhepunkten reiht sich auch dieses Album nahtlos ein. Extrem lang, aber nicht langweilig - für Fans von Überlänge und Post-Rock zumindest. Also für mich.
PESTE NOIR - "La Sanie des siècles: Panégyrique de la dégénérescence"
Bescheuerte Franzosen

Unterhaltsamer Rumpelrock, nicht 100% meine Baustelle weil einfach zu bekloppert, aber muss man zweck Bildung im schwarzmetallischen Sektor mal gehört haben. Und sei es nur, weil Franzosen + Blackmetal sehr oft etwas sehr eigenständiges und einzigartiges ergibt, wie auch hier. Im Gegensatz zu teutonischem Schwarzmetall ... naja, da gibts auch gute Sachen, aber Franzosen gefallen mir oft besser.
THE NATIONAL - "High Violet"
Eine dieser Bands, die ich vor Jahren abgetan habe, aber im Zuge meiner Neu-Entdeckung von JOY DIVISION zu schätzen gelernt habe. Den wahnsinnigen Hype, der die Band schon seit Jahren begleitet, kann ich zwar immer noch nicht komplett nachvollziehen, aber das ist durchaus launiges Tränendrüsengeklimper.
AMORPHIS - "Skyforger"
Im poliert-bis-in-den-Haaransatz-Melodeath-Sektor immer noch eine echte Referenz. Launig.
NEUROSIS - "Fires Within Fires"
Sehr gut! Innovativ? Nein. Mehr vom gleichen, aber hey, was der Bauer kennt, das frisst er eben gerne. Und das hier schmeckt mir wirklich ausgezeichnet. Auch wenns vielleicht etwas vermessen ist, drauf zu hoffen, aber ich habe dennoch gehofft, dass das Album nochmal ein "The Eye Of Every Storm" wird - mit dem Ergebnis kann ich zwar immer noch ganz ausgezeichnet leben, aber es wäre eben doch noch Luft nach oben. Das tut dem Album vielleicht etwas Unrecht, aber wer so umwerfende Alben einspielt, der muss sich daran eben auch messen lassen.
MARVIN GAYE - "What's Going On"
Klassiker und in seiner einfachen, unverstellten Simplizität ein guter Gegenentwurf zu der schweren Kost, die ich mir die ganze Woche reingefahren habe.
WOODS OF DESOLATION - "Torn Beyond Reason"
Wer hätte gedacht, dass WOLVES IN THE THRONE ROOM in Wirklichkeit aus Australien kommen? Aber mal ehrlich, das ist zwar nicht besonders Eigenständig (aber wieviele Schwarzheimer können das heute noch von sich behaupten?), aber dafür ganz exzellent gemacht.
GAZPACHO - "Demon"
Wer hätte Anno 2006 gedacht, dass ich GAZPACHO mal zu meinen absoluten Lieblingsbands zählen würde? "Firebird'" habe ich damals vornehmlich gehört, weil die klangen wie MUSE, und zwar die guten MUSE bevor sie dann "Black Holes And Revelations" veröffentlichten ... jedenfalls, "Firebird" war nett, aber auch schnell vergessen.
Wir springen ins Jahr 2014 und der Frosch entdeckt GAZPACHO neu. Und zwar mit "Demon". WAS EIN ALBUM. Ich war, und bin immer noch, absolut hingerissen. Da habe ich dann auch gelernt, was ich in der Zwischenzeit verpasst habe. Und das ist mit "Night" und "Tick Tock" schonmal so einiges. Auch wenn sich die Fangemeinschaft eher auf eben diese beiden Alben eingeschworen hat, ist für mich "Demon" das liebste Album (auch wenn die anderen Veröffentlichungen ebenfalls großartig sind).
Toll toll toll SUPERTOLL!
PRIEST - "Priest"
¯\_(ツ)_/¯ Manno, es ist einfach schön ... :3