Magnum

Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Freitag 12. April 2019, 20:21

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Magnum | Brand New Morning
2004

1. Brand New Morning (06:17)
2. It’s Time To Come Together (04:37)
3. We All Run (04:53)
4. The Blue And The Grey (05:54)
5. I’d Breath For You (06:27)
6. The Last Goodbye (06:28)
7. Immigrant Son (05:35)
8. Hard Road (05:21)
9. The Scarecrow (09:50)

Die wahre Reunion steckt in dieser Platte. Klang die letzte noch sehr zerfahren, so kommt schon dem sehr nahe was die Fans von Magnum erwarten.

Das Album beginnt mit einem für „Magnum-Verhältnisse“ sehr düsteren Song.„Brand New Morning“ begeistert aber mit seinem einprägsamen Refrain und dem dazugehörigen Riff. Der Text entstand nachdem Clarkin 2002 einen Herzinfarkt erlitt. Der düstere Sound ist erstmal anders, beinhaltet aber alles wofür Magnum in den 80ern gestanden haben. Passt aber auch zur Thematik.

Magnum schaffen es abermals herausragende Melodien, Gesang und Keyboards in eine schon lange nicht mehr dagewesene Einheit zu bringen und damit völlig zu überzeugen. Denn auch wenn ich mir das nur einbilde: so höre ich doch auch die gewisse „härte“ wie z.B. auf der „Goodnight L.A.“. Magnum vereinen also nicht nur die bekannten Trademarks, auch strecken sie ihre Flügel aus und lassen das Beste eines eher weniger beachtetes Album wie oben genanntes nicht aus.

Und so zieht sich das über weite Teile des Albums. Magnum haben auf jeden Fall zu ihrer alten Stärke zurückgefunden, indem sie die Klasse älterer Tage in das heutige transportiert haben. Ohne dabei altbacken zu klingen. Die Band wirkt wieder fokussierter als zuvor und überzeugen damit auf voller Linie.
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Re: Magnum

Beitragvon Jhonny » Freitag 12. April 2019, 20:49

Bestes Album der Band nach 1990, in meinen Ohren.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 14. April 2019, 12:20

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Magnum | Princess Alice And The Broken Arrow
(2007)

1. When We Were Younger (07:00)
2. Eyes Wide Open (05:54)
3. Like Brothers We Stand (05:35)
4. Out Of The Shadows (06:58)
5. Dragons Are Real (05:21)
6. Inside Your Head (06:01)
7. Be Strong (05:40)
8. Thank You For The Day (05:10)
9. Your Lies (04:34)
10. Desperate Times (05:22)
11. You’ll Never Sleep (04:57)

Ich knüpfe einfach mal direkt an und äußere: Wer mit „Brand New Morning“ immer noch nicht ganz zufrieden war bzw. ist, der sollte es mit „Princess Alice…“ sein.
Nicht nur, dass das Coverartwork eine gewisse Assoziation hervorruft. Nein, wenn wir gleich zum ersten Song „When We Were Younger“ kommen, stellen wir doch fest, dass „Magnum“ sich an die Zeit zu „On A Storyteller’s Night“ orientiert haben. Die auf den Punkt 7 Minuten Spielzeit ist mit dem gekennzeichnet, was Magnum in den 80er so beliebt gemacht hat. Der Bombast in dem Song ist unvergleichlich Magnum in Höchstform. Der Text und Gesang sind ebenfalls schmackofatz. Aufgelockert wird der Song dann nur noch durch das tolle Akustikgitarrensolo. Einer der besten Opener die Magnum jemals geschrieben hat.

Auf dieser Scheibe hat die Band wieder zu ihrer höchsten Stärke zurückgefunden. Und auch wenn man die Vergleiche zu „On A Storyteller’s Night“ nicht leugnen kann, so ist der Band der Spagat zwischen Bombast, Härte und einprägsamen Melodien so gut gelungen wie lange nicht mehr. Und damit auch eigenständig und anders als das zum Vergleich erwähnte Werk.

„Like Brothers We Stand“ überzeugt mit toller Rhythmik. Ein Lied für ein Lagerfeuer.
„Out Of The Shadows“ schlägt dann auch in die härtere Gangart. Klingt etwas moderner. Hat aber auch ordentlich bums und geht gut nach vorne. Wird zum Schluss noch etwas ausladender, und macht gerade deswegen ordentlich spaß.

„Inside Your Head“ ist das erste ruhige Lied der Scheibe. Eine Ballade der mit den Harmonien gern zum Refrain hin spielt und dem Song eine tolle Facette verleiht.

„Magnum“ machen eigentlich alles richtig auf diesem Album. Das Album kann das Niveau aber trotzdem nicht ganz so hoch halten wie es begonnen hat. „Dragons Are Real“ ist da z.B. ein Kandidat den ich nicht sonderlich mag. Aber das ist meckern, mal wieder, auf hohem Niveau. Außerdem schließt das Album auch wunderbar mit „You’ll Never Sleep“ ab.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Sonntag 28. April 2019, 09:34

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Magnum | Into The Valley Of The Moonking
(2009)

1. Intro (01:30)
2. Cry To Yourself (04:40)
3. All My Bridges (04:41)
4. Take Me To The Edge (04:17)
5. The Moonking (06:16)
6. No One Knows His Name (04:32)
7. In My Mind’s Eye (05:42)
8. Time To Cross That River (05:17)
9. If I Ever Lose My Mind (04:19)
10. A Face In The Crowd (06:24)
11. Feels Like Treason (03:32)
12. Blood On Your Barbed Wire Thorns (06:57)

Als ich das Artwork zu „Into The Valley Of The Moonking“ zum ersten Mal sah, war für mich die Spannung schon aufgebaut. Das düster, mystische wirkende Cover, hinterließ Eindruck. Und ich wollte unbedingt wissen, wie mystisch, düster und episch die Platte dann auch klingen mag….

Bevor ich aber meine Meinung gleich mit dem nächsten Absatz beenden könnte, mach ich doch mal langsam und fange etwas anders an.
Denn ein paar Sachen sind dann doch schon anders und benötigen die Aufmerksamkeit.

Zunächst einmal: Die Produktion…
Die klingt sehr merkwürdig und wirkt etwas undifferenziert auf mich. In lauten Momenten gehen der Gesang und das Keyboard unter. Das schlägt sich dann auch manchmal auf die Songs aus und lassen das typische „Magnum“-Gefühl etwas vermissen. Auch wenn ich das immer wieder schreibe. Aber das wichtigste und warum ich die Band so mag sind eben diese pompösen, epischen Melodieführungen. Die tollen Keyboards in Zusammenspiel mit den Gitarren.

Das Album startet gut mit „Cry To Yourself“ und lässt großes vermuten. „Take Me To The Edge“ ist glaub mit das härteste Riff, welches die Band ausgepackt hat. Und wenn „Magnum“ härter werden, gehen meistens die schönen Melodien flöten. Was leider durch das stark an „Scorpions“-Gedenkriff schon unter geht.
„The Moonking“ gefällt mir dann allerdings schon wieder besser. Ein sehr getragenes, ruhiges Stück. Auch „No One Knows His Name“ ist einer der besten Stücke auf dem Album. Und auch „In My Mind’s Eye“ kommt dem Nahe von dem ich vermutet habe, es auf diesem Album finden zu könne.

Das Album kann mit dem letzten mit Sicherheit nicht mithalten. „Into The Valley Of The Moonking“ ist jetzt nicht der Überkracher der Bandhistorie. Aber auch deutlich besser als die Platten Anfang der 90er. Es ist ein sehr unaufgeregtes und vielleicht sogar reifes Album. Meine Freude wurde dadurch etwas geschmälert, weil ich durch das Cover dachte, die Band würde die Melodic-Schleuder aus dem Sack holen und damit nur so um sich werfen. Das passiert zwar nicht und daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Aber wenn man den Schritt akzeptiert hat, kommt man ganz gut damit zurecht, dass das Album wie eben oben beschrieben unaufgeregt und reif klingt.
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Re: Magnum

Beitragvon frankjaeger » Sonntag 28. April 2019, 17:28

Hm. Ich stimme dir bei ""Brand New Morning" zu, das ist deutlich stärker als der Vorgänger. In Bezug auf die Alice und ihren kaputten Pfeil habe ich aber wirklich nicht viel auszusetzen und finde 'Dragons Are Real' auch ziemlich gut. Dass du die "Valley" deutlich schlechter findest, überrascht mich etwas, ich finde sie als Gesamtwerk sogar besonders gut gelungen. Aber: Jetzt geht es ja erst richtig los... ;-)
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Mittwoch 1. Mai 2019, 10:54

Versteh mich ja nicht falsch. Die Band hat seit "Brand New Morning" immer starke Alben abgeliefert. Vielleicht liest sich das geschrieben zu "Into The Valley..." negativer als ich es eigentlich wollte. Bei der Stärke wird es immer schwieriger etwas zu schreiben ohne sich wiederholen zu müssen.
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Re: Magnum

Beitragvon Pillamyd » Freitag 24. Mai 2019, 09:35

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Magnum | The Visitation
(2011)

1. Black Skies (05:53)
2. Doors To Nowhere (05:43)
3. The Visitation (05:48)
4. Wild Angels (05:41)
5. Spin Like A Wheel (07:21)
6. The Last Frontier (05:29)
7. Freedom Day (06:22)
8. Mother Nature’s Final Dance (05:04)
9. Midnight Kings (04:49)
10. Tonight’s The Night (04:53)

Ich muss langsam vorsichtig sein was ich hier schreibe. Es könnte nämlich zu Wiederholungen kommen. Denn „Magnum“ zu beschreiben, kann manchmal in eine gleichförmige Richtung gehen. Aber eigentlich bedeutet das in meinem „Magnum-Universum“ das die Band einfach durch die Bank saustark ist, auch wenn man natürlich Anfang der 90er eine schwache Phase zu verbuchen hatte. Umso spannender ist die Entwicklung seit der Reunion.

Lässt man das ganze etwas Revue passieren, erkennt man nämlich die stätige Entwicklung der Band. Hat man mit „Breath Of Life“ ein etwas unausgegorenes Album serviert, so haben Magnum daraus gelernt und mit „Brand New Morning“ überaus tolles, düsteres Album rausgebracht. Das die Band dann tatsächlich ein Stückweit zu den Wurzeln zurückgefunden hat und mit „Princess Alice…“ ein Album rausgebracht haben, das zum Teil sehr an alte Magnum erinnern. Ob man will oder nicht zieht man Vergleiche zum Referenzwerk „On A Storyteller’s Night“. Mit „Into The Valley…“ kam dann ein getragenes Album zum Vorschein, das eher unaufgeregt daherkommt, aber alles andere als schlecht ist.

So was soll „Magnum“ eigentlich noch passieren? Die Historie zeigt, dass die Band es immer wieder versucht hat aus früheren Alben zu lernen. Neues wie altes zu vermischen. Neues immer wieder weiterentwickelte und das alte aber nie wirklich aus den Augen verlor.

So auch mit „The Visitation“. Das Album führt ein ums andere Mal wieder diese Entwicklung fort. So klingt das Album etwas moderner als zuletzt. Kleine Soundspielereien, was die Keyboards betrifft sind zu vernehmen. Das führt dazu, dass die Songs eine etwas neuere Klangfarbe erhalten. Die Songs wirken wieder bis ins kleinste Detail ausgearbeitet. Haben sehr viel tiefe und werden super getragen. Die Elemente die ich immer wieder anspreche, wie zum Beispiel Clarkin/Stanway sind fantastisch umgesetzt. Songs die das unter Beweis stellen heißen „Doors To Nowhere“ oder eben auch dem Titeltrack. Aber auch Songs wie „The Last Frontier“ oder das überragende „Mother Nature’s Final Dance“sollte man nicht unerwähnt lassen. Oder eben auch „Freedom Day“. Man sieht, das Album ist nur gespickt mit tollen Songs.

Die Stunde vergeht fast wie im Flug. Das Album klingt auch wieder weit aus offener als zuvor. Ob das an der moderne oder dem einfach tolles Songwriting liegt vermag ich nicht zu urteilen. Einfach weil ich mich auch nicht entscheiden kann.
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Re: Magnum

Beitragvon frankjaeger » Freitag 24. Mai 2019, 10:56

Ja, es kommen bei MAGNUM keine Überraschungen mehr. Aber wer so gute Musik auf so hohem Niveau macht, ohne langweilig zu werden, der braucht keine Überraschungen! Großartig!
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Re: Magnum

Beitragvon Peter Kubaschk » Freitag 24. Mai 2019, 11:21

Ich finde "The Visitation" wohl immer noch das beste Album der Band seit "Wings of Heaven". Ganz knapp vor "Escape..." und "Lost on the Road..."
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Re: Magnum

Beitragvon frankjaeger » Freitag 24. Mai 2019, 11:56

Oh? Ich finde ja "Sacred Blood Divine Lies" noch etwas besser...
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