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von Rüdiger Stehle » Dienstag 9. November 2010, 00:48
Wobei das Review schon sehr demonstrativ boshaft ist. Ansatzweise kann ich die Kritik schon nachvollziehen, gerade weil Kai schon recht offensichtlich Motive bei sich selbst und anderen borgt. Aber wenn ein Review so geschrieben wird, entsteht bei mir halt immer den Eindruck, dass man diese Scheibe schon nicht mochte, vor man sie gehört hat. Da stellt sich mir dann die Frage: Mache ich das (das Schreiben über Musik), um den Leuten tolle Sachen zu empfehlen, oder um die Fans einer Band zu provozieren. Klar, ich habe auch schon Verrisse mit boshaften Tendenzen geschrieben, aber ich meine, dass man die noch an einer Hand abzählen kann. Bei über tausend Rezensionen. Soll keine bösartige Kritik an deiner Arbeit sein, weil es ja durchaus berechtigte Aufgabe des Musikjournalismus ist, Dinge anzuprangern, die man als Misstand in der Szene wahrnimmt, aber ... na ja, lassen wir's ... Ich glaube, da treffen Welten aufeinander, was unsere schreiberische Praxis angeht. 
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von Vaillant » Dienstag 9. November 2010, 01:14
Ich versuche immer zu verstehen, WAS eigentlich den Reiz solcher Bands ausmacht, die auf so ausgetretenen Pfaden wandern und PRIEST, MAIDEN und SAXON klonen, dazu Power Metal, etwas Haarspray, etwas Trve und das wars. Provozieren will ich eigentlich nicht. Mir ist nun schon klar, dass auch regressive Bands eine Existenzberechtigung haben. Ich allerdings feiere nicht alles ab bzw. nicht immer mit und nehme an der permanenten Selbstvergewisserung auch nur ansatzweise teil, was ja oft auch Ärger einbringt, auch mit Plattenfirmen/"Künstlern" natürlich. Denn eine 8 wird ja schon vorausgesetzt; hätte ich mir HELLOWEEN vorgenommen, wären es wohl so 2/10 gewesen, andere, die mir gefallen, weil sie mit echtem Enthusiasmus und Charme vorgehen, wie WOLF, CIRCUS MAXIMUS, KAMELOT, SYMPHONY X und selbst RHAPSODY z.B., haben eine Chance bei mir. Ich denke, man muss auch eine Band verreissen können, die von allen gemocht wird. Sie muss deswegen ja noch lange nicht wirklich gut sein... Klar, Einmannblackies, Power Metalgeklimper oder der 1087 Aufguss MetalCore hat kaum Chancen bei mir. ETWAS muss besonders sein, siehe ENSLAVED, MELECHESH, AGALLOCH, CRADLE, O' PAZUZU, TRANSMISSION0, THE MAN-EATING TREE, ein Kern Musikalität dasein und nicht nur "Okay, soll klingen wie Painkiller, der zweite wie Twilight Zone, der dritte wie irgendwas von SLAYER, dann noch ne Ballade, sagen wir METALLICA trifft RUNNING WILD und zum Schluss noch etwas Akustisches mit Glockenschlag... " Sind solche Sachen so interessant für euch, weil ihr die Achtziger (im Gegensatz zu mir) mit den Originalen (welche imo weit besser, weil inspirierter waren als die Epigone) nicht livehaftig mitgemacht habt? Oder warum dann? Würde es gern mal wissen, wir rätseln in der Redaktion oft über die hohen Noten für solch Powergedöns. SABATON, REBELLION, EDGUY, AVANTASIA, mir ein Rätsel, solche Bands... klingen die nicht eher nach Herbert Anton Bloeth alias Tony Marshall als nach "Metal Meltdown"? Okay, ich akzeptiere, dass sie vielen gefallen, warum allerdings, bleibt mir verschlossen. Na ja, werds nie verstehen, es sei denn ihr erklärt es mir, aber äußern werd ich schon noch was dazu 
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von Rüdiger Stehle » Dienstag 9. November 2010, 01:24
Alles Weitere hierzu dann an diesem Orte: viewtopic.php?f=39&t=1195
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von NorthernGuy » Dienstag 9. November 2010, 07:00
Die GAMMA RAY finde ich gut, denke aber es gibt deutlich stärkere von Ihnen.
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von Frozen » Dienstag 9. November 2010, 09:41
Vaillant hat geschrieben:Sind solche Sachen so interessant für euch, weil ihr die Achtziger (im Gegensatz zu mir) mit den Originalen (welche imo weit besser, weil inspirierter waren als die Epigone) nicht livehaftig mitgemacht habt? Oder warum dann?
Finde ich tatsächlich ein Interessanter und nicht ganz unberechtigter Gedanke, da eine deutliche Mehrheit der Anhänger dieser Bands doch der jüngeren Generation entspringt. Die generalisierung, wie du sie machst, kann ich jedoch nicht stehen lassen. Gamma Ray mag ganz eindeutig Priest inspiriert sein, woraus sie auch nie einen Hehl machten. Doch ich habe noch keinen Priest Song gehört mit so tollen Melodien wie sie auf den mid-to-end 90es alben von Gamma Ray oft zu hören waren. "To the Metal" ist das klar Priest ähnlichste Album, vor allem mit dem fast-Metal Gods Cover als Titeltrack. Daher eben zumindest teilweise berechtigte Kritik. Du sprichst aber auch an, dass du Helloweens neuem album nur eine 2/10 gegeben hättest. In diesem Fall bin ich klar anderer Meinung, Helloween klang seit den Keepers nicht so frisch, vielleicht noch nicht einmal damals (Und immerhin ist das die Art Metal mit der ich zum Genre kam). Auch die Hitdichte war seit damals nie mehr so hoch, aber ich finde höchstens Ansatzweise Ähnlichkeiten zwischen einzelnen Songs und Klassikern aus der von dir angesprochenen Zeit. Wenn du das aber bereits als abkupferung bezeichnest, dann wirst du schlicht KEINE Band mehr finden, die einen individuellen, originalen Stil spielt, denn selbst ungewollt tauchen heute fast in jedem Song parallelen zu irgend einem anderen Track auf. Beispiel gefällig? Das erste Riff das ich geschrieben habe hat mich, nachdem ich sie in der Liste sah, enorm an Agent Steel Erinnert - ich kannte weder die Band noch ihre songs zu dem Zeitpunkt als ich dieses Riff schrieb. mein zweites Riff (das erste mehrstimmige) war klar an Gamma Ray angelehnt, wir ich später rausfand existiert jedoch von Running Wild ein beinahe identisches Riff wie das meiner Lead-Gitarre, schlicht eine halbe Oktave höher gespielt. Das war keine Absicht, ich kannte den Song nicht - aber es passiert. Wenn man gerade in diesem genre Songs schreibt, werden parallelen aufkommen, ob man will oder nicht. Als ganzes muss es originell klingen, und das taten Gamma Ray für 4 herausragende Alben und auch Helloween in ihrem neuesten absolut. Darum, nur begrenzte Zustimmung zu deiner Kritik, wenn auch der Ansatz durchaus interessant und sicher zumindest ein Teil dessen ist, was tatsächlich meinem Geschmack zu Grunde liegt.
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von Frozen » Samstag 13. November 2010, 18:13
Ok, eigentlich wäre jetzt hier das jüngste Hammerfall Album geplant, mit einer gehörigen Standpauke gegen die Kritiker, Loblieder auf "Something For The Ages", "Legion" und "Any Means Necessary", und die erhebung auf das Niveau von "Crimson Thunder", dem bis anhin letzten wirklich hervorragenden Album einer Band, die dafür mitverantwortlich ist, dass ich heute hier schreibe. Jetzt wisst ihr wen ihr dafür steinigen müsst  Aber aktuelle Ereignisse haben eine leichte Umstrukturierung erfordert (Wer findets raus?  ), und das widerum bedeutet, dass wir gleich zum ältesten Album in meiner Sammlung kommen, und wohl dem ersten das ich gehört habe und mich bewusst daran erinnere. Stay Tuned.
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von Frozen » Samstag 13. November 2010, 18:43
Platz 53: CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL - Willy and the Poor BoysJahr: 1969 Genre: Classic Rock Meines Vaters Götter haben es auch mir angetan. Die Platte sei bei ihm damals rauf und runter gelaufen, noch bevor unser aller Heavy Metal seine theoretische Geburtsstunde feierte. Klar, woran ich als erstes denke, wenn ich von der Platte höre: " Fortunate Son". Rockende, Gitarrenbasierte Musik mit einer tollen Rockstimme von John Fogerty. Ein überragender Rocksong, vielleicht einer der besten die ich je gehört habe, und einer derer, die dafür sorgten, dass auch andere Klassische Rocksongs in meinem Radio lauter gestellt wurden, und so meinen Musikgeschmack von Grund auf Prägten. Bei den Hintergründen kann ich jedoch nicht mitreden, ist das Album doch fast doppelt so alt wie ich. Ein weiterer Hit ist bestimmt " Down on the Corner". Ein eingängiger Chorus und ruhige Instrumente. Obwohl mir gerade ein 10 Jahre älterer Freund sagt, die Songs seien lange viel zu oft gespielt worden - ich der sie nicht 24/7 im Radio hören konnte, bin heute noch begeistert von ihnen. Ein weiterer Song den ich stets hören wollte, war " It Came Out Of The Sky". Warum eigentlich? Ganz ehrlich, ich habe mir nie gedanken über die tatsächliche Qualität der Songs gemacht, sie waren Teil meiner Kindheit, genauso wie sie noch heute Teil meines musikalischen Lebens sind. Darum überlasse ich das Kritisieren anderen, denn meine Begründung ist: Ich mag den Song einfach! Leider ist die Platte bereits ziemlich beschädigt, weshalb einige Sprünge drin sind. Klar ist aber, dass ich mir die irgendwann in gutem Zustand kaufen werde. Bis dahin ist "Willy and the Poor Boys" eines der Juwelen in meiner Sammlung und die einzige Platte, die ich von meinem Vater übernommen habe. Familientradition wenn man so will Fortunate SonDown on the CornerIt Came Out Of The Sky
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von Frozen » Sonntag 14. November 2010, 22:04
Platz 52: HAMMERFALL - Crimson ThunderJahr: 2002 Genre: Heavy Metal, Power Metal, Melodic Metal Und wieder Hammerfall. Dass die Crimson Thunder, besonders ihre erste Hälfte, in den Liveauftritten der Schweden nicht mehr wegzudenken ist, kommt nicht von ungefähr. Lange Zeit war sie sogar meine liebste Scheibe, es bedurfte eine zuneigung zu immer schnelleren Stilen, ehe sie diese Position abgab. Der Song den wohl alle kennen ist " Hearts on Fire", wahrscheinlich der eine Track, den man unmittelbar mit Hammerfall in Verbindung bringt, als Signatursong wohl sogar noch vor "Let the Hammer fall". Die Qualitäten sind klar: Die Riffs sind hart, der Gesang melodisch, die Lyrics eingängig - Ein perfektes Beispiel, wie ein guter Livesong aussieht, was sich auch daran zeigt dass ich noch keinen kenne, der den Song nicht mag. Irgendwie habe ich das Gefühl dass sich dies hier ändert... ^^ Die Scheibe ist auch die letzte mit, wie ich finde, wirklich starken Uptempo Krachern (Gut, Legion ist auch Uptempo... Aber in 8 Jahren ein Song ist doch eher die Bestätigung der Ausnahme). Mein Favorit hierin ist " Trailblazers". Auch ein Song, der in den Setlisten von Hammerfall kaum wegzudenken ist, eingeleitet vom Intro "Lore of the Arcane". Und bei solchen Songs kann ich mir auch nicht wirklich erklären, woher die Abneigung gegen die Band kommt - es mag nicht das originellste sein, aber es ist stark dargebotener, stets eingängiger Power Metal, der mir auch heute stets wieder zu gefallen weiss. Und Originalität ist in diesem Genre ja eh keine Jobanforderung mehr. Zudem ist auf der Crimson Thunder die in meinen Augen beste Ballade von HF zu finden: " Dreams Come True". Hier kann ich mir jetzt für einmal keine Vocals unter jenen von Joacim vorstellen. Da dies sonst mein Hauptkritikpunkt ist, heisst schon einiges, der Song ist Emotional und bringt auch die Abwechslung in ein Album, das in dieser Hinsicht wohl das beste der Bandgeschichte ist - so vielseitig haben sich die Jungs nie mehr gezeigt. Und noch ein letztes Lob muss gesagt werden, um eine der Stärken von Hammerfall mal wieder aufzuzeigen: Sobald es instrumental wird, müssen sie sich vor niemandem verstecken. Das nachdenklich melodiöse " In Memoriam" gehört dabei klar zu den besten Beispielen, dass Instrumentale nicht Füller sein müssen, sondern unter Umständen sogar Highlights sein können. Eine Tradition die sich durch alle Alben von Hammerfall zieht, und ich bin bei jedem Album erneut gespannt auf diese Tracks. "In Memoriam" ist aber bis heute wohl der Höhepunkt. Der Track ist ein 4:21 langes Solo von höchster Güteklasse, nichts anderes. Fazit: Mir ist egal, was die allgemeinheit von Hammerfall hält, sie haben mehr geile Songs geschrieben als die meisten anderen Bands die ich kenne, und auch wenn die grossen Rundumschläge inzwischen rund ein Jahrzehnt zurückliegen, so sind diese doch auch bei jedem Live Auftritt wieder Top und werden nicht langweilig. Für mich persönlich mit eine der wichtigsten Bands meiner Metal-Laufbahn. Hearts on Fire (Live)
Trailblazers
Dreams Come True
In Memoriam
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von Jhonny » Sonntag 14. November 2010, 22:27
Mit CCR hab ich mich bisher noch nie beschäftigt... die Hammerfall ist absolut klasse! Aber ich weiß, dass das hier viele anders sehen 
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von NorthernGuy » Montag 15. November 2010, 09:26
Hammerfall sind klasse. Mir gefällt jedoch das Debut und die Renegade besser. Egal, ist eine gute Wahl.
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