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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Pillamyd » Montag 8. Januar 2024, 15:13
Oh, da bin ich wirklich gespannt ob wir da eine gemeinsame Parallele finden. Berichte du auch bitte! 
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Pillamyd
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von Holger Andrae » Montag 8. Januar 2024, 22:40
Pillamyd hat geschrieben:Platz 6: Ice Age | Waves Of Loss And Power Aufmerksam auf die Scheibe bin ich über das tolle Review von Stefan Kayser geworden. Ich habe dann sogar ziemlich lange (zwei Tage  ) überlegt, ob ich mir mal wieder ein reines Prog Album zulegen soll. Und Gott sei es gedankt, dass ich mich nicht zu lange mit dieser Frage aufhalten habe lassen. „Waves Of Loss And Power“ ist genau das Album geworden, auf dass ich Jahrelang in diesem Bereich gewartet habe. Die Band trifft hier exakt meinen Geschmack, so wie ich Prog heute gerne öfters hören würde aber es meistens scheitert. "Waves Of Loss And Power" ist ein facettenreiches Album geworden, welches gern auch mal in harte frickelige Passagen ausufert, dessen Detailverliebtheit man zu jeder Sekunde zu spüren bekommt. In der Trackliste sind in der Summe 3 Songs vorhanden, die Geschichten und Songs der vorherigen zwei Alben weiterführen. Das hat mir zunächst etwas Sorge bereitet. Das liegt daran, dass ich ungern mit etwas anfange, dass eine Fortsetzung darstellt. Ich konnte das aber ziemlich schnell ablegen, weil es dem Hörfluss keinen Abbruch tut. Man nicht das Gefühl hat etwas verpasst zu haben oder etwas nicht blicken zu können. Ich rede hier aber auch von der reinen Musik die zu hören ist. Nein, viel mehr wird die Neugierde auf die vorherigen Alben geweckt. Man bedenke: Zwischen diesem und den letzten Release liegen 19(!) Jahre. Einige Songs sind nicht so lang, weil man zeigen muss in welchen Genre man sich bewegt, sondern schlicht und ergreifend deshalb, weil die Songs atmen dürfen. Weil die Songs ihre Geschichte ungezwungen erzählen dürfen ohne harte Breaks oder djentige Gitarren. Vielleicht ist es eine konservative Art von Prog die mir so gut gefällt, ohne dabei jetzt an die zig Retro Prog Bands zu denken, die da draußen rumschwimmen. Der dicke Klangteppich ebnet den Weg nach vorne. Keine dieser +10 Minuten Songs fühlt sich an wie einer. Nicht nur die Soli sind beeindruckende Fingerakrobatik. Auch die Abwechslungsreiche Riffideen bewirken Großes. Das geht von hart riffend („The Needle’s Eye“), über kurze „Hier bin ich“-Gitarrenausbrüche hin zu schnell alternativ angeschlagenen rockigen Gitarren („All My Years“), die dann auch mal gern an „Falling Into Infinty“ denken lassen. Dabei ist die positive Grundstimmung des Albums deutlich zu spüren. Ich kann mich da reinkuscheln und einfach wohlfühlen. Gut, das dürfte für viele kein Reinhörargument sein, soll aber absolut keine Abschreckung sein. Vielleicht überrascht es dann sogar den ein oder anderen. Ich jedenfalls, bin immer wieder überwältigt von dieser natürlichen Art des Songwritings. Beim Hören fühlt sich das Album so locker, leicht und fluffig an. Und das nach Deswegen von mir den sechsten Platz. Perpetual Child, Part II (Forever)Together Now
Ich glaube, da hatte ich schon mal rein gehört. Kenne auch irgendwas von den älteren Sachen, weiß aber nicht mehr was. Musikalisch ist das natürlich volle Kante 90er Neo-Prog goes Metal. Abfahrten an allen Ecken und Ende, zeitgemäß in Klang gehüllt, der sofort warm hält. Gut, bei dem Wetter. Jetzt kommen die beiden Knackpunkte: Noch habe ich wenig Widerhaken aka Hooks gefunden, was ich bei solchen Mammutsongs immer relativ wichtig finde. Außerdem stört mich die britische Klangfarbe des Sängers. Das wirkt ein bisschen wie Singen vom Blatt, melodisches Vorlesen. Ich hätte gern mehr Feeling in der kraftvollen Stimme.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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von Pillamyd » Montag 8. Januar 2024, 23:15
Very Special Erwähnung 1.0Ruïm | Black Royal Spiritism - I. O Sino Da Igreja Aufgrund dessen, dass ich das Album viel zu spät gekauft habe, um diesem einen möglichen Platz in meiner Top 10 einzuräumen, nutze ich hier mit dieser Rubrik nun die Gelegenheit, dieses Album die Aufmerksamkeit zu schenken die es verdient hat. Bei „Ruïm“ handelt es sich um ein Projekt des ehemaligen Mayhem Gitarristen „Blasphemer“. Das Interessante, speziell an diesem Album ist, dass viele der hier zu hörenden Riffs wohl noch aus alten Blasphemer/Mayhem Tage stammen, die er auf alten Tapes gefunden hat und die uns nicht länger vorenthalten werden. Und ja, das klingt sehr nach „Mayhem“. Sind es doch die eiskalt klirrenden Gitarren, diese beklemmend, bedrückende Atmosphäre, die teilweise auch Assoziationen zu „Ordo Ad Chao“ abrufen. Und doch zeigt sich das Album nicht ganz so hasskauzig wie 2007. Dafür ist es leichter zugänglich. Ich finde das macht das Album zu einem überaus reizvollen Thema. Das man mit „Fall Of Seraphs“ dann auch noch einen Mayhem Song „covert“, zeigt, dass geweckte Erinnerungen nicht von irgendwoher kommen. Ein wie ich finde, sehr spannendes Album, auf dass ich mich freue weiterhin entdecken zu dürfen. Blood.Sacrifice.EntrhonementO Sino Da Igreja
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von Kenneth Thiessen » Montag 8. Januar 2024, 23:26
Uiuiui, schade, dass ich das Album nicht auf dem Schirm hatte. Bei MAYHEM und besonders "Ordo Ad Chao" werde ich hellhörig. Dass das ganze nicht nur so klingt, sondern, dass die Riffs auch aus der Zeit sein sollen, macht das ganze noch spannender. "Fall Of Seraphs" ist dann auch noch ein ziemlich gut gewähltes Cover.
Ich hör da gleich mal rein und bin sehr gespannt.
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von Pillamyd » Montag 8. Januar 2024, 23:26
Very Special Erwähnung 2.0Enforced | War Remains Es gibt Alben, auf die man sich freut und dann nicht so wirklich ihre Wirkung zeigen wollen. Die dann aber Monate später meinen sie müssten Sturmklingeln und dir beweisen, dass ich Watte in den Ohren hatte. Jetzt ist es innerhalb von 2 Jahren die zweite Nennung der Band in den „Very Special Erwähnungen“. Natürlich wird das Rad nicht neu erfunden. Es wird aber konsequent weitergedreht, ohne Rücksicht auf die Kritiker. Ich wurde eines Besseren belehrt. Über Kopfhörer. Slayeresk wird hier in knapp 34 Minuten alles niedergewalzt. Mal wieder ein Brett, dass diesmal wohl auf den richtigen Moment warten musste. Vermutlich, weil ich zur Veröffentlichung nicht in Stimmung war. Aber gut, dass ich hier noch den Moment abgefangen habe. Leider keine Chance mehr auf einen Top 10 Platz, den ich der Band und dem Album echt gegönnt hätte. Aber deswegen dann halt jetzt unter dieser Rubrik. Avarice
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von Pillamyd » Montag 8. Januar 2024, 23:27
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Uiuiui, schade, dass ich das Album nicht auf dem Schirm hatte. Bei MAYHEM und besonders "Ordo Ad Chao" werde ich hellhörig. Dass das ganze nicht nur so klingt, sondern, dass die Riffs auch aus der Zeit sein sollen, macht das ganze noch spannender. "Fall Of Seraphs" ist dann auch noch ein ziemlich gut gewähltes Cover.
Ich hör da gleich mal rein und bin sehr gespannt.
Ich glaube dieses Lost Tape ist älter als "Ordo Ad Chao". Was ich meinte ist, dass ich die Assoziation einfach habe.
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von Pillamyd » Montag 8. Januar 2024, 23:36
Holger Andrae hat geschrieben:Ich glaube, da hatte ich schon mal rein gehört. Kenne auch irgendwas von den älteren Sachen, weiß aber nicht mehr was. Musikalisch ist das natürlich volle Kante 90er Neo-Prog goes Metal. Abfahrten an allen Ecken und Ende, zeitgemäß in Klang gehüllt, der sofort warm hält. Gut, bei dem Wetter. Jetzt kommen die beiden Knackpunkte: Noch habe ich wenig Widerhaken aka Hooks gefunden, was ich bei solchen Mammutsongs immer relativ wichtig finde. Außerdem stört mich die britische Klangfarbe des Sängers. Das wirkt ein bisschen wie Singen vom Blatt, melodisches Vorlesen. Ich hätte gern mehr Feeling in der kraftvollen Stimme.
Ich bin gar nicht mal überrascht. Wobei ich schon vermutet hätte, dass dir das bei "Together Now" gegeben wird. Aber vielleicht bist du mit "The Needle's Eye" und "All My Years" besser dran. Kann aber auch völlig daneben liegen.
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von Kenneth Thiessen » Montag 8. Januar 2024, 23:43
Pillamyd hat geschrieben:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Uiuiui, schade, dass ich das Album nicht auf dem Schirm hatte. Bei MAYHEM und besonders "Ordo Ad Chao" werde ich hellhörig. Dass das ganze nicht nur so klingt, sondern, dass die Riffs auch aus der Zeit sein sollen, macht das ganze noch spannender. "Fall Of Seraphs" ist dann auch noch ein ziemlich gut gewähltes Cover.
Ich hör da gleich mal rein und bin sehr gespannt.
Ich glaube dieses Lost Tape ist älter als "Ordo Ad Chao". Was ich meinte ist, dass ich die Assoziation einfach habe.
Ich habe jetzt mal in den ersten Song reingehört. Schon mutig, direkt einen Zehnminüter an den Anfang zu stellen. Die Ähnlichkeit zu MAYHEM ist auf jeden Fall da, ich würde aber eher Parallelen zur "Chimera" ziehen, was sich aber mit der Aussage deckt, dass die Lost Tapes vor der "Ordo Ad Chao"-Zeit waren. Läuft aber super rein! Sehr stark, wie der Song gegen Ende nochmal richtig an Fahrt aufnimmt.
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von Pillamyd » Montag 8. Januar 2024, 23:56
Kenneth Thiessen hat geschrieben:Pillamyd hat geschrieben:Kenneth Thiessen hat geschrieben:Uiuiui, schade, dass ich das Album nicht auf dem Schirm hatte. Bei MAYHEM und besonders "Ordo Ad Chao" werde ich hellhörig. Dass das ganze nicht nur so klingt, sondern, dass die Riffs auch aus der Zeit sein sollen, macht das ganze noch spannender. "Fall Of Seraphs" ist dann auch noch ein ziemlich gut gewähltes Cover.
Ich hör da gleich mal rein und bin sehr gespannt.
Ich glaube dieses Lost Tape ist älter als "Ordo Ad Chao". Was ich meinte ist, dass ich die Assoziation einfach habe.
Ich habe jetzt mal in den ersten Song reingehört. Schon mutig, direkt einen Zehnminüter an den Anfang zu stellen. Die Ähnlichkeit zu MAYHEM ist auf jeden Fall da, ich würde aber eher Parallelen zur "Chimera" ziehen, was sich aber mit der Aussage deckt, dass die Lost Tapes vor der "Ordo Ad Chao"-Zeit waren. Läuft aber super rein! Sehr stark, wie der Song gegen Ende nochmal richtig an Fahrt aufnimmt.
Wenn du auf das musikalische abzielst, sicherlich. Ich glaube das deckt einen Großteil von dem ab, als er in der Band war. Trotzdem fand ich die "Ordo Ad Chao" Gefühle beim hören unfassbar interessant, dass ich das hervorheben wollte. Interessant ist doch auch, was man da alles zu hören glaubt. Ich meine vorhin gelesen zu haben, dass dieses Tape aus der Zeit vor der "Grand Declaration..." stammt. Übrigens soll dieses Album wohl der erste Teil einer Trilogie werden. Dann macht auch der Albumtitel einen Sinn.
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von Rüdiger Stehle » Montag 8. Januar 2024, 23:58
Ui. Da muss ich dann wohl auch noch mal nachhören, was? Ist gerade alles recht viel auf einmal. Eigene Rückblicke, die Rückblicke der Kameraden, Kalender, Soundcheck... Aber ich tue mein Möglichstes. Mayhem-Referenzen sind immer ein Öhrchen wert. 
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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