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von Pillamyd » Mittwoch 3. April 2024, 10:45
Platz 67 Motörhead | OrgasmatronGenre: Rock 'N' Roll VÖ: 1986Oh, ich sehe es schon förmlich vor mir: Jeder wird eine etwas andere Meinung zu "Motörhead" und speziell zu diesem Album haben. Und das ist auch gut so. Gerade was die Phase nach "Overkill, "Bomber" und "Ace Of Spades" betrifft, werden stellenweise mit so unterschiedlichen Ohren gehört, dass es sehr reizvoll ist, sich darüber untereinander auszutauschen bzw. darüber zu lesen. Denn selten habe ich so viele unterschiedliche Meinungen zu den Alben der Band gelesen. Natürlich führt das Ganze nun auch dazu, dass sich der ein oder andere sich am heißen Kaffee verbrühen mag, wenn man liest, dass so ein Album in so einer Liste auftaucht. Die Frage ist natürlich, auch hier berechtigt, aber wie ich finde auch einfach und simpel zu beantworten. Ich schätze die oben genannten Alben alle sehr, höre sie aber im Gegensatz zu, der für mich stärksten Phase zwischen '86 und '95 relativ selten. Ich habe die Band musikalisch erst sehr spät kennengelernt. So hänge ich wohl folgerichtig auch an den späteren Alben. Ziemlich simpel, oder? Nicht ganz. Denn trotz allem, war es gar nicht so einfach, welches Album ich den Vortritt für diese Top 100 lasse. Sacrifice", "Bastards", "Another Perfect Days" oder gar das puristisch zurückkehrende "Overnight Sensation", sind für mich alles klare Kandidaten für diese Liste gewesen. Soll noch einmal jemand sagen, die Band hätte zum x-ten Mal das gleiche Album veröffentlicht und klänge immer gleich...aus dem tiefsten Herzen ist das mit einem klaren "Nein!" zu beantworten. Die Vierer-Besetzung der Band hat hier ihren Ursprung. Für mich einst der simmigsten und gandenlosesten "Motörhead"-Alben die es gibt. "Deaf Forever" macht gleich eine rhythmische Ansage und hinterlässt dem geneigten Hörer direkt mit einem Ohrwurm zurück. Ein sehr starker Opener, wenn nicht gar der Beste. Es sei jedem eingeräumt, den Sound der Scheibe als Knackpunkt anzusehen und dadurch "Orgasmatron" nicht so weit oben zu sehen. Und der ein oder andere dürfte sich sarkastisch die Frage stellen, ob es einen Zusammenhang zwischen dem eben erwähnten Song und der Produktion des Albums gegeben hat. Aber ich verteidige das mit jeder Faser meines Körpers, denn ich mag diese "Leck MIch"-Attitütde, die es damit ausstrahlt. Denn die Songs sind keine 180 Grad Wendung, sondern wirken in meinen Augen gerade dadurch noch roher und rock 'n' rolliger, dass es mir eine wahre Freude ist, darüber zu schreiben. 35 Minuten lang wird hier der Kessel mit Kohle befeuert, dass selbst das Albumcover einen Sinn ergibt. Übrigens mein Lieblingsartwork in der Diskographie. Mit „Orgasmatron“, hat man zum Schluss eine Song aufgehoben, der ähnlich rhythmisch das Album ausklingen lässt, wie „Deaf Forever“ als Opener. Hassbratziger, düsterer… Was mit zwei Gitarristen in einer Band wie dieser hier möglich ist, zeigt der Song „Built For Speed“. Keine Schnelligkeitspille wie der darauffolgende Song, Dafür aber mit einem ausführlichen Gitarrenbeweis, die wirklich lässig daherkommt. Hörbeispiele:Built For SpeedDeaf Forever
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Pillamyd
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von frankjaeger » Mittwoch 3. April 2024, 17:01
Ja, da hat jeder eine eigene Meinung. Meine ist: Ja, das Album kann man hier gut nennen. Bei der Diskographie ist es aber auch extrem schwierig, eines rauszugreifen. Ich hätte eventuell zu den Alben davor oder danach gegriffen, aber ich wäre wohl auch in der gleichen Phase geblieben. Gute Wahl.
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von Pillamyd » Donnerstag 4. April 2024, 10:00
Danke für deinen Beitrag. So verkommt der Thread nicht ganz zum Monolog.
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von frankjaeger » Donnerstag 4. April 2024, 12:13
Ich lese IMMER mit, habe nur nicht immer etwas Sinnvolles beizutragen 
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von Holger Andrae » Donnerstag 4. April 2024, 12:16
frankjaeger hat geschrieben:Ich lese IMMER mit, habe nur nicht immer etwas Sinnvolles beizutragen 
Ich lese auch gern Dein unsinniges Zeug, Frank.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Rüdiger Stehle » Donnerstag 4. April 2024, 12:28
Von mir kommt natürlich auch noch was. Ich wollte die Scheibe dazu nur hören und etwas mehr schreiben, wozu ich noch nicht gekommen bin.
Vorab, aus dem Stegreif, kann ich sagen, dass "Orgasmatron" natürlich eine tolle Scheibe aus der auch für mich stärksten Phase der Band ist. Dass ich als absoluten Favoriten aufgrund ihrer unerreichten Vielseitigkeit in der Regel die "1916" nenne, wissen die meisten ja, aber die komplette Phase von Mitte der Achtziger bis Mitte der Neunziger ist für mich pures Gold, und steht in meiner Welt der klassischen Trio-Besetzung in nichts nach... ja, meist erreicht sie mich durch die Vielseitigkeit auf Albumdistanz sogar mehr als das Frühwerk, das natürlich ebenfalls überragende, epochale Hits hat.
alias Hugin der Rabe. Ravnen fra steinfjellet. Háv. 38
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von Martin van der Laan » Donnerstag 4. April 2024, 14:33
Ich kann nur schreiben, dass ich MOTÖRHEAD großen Respekt zolle und die Band musikgeschichtlich wichtig finde, aber deren Musik kaum bis gar nicht anhöre, wenn da nicht mal was im Classic Rock Radio im Auto läuft. Ich finde MOTÖRHEAD immer dann am besten, wenn das Gaspedal bis zum Boden durchgedrückt wird. Diese hymnischen, stampfenden Rock-Songs langweilen mich eher. Aber dieses 'Deaf Forever' war mal auf einem Sampler drauf, den ich als Teenager rauf und runter gehört habe, das Hauptriff habe ich noch sehr gut im Ohr, so dass ich automatisch mitwippe... Nice!
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von Martin van der Laan » Donnerstag 4. April 2024, 14:45
Jetzt muss ich aber noch mal was zu (THE LORD WEIRD) SLOUGH FEG und 'Traveller' schreiben; die Nennung ist mir ja fast durch die Lappen gegangen, weil ich wegen beruflicher und familiärer Peak-Belastung kaum hier im Forum unterwegs war in jenen Tagen. Aber zur Sache: grandioses Album einer fantatischen Band, wahrscheinlich das SLOUGH FEG-Album mit den besten Songs drauf. Und weil ich dieses Album so liebe, war es auch in meiner TOP 100 drin und zwar auf Platz 38 (eingerahmt vom legendären MIND FUNK-Debüt und OVERKILLs "The Years Of Decay'!). Bitte hört Euch alle diese Platte ("Traveller") an und beschäftigt Euch mit der Band, falls ihr das nicht schon längst getan habt. Origineller, frischer und besser geht US Heavy Metal in meinen Ohren kaum. Da ist mir wirklich JEDES Album der Bandgeschichte mindestens 9 Punkte wert - und davon gibt es immerhin 10 an der Zahl.
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von Jhonny » Donnerstag 4. April 2024, 14:51
Martin van der Laan hat geschrieben:Jetzt muss ich aber noch mal was zu (THE LORD WEIRD) SLOUGH FEG und 'Traveller' schreiben; die Nennung ist mir ja fast durch die Lappen gegangen, weil ich wegen beruflicher und familiärer Peak-Belastung kaum hier im Forum unterwegs war in jenen Tagen. Aber zur Sache: grandioses Album einer fantatischen Band, wahrscheinlich das SLOUGH FEG-Album mit den besten Songs drauf. Und weil ich dieses Album so liebe, war es auch in meiner TOP 100 drin und zwar auf Platz 38 (eingerahmt vom legendären MIND FUNK-Debüt und OVERKILLs "The Years Of Decay'!). Bitte hört Euch alle diese Platte ("Traveller") an und beschäftigt Euch mit der Band, falls ihr das nicht schon längst getan habt. Origineller, frischer und besser geht US Heavy Metal in meinen Ohren kaum. Da ist mir wirklich JEDES Album der Bandgeschichte mindestens 9 Punkte wert - und davon gibt es immerhin 10 an der Zahl.
Zu "Traveller" wollte ich mich auch noch äußern. Auch für mich ein ganz schönes Album, das für mich zwar nicht die Krone des Bandschaffens ausmacht (Down Among The Deadmen, Twilight Of The Idols und Ape Uprising laufen bei mir wohl noch davor ins Ziel), aber einfach ganz wunderbar typisch für diese Diskografie ist. Zwei Mal durfte ich die Truppe live sehen, gerade der erste Gig gehört für mich schon zu den stärksten Festival-Gigs, die ich miterleben durfte. Schön, dass du das Album hier genannt hast!
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von Holger Andrae » Donnerstag 4. April 2024, 21:18
Depeche Mode und die Ohren des holg: Zwei Welten und zwei Herzen. Musikalisch ist das schin ziemlich cool und wegweisend, egal ob die frühe Phase oder dieses hier. Den Kult finde ich mals wieder eher abstoßend, aber so etwas darf ich hier ja nicht thematisieren. Also zurück zur Musik. An Depeche Mode traue ich mich nicht gern ran, weil das Erinnerungen wach werden, die ich nicht gern erneut erlebe. Von daher habe ich mir das auch nicht wieder angehört.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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