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Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Holger Andrae » Samstag 27. April 2024, 23:14
RED HOT CHILI PEPPERS
Diese funky Kram habe ich zuerst gehasst und dann kurz geliebt. Und zwar zu diesem Album. Danach wurde mir dieser nasale Gesangstil zu präsent, Flea hat mit seinen Mätzchen genervt und die Hit-Fabrik-Erfolge sind den Jungs wohl zu Kopf gestiegen. Trotzdem natürlich wegweisende Musik. Als die Herrschaften zu meinen Saturn-Zeiten bei uns auf dem Dach ein Konzert gespielt haben, hatte ich kurz direkten Kontakt und fand die Jungs damals ziemlich entspannt. Wollten einen Extra-Raum mit roten Sitzkissen zum "Chillen". Dieser musste danach lange gelüftet werden. Danke für die Inspiration. Mal wieder raus ziehen.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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Holger Andrae
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von Holger Andrae » Samstag 27. April 2024, 23:25
ST. VITUS
Es ist kein Gehemins, ich komme an ST.Vitus nicht ran. Das ist dieser Doom, bei mir Ankerpunkte fehlen. Es schlürft, es modert, es nebelt, aber gibt keinen Halt. Der Gesang ist eher erzählerisch unterwegs. Für mich emotionslos, da komme ich eher mit den Kollegen von Gates Of Slumber, die ganz sicherlich massiv hiervon beeinflusst sind, klar.
Wenn ich vier Ohren hätte, könnte ich länger schlafen.
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von Pillamyd » Sonntag 28. April 2024, 10:08
Holger Andrae hat geschrieben:SIGH
Spannende Band. Sehr spannende Band sogar. Ich besitze nur die "Gallows Gallery". Lief, wie so vieles, seit Jahren nicht mehr. Da kommt sicherlich zum Tragen, in welchen musikalischen Sphären man sich bewegt. Es gibt ausreichend Bands, die ich als spannend und gut abgespeichert habe, die aber selten im Player landen, weil die Zeit einfach fehlt. Und das ist ja hier auch keine Band, die man mal eben so nebenbei hört. Als erstes läuft 'Satsui'. Monstersong! Da passiert so unfassbar viel, nicht nur ein bisschen die Takte gewechselt (und gleich progressiv genannt), hier wandert man durch etliche Genres. Völlig barrierefrei, ungezwungen und mitreißend. Das ist ist toll, da stört mich sogar der trippige Part gar nicht. Einstürzende Neubauten goes Metal? Auch nicht wirklich. Das ist so originell, modern und doch angenehm organisch.
'Mayonaka' kommt dann wieder völlig anders um die Ecke. Das ist dieser Prog, den Opeth gern machen würde. ALlerdings mit dem Unterschied, dass SIGH hier auch die Kartzbürsten nicht komplett weglassen. Dieser harsche Akustik-Überfall mittendrin ist schon sensationell. Alter, Verwalter! Das bockt total!
Das freut mich wirklich sehr. Ich hab mir schon irgendwie gedacht, dass diese Vielfalt dir zusagen könnte. Aber das liest sich schon fast euphorisch. Bei manchen Bands wird man nie zu müde, sie zu erwähnen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.
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von Pillamyd » Sonntag 28. April 2024, 10:22
Holger Andrae hat geschrieben:ST. VITUS
Es ist kein Gehemins, ich komme an ST.Vitus nicht ran. Das ist dieser Doom, bei mir Ankerpunkte fehlen. Es schlürft, es modert, es nebelt, aber gibt keinen Halt. Der Gesang ist eher erzählerisch unterwegs. Für mich emotionslos, da komme ich eher mit den Kollegen von Gates Of Slumber, die ganz sicherlich massiv hiervon beeinflusst sind, klar.
Mir ist es zumindest bekannt. Ich frage mich ob es die extreme ist,die auf den Namen "Drone" hört? Ich kann das aberschon verstehen. Man bekommt ja imer wiederein guten Einblick, was dich an dem Genre so mitnimmt.
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von Pillamyd » Sonntag 28. April 2024, 10:27
Platz 62 The Damned | StrawberriesGenre: Punk / New Wave / Gothic1982Die Band war insgesamt eine der Entdeckungen der letzten Jahre und auch hier, auf diesem Album finde ich die Band durchaus auch wegen ihrer musikalischen Vielseitigkeit und Ausrichtung sehr spannend. Da fällt mir unbedingt ein, dass ich noch die DVD zur Banddokumentation brauche. Als reine Punk Band sogar als eine der Vorreiter dieser Bewegung und des Genres, mag der ein oder andere die Band in den späteren Jahren nicht mehr erkennen. Mir wäre es genauso ergangen, hätte ich mir dieses Album ohne Vorwissen bestellt. Aber, die Band ist schon seit ihrem zweiten Album ein wandelbares Chamäleon. Vielleicht komme ich in naher Zukunft mal dazu, da näher drauf einzugehen. Ein Album, dass doch sehr für sich steht und trotzdem unfassbar vielschichtig und abwechslungsreich daherkommt. Das mag an den Bläsern oder auch an den Orgelklängen liegen. Aber auch surft dir hier der Horror Punk durch den stark präsenten Bass Rockabilly-like durch die gruftig muffige New Wave. Die Songs sind aber trotz der schieren Flut an Abwechslungsreichtum so gelungen schlüssig, dass man sich doch fragt, wie man drauf sein muss, um solche Musik zu erschaffen. Wie man die offensichtlich hörbaren Einflüsse der Beatles im Refrains von "Generals" in einen solchen Soundgewand verpacken kann oder wie man in „The Dog“ stimmlich wie eine Mischung aus Glenn Danzig und Dave Gahan klingen kann, finde ich nicht nur beeindruckend sondern auch verlockend. Das macht das Album so reizvoll. Gerade diese Songs haben ihren besonderen Reiz und verleiten einen dazu, dass Album immer und immer wieder hören zu wollen. Mit Sicherheit hat das Album auch eine poppige Schlagseite, die aber in keiner Weise störend wirken. Im Gegenteil. Denn die poppigen Elemente finden sich eher im Sound wieder, als das sie es auf Teufel komm raus darauf angelegt haben, die Songs so zugänglich zu machen wie nur nötig. Das ist definitiv nicht der Fall. Ein wundervolles Album! Hörbeispiele:GeneralsThe Dog
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von Holger Andrae » Sonntag 28. April 2024, 10:34
Pillamyd hat geschrieben:Holger Andrae hat geschrieben:ST. VITUS
Es ist kein Gehemins, ich komme an ST.Vitus nicht ran. Das ist dieser Doom, bei mir Ankerpunkte fehlen. Es schlürft, es modert, es nebelt, aber gibt keinen Halt. Der Gesang ist eher erzählerisch unterwegs. Für mich emotionslos, da komme ich eher mit den Kollegen von Gates Of Slumber, die ganz sicherlich massiv hiervon beeinflusst sind, klar.
Mir ist es zumindest bekannt. Ich frage mich ob es die extreme ist,die auf den Namen "Drone" hört? Ich kann das aberschon verstehen. Man bekommt ja imer wiederein guten Einblick, was dich an dem Genre so mitnimmt.
Ja, Drone und Sludge sind für mich zumeist Wegweiser nach Draußen.
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von Pillamyd » Sonntag 28. April 2024, 10:38
Platz 61 Watchtower - Control And ResistanceGenre: Prgogressive/Technical Thrash MetalVÖ: 1989Ich glaube hier habe ich ein Album vor mir zu dem ich mich noch nie wirklich geäußert habe. Es wird Zeit… Keine Ahnung, wie oft ich das Album schon gehört habe. Aber bei jedem Durchlauf geht es mir auch heute noch so, dass ich jedes Mal etwas Neues entdecken darf. Das Genre des technischen Metals läuft immer mal wieder gern die Gefahr auf, die Seele vermissen zu lassen. Bei „Watchtower“ passiert dies aber nicht. Ja, die Songs können einem auf den ersten Hör die Synapsen verknoten. Aber gerade „Control And Resistance“ besticht vor allem durch einen warmen Sound. Der vor allem durch den Bass zusammengehalten wird. Tecchio ist ein Meister der Stimmbänder, aber auch hier mag der geneigte Hörer erst einmal vor der Herausforderung stehen, hier Zugang zu finden. Die Band versteht es aber, mit auf den Punkt gebrachten, durchgehend progressiven Elementen eine zauberhafte Magie an Tönen in Form zu bringen. The Fall Of Reason“ mag da das perfekte Beispiel für sein. Immer wieder gibt es Momente, die nach Ausfahrt riechen. Aber die Band ist verrückt genug, wieder auf die Autobahn zu finden und das Begrenzungslimit bis aufs äußerste auszureizen. Bands als Referenzen hinzuzuziehen, dürfte hier ziemlich schwierig sein. Wenn man vom progressiven Aspekt ausgeht, würde ich da eher „Fates Warning“ oder „Toxik“ nennen, als zum Beispiel „Voivod“. Obwohl das Oberflächlich in eine ähnliche Kerbe schlägt. Wenn auch anders klingend. „Watchtower“ halten sich immer noch eine Spur klassischen US-Metals parat, die sie immer wieder auch gerne präsentieren. Manchmal mit voller Stolz, wie ich beim Hören empfinde. Vor allem dann, wenn sie spielerisch die Riffs durchziehen. Herrlich für mich sind, wie schon oben angedeutet, die ausbrechenden Bassläufe. Weil sie so variabel sind, voll mit irrwitzigen einleitenden Wendungen. Mal heftig wild, mal glasklar. Dass es dabei nicht immer 7 oder 8 Minüter sein müssen, beweist die Band auch in einem Song wie „Hidden Instincts“, dass in knapp 4 Minuten das erreicht, wozu manch eine andere Band 10 oder 20 Minuten brauchen. Erstaunlich, diese chaotische Kompaktheit. „Control And Resistance“ ist ein wunderbares, sehr spätes Highlight der End 80er. Hörbeispiele:Mayday In KievThe Fall Of Reason
Zuletzt geändert von Pillamyd am Montag 29. April 2024, 12:07, insgesamt 1-mal geändert.
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von frankjaeger » Sonntag 28. April 2024, 10:47
Aaah, der Firckel-Wachturm. Alle Daumen nach oben!
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von Pillamyd » Sonntag 28. April 2024, 10:51
frankjaeger hat geschrieben:Aaah, der Firckel-Wachturm. Alle Daumen nach oben!
Für viele wahrscheinlich schon zu niedrig platziert. "The Damned", gerade die Scheibe, könnte dir aber auch zusagen, Frank. Vorausgesetzt du hast sie noch nicht.
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von frankjaeger » Sonntag 28. April 2024, 10:55
Ja, das würde mich nicht wundern, aber ich habe von denen bislang nur das Debüt.
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