PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Eike » Dienstag 15. April 2025, 22:44

Gerne. Wie noch weiter zurück erwähnt, ich habe das Album "If I Should Fall To The Field" von ihm.
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon lenbert » Freitag 18. April 2025, 20:35

Gruppe 12 bereitet mir gerade viel Freude. Vor der Bewertung gönne ich mir morgen noch einen Durchgang.
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 18. April 2025, 20:41

Gruppe 11:

Anvil Chorus : Ein ewiger Favorit. Top 100 All Time Songs.

Astral Doors : Läuft eher selten, ist aber natürlich super gemacht.

Dimmu Borgir : Natürlich nicht ganz meine Baustelle. Beginnt hier schon optisch beim Artwork, welches mich beim Plattenstöbern immer eher abstößt als abholt. Musikalisch aber ganz gut.

Dio : Für Dio eher mittelmäßg mit gewohnt sensationellem Gesang. Merke aber, dass mir solche Sounds im im Verhöltnis doch immer besser einlaufen als moderne Klänge.

Earth : Da hatte ich schon mal hinein gehrt, denn dieses fantastische Artwork ist haften geblieb. Lagerfeuer in den Sümpfen Floridas. Etwas mystisch und auch etwas bedrohlich. Mir fehlt da ein bisschen Dynamik

Hammers Of Misfortune : Fies. In fast jeder anderen Gruppe wäre das Platz Eins geworden. Sensationell!

Heaves Cry : Fies, zwei. In den meisten anderen Gruppen wäre das mein Sieger gewesen. Mein Favorit dieses Albums.

Rosa Crux : Hm, im Albumkontext wahrscheinlich schlüssiger, so etwas unvollständig.

Seether : Ganz cooler Radiorock-Song.

While Heaven Wept : Noch so ein Brecher. SO geht emotionaler Doom, ohne Anti-Doomer zu verschrecken.
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Freitag 18. April 2025, 22:38

Gruppe 12:

Alter Bridge : Melancholie pur. Ganz toll gesungen. Ich habe aus den falschen Gründen noch immer nichts von Alter Bridge hier stehen. Muss ich mal ändern.

Apocalyptica : Fand ich zu Beginn ihrer Karriere gut und unterhaltsam, seit langer Zeit aber nicht mehr. Auch dies hier streichelt komplett an mir vorbei, da instruemntal und undynamisch in meinen dummen Ohren.

Bones , The : Herrlich dreckiger Rock'n'Röll. Das geht sofort ins Blut. Top!

Disturbed : Ja, gut singen kann er. Ansonsten eher gar nicht meine Band.

Eluveite : Die folkloristischen Elemente mag ich, leider sind die Metal-Elemente ganz schlimm für mich.

Exodus : Auch wenn ich eher auf die fiesen Thrasher der Band stehe, ist diese Nummer so wunderbar angepisst, dass ich nur vergnügt grinsen kann. Schade, dass die Band danach nie mehr ganz so gut war.

Iron Maiden : Sicherlich ein guter Song. Erreicht mich emotional aber überhaupt nicht. Der kühle Signature-Sound macht von Sekunde Eins an klar, welche Band hier in aufspielt. Opulent orchestriert, leider aber zu ausladend für meine Begriffe. Mehr schreibe ich hier nicht.

Satyricon : Mag ich. Groovt, aber nicht mit diesem unangenehmen Fuchsschwanz-Vibe!

The Devils Blood : Ich mag das immer noch. Klar, nach der senstionellen EP wurde es etwas weniger magisch, aber dennoch fand ich das damals toll. Auch live im kleinen Club. Das Bohei um die Band hat ihr in meinem kleinen Kosmos mehr geschadet als geholfen und Selim war ein "komischer Kauz". Meine realen Begegnugen mit ihm waren alle klasse.

Two Gallants : Hui, was ist das denn cooles? Ich dachte ja zuerst, es wäre ein Auftritt in einem Gefängnis bis ich geschnallt hatte, dass der Titel so lautet. Ändert aber wenig ander Intensität. Daumen hoch!
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Holger Andrae » Samstag 19. April 2025, 07:47

Gruppe 13:

Blindspot : Kreuzüber-Metal? Der Anteil an Baggy-Pants ist mir hier deutlich zu hoch. Da klappe ich meine Scheu zu.

Brutal Hand : Das war auch auf meinem Zettel. Sensationeller Song einer ganz tollen Band. Der Gesang allein ist schon Kaufrechtfertigung.

Dredg : Moderner Klassiker.

Enslaved : Hübsch. Nichts, was mich jetzt spontan zum Kauf animieren würde und auch deutlich anders als die mir bekannten, späteren enslaved, die ich ja auchs chon nicht im Regal stehen habe.

Fates Warning : Komisch. Trotz der modernen Klangwelt, bin ich hier sofort an Bord. Es kann auch nicht nur an Rays' sensationellem Gesang liegen, denn seine aktuellen Projekte fixen mich alle nicht so richtig an.

God Forbid : H, sehr groovy.

Linkin Park /JAY-Z : Dazu kann ich nichts schreiben.

My Chemical Romance : Anhören geht, ansehen leider nicht.

Pain Of Salvation : Ein Song, der abseits der bis dahin bekannten POS-Nummern fast baladesk daher kommt. Der zerbrechliche Kalng in Kombination mit dem Text macht die Nummer für mich jedes Mal zum Augenbefeuchter.

Powervice : Ebenfalls auf meiner Liste. So schade, dass da nichts mehr kam nach dem Demo. Sooo toll!
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Pillamyd » Samstag 19. April 2025, 09:46

Vorrunde – Gruppe 13:

Blindspott – Nil By Mouth (2003):
Eine Band, die man wohl im Fahrwasser von P.O.D. und Konsorten verorten kann. So wie der Song reinläuft, läuft er auch wieder raus. Das sind Stile, die mir nur in den ganz seltensten Momenten gefallen.

Brutal Hand – Amon Moloch (2006):
Komplett unbekannt. In dieser Gruppe hatte ich etwas die Befürchtung, dass da so gar nichts für mich dabei ist. Aber siehe da, das ist wirklich gut. Und wie.
Schöne Steigerung innerhalb des Songs. Die Gitarren, nachdem Intro geben die Marschrichtung vor. Das wirkt zunächst ziemlich stampfig. Aber die Band beweist ein Händchen dafür. Stampfig kann auch spannend sein. Irgendwie hat man das Ausladende sehr gut im Griff und weiß damit wunderbar umzugehen. Gefällt mir ausgesprochen gut.

Dredg – Bug Eyes (2005):
Ich kenne die Band größtenteils nur vom Namen her. Die paar Songs, die ich gehört habe, waren immer gut. Mehr auch nicht. Der Song hier gefällt mir eigentlich recht gut. Liegt wohl darin, dass ich beim Hören das Gefühl habe, dass der Song sich bei jedem weiteren Durchlauf noch etwas entfalten könnte. Das geht tiefer als man annehmen könnte. Darf gern weiter.

Enslaved – Vision: Spehere Of The Element – A Monument Part II (2001):
Für mich eines der Top 3 Alben der Band. Ich liebe dieses Chaos in diesem Song. Da passiert unfassbar viel und ist sowas wie der Übergang zu dem Anderssein, dass Holger schon beschrieben hat. So vom klassischen Heavy Metal beeinflusst, ist kein andere ENSLAVED Song zu der Zeit. Der Groove im Verlauf des Songs ist zum Dahinschmelzen. Klar, die 1.

Fates Warning – One (2000):
Dieses Album habe ich noch gar nicht so lange und gehört habe ich es auch nicht so oft, wenn ich ehrlich bin. Der Song erinnert etwas an das spätere veröffentlichte Album „Darkness…“. So von der Produktion her. Hier wirkt es aber noch etwas wärmer, wenngleich das Artwork etwas kalt auf mich wirkt.

God Forbid – Into The Wasteland (2005):
Oh, das kenne ich. Das hat mir damals relativ gut gefallen. Ja, das ist groovy ohne Ende. Aber irgendwie zieht es wohl immer noch.

Linkin Park / Jay Z – Point Of Authority / 99 Problems / One Step Closer (2004):
Schwierige Kiste. Einzeln fand ich die Künstler zu der Zeit ganz gut. Gemeinsam eher määh. Und auch heute, weiß ich immer noch nicht, warum das so durch die Decke ging. Das Album von JAY-Z damals fand ich ziemlich cool und lief auch häufig. Ist mir etwas näher als LINKIN PARK, von denen ich vereinzelte Songs immer ganz gut fand.

My Chemical Romance – Famous Last Words (2006):
Das fand ich damals schon ziemlich unangenehm.

Pain Of Salvation – Undertow (2002):
Ich habe ein paar Scheiben der Band daheimstehen. So richtig dahinter gestiegen bin ich nur bei „In the Passing Light of Day“. Vielleicht kann ich deswegen dem Song sehr viel abgewinnen. Das hat ebenfalls diese innere (Un)ruhe. Musik die mich kirre machen, aber auch sehr berühren kann. Das ist wohl Stimmungsabhängig.

Powervice – Behold The Hand Of Glory (2005):
Manchmal ist man froh über altbekannte Töne. Natürlich Großartig!
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon lenbert » Samstag 19. April 2025, 15:00

Zu Gruppe 12

Alter Bridge - Blackbird
Ja, das gefällt mir. Ich denke auch, dass der Song von weiteren Durchläufen in den nächsten Runden profitieren wird. Eine schöne Power Ballade. Der Gesang im Refrain, der ansonsten schön die Intensität steigert, ist für mich allerdings ein kleiner Minuspunkt. ALTER BRIDGE habe ich immer mal wieder im Hinterkopf, habe mich aber bisher nicht näher mit der Band auseinandergesetzt.

Apocalyptica - Coma
Das Stück baut eine unheimliche, phasenweise niederschmetternde Stimmung auf. Die Spannung wird über die gesamte Spieldauer aufrecht erhalten, auch weil Gesang als Element, das diese Spannung auflösen könnte, fehlt. Mag ich, ist an einem sonnigen Frühlingstag aber nicht ideal.

The Bones - Screwed, Blued And Tattooed
Finde ich sehr lässig und hätte gut zu einem Videospiel wie Burnout oder auch Tony Hawk gepasst. Das rockt geradeaus und schnörkellos, geht in der Spielzeit nicht vom Gas und kommt zum Punkt.

Disturbed - Ten Thousand Fists
Hat in dieser Gruppe bei mir keine Change auf die vorderen Plätze, unterhält aber gut.

Eluveitie - Inis Mona
Folk Metal hat die Tendenz, mich zu stressen. Das trifft auch auf "Inis Mona" zu, mir passiert da im dichten Sound-Gewirr zu viel gleichzeitig, ohne dass für mich interessante Elemente finde.

Exodus - Blacklist
"War Is My Shepherd" vom gleichen Album gefällt mir besser, weil er feiner schneidet, aber diese groovende Abrechnung ist auch fein.

Iron Maiden - Dance Of Death
Ein schöner Geschichtenerzähler-Song. Dafür mag ich IRON MAIDEN. Der Song könnte aber auch leicht zwei Minuten kürzer sein, ohne Wesentliches auszulassen, da kann ich Holgers Beschreibung schon nachvollziehen.

Satyricon - Now, Diabolical
Das ist ziemlich wuchtig und braucht wohl noch den einen oder anderen Durchgang bei mir.

The Devil's Blood - The Heavens Cry Out For The Devil's Blood
Der Song hat bisher nicht geschafft, einen bleibenden Eindruck bei mir zu hinterlassen. Beim konzentrierten Hören entdecke ich interessante Elemente, vergesse sie aber nach dem Durchlauf sofort wieder.

Two Gallants - Las Cruces Jail
Schräg und hektisch im positiven Sinne, ich mag die Dynamik zwischen den ruhigen Parts und dem Refrain, wenn es für mich fast punkig wird.
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon kingdiamond » Sonntag 20. April 2025, 02:24

So, nun komme ich auch mal wieder hier dazu etwas weiter zu machen und kurz zu kommentieren…

Gruppe 12 stellt für mich insgesamt einen gut hörbaren Mix dar. Das Niveau der Gruppe finde ich in Summe ziemlich hoch.


THE DEVILS BLOOD
Damals gehyped? Zu recht! Die EP, auf der sich dieses Lied befindet, sowie das folgende Album liefen bei mir sehr oft. Wer mich kennt weiß, wie schwer ich mich oft mit Frauengesang tue. Hier passt aber für mich vieles zusammen. Hits über Hits. Und ehrlich gesagt verstehe ich nicht, warum diese Musik/Band so polarisiert. Meines Erachtens haben danach viele vom Retro-Trend profitiert - hier wird oft mit zweierlei Maß gemessen. War mir aber bei der Nominierung schon klar. ;-)

EXODUS
Schon in der anderen Gruppe dazu geschrieben, dass ich wohl diesen Song des Albums nominiert hätte. Wahrscheinlich mein Lieblingssong von EXODUS im neuen Jahrtausend. Für den Song geht es ganz weit im Spiel! :dafuer:

IRON MAIDEN
Auch hier hatte ich schonmal was dazu geschrieben. Eigentlich trifft das gleiche wie bei EXODUS hier zu. Beim Gedanken an das Album hab ich unweigerlich diesen Song im Ohr. Ich mag ihn sehr. :)
(Trotzdem war die „Brave New World“ z.B. mein Türöffner und mich wundert es, dass die Maiden-Fans gerade davon nichts nominiert haben.)

SATYRICON
Dieses Album erst letztes Jahr kennen gelernt. SATYRICON mochte bzw. kannte ich damals noch nicht. Aktuell schon eine sehr gerne gehörte Band, daher geht es hier in der Platzierung recht hoch. Der Song groovt und ist eingängig. Cool! 8-)

DISTURBED
War nie eine meiner Lieblingsbands, dennoch fand ich den Song damals schon ganz gut und auch hier reicht es noch für die obere Hälfte. Tatsächlich aber eine Band, die mich auf Albumlänge mit ihrem typischen Sound aktuell eher nerven würde. Trotzdem hier klar in der Kategorie: Hit der 2000er.

ELUVEITIE
Der Mix aus Folk und Melodic Death ist gar nicht schlecht. Der Song ist einfach gestrickt, bleibt dafür auch schnell im Ohr. Wahrscheinlich hätte ich sowas zu meiner IN EXTREMO/STS-Zeit sogar etwas mehr gefeiert. Gut.

THE BONES
Straighter Rocker. Kann man gut anhören. Tut nicht weh, erweitert aber auch nicht meinen Horizont. Gute, einfache Hintergrundmusik.
Lenbert hat es im Post zuvor schön geschrieben - also das mit der Videospielmusik. Da gehe ich mit. Nur haben die Tony Hawk-Songs genau die Eigenschaften, die ich in meinen Sätzen 1-4 schon geschrieben habe.

ALTER BRIDGE
Hier haben wir ein Beispiel einer Band an der ich immer wieder „gescheitert“ bin. Obwohl ich nicht sagen kann woran - es hat einfach nie gezündet. Hab es damals mit der „Blackbird“ versucht, später lief die „Fortress“ auch ein paar mal, aber irgend ein Funke springt nicht über. Aber neutral betrachtet: guter Gesang und instrumental auch nicht verkehrt. Probier ich vielleicht irgendwann nochmal.

TWO GALLANTS
Unterhaltsamer Song. Mit Platz 9 hier vielleicht etwas zu sehr „abgestraft“. Leider eine starke Restgruppe erwischt. Insgesamt aber auch nichts, was ich dauerhaft hören würde.

APOCALYPTICA
Ich habe diese Band noch nie verstanden und auch nicht das Gewese (Headlinerstatus etc.) darum. Ich möchte nicht sagen, dass das nicht großartige Musiker sind, aber das was sie machen, gibt mir nicht viel. Überbewertet.

Mal sehen ob ich die Woche noch die restlichen Gruppen aufhole.
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 20. April 2025, 19:02

Gruppe 3


01. OVERLORDE - Starcastle
-> Überhymne einer absoluten Underground-Heldenband aus dem klassischen US-Metal. Da tut halt jeder Mainstreamer, und auch fast sonst jeder schwer, dran vorbeizukommen. Es sei denn, er wäre Norweger. Vielleicht.

02. EXODUS - War Is My Shepherd
-> Die "Tempo Of The Damned" war ein Wahnsinns-Comeback für EXODUS, dessen Niveau sie danach leider nie mehr erreicht haben. Weder mit Zetro noch mit Dukes. Hier ist noch nicht alles verballert, und die Songs haben echt noch Hooks die bleiben. Der hier gewählte Song ist auch einer meiner Faves von dem Album und aus der gesamten späteren Diskographie.

03. NEVERMORE - We Disintegrate
-> NEVERMORE wäre ganz klarer Sieger der Runde, wäre hier z.B. das Titelstück, der Herzensammler oder der Flussdrache nominiert. So reicht es nur aber immer noch für den dritten Platz. Eine Überband mit ihrem besten Album. Die Scheibe ist halt eine echte 10/10, und da sind alle Songs top. Aber die anderen genannten Stücke hätte ich halt noch weiter oben im internen Ranking gehabt, als alter Balladenepiker.

04. JOHNNY CASH - Solitary Man
-> Wenn er schon NINE INCH NAILS covern konnte, dann hätte er ja auch RAGE covern können, wie der Titel dem Teutonenstahlwerker suggerieren könnte. Toller Song. Dass ich CASH super finde, gerade den späten, ist ja bekannt. Und das ist eine Hymne. Punkt.

05. EUROPE - The Beast
-> Der eine oder andere Kollege lobt ja gerne mal die reunierten Europäer für ihr Spätwerk, und ich kann das auch durchaus nachvollziehen. Das ist verdammt stark gespielte Mucke, aber irgendwie mag ich die Haarspray-Achtziger echt lieber als die bluesigen Deep-Purple-Reminiszenzen, die im aktuelleren Sound auf einen zeitgemäßen Groove treffen. Trotzdem. Doch. Ist schon gut. Muss ich zugeben. Auch so eine Kiste, die ich demnächst mal komplettieren sollte. Die Apfelscheibe, von der das Stück stammt, habe ich, aber die beiden davor fehlen mir noch.

06. DEADSOUL TRIBE - Goodbye City Life
-> Erinnert mich daran, dass mir die letzten beiden Scheiben der Band noch fehlen. Mochte die Band immer sehr gerne, habe aber irgendwann den Anschluss verloren. Unabsichtlich. Der Song entwickelt sich mir ein wenig zu langatmig. Erst mit der zarten Passage um die 2.00 herum fängt er mich ein. Wie immer wundervoll gesungen von Devon.

07. OPETH - Ghost Of Perdition
-> Ich bin ja bei OPETH immer ein wenig zwiegespalten, aber die Scheibe habe ich sogar. Nicht völlig begeistert von Album und Song. Die rhythmuslastigen Parts mit dem Sprechgesang finde ich beispielsweise etwas schwierig. Aber ja, schon gut. Manche Parts sind toll. Aber nichts Überfliegendes für mich, weil es am Ende doch auf mich etwas gestückelt wirkt. Das soll der Komposition nichts nehmen, denn wer bin ich, hier Stückwerk vorzuwerfen. Für mich wirkt es aber so, weil ich halt manche Parts toll finde, und andere wiederum lästig. Das bin ich bei Bands nicht gewohnt, die ich insgesamt gut finde.

08. BLIND GUARDIAN - Punishment Divine
-> In einer Liveversion? Okay! Die Opernnacht war immer ein sehr schwieriges BG-Album für mich (im Diskographie Check mein vorletzter Platz), und es lag nicht vorrangig an der gerne bemühten Überproduktion, sondern schon primär am Songwriting. Das bestätigt nun auch die Liveversion, die ja roher klingt. Mir wollen die Songs von dem Album, die Refrains und auch die Leadgitarren einfach nicht so recht eingehen. Reicht immer noch für ein "gut", aber halt weit weg von meinen BG-Highlights.

09. 3 DOORS DOWN - Kryptonite
-> Die Band war ab initio natürlich eher so gar nicht das meine. Wobei meine Erinnerung sie auch ein gutes Stück nu-metallischer konnotiert hatte. Das ist unterm Strich ja einfach harmloser, aber durchaus lässiger Schönwetterpunk mit dezenten Rockabilly- und Southern-Groove-Momenten. Kann man gut hören.

10. OCEANSIZE - Only Twin
-> Auf die Gefahr hin, dass mal wieder jemand sagt: "Stimmt nicht, war im Soundcheck 10/2009.", oder so, sage ich hier mal fahrlässig: Ich höre zum ersten Mal von der Band. Etwaige vorherige Vorfälle habe ich im Zweifel vergessen. Bin kein Postrocker, war nie einer, und werde nie einer werden. Immerhin singt hier jemand, das ist gut. Mir ist das aber auf allen Ebenen zu introvertiert und reflexiv. Auch wenn ihr Respekt vor der Kunstform habe, knackt mich das selten so ganz, und wenn dann eher, wenn die fraglos tolle Dynamik in den Hochpunkten auch eine dunkle Wucht mitbringt, wie etwa bei SÓLSTAFIR. Gute Musik, aber etwas, das mich doch eher nervös macht als auf eine Reise mitnimmt, wie es wohl intendiert ist.
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Re: PMDECS - Twopointtripplezero - Diskussionsthread

Beitragvon Rüdiger Stehle » Sonntag 20. April 2025, 22:23

Gruppe 4:

01. JAG PANZER - Take To The Sky
-> Obwohl die Scheibe die erste seit der Reunion war, die nicht sofort zu 100% zünden wollte, weil sie eine gewisse sperrige Progigkeit mitbringt, ist natürlich JAG PANZER mit deutlichem Abstand meine größte Liebe in dieser Gruppe, und daher steht da auch der 1. Platz felsenfest. Die Band bedeutet mir persönlich so viel, ich hab sie so oft live gefeiert, teils auf Knien, und ich hab in den Frühneunzigern irrsinnige Aufwände getrieben, um die seltenen Sachen auftreiben zu können. Das verbindet in Mark und Blut und Seele. Und trotz der moderneren, progressiveren Ausrichtung ist "Mechanized Warfare" natürlich ein Statement erster Güte, und dieser Song sicherlich die Hymne schlechthin hieraus.

02. COUNT RAVEN - Nashira
-> Großartiger Song von einem wunderbaren Comeback-Album. Ich finde, dass sich wenige Sänger/Texter emotional tiefer in ihre Lyrik und Musik einbringen als Fodde. Ganz groß.

03. EIVØR - Krákan
-> Eine Färingerin sind in ihrer Muttersprache eine folkig, mantrisch, schamanische Weise über eine Rabenkrähe. Was erwartet ihr von mir? Mal wieder alle Wohlfühl-Trigger ausgepackt? Wie soll das keinen Stockerlplatz bekommen? Am 12.10. live im LKA/Stuttgart? Könnte man vielleicht mal hingehen und was anderes erleben als Metal.

04. JOHNNY CASH - Hurt
-> Bei aller Liebe zu Johnny Cash widerstrebt es mir irgendwie doch ein winziges bisschen einen Non-Metal-Song und noch dazu ein Cover einer ganz furchtbaren Band vor diverse Volltreffer von tollen Metalbands zu stellen, aber jo… das Ding ist halt einfach zu gut, um Gatekeeping zu betreiben. Obwohl ich sehr gerne Gatekeeping betreibe. Nun gut, Man in Black, Metaller ehrenhalber. Passt.

05. THE DISTILLERS - Dismantle Me
-> Wie euch ja nicht entgangen sein dürfte, spielt räudig, punkiger, unproduzierter Feminismus im Gefolge von PLASMATICS und L7 hier in der letzten Zeit eine durchaus beträchtliche Rolle. Die Band kannte ich bisher nicht. Gefällt mir super. Danke für den Tipp!

06. ADRAMELCH - Heap Of Bones
-> Dass mir YouTube vor dem Song eine Werbung für "Wagner Brezel Pizza" einspielt werte ich mal nicht als italophobe Keule. Wäre auch unangemessen, denn das ist natürlich ganz wundervoller Epic Prog aus Italien. Großartiges Album, toller Gesang, leidenschaftlicher Song, tolle Produktion. Ganz großes Kino, das jeden packen sollte, der early FATES WARNING, 1970er RUSH und DARK QUARTERER liebt.

07. FALCONER - Mindtraveller
-> Trotz der leicht schunkeligen Folkigkeit eine tolle Band mit einem herausragenden Sänger und natürlich liebe ich die skandinavischen Geschichten auch besonders. Ganz nach vorne reicht es nicht, weil mir der Song nicht ganz so tiefe Emotionen vermittelt wie die höher platzierten, aber das ändert nichts daran, dass er toll ist.

08. ORDER OF NINE - A Means To Know End
-> Hervorragender US-Prog/Power-Metal mit Vibes von QUEENSRYCHE und ICED EARTH. Mag ich. Diskographie teils etwas schwierig zu kriegen, wie ich sehe.

09. BEYOND FEAR - Scream Machine
-> Ich bin großer Fan von Tim Owens, mochte die PRIEST-Scheiben mit ihm, und ich liebe das Debüt von WINTERS BANE, aber diese Scheibe habe ich tatsächlich bis heute ausgelassen, obwohl man die immer wieder fast geschenkt bekam. Warum, das nimmt der Titel vorweg. Ich finde es ziemlich schlimm, dass er sich hier auf diese eine Qualität seiner Stimme konzentriert, obwohl er meines Erachtens auch in zurückgenommeneren, melodischeren Bereichen glänzen kann. Dieser ständige Painkiller-Mode nervt mich. Für einen Song ist das okay, aber auf Albumdistanz stört es mich echt. Wobei ich mir durchaus vorstellen könnte, mir dieses Album und die Soloscheibe doch mal noch zu holen.

10. BLIND GUARDIAN - And Then There Was Silence
-> Manche Leute scheinen das falsche BG-Album ganz gerne zu mögen, was? Bin kein Fan des Albums. Warum, das habe ich in der Gruppe 3 schon erklärt. Die Songs ziehen sich und fühlen sich für mich sperrig und ziel- und rastlos an. Die Single, die wir hier haben, erinnere ich dennoch als den besten Song der Scheibe.
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