|
|
Hier geht es um das alles, was den Rocker / Metaller / Goth so bewegt.
von Dead_Guy » Sonntag 5. Juli 2026, 00:32
 Mari Lwyd - Future King Dungeon Synth dürfte das letzte Genre sein, was ich für mich entdeckt habe. Hatte ich schon in meiner Spätjugend eine Vorliebe für Dead Can Dance und Dark Ambient wie Dahlias Tear, war Dungeon Synth etwas später dran, dürfte u.a. am Forum gelegen haben, das ich das Genre kennen gelernt habe. Und heutzutage dank YT-Channels wie The Dungeon Synth Archives bin ich da etwas tiefer in die Materie reingekommen. Dabei wurde ich schnell Fan des Labels Gondolin, einerseits wegen der Geschmackvollen Gestaltung wie Farbgebung andererseits ist die Qualität in deren Stall besonders hoch, besonders wichtig in einem Bereich der Musik wo der Einstieg für einen Künstler sehr niedrig ist und dementsprechend viel Mittelmaß rumläuft. ''Future king'' vom walisischen Projekt Mari Lwyd ist da meilenweit drüber anzusiedeln und kann auch Nicht-Genre-Fans eventuell bekehren, das wir es mit einer sehr dynamischen Angelegenheit zu tun haben. Hier gibt es 10 im Verhältnis knackige Stücke, die sehr verspielt und detailliert sind, kein ''die selbe Keyboardtaste wird eine Minute gedrückt bis die nächste kommt''. Auch gibt es relativ häufig Trommeln und dergleichen, was es für Leute interessant macht, die etwas wie Rhythmus brauchen (ich bspw konnte rhythmuslose Musik lange Zeit nur unterwegs hören). Atmosphärisch fängt man den Alltag des Mittelalters hervorragend ein, manchmal erscheinen Burgen und Schlösser, dann Märkte und ein anderes Mal große Feiern vor dem inneren Auge, alles hat einen positives Vibe, keine Dunkelheit, dafür gezielt eingesetzter Bombast und man fühlt sich an alte Rollenspielsoundtracks erinnert. Aktuell dürfte dies meine liebste Veröffentlichung aus dem Bereich sein, einfach weil sie soviel Spaß macht und enorm kurzweilig ist, stellenweise hat es was von einem Folk Album was statt mit traditionellen Instrumenten am Keyboard entstand, seltener klingen die Synthies nach solchen. Nochmal: wem das ganze bisher immer zu monoton, minimalistisch und undynamisch war, der kann sich hier gerne verführen lassen, vllt kann dieses Werk diese Personen doch fürs Genre begeistern. https://gondolinrecords.bandcamp.com/al ... h_rank%3D5
-

Dead_Guy
- Weichspülmetaller
-
- Beiträge: 1233
- Registriert: Donnerstag 16. Oktober 2025, 20:38
- Wohnort: Lage (NRW)
von Dead_Guy » Sonntag 5. Juli 2026, 11:54
Liest hier noch wer mit oder mach ich nur für mich?
-

Dead_Guy
- Weichspülmetaller
-
- Beiträge: 1233
- Registriert: Donnerstag 16. Oktober 2025, 20:38
- Wohnort: Lage (NRW)
von salisbury » Sonntag 5. Juli 2026, 16:40
Dead_Guy hat geschrieben:Liest hier noch wer mit oder mach ich nur für mich?
Ich lese mit, komme aber gerade kaum zum Hören, sorry 
Realer Name: Thomas Becker
-

salisbury
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 23042
- Registriert: Samstag 10. April 2010, 15:52
- Wohnort: München
von Jens Wilkens » Sonntag 5. Juli 2026, 18:12
Hier haben mich zwei Sachen getriggert: 1) Der Bandname: Die Mari Lwyd-Tradition ist mir in der einen oder anderen unheimlichen Erzählung bereits begegnet. 2) Das Artwork: Wie schon bei GORGYRA gefällt mir die Covergestaltung extrem gut. Die Musik sagt mir auch sehr zu. Schade, dass die Platte schon ausverkauft ist. Im Genre Dungeon Synth kenne ich mich nicht gut aus, obwohl auch ich früher viel DEAD CAN DANCE gehört habe. Das sollte also schon etwas für mich sein. Da könnte ich mal tiefer graben. Danke für den Tipp!
-

Jens Wilkens
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 3872
- Registriert: Donnerstag 20. Januar 2022, 22:31
von Dead_Guy » Sonntag 5. Juli 2026, 19:10
Ich würde jetzt auch nicht sagen das mich in dem Genre gut auskenne, ich hör es nur gerne. Dungeon Synth ist ja auch ein vielfältiges Genre mittlerweile, den klassischen, minimalistischen wie es der Gründer Mortiis oder neuerer Tage Thangorodrim zelebrieren, dann mittelalterliches wie das hier besprochene, dass Subgenre Comfy Synth, was perfekt ist um mit Kakao und Keksen unter einer warmen Decke zu verschwinden usw. Gab ja zum Geburtstag des DF ein Specialheft von den Stammlesern, da ist ein sehr gelungenes und ausführliches Special zu Dungeon Synth drinnen.
-

Dead_Guy
- Weichspülmetaller
-
- Beiträge: 1233
- Registriert: Donnerstag 16. Oktober 2025, 20:38
- Wohnort: Lage (NRW)
von Dead_Guy » Montag 6. Juli 2026, 21:43
 Echoes Of Yul - The Healing Für die Listen die man auf Discogs findet bin ich sehr dankbar, denn einen großen Teil der Sachen die ich so höre (vor allem die wenig bis gar nichts mit Rock/Metal zu tun haben) habe ich so kennen gelernt. So auch dieses Einmannprojekt aus Polen, welches in einer best-of-2015 Listen drinnen war. Und das bei den Stilen Sachen wie Drone, Ambient und Krautrock genannt wurden war ich sofort interessiert. Aber was genau ist es denn jetzt? Schwer zu sagen, denn leicht zu definieren ist das ganze nicht und mit typischen Schubladen kommt man nicht weiter. Am ehesten kann man das ganze als einen Soundtrack verstehen, einen für einen obskuren, der mit atmosphärischen Bildern arbeitet und dabei keinerlei Story folgt sondern den Zuschauer mit Stimmungen konfrontieren will. So gibt es ruhige Momente wo Rauschen auf Piano-Klänge treffen, gezupfte Gitarren die Post Rock Anleihen mitbringen aber auch hartverzerrte elektronische Klänge, einen präsenten Bass und Momente die eher in Richtung Unwohlsein bzw. unheimlich tendieren. Dabei kippt die Stimmung gerne mal sofort, eben noch nachdenklich wird in wenigen Sekunden aufbrausend und chaotisch, dabei wirkt es eher zufällig und improvisiert, so wie ein Gedankenkarussel, wo man auch nicht weiß wie wann welche Emotionen aufkommen. Und da kann die Musik gerne gerne mal fordernd sein, denn wenn gleichzeitig ruhige Ambient-Passagen wie fiese Electronic-Klänge mit Großstadtwahn auf einen einprasseln weiß man nicht so ganz welcher der beiden Atmosphären man jetzt den Vorzug geben will. Aber für mich macht genau dies den Reiz dieser Platte raus, das Sprunghafte und Konfuse erzeugt eine ganz eigene Art des Kopfkinos und lässt sich am ehesten mit einer Reise ins Unterbewusstsein beschreiben, wo man ja auch nie weiß was auf einen zukommt. Musik um sie im dunkeln alleine unterm Kopfhörer zu genießen oder fürs perfekte Erlebnis beim nächtlichen Sparziergang durchs örtliche Industriegebiet. https://echoesofyul.bandcamp.com/album/ ... h_rank%3D1
-

Dead_Guy
- Weichspülmetaller
-
- Beiträge: 1233
- Registriert: Donnerstag 16. Oktober 2025, 20:38
- Wohnort: Lage (NRW)
von frankjaeger » Dienstag 7. Juli 2026, 09:24
Dead_Guy hat geschrieben:Liest hier noch wer mit oder mach ich nur für mich?
Nur eine Zeitfrage, ich lese mit, aber mehr ist aktuell kaum möglich, stecke in einem Festivalbericht fest 
-

frankjaeger
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 16907
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
- Wohnort: Burtenbach
-
von Dead_Guy » Dienstag 7. Juli 2026, 11:12
Klingt interessant, welches denn? Ich selber bin nächste Woche auf dem Chaos Descends, endlich schaff ich es dorthin und dann ist es die finale Ausgabe, schnief.
-

Dead_Guy
- Weichspülmetaller
-
- Beiträge: 1233
- Registriert: Donnerstag 16. Oktober 2025, 20:38
- Wohnort: Lage (NRW)
von frankjaeger » Mittwoch 8. Juli 2026, 07:50
Es ist das Vainstream.
-

frankjaeger
- Musikredaktion
-
- Beiträge: 16907
- Registriert: Sonntag 7. Februar 2010, 22:29
- Wohnort: Burtenbach
-
von Dead_Guy » Donnerstag 9. Juli 2026, 21:54
 Rodung - Waldvolk Heute mal einen kleinen Freundschaftsdienst, da ein guter Online-Bekannter, der seine musikalische Vision in unzähligen Dungeon Synth und Black Metal Pojekten auslebt, ein wunderschönes neues Album aufgenommen hat. Vorliegendes Werk dürfte vor allem denen Freude bereiten die sich dem Genre über seine romantisch-verträumte Seite nähern, die Schroffheit und Kälte wirken nie abweisend oder gar feindselig. Zu der verzerrten Gitarre gesellen sich atmosphärische Keyboardflächen, simple Meldiebögen sowie Gesang, der sich in Gestalt von formlosen Schleiern präsentiert. Ja das ganze ist kitschig, aber das passiert auf so naiv-unschuldige Weise, das man dem Ganzen gar nicht böse sein kann und lebt von seinem kindlichen wie unbekümmerten Vibe. Das Ganze hat was von wieder Klein sein und an den Händen der Eltern einen Spaziergang durch einen Winterwald zu machen, die Sonne lässt den Schnee glitzern und trotz der kalten Temperaturen fühlt man such geborgen und erfreut sich an der Schönheit der Natur und stellt sich in der Fantasie vor, welche mystischen Lebensformen den Wald wohl durchstreifen mögen. Ein Album um den Alltag zu vergessen und mal wieder Kind zu sein. https://www.youtube.com/watch?v=flYQZK5 ... rt_radio=1
-

Dead_Guy
- Weichspülmetaller
-
- Beiträge: 1233
- Registriert: Donnerstag 16. Oktober 2025, 20:38
- Wohnort: Lage (NRW)
Zurück zu Die Rockbar
Wer ist online?
Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast
Powered by phpBB © 2000, 2002, 2005, 2007 phpBB Group
Deutsche Übersetzung durch phpBB.deTime : 0.103s | 12 Queries | GZIP : Off
|
|