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von salisbury » Dienstag 8. Februar 2011, 10:24
Regina Löwenstein hat geschrieben:Uiii, Wichtel lässt grüßen! Der Ego-Kläffer ist saugeil, phänomenal, einfach knulzig. Den Gesang bei Madder Mortem finde ich großartig - und von einer erklärten Metal-Chauvinistin muss das was heißen. Von der Stimme bekomme ich eine meterdicke Gänsehaut.
Solche Kommentare laufen natürlich runter wie Öl  . Mit dem Wichtelsampler hab ich natürlich schon viel aus meinen Top100 verraten. Meterdicke Gänsehäute bei Frauen finde ich allerdings unattaktiv...
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von salisbury » Donnerstag 10. Februar 2011, 23:26
Nach zwei relativ aktuellen Knobelwürfeln geht es nun wieder zurück in die Vergangenheit und deren Aufarbeitung, Die Zeit 1993/1994 war für mich sehr intensiv. Das Abitur stand vor der Tür. Meine erste Band wurde (Gott sei Dank mit Würde) zu Grabe getragen. Dazu noch unglückliche Frauengeschichten. Musikalisch gab es für mich nichts besseres als Waltz und Dream Theater und alles andere wurde daran gemessen. Es mussten viele Töne, krumme Takte, schnelle Soli sein. Mindestanforderung war, dass es zumindest ordentlich metalt (Metal Church…). Rush z.B fand ich damals extrem doof! Dann hat mich ein Kumpel auf folgendes, für mich sehr wichtiges Album aufmerksam gemacht. Platz 77: Pendragon – The Window of Life  Das war mein erster und folgenschwerer Kontakt mit dem Progrock/Neoprog-Genre. Die schweren Orgeltöne und das faszinierende Solo am Anfang von „Walls of babylon“ haben mir die Ohren geöffnet. Ohren für diese warmen, beruhigenden Klänge von Bands wie z.B Pink Floyd, Marillion, IQ u.v.m. Bei Pendragon hat es mir auf einmal überhaupt nichts mehr ausgemacht, dass die Musik härtetechnisch irgendwo zwischen David Hasselhoff und Modern Talkig pendelt. Weil es einfach absolut bezaubernde Musik ist. Z.B. Nick Barrets softe Stimme mit dem cleanen britischen Akzent. Die an ein unendlich sich erstreckendes Wolkenmeer erinnernden Plüschsynthies. Oh, und die Leadgitarre. Einmal im Leben möchte ich das Solo von „Breaking the Spell“ fehlerlos und mit so viel Gefühl mitspielen können. Und es mag kitschig und weltfremd sein, aber diese Worte aus der Feder und dem Munde von Mr. Nick Barrett sind für mich absolut schön. Through the wind and the rain and the snow I'd follow you up mountains, round the moon and the stars and back again And I'll always be waiting for you And when we cast that final spell We'll meet in our dreams, a place that no one else can go Don't ever let your love die Don't ever go breaking the spellUnd bei den eigenen Top100 darf man doch auch schwärmen, oder? In der Ruhe liegt die Kraft! Walls of BabylonBreaking the spellAm I really losing you?
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von Loenz » Freitag 11. Februar 2011, 13:33
Das ist zwar durchaus kompetent gezockt. Aber da nehme ich viel lieber die Originale wie Genesis.
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von Martin van der Laan » Freitag 11. Februar 2011, 14:57
Hey, Sally, das ist wirklich ein sehr schönes Album, das ich schon fast vergessen hatte. Muss ich dringend mal wieder hören. PENDRAGON besaßen ein sehr feines Gespür für tolle Melodien, Kompostionen mit viel Feingefühl. Klasse!
668 - Neighbor of the Beast
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von salisbury » Freitag 11. Februar 2011, 19:14
Sag mal Loenz: auch wenn das viele sagen, ich hör da echt wenig Parallelen zw. Pendragon und Genesis. Wie hört ihr das alle immer...? Pendragon sind ganz sicher "objektiv" nicht die stärkste Neoprogband. Schau nur den Holg an, der ist da echt gelangweilt. Ich finde die Musik aber einfach unglaublich beruhigend/entspannend und wahnsinnig schön. Martin: überraschend, aber natürlich sehr erfreulich, daß Dir das gefällt. Ich hätte befürchtet, daß Du schon nach den ersten zwei Minuten von 'Walls of Babylon' im Tiefschlaf versinkst  . 
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von Loenz » Freitag 11. Februar 2011, 20:09
Gut bei Walls of Babylon hast du am Anfang ein sehr ähnliches klingendes Riff wie bei Shine on your Crazy Diamond. An Genesis erinnert halt der Aufbau der Songs, die Synthies usw. Das ist aus meiner Sicht schon sehr inspiriert von Genesis. Wie gesagt schlecht ist das nicht, nur mir dann im Gesamten zu sehr ab geschaut und zu kitschig. Und ja ich mag durchaus auch Neo oder Retro Prog Bands. Man nehme nur die alten Spock´s Beard Sachen, Transatlantic, Marillion oder IQ.
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von salisbury » Samstag 12. Februar 2011, 00:29
Gehen wir noch etwas zurück in die Zeit des Grunge. Ich mag Grunge. Ich mochte den Stil schon immer. Harte, melancholische Rockmusik mit 70er-Einflüssen. Zwar habe ich Grunge anfangs etwas skepisch aufgenommen, weil viele Bands den Genres arg gehypt wurden. Bands, die alle gut finden sind immer irgendwie faul. Aber Soundgarden, Temple of the Dog, Nirvana, The Screaming Trees, Alice in chains (usw...) waren/sind musikalisch überzeugende Bands mit viel Stil und Flair und einer Attitüde (oder Anti-Attitüde), die mich seinerzeit angesprochen hat. Mein Platz 76 steht hier also stellvertretend für diese ganze Hoch-Zeit des Grunge mit all ihre Facetten. Platz 76: Pearl Jam - Ten (1991)  Wenn Pendrogon - 'Window of life' (Platz 77) für mich ein introvertiertes Album ist - Musik für mich allein - so ist 'Ten' Musik, die ich mit Gesellschaft assoziiere. Damals die Parties, Rumhängen mit Kumpels, Bier trinken, Zeux rauchen, Nivana und Pearl Jam hören. Und Doors. Ja, das hatte was. Und trotzdem, 'Jeremy', 'Black', 'Garden' oder 'Alive' sind Nummern, die auch den Zahn der Zeit überstehen und mich auch soeben gerade jetzt wieder überzeugen. Die Originale gibt's natürlich net auf YT, dafür aber ein paar schöne (Unplugged)-Liveversionen. Kennt sowieso jeder... JeremyGardenBlack
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von salisbury » Samstag 12. Februar 2011, 19:28
Kommen wir vom Grunge zum Metal und gehen noch ein Jahr zurück: Platz 75: Slayer - Seasons in the abyss (1990)  SLAYER waren enorm wichtig für mich. DEEP PURPLE haben mich für "harte" Musik empfindsam gemacht, due Gunners haben mich in die "Szene" gebracht (Äggsel auffem Titel vom METAL HAMMER; oder so...), aber SLAYER war meine erste richtige METAL-Erfahrung. "South of heaven" wars. Alter Falter, dieser Sound, diese Geschwindigkeit, das war schon sehr beeindruckend und dann war's auch nur halb so "böse" wie ich's mir immer vorgestellt hab. Ich - und viele meiner Mitschüler gingen voll auf SLAYER ab und wir waren alle zum Release von "Seasons in the abyss" im Laden und sind dann mit unseren Platten in die Schule. Bis heute finde ich das Album phänomenal. SLAYER sind eben NICHT nur Geboller, schon gar nicht auf 'Seasons'. Nein, die Stärke hier ist die Abwechslung, gerade im Midtempo (Expendable Youth, Blood Red, Dead Skin Mask) sind SLAYER saustark! Und der Titelsong ist einfach mal der stärkste SLAYER-Song ever! Und er macht unheimlich Spaß, selber mit der Band zu spielen! Seasons in the abyssDead Skin Mask
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von firestarter » Samstag 12. Februar 2011, 19:49
salisbury hat geschrieben:Und der Titelsong ist einfach mal der stärkste SLAYER-Song ever!
Nö, is ja noch nich ma der beste auf diesem Album, der heisst nämlich "Death! Skin!! Maaaaaask!!!" Slayers progressivstes, melodischstes, vielschichtigstes und zweitbestes Album. 
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von Loenz » Samstag 12. Februar 2011, 22:09
Sehr geiles Album. Slayer haben halt nach der Reign in Blood nicht den Fehler gemacht, noch schneller und brutaler agieren zu wollen. Sondern haben dann geschickt das Tempo variiert, wie hier und auf der South of Heaven.
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