Feuchtbiotop mit 100 Arten

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Freitag 11. März 2011, 00:33

Der Kollege Holg überrascht mich immer wieder. Jetzt mag er Godspeed und Neurosis...YES! Weiter so! Wenn der ich mit meinen Postrockbands schon nicht punkte, dann tut es der Frosch. Zusammen sind wir stark:) Weg mit dem Tradionalistenstaub! :grins:
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Freitag 11. März 2011, 01:23

Der Holg mit seinem üblichen Rundumschlag.

Dredg: Sehr feines Album, aber ich bin wohl zu sehr Mainstream, denn ich bevorzuge tatsächlich das grüne Album. Müsste dem Frosch doch eigentlich auch ganz sympathisch sein.
[/quote

Ich mag ohnehin alles von denen. Ausnahmslos.

Savoy Grand: Sehr feine Musik, die ich auf jeden Fall noch kaufen werde. Die Stimme ist wunderschön und die fast sporadische Instrumentierung unterstreicht dies hervorragend.


Wat? Bin ich hier im falschen Film? :grins: Find ich ja klasse, du bist ähnlich unvorhersehbar wie ich mich selbst gerne sehe ;)

Emperor: Damit kann ich tatsächlich absolut gar nichts anfangen. Das klingt für mich viel zu überladen und erschlagend.


Das ist es tatsächlich, also überladend und erschlagend. Die Frage ist, ob man das mag oder nicht. Dir gefällts offensichtlich nicht ;) Ich mag meinen BM auch gerne reduziert und roh, aber so opulent mundet es eben auch.

Keep Of Kalissin: Das ist handwerklich sicherlich toll, allerdings kann ich mit dieser Art des permanenten Rumgeklöppels überhaupt nichts anfangen. Das ist ähnlich wie bei Emperor, hier allerdings etwas erträglicher.


"Permanentes Rumgeklöppel" - okay, ich sehe was du meinst, aber grade KOK klöppeln auf Albumlänge nicht durch. Da wird nichtmal gleichförmig durchgekreischt oder durchgehend nur dissonant gerifft. KOK sind ja grade deshalb so toll weil sie eben NICHT gleichförmig sind. Aber ich denke, ich weiß trotzdem was du meinst - dir läufts halt nicht rein, schade drum ;)

Goodspeed: Sehr interessante Scheibe, die ich bei einem ehemaligen Kollegen und Musiker kennen gelernt habe als wir gemeinsam über einer Charttapete für die Kollegen saßen, Dosenbier getrunken haben und zynische Sprüche zu den selbst gemachten Schnappschüssen der Kollegenschar erdachten. Es war eine sehr lange und unterhaltsame Nacht und die Scheibe lief die ganze Zeit, weil wir viel zu sehr mit den Photos beschäftigt waren, um sie zu wechseln. Gekauft habe ich sie trotzdem nie. Hm …


Hä? Wer bist du und was hast du mit Holger gemacht? :D

Neurosis: Von denen habe ich "Word As Law" als Vinyl. Selten angehört, aber jedes Mal cool gefunden.


Ganz andere Musik, natürlich ebenfalls großartig aber ganz anders. Also wenn du mit SAVOY GRAND dich anfreunden kannst dürfte die "Storm" zumindest nicht uninteressant sein - die ist nämlich über weite Strecken ähnlich ruhig bzw. ruhiger. Aber auch lauter. Anders eben. Aber doch vergleichbar. Ähm, ja...

Reign Of Kindo: Hoppla! Das ist ebenfalls sehr fein. Gesang ist toll, die Musik abwechslungsreich und in allen Songs sofort ansprechend. Eine feine Nummer Eins einer spannenden Liste, die eigentlich eher parallel, denn überkreuz mit meiner Liste verläuft.


Wie Eike schon treffend festgestellt hat, außergewöhnlich gute Popmusik eben. Tut keinem so richtig weh weils unkonventionell ist um die Schrägies nicht komplett zu verschrecken aber dennoch schmusig genug um die Nichtschrägies für sich einzunehmen, und mit "nicht richtig wehtun" meine ich natürlich "Jeder mag es". Und dann gibt es noch Leute wie mich, die das in jeder Hinsicht überragend finden :) Aber scheinbar gibts von dieser Art Leute nicht grade wenig, wie gesagt: ich habe schon enorm viele Leute mit der Band infiziert.

Bzgl. "parallel statt überkreuz" - etwas anderes hätte mich überrascht :grins: Sobald ich deine Liste beehre werde ich wohl ebenfalls viele nette und auch fiese Kommentare abgeben können, weil ich nach einem ersten schnellen Blick zu urteilen nicht allzuviel kennen sollte. Aber auch nicht allzu wenig, es wird also auf jedenfall interessant. Danke jedenfalls für die Zeit die du hier reingesteckt hast x)


salisbury hat geschrieben:Savoy Grand findest Du toll aber PRR sind Dir dann zu RUHIG? Also eigetlich hätte ich es gerafft, wenn Du den Text von PRR zu SG geschrieben hättest. Ich hoff Du hasst mich jetzt nicht für meine blöden Fragen immer


Genau das habe ich mir auch gedacht ;) Seltsam seltsam...

Der Kollege Holg überrascht mich immer wieder. Jetzt mag er Godspeed und Neurosis...YES! Weiter so! Wenn der ich mit meinen Postrockbands schon nicht punkte, dann tut es der Frosch. Zusammen sind wir stark:) Weg mit dem Tradionalistenstaub!


Hehe, ja... ich glaube da stehen wir auf verlorenem Posten in diesem Forum :grins: Aber wie schon eine bekannte Metalkombo sagte "We will fight on!" (das hat doch sicher irgendeine Epic/True Kapelle mal abgelassen, oder? Jetzt sagt mir bitte nicht es war MANOWAR, auch wenn das zu vermuten steht ... :D )
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 2. April 2011, 11:40

So, jetzt geh ich doch mal die Froschliste durch. Erstens weil sie cool ist und zweitens, weil er das so schön gemacht hat mit dem Verlinken. Hier die untersten 10 (hören braucht ja auch Zeit...):

100: Silbermond

Klingt erstaulich hardrockig und cool, aus dem Radio kennt man ja nur Popsongs. 'Symphonie' find ich aber eklig!

99: Olli Banjo

Ach, nö; das kann man EINMAL anhören. Fanta 4 oder Fettes Brot find ich da (etwas) besser. Texte sind aber lustig.

98: Brings

Oktoberfest auf Kölsch…

97:: Yehudi Menhuin

Oh, da mag ich jetzt kein Kommentar abgeben. Sowas sollte man sich konzentriert reinziehen und urteilen, ob es gefällt oder nicht.

96: Kreator – Extreme Agression

Krähter sind geil, aber in meiner Top-Liste knapp gescheitert. EA war meine erste, ‚Renewal’ ist meine Liebste. Betrayääääääääääh!

95: A skylit drive

Das erste Song ist super. Tolle Frau! Der zweite so mittel. Kann das sein, dass da etwas Coheed&Cambria durchschimmert? Mit dem dritten entscheide ich, die Band eher nicht auf die Einkaufsliste zu nehmen. Is mir zu easy listening catchy stuff. Und der Brüller nervt.

94: Ulver

Mit Sicherheit eine der interessantesten Bands aus Norwegen. To be explored…Unglaublich, was die so alles probiert haben. Du hast recht, der rasende Blackmetal hat schon was, auf der 1 cent-Produktion hört man tatsächlich schöne Melodien. Ich denke aber trotzdem, dass ich andre Ulver-Alben vorziehen werde.

93:

Process of Guilt:


Find ich jetzt aber schon etwas weiter weg vom Qualitätsniveau der göttlichen Neurosis, lieber Frosch!

92: Chili Peppers – By the way

Mag ich prinzipiell, ich hatt sie ja auch mit ‚Californication’. Mir sind die danach aber etwas zu 'leicht' oder seicht geworden, die harten Funkrockeinflüsse sind so gut wie weg. Dewegen denke ich, alle nach 'Californication' nicht zwingend haben zu müssen.


91: Sven Väth:

Ich will nicht sagen, dass die Musik schlecht ist. Das ist schon cool arrangiert, mit jedem Durchlauf kommt was neues dazu, man kann sich da voll reinsteigern. Nur, mir gefällt der Klang an sich nicht, vor allem bei der Percussion. Allerdings kann man sich an so was auch gewöhnen. Ist mir beim Blackmetal auch gelungen. Also, SCHLECHT ist das garantiert nicht. Sogar richtig gut! Hoppla!

90: Sonata Arctica

SA ist immer irgendwie ein Overkill an Sound. Tackatacka, die Doublebass. Gniedeldudel, die Gitarren, weeeeheeeeeiiiih, der Gesang. Wenn dann die erste körperliche Abwehrreaktion ausgetrickst werden kann, gefällts mir aber. Schöne happy Metal Musik, die mich immer sehr an Helloween erinnert. Und die mag ich ja auch sehr! Allerdings, Frosch, kann es sein, dass die in den letzten Jahren so richtig schlecht geworden sind? Auf den Rockhard-Festival hab ich mich auf sie gefreut, aber das war ja weniger als nix, was von denen rüberkam…


Lustige Ausblicke über den Tellerrand. Mit Väth als doller Überraschung. To be continued…
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 2. April 2011, 12:24

Die zweituntersten Zehn:

89: Rammstein – Herzeleid

Ich mag alles von Rammstein bis einschließlich ‚Reise, Reise’. Kontovers und einzigartig!

88: Killswitch Engage – The End of a heartache

Hab ich auch als gebrannte CD da, und hab sie damals auch ein paarmal gehört. Ist aber nicht hängengeblieben. Klingt wie ne härtere und schwächere Version von Faith No More (?). Eher verzichtbar.

87: Korn – Korn

Ich versteh nicht ganz, warum manche so negativ emotional auf Korn reagieren. Das ist Musik mit Groove und coolem Gesang. Gar nicht so weit weg von ANTHRAX-Alben neueren Datums (vgl. Stomp 442). Aua, aua, jetzt gibt’s aufs Maul….


86: Abigor

Hach ja, Black Metal. Ich mag ihn, wenn er wie BURZUM klingt. Oder wie Emperor oder Enslaved. Das hier macht mich unglaublich nervös, herrje, es passiert einfach ZUVIEL und da krieg ich Kopfschmerzen…sorry, Frosch, bisher der Teifpunkt der Liste…

85: In Flames – Whoracle

Keine große Liebe gibt es zwischen mir und IN FLAMES. AT THE GATES mag ich und eine gewisse Ähnlichkeit ist da schon da, aber nö. Der Gesang: Nö.

84: Nile

Nein, nein, nein, ganz ganz furchtbar schrecklich! Hab ich was gegen Abigor gesagt? Abigor sind absolut phantastisch dagegen…

83: In Aviate

Besser. Puh. Ein bischen dünnes Stimmchen für nen DREDG-Vergleich, wa? Nett!

82: Oasis

Hab mich noch nie mit OASIS beschäftigt. Cigarettes&Alcohol is halt netter Rock’n Roll. Der Rest auch. Ich hör dann doch lieber die Stones.

81: Slayer – Reign in blood

Die drittbeste SLAYER. Schön!

80: Ensiferum

Runkel, schunkel. Und dann der ‚Gesang’ dazu. Ich hasse so Musik.

Ich glaube, das war der schwächste Block in Froschs Liste...Slayer und Rammstein mal ausgenommen
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 2. April 2011, 13:21

79: Amen Ra

Instrumental gefällt mir das ziemlich gut! Aber WARUM muß man das mit so schecklichen Vocals belegen? Es sind echt oft die Vocals, die mir im Metalbereich gute Musik vermiesen. In diesem Stil werde ich mich sowieso zuallererst mit CULT OF LUNA befassen. Erst dann (vielleicht) mit ihren Kopisten…

78.) Have Heart


Das Cover find ich sehr anmutig. Leider zählt Hardcore nicht zu meinen bevorzugten Stilen. Das wird mir auch hier wieder klar. Der Grund: Dieses kurze Geshoute. Bäääh! Die Band ist in ihrem Bereich aber recht gut. D.h ich ertrage den Song easy bis zum Ende und möchte sogar noch einen zweiten hören.

77.) Mike Snow

Jetzt dachte ich nach dem ersten Song: schöne, anmutige Popmusik. Dann kommt dieser furchtbare Popreggae-Song Animal. Auch Song 3 zieht mich eher nicht rein. Weiter…

76.) Them Crooked Vultures

Ach, ja die Rocksupergroup! Rockt ganz ordentlich ab. Vielleicht bei Gelegenheit brüchte ich hier mal das Album.

75.) Another Breath

Klingt ganz amtlich. Aber nicht ganz so meins again…

74.) Kylesa

‚To forget’ ist ja erstmal herrlich. Schön altbacknener, psychedelischer Sound. Frau am Mikro. Ist das der beste Song bisher auf meiner Reise durch die Froschliste? Auch ‚Crowded Road’ startet sehr blautier-kompatibel. Aber das Mädel mocht ich doch viel lieber. Hmmm, Zwiespalt. Aber ich mag den Sound und die Musik sehr. Sehr orginell. Ich bleib da mal dran!


73.) Misery Signals


Kylesa war ein schöner warmer Sound. Das hier ist steriler, kalter, vollkommen gefühlloser Metalbrettsound. Ich boykottiere das. Und dann rööööööööhrrrr. Fuck it!

72.) Enslaved – Ethica Odini

Super Album! Für meine Top100 ist das Album aber zu jung. Ich hab die Ruun drin Die hier ist aber auch am klettern. Das ist auch wieder ein Reinfühlsound, sehr angenehm und doch Metal! Ich bin ja aggressivem Gesang sehr oft abgeneigt, aber dieser Sänger ist ein absoluter Könner, der das Böse genauso beherrscht wie ein Herr Akerfeldt. Und live ist das absolut unfassbar geil! Ich wünsche mir, dass diesen Band bald die Metalfestivals headlined, weil sie absolut over the top ist. Was für ein Tier an Album!


71.) Gojira

Mit GOJIRA haben ich mich schon beschäftigt. Manche Menschen möchte mir da weismachen, dass sie mit Götterbands wie ANACRUSIS oder VOIVOD mithalten können. Das ist absoluter Unsinn, der Sound ist ja wieder der, den ich boykottiere, der Gesang ist mehr als nur furchtbar. Technische Perfektion hin oder her, ich will das nicht, ich brauch das nicht. Weg!

Ich hab glaub den ersten 'forgotten gemstone' mit KYLESA gefunden, den ich eher früher als später in meiner Sammlung haben möchte. Damit mach ne Pause und genieße das schöne Sommer(!)-Wetter.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Samstag 2. April 2011, 13:54

salisbury hat geschrieben:Kann das sein, dass da etwas Coheed&Cambria durchschimmert?


Ja, aber das schimmert überall durch wo der Sänger scheinbar seine Eier in einen Schraubstock zwängt. Aber auch musikalisch ist das durchaus nicht unähnlich, Post-Hardcore ist dem Progressive nicht unähnlich an manchen Tagen.

Process of Guilt:

Find ich jetzt aber schon etwas weiter weg vom Qualitätsniveau der göttlichen Neurosis, lieber Frosch!


Ich sag nicht dass sie so gut sind, aber manche Passagen sind thematisch ähnlich gemacht ;)

Lustige Ausblicke über den Tellerrand. Mit Väth als doller Überraschung. To be continued…


Ich sags sicher zum tausendsten Mal ( :grins: ): Vieles von dem, was hier drin steht, höre ich mitlerweile kaum oder garnicht. Grad 100-50 hat einige solcher Bands, die ich aber hier reingenommen habe weil sie mal sehr wichtig waren für mich. Und anhören kann ich mir alles davon immernoch sehr gut, meine Vorlieben sind nur eben mitlerweile ganz anders und sowas wie SONATA oder ENSIFERUM wird sich höchstwarscheinlich nicht mehr wiederholen. Mag die Bands trotzdem :)
VÄTH allerdings ist immernoch geil, genauso wie BANJO. Und irgendwie ist Hop hier ohnehin unterrepräsentiert, so wie vieles anderes auch... ach, diese Liste macht mich fertig.

Klingt wie ne härtere und schwächere Version von Faith No More (?). Eher verzichtbar.


KSE wie FAITH NO MORE? Ähhh... ich glaube nicht.

Abigor:

sorry, Frosch, bisher der Teifpunkt der Liste…


War zu erwarten. Ich mag die besonders deshalb, weil die eben so garnicht klingen wie irgend eine andere Band. Wie ich auch schon geschrieben habe, ich kenne nichts was auch nur ähnlich klingt... sehr einzigartig.

In Aviate

Besser. Puh. Ein bischen dünnes Stimmchen für nen DREDG-Vergleich, wa? Nett!


Auch hier gilt: die klingen nicht wie DREDG, sondern haben musikalische Gemeinsamkeiten. Die
Stimme allerdings gehört mit Sicherheit nicht dazu.


Insgesamt durchaus nachvollziehbare Eindrücke, dass dir die ganzen -Core Einlagen nicht zusagen ist einerseits Schade, andererseits aber auch irgendwie zu erwarten. Dem durchschnittlichen Metaller jagt das nach wie vor den eine Gänsehaut über den Rücken, dabei sind die Vocals nur "vorneherum" so eindimensional und flach wie es oftmals auf den ersten Blick den Anschein haben mag - genauso wie Blackmetal nicht nur Krach ist oder Progressive nicht gefühlloses Gefrickel. Wie so oft sehr abhängig von der Hörgewohnheit, grade sowas wie MISERY SIGNALS empfinde ich als SEHR emotional, wohingegen ich bei MANOWAR die oftmals verbundenen Emotionen nur als Plattitüde und aufgesetztes Gepose verstehe.

In -Core kann man sich definitiv reinhören, es ist allerdings wie so oft bei Dingen die man nicht auf den ersten Blick mag eventuell ein Kraftakt :) Ähnliches musste ich bei klassischen Metalstilen leisten, dass z.B. der Gesang eines Dio tatsächlich toll ist und nicht einfach nur mit Pathos und Kitsch überladenes Gejodel musste ich für meinen Teil mir wirklich erarbeiten.
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 2. April 2011, 14:32

Ja, Frosch, so ein Reinhören für 2-3 Songs ist natürlich auch oberflächlich und wird der meisten Musik nicht gerecht. Deswegen darfst Du meine Urteile auch nicht so ganz ernst nehmen. Ich screene halt nach Mucke, die mir potentiell gefallen könnte. Dabei fallen die -Core-Sachen eben gerne mal weg. Das heiß nicht, daß ich mich damit nun niemals ausgiebig beschäftigen werde. Du brauchst halt irgendeinen Angelpunkt. Peter hat niemals Instrumentalmucke ausstehen können. Dann hat er für sich selber Long Distance Calling entdeckt und auf einmal hört er sich auch in Combos rein, um die einst eine großen Bogen gemacht hätte. Ähnlich geht's mir mit Blackmetal. Wär hätte vor zwei jahren gedacht, daß ich jemals eine BURZUM-CD besitzen würde. Und jetzt bin ich froh, daß ich sie habe. Aber eins ist auch sicher: NILE, ABIGOR und GOJIRA werden so schnell nicht mehr durch meine Boxen brettern. Ein gewisses Maß an Schönheit und Zugänglichkeit muß meine Musik schon haben... ;-) . Aber der Väth, der bekommt von mir ne ganz dicke Chance, irgendwo war das geil!

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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 2. April 2011, 22:56

70.) Sigur Ros

Ja, die hatte ich Original, hab sie aber VERLOREN und seitdem nie nachgekauft. Ist natürlich sehr schöne Musik und live sehr beeindruckend.

69.) System of a down


Coole Band. Würde ‚Toxicity’ als bestes Album wählen. Dieses hier hab ich (noch) nicht.

68.) Dead Letter Circus

Klingt gut. Diesen new alternative Einschlag hat Du mit Kubi gemeinsam. Etwas, da nicht Prog sein will, aber auch nicht richtig alternativ, sehr modern, aber nicht ‚nu’. Allerdings wird die Liste der Bands, die so klingen, langsam immer länger. Die Überväter dieser Musik waren mal DREDG, bevor sie Pop wurden…DLC kommt in den erweiterten Kreis der Bands, die ich haben muß.


67.) Sepultura –Arise


Super. Beste Sepultura. So mag ich Thrash. Knapp hinter ‚Reign in blood’. Was bei mir jetzt nicht ‚Jahrhunderalbum’ bedeutet…

66.) Rishloo

Und die Frosch-Liste nimmt Fahrt auf. Das ist jetzt mal richtig tool, ähhhh, cool. Songs zwei! Mensch, der Gesang ist ja fast Mayfair. Saugeil! Trotz miesester Soundqualität. Geht auf jeden Fall vor DLC über die Ziellinie! Song 3: Nich ganz sooo toll wie die ersten beiden, aber ich glaub trotzdem, dass ich das sehr dringend brauch! Seh aber grad, nicht ganz billig…

65.) Baroness

Häää, hatte das nicht schon Reggy? Damals konnt ich nicht so recht entscheiden, ob mir das taugt, oder nicht. Interessant allemal, aber auch irgendwie komisch, vor allen gesangstechnisch. Mal noch den nächsten Song testen, den längsten: hmm.. nein, ich glaub das ist mir zu stange, ich mag diesen Gesang nicht. Wie Frosch vorausgesagt hat. Lieber Kylesa.

64.) Green Day


Wat? Green Day mit Progrocksonglänge? Ich sehe da einen ‘schönen Kommentar von Thunder-Martin. Ähnlich geht es mir auch. Was soll das mit dem ‚Summer of 69’-Zitat? Nein, geht gar nicht!


63.) Pain of Salvation –Remedy Lane

Unsere erste Überschneidung! Kommt bei noch, dauert aber noch lang…

62.) Cowboy Junkies

Das ist schön, bläst mich aber jetzt nicht ganz so weg auf den ersten Hör wie Dich, Frosch. Song 2: Oh ja, das hat Flair! Ich find das cool mit den drei Songs immer. Wenn man unentschieden ist, entscheidet dann der Dritte: Ja, das isses! Hat sehr viel Charme. Mag ich. Brauch ich! Danke Frosch Eike!


61.) Sight and Sounds


Der Name ist vielversprechend, das Cover macht mir Angst. Die Musik bedient die Erwartungen, die von beiden Eindrücken ausgehen, aber nicht. Ich glaub so langsam weiß ich, was ich nicht so sehr mag: Post-Hardcore-Gesangsparts. Ausnahme: THRICE. Ein kleines bischen Thrice ist hier auch drin und ich glaub, Coheed and Cambria-Jünger sollten da auch mal reinlauschen. Post-Rock hör ich da recht wenig raus…Fazit: eher mittel.

Bis jetzt der interessanteste Zehnerpack!
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon salisbury » Samstag 2. April 2011, 23:48

60.) Mouth of Architect

Hach, nun, das ist interessant, keine Frage, es gibt tolle Passagen. Aber dieses Geschrei. Sagen wir mal so, bei ‚The Ocean’ hab ich den Zugang auch geschafft trotz solchem Gesangs, aber das kostet Arbeit und eine Portion Nerven. Heute Abend fällt die Band erstmal durch und ich bin froh, wenns vorbei ist…

59.) My Chemical Romance

Das ist einer von Kubis Lieblingen. Ich mochte die Band zunächst, das Vorgängeralbum hat ein paar starke Songs (neben viel Durchschnitt…). Aber je öfters ich das höre, desto schneller krieg ich Zahnweh davon. Dieser penetrant eingängige –ich nenn es Bubblegum-Rock - ist so schunkelig-schleimig, ääähhh, grad dieses ‚The sharpest lives’ hass ich. Wenn Thunder-Laan meinen Postrock mit asseligen Studenten-Fußpilzrock vergleicht, kommen mir immer gleich Combos wie MCR in den Sinn. Lieber ‚Mouth of Architect’, das hat wenigstens Eier.

58.) The Architecht

Oh, Balsam auf die Ohren. Mir gefällt diese Achterbahnfahrt durch die verschiedensten Stile. Eine Band ohne Grenzen, wie es scheint. Ganz dickes JA!

57.) Be’Lakor

Rat mal wie ich das finde.

56.) Mach One

Ich bin nicht intolerant. Aber HipHop/Rap ist nicht meine Musik. Außer ARCHIVE spielen sie.

55.) Kvelertak

Och nööö, ich seh meine Toleranzschwelle gegenüber dieser Musikart grade leicht schwinden und sollte für heute aufhören…

54.) 65daysof static – Fall of Math

Okay. Da bleib ich jetzt hängen. Ich kann überhaupt nicht ausdrücken, was das für eine phantastische Band ist. Ich hab diese hier, die ‚Small ideas’ und ‚One time for all time’. Alle drei wachsen in den Himmel. 65 SIND der Himmel für experimentelle Proggies. Was diese Jungs regeln, ist orgasmatronisch. Was ist Retreat, Reatreat! für ein Megasong. 65 hören hat drei Phasen: erstmal decodieren; dann den Code verstehen; am Schluß sdie Kunst aufsaugen, entfalten lassen und in vollen Zügen genießen. Ich Geier, war erst in Phase 2, als ich meine Top100Liste erstellt habe…

Tut mir leid, ich muß das jetzt durchhören…
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Re: Feuchtbiotop mit 100 Arten

Beitragvon Teichfrosch » Sonntag 3. April 2011, 01:30

Du magst THRICE? Dann magst du auch (und ich promote es sicher schon zum 130947243 Millionensten Mal) CIRCA SURVIVE mit ihrem neusten Output. Der ist phantastomanisch.

viewtopic.php?f=34&t=1390&p=47432&hilit=circa+survive#p47432

da hab ich schonmal einen Thread aufgemacht der nicht viel Gegenliebe erfährt :) Überrascht mich aber irgendwie auch nicht sooo sehr. Dabei ist das Album wirklich der WAHNSINN!
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