ANNIHILATOR - Alice In Hell
Mehr über Annihilator
- Genre:
- Speed/Trash
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Roadrunner Records
- Release:
- 17.04.1989
- Crystal Ann
- Alison Hell
- W.T.Y.D.
- Wicked Mystic
- Burns Like A Buzzsaw Blade
- Word Salad
- Schizos (Are Never Alone) Parts I & II
- Ligeia
- Human Insecticide
Willkommen auf der großen Bühne.
Persönlich ziehe ich "Never, Neverland" immer vor. Dafür gefallen mir Nummern wie der Titeltrack, 'The Fun Palace' oder das mächtige 'Phantasmagoria' einfach viel zu gut. Doch wie würde das Zweitwerk von ANNIHILATOR klingen, wenn es das so geniale wie abgedrehte "Alice In Hell" nicht gegeben hätte? Im Vorjahr gaben sich Waters und Co. also erstmals die Ehre und veröffentlichten 1989 ein Erste-Sahne-Debüt, nach dem sich fast 40 Jahre später so manche Jungspund-Band noch immer die Finger lecken würde. Irgendwo zwischen Thrash-, Power- und Speed Metal, der dezent unheimliche Flair der Protagonistin, dazu ein Riff-Feuerwerk von Meister Klampfe persönlich entfacht - einfach herrlich, womit sich ANNIHILATOR zum ersten Mal die Ehre gab.
Randy hat eine außergewöhnliche Stimme, die der gesamten Atmosphäre den Rest verpasst, und der Sound ist damals wie heute - ebenso wie die eigentliche Wucht und immense Spielfreude - nahezu zeitlos. Dass Dauerbrenner wie der Quasi-Titeltrack 'Alison Hell', 'W.T.Y.D.', aber auch 'Human Insecticide' und hin und wieder sogar das so dermaßen coole 'Burns Like A Buzzsaw Blade' - was ein Titel! - aus keiner ANNIHILATOR-Show hinwegzudenken ist, erklärt schon viel über die majestätische Klasse des Debüts. Doch zwischen den Genannten hat sich vor allem mit 'Word Salad' und dem Riff-Monster 'Ligeia' Erste-Sahne-Headbang-Material versteckt, das sehr zu unrecht gerne übersehen wird. Und - ich kann meine Augen kaum abwenden - auch dieses Artwork ist absolut sehenswert und sorgt für den letzten Schliff.
Wie geschildert hat "Never, Neverland" dezent die Nase vorn, doch was ANNIHILATOR qualitativ und an den Instrumenten schon zu Beginn zeigte, ist aller Ehren wert und sorgt definitiv zu Recht dafür, dass wir dieses Album auch als eins der besten Metal-Debüts aller Zeiten küren dürfen. Die weitere Geschichte ANNIHILATORs ist klar: Stets mit Grinsebacke Jeff kamen Musiker, gingen Musiker, kamen gute Alben, blieben sogar hervorragende Alben und auch wenn die musikalische Geschichte der Kanadier stets hin und her wankte, so war eines unbestritten: ANNIHILATOR war, ist und bleibt eine der besten Thrash-Metal-Bands der letzten 40 Jahre!
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Marcel Rapp


