ASHEN SUN - Velarium (EP)
Mehr über Ashen Sun
- Genre:
- Gothic Rock / Dark Rock
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Desert Plain Records
- Release:
- 27.03.2026
- Black Thoughts
- Desperate Vows
- Ashes Of The World
- An Ever Turning Wheel
- Velarium
- Dreaming Of The Dead
Keine Meisterleistung, aber trotz Defiziten gut hörbar.
ASHEN SUN wurde 2024 von Johnny Hagel aus der Taufe gehoben, seines Zeichens ehemaliger Bassist und Co-Songschreiber von TIAMAT und SUNDOWN. Die hier besprochene 6-Track-EP "Velarium" ist das erste Lebenszeichen dieses neuen Ein-Mann-Projekts, und dass es sich um ein Ein-Mann-Projekt handelt, hört man der EP an. Doch dazu gleich mehr.
Wirft man einen Blick auf die Songtitel, so stellt man fest, dass es lyrisch um dunkel-melancholische Themen gehen wird. Und in der Tat ist dem auch so. Auch die Musik entspricht diesem Konzept, denn "Velarium" bietet Gothic Rock bzw. Dark Rock, der mit einer Prise Cold Wave gewürzt ist. Zu erwähnen ist ferner, dass "Velarium" über eine gehörige Portion Bombast verfügt.
Originalität ist nicht das erste Attribut, das man den sechs Stücken zuschreiben möchte, denn bekannte Genre-Größen kommen einem hier und dort in den Sinn, wenn die EP erklingt. Der extrem eingängige Opener 'Black Thoughts' tönt wie eine zahme Mischung aus UNTO OTHERS und SISTERS OF MERCY. Die Keyboards sind simpel gehalten und das Schlagzeug dürfte programmiert sein. Jedenfalls klingt es so. Gesanglich ist der Track keine Glanzleistung, denn Höhen und Tiefen sucht man vergebens. Aber man muss dem Stück attestieren, dass es im Ohr bleibt, was nicht nur an dem einfach gestrickten Rhythmus, sondern auch an den vielen Wiederholungen liegt. 'Desperate Vows' ist etwas gemächlicher angelegt, verfügt aber über ähnliche Charakteristika wie das eben beschriebene 'Black Thoughts'. Eine gewisse Folk-Note kommt aber hinzu. Bei 'Ashes Of The Sun' versucht sich Johnny Hagel als Peter Steele, was aber etwas aufgesetzt wirkt. Mit 'An Ever Turning Wheel' können wir den meiner Meinung nach besten Song von ASHEN SUN hören, denn hier stimmt die Atmosphäre und auch der Gesang passt. Der Titelsong mit seiner Soundtrack-artigen Einleitung ist ebenfalls gut gelungen. Das abschließende Instrumental 'Dreaming Of The Dead' überzeugt durch eine düstere Piano-Einleitung, verliert dann aber durch die einsetzenden klinischen Drums etwas an Wirkung.
Insgesamt ist die erste EP von ASHEN SUN gut hörbar, aber es fehlt, wie übrigens bei den meisten Ein-Mann-Projekten auch, die spezielle Aura, die eine gut harmonierende Band auszeichnet.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Jens Wilkens


