ASSIGNMENT - With The End Comes Silence
Mehr über Assignment
- Genre:
- Progressive Metal
- ∅-Note:
- 7.50
- Label:
- Massacre Records
- Release:
- 20.03.2026
- Fallen
- Nothing To Say
- Beyond Recognition
- Those Words
- The Tower
- Selling My Soul
- Call For Heaven
- Angel Of Berlin
- With The End Comes Silence
- The Curtain Falls
- Endlessly
Prog mit viel Power!
Die Gütersloher Power-Prog-Formation ASSIGNMENT hat schon einige Alben auf dem Buckel und fliegt dennoch ziemlich unter dem Radar. Dabei kann ich zumindest den mir bekannten Alben, namentlich "Inside Of The Machine" von 2013 und "Reflections" von 2020 eine gehobene Güteklasse attestieren. Gut, so richtig angesagt ist fordernder, gerne mal ausufernder Metal mit viel Detailarbeit und ohne Kostümierung momentan wohl auch nicht. Zumal sich der Vierer um die beiden Gründungsmitglieder Heike Spaarmann (Bass, auch POVERTY'S NO CRIME) und Goran Panić (Gitarre) auch eher rar macht, wenn es um Konzerte geht. Die von mir gern genutzte Datenbank Setlist.fm listet gerade mal zwei Konzerte (1999 und 2008).
Aber veröffentlicht wird mit "With The End Comes Silence" ja auch kein Livealbum, sondern ein Studiowerk und das liegt der Gruppe ja durchaus. Vervollständigt wird die schon halb vorgestellte Besetzung durch Schlagzeuger Michael Kolar und Sänger Diego Valdez, die beide durch verschiedenste internationale Projekte der einen oder dem anderen schon bekannt vorkommen könnten. Da auch "Reflections" schon mit dieser Zusammenstellung eingespielt wurde, ist es wenig überraschend, dass auch der neue Dreher sehr gefällt.
Im Vergleich zum Vorgänger kommen die neuen Songs etwas mehr auf den Punkt. Trotz der weiterhin längeren Laufzeiten laufen die Stücke meist auf einen episch inszenierten Refrain zu und bestechen durch ihre Melodiösität. Einfluss darauf könnte auch die Einbindung von Simone Mularoni (DGM) gehabt haben, der das Album gemischt und gemastert hat und ihm einen ziemlich symphonischen Anstrich verpasst hat. Als noch stärker als zuvor fällt auch der Gesang von Diego Valdez auf, der hier mehr nach Dio klingt und der Musik mit seinem wohlklingenden dunklen Timbre eine ganz wunderbare Wärme verpasst.
Die Höhepunkte des Albums kann man dieses Mal sehr schnell verorten. 'The Tower' gehört mit seiner rhythmischen Verspieltheit sicher dazu, auch der bombastische Brecher 'Angel Of Berlin', der zum Glück nichts mit dem käsigen Radiopopper zu tun hat, verhakt sich ganz schnell in der Ohrmuschel. Oder der ausufernd angelegte Titelsong, dessen neun Minuten wie im Fluge vergehen.
Der erleichterte Einstieg sorgt allerdings dafür, dass die Langzeitwirkung etwas verblasst. Konnte ich den anderen ASSIGNMENT-Alben noch auf Dauer immer etwas Neues abgewinnen, finde ich hier bei den Durchgängen fünf und sechs nicht mehr so viele neue Erkenntnisse. Ein weiterer Minuspunkt ist das misslungene KI-Artwork, das wirklich - Entschuldigung - schlampig wirkt. Dafür gibt's Punktabzug. Wem das egal ist, der darf diesen Progressive-Metal-Entwurf mit viel Detailverliebtheit und einer gehörigen Portion Power uneingeschränkt genießen. Mir fällt das etwas schwerer.
- Note:
- 7.50
- Redakteur:
- Marius Luehring


