BLACK LABEL SOCIETY - Engines Of Demolition
Mehr über Black Label Society
- Genre:
- Hard Rock / Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Spinefarm Records
- Release:
- 27.03.2026
- Name In Blood
- Gatherer Of Souls
- The Hand Of Tomorrows Grave
- Better Days & Wiser Times
- Broken And Blind
- The Gallows
- Above & Below
- Back To Me
- Lord Humungus
- Pedal To The Floor
- Broken Pieces
- The Stranger
- Ozzy's Song
Bärenstarker BLS-Langdreher mit einem zukünftigen Klassiker im Gepäck.
Gitarren-Maestro Zakk Wylde hat turbulente Zeiten hinter sich. So tourt der Amerikaner nunmehr seit mehreren Jahren mit PANTERA durch die Weltgeschichte und ersetzt dort den legendären Dimebag Darrel, mit ZAKK SABBATH huldigt er nebenher noch BLACK SABBATH auf diversen Touren und dann musste Zakk im vergangenen Jahr auch noch den Tod seines langjährigen Freundes und Bosses OZZY OSBOURNE verkraften, nachdem er mit ihm noch einmal gemeinsam bei der Abschiedsshow in Birmingham auf der Bühne stand. Da verwundert es nicht, dass während dieser Zeit wenig Raum für Zakks Spielwiese BLACK LABEL SOCIETY blieb. Untätig war Mr. Wylde aber nicht, sondern hat das Erlebte bereits seit dem Jahr 2022 ins Songwiriting für das nun hier vorliegende neue BLS-Album einfließen lassen, das auf den Namen "Engines Of Demolition" hört.
Mein Interesse am neuen Material wurde dann auch direkt von der ersten Single 'Name In Blood' geweckt, die passenderweise auf dem finalen Album auch als Opener fungiert. Mit dem gezupften Hauptiff (oder wollen wir es Melodie nennen?) erinnert mich der Track dabei ein wenig an FIREWINDs 'Falling To Pieces', das handwerklich ähnlich zu Werke geht. Nach dem eher verhaltenen Auftakt übernehmen in der Stophe aber gewohnt wuchtig-groovende Riffs und Zakks charismatische Stimme das Zepter, bevor sich der melodische Faden im herrlich hymnischen Refrain wiederfindet, der schnell zu einem unfassbar hartnäckigen Ohrwurm mutiert. Wenn das hier nicht ein zukünftiger BLS-Live-Klassiker wird, würde mich das doch sehr überraschen. Eine gewohnt wuchtige und trotzdem kantige Produktion, die nicht alles bis zur Unkenntlichkeit glattpoliert, sorgt schlussendlich für einen famosen Einstand des zwölften Studioalbums der Amerikaner.
Danach werden ähnliche Hit-Höhen zwar nicht mehr gänzlich erreicht, aber auch 'Gatherer Of Souls' und 'The Hand Of Tomorrows Grave' sind herrlich wuchtiges BLS-Futter, das vor allem von einer begnadeten Gesangsdarbietung und dem untrüglichen Gespür für Monster-Riffs lebt, das Zakk ja nun schon seit Dekaden besitzt. Doch wer "Hangover Music Vol. VI" kennt, der weiß, dass der Meastro auch mit reduzierter Instrumentierung und leichtem Southern-Flair eine ganz besondere Stimmung eerschaffen kann. So wird das musikalisch genau so gelagerte 'Better Days & Wiser Times' auch schnell zu einem glasklaren Höhepunkt auf "Engines Of Demolition', der nicht nur eine wohltuende Abwechslung zur Riff-Dampfwalze liefert, sondern im Arrangement teilweise sogar entfernt an PINK FLOYD denken lässt.
Doch keine Sorge, Zakk ist im gesetzten Alter nicht etwa plötzlich vom Hard-Rock-Glauben abgefallen, denn pimär gibt auch das neue Studioalbum klanglich Vollgas. Verleugnet werden kann aber ebenfalls nicht, dass die doch auch präsenten ruhigeren Momente wie 'Back To Me' und insbesondere das sehr melodische und dynamische 'Above & Below' gemeinsam mit den bereits erwähnten Songs die Höhepunkte der Spielzeit stellen.
Natürlich möchte ich aber auch aber auch härtere Tracks wie 'The Gallows' oder den stampfenden Kracher 'Pedal To The Floor' nicht unerwähnt lassen, werden sie doch mit Sicherheit die Fans der Amerikaner auf ganzer Linie zufrieden stellen. Und so bleibt eigentlich nur ein fader Beigeschmack beim etwas ziellos und zerrissen wirkenden 'Broken And Blind' zurück, dessen Ideen einfach nicht ganz so packend daherkommen wie der Rest des Albums. Ebenfalls muss ich gestehen, dass 'Ozzy's Song' mich eher auf der lyrischen Seite packt, wo Zakk seinem Weggefährten nochmals Tribut zollt, als objektiv betrachtet die stärkste Ballade der Platte zu sein.
Trotz dieser minimalen Kritikpunkte will ich aber keinesfalls den Eindruck aufkommen lassen, an "Engines Of Demolition" gäbe es viel zu bemängeln. Im Gegenteil, mit dem Opener 'Name In Blood' hat BLACK LABEL SOCIETY hier einen zukünftigen Klassiker im Köcher und auch abseits davon ist der zwölfte Silberling der Karriere unheimlich stark ausgefallen, sodass Fans der Amerikaner hier blind zuschlagen und sich auf glückliche Stunden vor dem heimischen Player einstellen können.
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


