COSCRADH - Carving The Causeway To The Otherworld
Mehr über Coscradh
- Genre:
- Black Metal
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- 20 Buck Spin / Soulfood
- Release:
- 20.02.2026
- Five Filths Awaken
- Carving The Causeway To The Otherworld
- Adhradh Dé Ghoac
- Caesar's Revelation (Hibernia L. VI V. XIV ad XVI et XXIV)
- The Calling
- Scythe Of Saturn
- Badhah's Shadows
- Opening The Gates To Styx, Nix, Kerberos And Hydra
Schritt für Schritt zum pechschwarzen Glück.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung einer Combo wie COSCRADH bereitet dem geneigten Black-Metal-Liebhaber durchaus Freude. Von einer rumpeligen Chaostruppe im Demostadium bis hin zur immer noch recht chaotischen, aber durchaus mitreißenden Schwarzwurzel-Kapelle haben die Iren in den letzten zehn Jahren einen beeindruckenden Werdegang hingelegt, der mit "Carving The Causeway To The Otherworld" nun einen weiteren vorläufigen, aber sicher nicht den letzten Höhepunkt erfährt.
Die Herren von der Kleeblattinsel gehen es nach wie vor sehr schmutzig und puristisch an und werden von Album zu Album noch verschrobener und brachialer, schaffen in ihren Songs aber auch zunehmend mehr Aufregung und Spektakel. Sei es nun im extrem technischen Getrümmer an den Kesseln, in der furiosen, gelegentlich bewusst übersteuerten Gitarrenarbeit oder eben im bestialischen Gebrüll, dessen stete Wandlungsfähigkeit ein enormes Plus im Vergleich mit der Konkurrenz darstellt.
Trotzdem tönen auch die neuen Nummern ungeschönt und dreckig aus den Boxen, verwehren sich konsequent den vielen Möglichkeiten digitaler Produktionen, ohne dabei an Wucht und Volumen einbüßen zu müssen. "Carving The Causeway To The Otherworld" klingt definitiv wie eine Aufnahme aus dem Hier und Jetzt, bleibt aber natürlich und wird auch nicht künstlich aufgefettet, sondern bringt organisches, wildes und abartiges Gemetzel von der ersten bis zur letzten Note. Damit sichert man sich schon grundsätzlich und ohne jede Qualitätsanalyse der eigentlichen Songs schon mal ein paar Bonuspunkte.
Doch auch inhaltlich kann COSCRADH heuer wieder überzeugen, mehr noch als in den jüngsten Rasereien, mit denen sich die Band stetig weiter ihren Vorbildern von MAYHEM annähern konnte. Doch erst mit "Carving The Causeway To The Otherworld" kommt man deren Niveau auch wirklich nahe. Man baut Brücken in Sachen Verrohung und Kompromisslosigkeit, die bis an den obersten Zipfel der norwegischen Szene reichen und dort umgekehrt sicherlich genauso viel Verehrung erfahren werden, wie das Frühwerk von Euronymous und Co.
COSCRADH hat Schritt für Schritt bewältigt und ist nun ganz weit oben angekommen. Das neue Album ist ein Paradebeispiel dafür, wie schwarzmetallisches Scharmützel ohne Punkt und Komma heute klingen sollte und erhält verdientermaßen auch eine ganz klare Empfehlung!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


