DEVIL ELECTRIC - Tahlia
Mehr über Devil Electric
- Genre:
- Heavy Rock / Heavy Psych / Proto-Doom
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Kozmik Artifactz
- Release:
- 27.03.2026
- Tahlia
- Jill & Jack Shit
- Weirdos
- ... When We Talk About Nothing
- Acid Bath (feat. Seedy Jeezus)
- This Hereafter
Zu Beginn stark, dann immer weniger überzeugend.
Aus Down Under erreicht uns das dritte Album namens "Tahlia" der Heavy Rocker DEVIL ELECTRIC. Die ersten beiden Werke "Devil Electric" (2017) und "Godless" (2021) wurden auf unseren Seiten allerdings nicht rezensiert. "Tahlia" hat eine relativ kurze Spielzeit von knapp 35 Minuten. Die Band aus Melbourne bietet sehr rifflastigen Heavy Rock mit einer 70er Proto-Doom-Schlagseite, kraftvollem Schlagzeugspiel und einer Sängerin mit hohem Wiedererkennungswert, die auf den Namen Pierina O'Brian hört.
Hätte der Vierer die ersten beiden Tracks 'Tahlia' und 'Jill & Jack Shit' als Single veröffentlicht, wäre diese Rezension zu einer Lobeshymne geraten. Beide Stücke sind eindringlich, gut aufgenommen und haben eine gesunde Härte. Das dann folgende 'Weirdos' geht auch noch in Ordnung, ohne ganz große Überzeugungsarbeit zu leisten, aber die letzten drei Songs sind dann im Vergleich dazu deutlich weniger gelungen.
Raymond Carvers Sammlung von Kurzgeschichten "What We Talk About When We Talk About Love" aus dem Jahr 1981, respektive die titelgebende Short-Story, lieferte laut Info-Blatt die Inspiration für '... When We Talk About Nothing', das wie ein BLACK SABBATH-Song beginnt, aber insgesamt überzeugt dieses Duett nicht. Der Track kommt nicht auf den Punkt, denn die Gesangslinien wirken uninspiriert. 'Acid Bath' ist zwar kein Säurebad für die Ohren, aber dieses Instrumental mit etwas Geraune im Hintergrund hat nicht unbedingt viel zu bieten, außer einigen ganz coolen Gitarrensounds. 'This Hereafter' ist wieder interessanter, da die Riffs und der Gesang wieder zurück in die Spur finden, aber echte Euphorie kommt auch nicht auf. Der instrumentale Teil in diesem Song ist recht lang geraten. Ausgesprochene Stoner-Rock-Fans könnten hier aber passendes Ohrenfutter finden.
Eigentlich gefällt mir der sehr direkte, ehrliche Sound der Australier, nur die zweite Albumhälfte wirkt größtenteils mehr oder weniger unausgegoren. Schade, denn auch gesanglich hat DEVIL ELECTRIC eigentlich Potenzial.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Jens Wilkens


