DISTORTED REFLECTION - Doom Zone
Mehr über Distorted Reflection
- Genre:
- Doom Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Iron Shield Records
- Release:
- 27.02.2026
- 3000 A.D.
- My Second Father
- Gates Of Paranoia
- Love On Earth
- Asphyxiating
- Certain Death
- Diminished
- Twoer Of Dreams
- Forecourt To Death
- The Final Attempt
- Morbid Reality
Ein Mann und sein Doom.
Drei lange Jahrzehnte hat Kostas Salomidis gehadert, seinem eigenen Bandprojekt endlich mal finale Formen zu verpassen und sich mit dem von ihm komponierten Material an die Oberfläche zu bewegen. Zwar schien die Idee hinter DISTORTED REFLECTION immer gesetzt, jedoch benötigte der Mastermind der griechischen Epic-Doom-Combo eine gefühlte Ewigkeit, um tatsächlich auch mal den Mut aufzubringen, sich vor internationales Publikum zu trauen und sich den vielen Hochkarätern in der heimischen Szene zu stellen.
Der Rest ist für den Augenblick Geschichte: Mit dem Debütalbum "Doom Rules Eternally" gelang vor zwei Jahren ein echtes Highlight, das Salomidis und seine beiden Mitstreiter offensichtlich ermutigte, schnellstens am Ball zu bleiben und die teils hervorragenden Eindrücke nicht wieder verpuffen zu lassen. Fast auf den Tag genau zwei Sonnenumdrehungen später wollen die Hellenen mit "Doom Zone" nun direkt wieder dort anknüpfen und haben den Tisch deshalb auch ziemlich üppig gedeckt. Der Iron Shield-Labelstempel prangt auf der zweiten Scheibe, die SOLITUDE AETURNUS-Riffs gewinnen noch viel mehr Raum als auf dem Vorgänger, und überhaupt ist die Gitarrenarbeit in den elf neuen Songs noch epischer und gigantischer als vor zwei Jahren. Ist "Doom Zone" daher auch ganz klar das bessere Album Tja, das gilt es herauszufinden.
Denn wo die instrumentalen Arbeiten auch diesmal keine Kritik zulassen und den Vorgaben der amerikanischen Szenegötter in nichts nachstehen, fehlt es dem Bandleader in seiner zweiten Rolle am Mikro gelegentlich noch an dem nötigen Charisma. Gerade in den etwas höheren Passagen muss er den Limitierungen seiner Stimme immer wieder Tribut zollen und kommt eben nicht an die Glanztaten eines Robert Lowe nahe, der ganzn offensichtlich die Heldenfigur ist, der Mr. Salomidis nacheifert.
Dennoch macht er einen wirklich tollen Job, zelebriert jedes Riff, will sich auch nicht auf puristischen Doom beschränken, sondern wechselt gerne auch mal ins galoppierende Midtempo. Er kann auch am Gesang so manche Passage mit der nötigen Eleganz ausstatten, sodass der majestätische Charakter von "Doom Zone" trotz allem Bestand hat - und das ist tatsächlich entscheidend und rettet eine an sich wirklich sehr gute Platte in den Bereich der Champions-League-Anwärterschaft.
Sieht man nun davon ab, dass DISTORTED REFLECTION hin und wieder etwas einspurig vorgeht und Abwechslung nicht das wichtigste Thema der neuen Platte ist, kann man sich daher auch diesmal wieder entspannt zurücklehnen. "Doom Zone" klettert zwar nicht auf den Szene-Olymp, kann aber aus angenehmer Distanz mit ein paar klaren Statements durchaus ein paar laute Grüße aussenden.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


