DRAGON THRONE - Tale Of The Two: Dawn
Mehr über Dragon Throne
- Genre:
- Power Metal / Symphonic Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Eigenproduktion / Eigenvertrieb
- Release:
- 15.01.2026
- Dragon Empire
- Sovereign
- Way Of The Water
- Amok
- Silent One
- World That Never Was
Das bessere Album des Doppelschlags, aber trotzdem nur Mittelmaß.
Fleißige Bienchen (oder doch eher Drachen?) sind die drei Musiker von DRAGON THRONE, denn nur einen Monat nach "Tale Of The Two: Dusk" legten die Finnen im vergangenen Dezember mit "Tale Of The Two: Dawn" den zweiten Teil dieses Album-Doppelschlags nach. So richtig konnte mich der Auftakt des Album-Zweiteilers allerdings nicht überzeugen, denn wo einerseits gute Ansätze im europäischen Power Metal mit symphonischer Note vorhanden waren, verloren sich andere Songs komplett in Ambitionen und einem unausgeglichenen Klangbild, das gerade die metallische Instrumentierung nicht immer ins beste Licht rückte. Ob das auf "Tale Of The Two: Dawn" besser gelungen ist?
Nun, ähnlich wie der direkte Vorgänger ist auch der erste reguläre Track auf diesem nunmehr dritten DRAGON THRONE-Album ziemlich überzeugend ausgefallen. So wird 'Dragon Empire' von stampfenden Gitarren dominiert, bekommt dank des orchestralen Pomps aber auch eine epische Note und wird schlussendlich von einer starken Gesangsleistung abgerundet, wobei insbesondere der sehr hymnische Refrain als Höhepunkt heraussticht. Ja, da beide Langspieler offenkundig zur gleichen Zeit aufgenommen wurden, überzeugen auch hier die etwas zu künstlich klingenden Keyboards und Orchester-Samples nicht auf ganzer Linie, trotzdem haben wir es hier mit einem sehr gelungenen Power-Metal-Track zu tun, der Freunde der sehr epischen Spielart dieses Genres gefallen dürfte.
Mit 'Sovereign' folgt dann aber ähnlich wie aus dem "Dusk"-Teil des Alben-Doppelschlags ein kleiner Knick, der sich vor allem in der klanglichen Konstruktion der Platte widerspiegelt. Erneut müssen die Gitarren ein wenig in den Hintergrund rücken und den Keyboards und mehrstimmigen Gesängen das Feld überlassen, was der Balance des Gesamtsounds nicht immer gut tut. So hat der zweite Song der Trackliste zwar auch ein paar gute Melodien und Gesangslinien im Gepäck, stellt sich aber mit der sehr ambitionierten Instrumentierung gerne auch selbst mal ein Bein und überzeugt insgesamt nicht so wie die Eröffnungsnummer.
Mit 'Way Of The Water' verlassen wir im Anschluss die Power-Metal-Gefilde dann großteils gänzlich und gelangen eher zu einem ultra symphonischen Prog-Metal-Brocken, der erneut wieder seine Momente hat, insgesamt aber doch eher verkopft wirkt und nicht so richtig in Fahrt kommt. Gut, dass 'Amok' wieder etwas mehr in die metallische Spur findet und insgesamt solide aus den Boxen schallt, bevor nach dem Zwischenspiel 'Silent One' mit dem abschließenden 'World That Never Was' an die Stärken des Openers angeknüpft werden kann. Ja, auch hier muss man ein etwas überdrehtes Orchester-Intro überstehen, doch ist der Track erst einmal in Fahrt gekommen, dann überzeugt er mit stampfendem Groove und tollem Gesang.
Und so ist "Tale Of The Two: Dawn" dann auch das bessere Album im direkten Vergleich zum einen Monat zuvor erschienenen Schwesteralbum. Restlos überzeugen kann mich DRAGON THRONE zwar auch mit dem Drittwerk der Bandgeschichte nicht, aber zumindest gibt es drei starke Tracks zu verbuchen, die mich am Ende 6,5 Zähler zücken lassen. Letztlich wäre der Königsweg aber vielleicht doch gewesen, die Höhepunkte der beiden "Tale Of The Two"-Alben zusammenzupacken und so ein insgesamt runderes Gesamtwerk zu schaffen.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Tobias Dahs


