EDENBRIDGE - Set The Dark On Fire
Mehr über Edenbridge
- Genre:
- Symphonic Metal
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Steamhammer / SPV
- Release:
- 16.01.2026
- The Ghostship Diaries
- Cosmic Embrace
- Where The Wild Things Are
- Tears Of The Prophets
- Our Place Among The Stars
- Set The Dark On Fire
- Bonded By The Light
- Divine Dawn Reveal
- Lighthouse
- Spark Of The Everflame - Let Time Begin
- Spark Of The Everflame - The Winding Road To Evermore
- Spark Of The Everflame - Per Aspera Ad Astra
- Spark Of The Everflame - Where It Ends, Is Where It Starts
Ist 'gut' wirklich gut genug?
Ich bin mir nicht sicher, ob ein gewisser Stilltand immer negativ bewertet werden muss - denn gleichzeitig dokumentiert er auch, dass eine Band den gewohnten Level erhalten konnte und keine drastischen Einbrüche zu verzeichnen sind. Dramatischer wird die Siuation allerdings, wenn dieser Status schon seit Jahren anhält und die betroffenen Künstler der Szene eigentlich nichts Spezielles mehr geben können. Und ohne den Musikerinnen und Musikern von EDENBRIDGE hier zu nahe treten zu wollen: Genau das ist auch auf "Set The Dark On Fire" mal wieder der Punkt.
In den vergangenen Jahr(zehnt)en hat die Truppe aus dem österreichischen Linz extrem viel Material veröffentlicht, aber kaum mal eine Scheibe herausgegeben, auf die man mit ein bisschen Abstand noch euphorisch zurückblicken mag. Ein solides Fundament, eine meist überzeugende Performance, dazu auch jederzeit eine gekonnt inszenierte Dramaturgie, all das waren stets Garanten im EDENBRIDGE-Kosmos. Doch gleichzeitig hat die Truppe ihren neuen Stoff auch immer brav abgearbeitet, beim Songwriting keine neuen Akzente setzen können und sich zwischen epischen Balladen und dezent theatralischen, Musical-affinen Pomp-Nummern bewegt, die allesamt das Prädikat 'wirklich nett' verdient haben, dann aber auch wieder in der Belanglosigkeit verschwunden waren, weil die nötigen Alleinstellungsmerkmale nicht vorhanden waren.
Man sollte natürlich nicht zu weit in die Vergangenheit schauen und immer wieder neue Chancen verteilen, allerdings ist auch diesmal davon auszugehen, dass die neuen Songs für einen kurzen Agenblick unterhalten können, auf lange Sicht aber auch wieder in Vergessenheit geraten werden, weil sich im Grunde alles wiederholt. Die Hooklines gehen in Ordnung, sind aber nicht zwingend, die Performance genügt höheren Ansprüchen, hebt sich aber nicht ab. Die symphonischen Arrangements bleiben angenehm bodenständig, damit aber auch unauffällig, auch konzeptionell aufgebaute Mehrteiler wie das vierteilige 'Spark Of The Everflame' sind gefällig, aber mehr eben auch nicht.
Ja, mehr eben auch nicht, das ist wohl die perfekte Umschreibung zu vielen Aspekten von "Set The Dark On Fire". Kein einziger schlechter Song ist enthalten, die Platte ist vielseitig, aber wenn es dann darum geht, die nächste Stufe auf der kreativen Leiter zu nehmen, kann EDENBRIDGE auch anno 2026 nicht wirklich nachsteuern. Das neue Album kann man sich prima anhören und wird auch gut unterhalten, ich bezweifele jedoch - ähnlich wie bei den letzten Platten - dass "Set The Dark On Fire" am Ende des Jahres im Gedächtnis des umtriebigen Hörers noch eine Rolle spielen wird. So wie eigentlich bei allen vorangegangenen Releases dieser durchaus sympathischen Österreicher...
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Björn Backes


