FANGUS - Emerald Dream
Mehr über Fangus
- Genre:
- Proto Metal / Heavy Rock
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 13.03.2026
- Howling Hammer
- Pyre Of Love
- Psychoid Telepath
- Quest For Fire
- Emerald Dream
- Time Gambler
- Shapeshifter
- Stardust Regulator
Fuzz und Psychedelica in aufgeregter Dauerschleife.
Zerpflückt man den großen gemeinsamen Nenner Psychedelic Rock mal in all seine möglichen Einzelteile, wird man in allen acht Songs des aktuellen FANGUS-Albums fündig werden. Die kanadische Heavy-Rock-Combo nutzt auf ihrem Debüt das gesamte breite Spektrum zwischen Acid Rock, Doom, okkulten Retrosounds und Stoner-Grooves mit reichlich Nebelschwaden. Die Herren aus Montreal blicken dabei vorrangig zu den Anfängen des Genres zurück, bedienen sich bei so mancher krautigen 70er-Kapelle, spannen den Bogen aber relativ weit zu modernem Blues und letztlich sogar zu Proto-Metal-Eigenschaften, die sich vor allem dann äußern, wenn der Kauzfaktor auf "Emerald Dream" ganz weit im Fokus steht. Freunde von SLOUGH FEG und Konsorten sollten jedenfalls auch Freude an Nummern wie 'Emerald Dream' oder 'Shapeshifter' haben.
Die konkrete Zielgruppe will FANGUS aber gar nicht erst festlegen, dafür geht es auf dem ersten Release auch nicht konkret genug zu - muss es aber auch nicht, denn den homogenen Rahmen schafft sich die Band alleine durch den fuzzigen Gitarrensound, dessen unterschiedliche Ausprägungen trotzdem eine sehr klare Handschrift tragen. Addiert man schließlich noch einige Hammonds hinzu und sagt auch zu einigen Old-School-Prog-Keyboards nicht Nein, ist man sofort in den Umlaufbahnen dieses feinen Erstlings, der so lebendig und aufregend, am Ende aber vor allem immens zeitlos klingt.
Die BEATLES, PINK FLOYD und LED ZEPPELIN sind auf "Emerald Dream" ebenso Brüder im Geiste wie KING CRIMSON, DEEP PURPLE und CREAM. Doch die Sounds der Dinosaurier werden hier durch die psychedelischen Mühlen einer immens talentierten nordamerikanischen Newcomertruppe gedreht und mit einem so angenehmen Wind hinfortgetragen, dass man sich sofort verlieben mag. Man stelle sich vor, die SPIRITUAL BEGGARS und IRON BUTTERFLY würden gemeinsame Sache machen und sich bei einer Themenparty zu den DOORS treffen, dann weiß man ganz grob, was einen auf diesem Album erwartet: nämlich die gesamte Coolness einer ganzen Sparte!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Björn Backes


