FATAL EMBRACE - Seventh Sadistic Serenade
Mehr über Fatal Embrace
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 9.50
- Label:
- Iron Shield Records
- Release:
- 04.04.2025
- Revel In Violence
- Endure The Plight
- Divide And Conquer
- Burn With Desire
- Where Life And Death Are One
- Blind Obedience
- Nice Boys
- Exiled Into Void
- Legende Of Deliverance
- A Force You Can't Resist
- Suicidal Chaos
- Hellish Ground
Bestes Thrash-Album 2025 - zumindest bisher!
Auch ein Monat nach dem Release des neuen DESTRUCTION-Albums bin ich noch ziemlich verblüfft, welches kleine Meisterstück Schmier und seine Mannschaft eingezimmert haben. Die Krone im Teutonen-Thrash schien daher schon im ersten Quartal neu vergeben, verweilt aber nur für kurze Zeit beim schwäbischen Original - nämlich exakt bis zu diesem Moment, in dem "Seventh Sadistic Serenade" in die Läden gestellt wird. Der siebte Release aus dem Hause FATAL EMBRACE kann das bockstarke "Birth Of Malice" tatsächlich noch mal toppen, gleichzeitig aber auch die bisherigen Veröffentlichungen der bereits seit 1993 aktiven Combo noch einmal gehörig übertreffen. Doch kommt das wirklich überraschend?
Seit Jahr und Tag fristet FATAL EMBRACE nämlich ein etwas unglückliches Dasein im hiesigen Underground, wird zwar von Kennern und Old-School-Thrasher gleichermaßen geschätzt, hat bis dato aber noch keine Scheibe im Rucksack, deren Signatur den Teutonen-Sound nachhaltig hat prägen können. Diesen Umstand können die Herren mit ihren zwölf neuen Tracks aber endgültig korrigieren, denn so viel Feuer, Energie und Aggression, wie sie "Seventh Sadistic Serenade" ausstrahlen, hat man von FATAL EMBRACE noch nie in Empfang genommen. Bereits im zielstrebigen Opener 'Revel In Violence' benennt man ganz andere Qualitätsansprüche; der Gitarrensound ist göttlich, es wird gesägt und geschreddert und schließlich sogar mit einigen melodischen Leads gearbeitet, die sich nachhaltig einbrennen - was für ein Auftakt, welch feines Gemetzel! Und FATAL EMBRACE denkt nachfolgend gar nicht daran, sich auf den hier eingeheimsten Lorbeeren auszuruhen: 'Divide And Conquer' zeugt von einer unbändigen Entschlossenheit, 'Exiled Into Void' bringt sogar ein paar rockige Vibes ins Geschehen, und mit 'Burn With Desire' haben die Jungs sogar einen Track am Start, der nicht nur wegen seiner hohen Screams locker aus dem DESTRUCTION-Repertoire stammen könnte. Einziger Unterschied: Die vermeintliche Fälschung klingt hier noch stärker als das Original.
Und so könnte man munter weiter im Text fortfahren: 'Endure The Plight' und 'Suicidal Chaos' liefern kantigen, teils sogar richtig brutalen Death/Thrash für die DEW-SCENTED-Gemeinde, 'Legends Of Deliverance' entpuppt sich als extrem derber Brecher, und mit dem ROSE TATTOO-Cover von 'Nice Boys' zeigt FATAL EMBRACE weiterhin guten Geschmack, packt den Song aber selbstredend in die aggressive Lawine namens "Seventh Sadistic Serenade", die unbarmherzig über den Zuhörer hinwegfegt.
Ich hätte mir nicht träumen lassen, FATAL EMBRACE eines Tages mal in einem Atemzug mit dem großen teutonischen Quartett auf eine Stufe zu stellen, doch mit ihrem neuen Album haben die Herren diesen Sprung endlich und endgültig gepackt. Nach langen Jahren und viel versäumter Anerkennung haut die Band eine Thrash-Serenade der ganz besonderen Art heraus und krönt das eigene Gesamtwerk mit einer echten Monsterplatte!
- Note:
- 9.50
- Redakteur:
- Björn Backes