FIVE HUNDRED, THE - Ghostwriter
Mehr über Five Hundred, The
- Genre:
- (Death) Metalcore
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Prime Collective
- Release:
- 28.02.2025
- The Death Of All We Know
- Rainmaker
- Ruin
- New World
- In The Dark
- Dragged Out
- Bodies
- Empty Hope
- 20 Days
- Echoes
- Chaos Sermon
- Where Is Our Humanity?
zwischen brachialer Härte und eindringlicher Melodik.
Die britische Band THE FIVE HUNDRED aus Nottingham feiert mit "Ghostwriter" ihr drittes Studioalbum, das am 28. Februar 2025 erscheint. Das Cover-Artwork ist in schwarz weiß gehalten außer einem Blutstropfen, der dunkelrot heraussticht, und zeigt die untere Hälfte eines Kopfs, aus dem oben so etwas wie wolkenkratzer wachsen. Es wirkt dystopisch, womit sie die gewollte Atmosphäre perfekt widerspiegeln.
Musikalisch bleibt die Band ihrem Modern Metal treu, erweitert jedoch ihr Spektrum durch Kollaborationen mit namhaften Künstlern, was das Album stark aufbessert. Der Opener 'The Death Of All We Know' entstand in Zusammenarbeit mit SIAMESE und kombiniert fragile Gesangspassagen mit kraftvollen Momenten zu einem eingängigen Track, während stark der Touch von SIAMESE zu hören ist. 'Rainmaker' mit Aaron Matts aka TEN56. bringt eine düstere, melancholische Stimmung und erreicht epische Ausmaße, wobei der Chorus nachhaltig im Ohr bleibt. 'Dragged Out' mit Charlie Rolfe von AS EVERYTHING UNFOLDS zeigt den Einfluss der Gastkünstler deutlich und bereichert das Album um weitere Facetten. Die instrumentalen Stücke 'Ruin' und '20 Days', das vermutlich auf den Dokumentarfilm "20 Days in Mariupol" anspielt und damit ein starkes Statement ist, bieten kurze, aber prägnante Verschnaufpausen im intensiven Klangteppich des Albums.
Insgesamt liefert THE FIVE HUNDRED mit "Ghostwriter" ein starkes Album ab, das durch emotionale Tiefe und abwechslungsreiche Soundlandschaften besticht. Jeder Track trägt zur düsteren Gesamtatmosphäre bei und entführt den Hörer in eine Welt voller Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Mit zwölf Songs und einer Laufzeit von etwa 40 Minuten ist das Album kompakt. Leider muss ich dazu sagen, dass mir die alleine geschriebenen Lieder der Band weniger gut gefallen als die mit Gastauftritten, die immerhin auch ein Drittel des Albums ausmachen. So wird gerade ohne Gäste viel gebrüllt und auf Dauer wirkt es übertrieben. 'In The Dark' ist eine schöne Ballade und auch 'Echoes' hat gute Ideen, nur fehlt dem Ganzen noch ein gewisser eigener Stil. Im Vergleich zu den vorherigen Alben wird insgesamt dennoch weniger gebrüllt, was mir besser gefällt, und für mich ist "Ghostwriter" dann auch das bisher beste Werk der Band, da es Vielfalt und Tiefe gekonnt vereint.
Die von der Band alleine umgesetzen Songs, ausgenommen der instrumentalen Stücke, grenzen für mich an eine Sieben. Sie sind solide, aber nicht herausragend. Die Tracks mit den Gastmusikern überzeugen mich jedoch komplett und hätten allein eine sichere Neun verdient. Daher landet das Album für mich insgesamt auf einer soliden Acht und ich bin gespannt, wie dieses Niveau in Zukunft noch übertreffen werden soll.
Hier ist eine Hörprobe des Albums in Form von 'In The Dark'.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Katharina Jäger