FOSSILIZATION - Advent Of Wounds
Mehr über Fossilization
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Everlasting Spew Records
- Release:
- 13.02.2026
- Cremation Of A Seraph
- Disentombed And Reassembled By The Ages
- Scalded By His Sacred Halo
- Terrestrial Mold
- Servo
- While The Light Lasts
- Temple Of Flies And Moss
Ein Label, eine Band, ein Wort!
Im Laufe seiner Rezensententätigkeit entwickelt man definitiv nicht nur Vorlieben für stilistische Eigenheiten und damit verknüpfte Bands und Künstler, sondern sicherlich auch für einzelne Labels und Plattenfirmen, die sich ein wenig spezialisiert haben und in ihrer Nische nahezu ausschließlich Großartiges veröffentlichen. Der Blick hat sich hier in den letzten Monaten immer wieder mal nach Italien gerichtet, wo mit Argonauta Records der Branchenführer in Sachen Stoner und Heavy Rock angesiedelt ist und mit Everlasting Spew Records der womöglich beste Underground-Lieferant für extremen Undergroundstoff, neben dem polnischen Kultlabel Godz Ov War, die Meute füttert.
Jeden Monat gibt es einen oder maximal zwei neue Todesblei-Releases aus dem internationalen Todesblei-Sektor auf die Lauscher. Extrem selten ist es dabei vorgekommen, dass einer der vielen bis dato unbekannten Namen nicht abgeliefert hat. So verhält es sich auch mit dem zweiten Album "Advent Of Wounds" von FOSSILIZATION, das dem direkten Vorgänger "Leprous Daylight" in keinster Weise in irgendetwas nachsteht.
Drei Jahre nach der letzten Veröffentlichung geben sich die Brasilianer noch eine Spur technischer, bringen wesentlich mehr Tempowechsel auf die Platte, verzetteln sich dabei aber weder in konfusen Arrangements, noch im zähen Lavafluss, den "Advent Of Wounds" vor allem in der zweiten Hälfte präferiert. Von pfeilschnellen Attacken, so wie sie zum Auftakt des Openers 'Cremation Of A Seraph' unvermittelt über den Hörer hereinbrechen, bis hin zu gekonnt verschleppten Stücken wie 'Servo' und 'While The Light Lasts' beherrscht FOSSILIZATION das Einmaleins des anspruchsvolleren Death Metals verdammt gut, ohne dabei in Sachen Aggression oder Durchsetzungsvermögen Einbußen hinnehmen zu müssen.
Zwar sind gerade die Stücke im hinteren Abschnitt des Albums ein bisschen sperriger und als bockstarker Tribut an den Florida-Death sehr authentisch. Jedoch hat man nie das Gefühl, den Faden zu verlieren, weil die Südamerikaner genügend Ankerpunkte setzen, die auch den verzwickten Parts Orientierung geben. Diese Gewissheit bereitet dann auch die entsprechende Freude.
Everlasting Spew Records und das gute Gespür - man findet es definitiv auch hier: "Advent Of Wounds" ist eine geschmackvolle Metzelei in sämtlichen Tempolagen und für Freunde des technischeren Stoffes eine klare Empfehlung!
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


