GODZILLIONAIRE - Negative Balance (Re-Release)
Mehr über Godzillionaire
- Genre:
- Heavy Rock / Grunge
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Ripple Music
- Release:
- 16.01.2026
- Phone Call Intro: Departure
- Exit The Succubus / Bankrupt, Naked, & Void
- The Solution Is Laughable
- Ballad Of The Topeka Gentleman
- Ghost
- Reciprocating Engines
- Emergency Weather Update
- Never Say Goodbye As A Warning
- Smoke
- The Song That Left Town & Didn’t Leave A Note
- Holy Roller
- Curly's Wife
- 64 Palms
- Exit Aisle Reprise
Kreativität vs. Langeweile.
Erst im vergangenen Jahr haben die Jungs von GODZILLIONAIRE mit "Diminishing Returns" einen weiteren Longplayer veröffentlicht, der trotz einiger anständiger Tracks eher im soliden Mittelfeld des Heavy-Rock-Kalenderjahres 2025 landete und letztlich auch nicht sonderlich viel Aufmerksamkeit erhaschen konnte. Warum die Band also nicht weiter an einzelnen Details arbeitet und stattdessen lieber noch mal in den Rückspiegel schaut, um das 2020er Album "Negative Balance" ein weiteres Mal aufzulegen, ist daher auch fraglich, schließlich war die Truppe auch damals irgendwo in den Ausläufern des Grunge gefangen und schaffte es, trotz einer von Intensität gefüllten Performance mit kaum einem Song wirklich zu begeistern.
Sechs Jahre später hat sich an dieser Meinung leider nicht viel geändert: Das Riffing bleibt solide, der von SOUNDGARDEN-Vibes geprägte Gesang hat seine Momente, Abwechslung ist ebenfalls kein allzu fremdes Thema, da GODZILLIONAIRE wirklich in allen Nebenbereichen des Seattle-Standards gräbt, und die Produktion ist ebenfalls authentisch und cool und hinterlässt keinen Nährboden für allzu scharfe Kritik. Es ist lediglich das Songwriting, das keine großen Sprünge zulässt, zwar ab und zu mal bewusste Risiken eingeht, hier aber viel zu selten auch mal belohnt wird, weil die Arrangements stellenweise viel zu konfus zusammengeschustert wurden. Zwar sind die noisigen Ableger durchaus gefällig und verwandeln das Material von "Negative Balance" immer wieder in sehr eigenständige Kompositionen, doch wenn die Effekte nicht greifen, die Spannungskurven arg schwammig bleiben und man zu keinem Zeitpunkt das Gefühl hat, die vermeintliche Zeitlosigkeit der immerhin vierzehn Stücke wäre auch qualitativ wahrzunehmen, ist irgendetwas schief gelaufen - und dieses Gefühl ist seit dem Originalrelease bis zum heutigen Tag leider unverändert.
GODZILLIONAIRE hätte sicherlich eine Menge zusammen, würde es der Band tatsächlich mal gelingen, ein paar Aha-Effekte zu generieren und die prinzipiell recht gute musikalische Veranlagung bei der Erstellung neuer Kompositionen auch umzumünzen. Doch irgendwie stockte es 2020 noch ganz ordentlich im Motor der Band, und das lässt sich auch mit ein bisschen Distanz zur Erstveröffentlichung nicht widerlegen. Diese Platte kann man haben, muss man aber sicher nicht.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


