HAMMERCULT - Rise Of The Hammer
Mehr über Hammercult
- Genre:
- Thrash Metal
- Label:
- Sonic Attack (Soulfood)
- Release:
- 05.11.2011
- Black Horseman
- Hell's Unleashed
- Devil Chainsaw Fuck
- Diabolic Overkill
- Stealer Of Souls
Rise Of The Metal-Battle-Winner.
Wenn mich meine hellseherischen Kräfte à la Nostradamus nicht komplett täuschen, dann prophezeie ich hier den Beginn einer großen Karriere. Den Anhängern des allseits beliebten Wacken-Open-Air dürfte der Bandname HAMMERCULT schon geläufig sein, konnten die fünf jungen, ambitionierten Burschen den Newcomer "Metal Battle"-Wettbewerb doch für sich behaupten. Doch welche gewaltigen Klänge kommen da aus dem fernen Israel in die CD-Player unseres Heimatlandes? Nun, macht eure Lauscher auf einen explosiven Mischmasch aus blitzschnellem, rasendem Thrash-Metal, einer kleinen Prise abwechslungsreichem Todesblei und Metalcore gefasst, wobei das ganze durch einen druckvoll saftigen Neuanstrich veredelt wurde. "Rise Of The Hammer" beinhaltet im Großen und Ganzen also fünf Stücke, die äußerst stark und tobend vorgetragen werden und sehr viel Lust auf ein baldiges Full-Length-Album machen.
Herausragend sind hier sicherlich zwei Aspekte: Zum einen die bestens passende, vor Galle nur so überschwappende Gesangseinlage von Frontsirene Yakir Shochat, die sich von einer angepissten Version eines Tom Angelrippers nicht sonderlich unterscheidet. Giftig, mit allen Wassern gewaschen und kalt wie eine Hundeschnauze prescht sie die fünf Stücke aus den Boxen. Zum anderen entwickeln die Jungs einen respektablen Abwechslungsreichtum, obwohl die Stücke überwiegend im hohen Tempo verfasst wurden. Variabilität lässt sich also nicht nur durch diverse Tempowechsel kreieren. Mal kommt der leichte Core-Anstrich wie beim eröffnenden 'Black Horseman' oder dem blitzsauberen 'Hell's Unleashed' zum Vorschein und manchmal servieren die Israelis einen blitzsauberen Thrash-Song, wie er nicht hätte besser sein können, wie 'Diabolic Overkill'. Die stimmungsvollen, atmosphärischen Intros wie beim Opener oder 'Stealer Of Souls' unterstützen diese Aha-Momente und machen "Rise Of The Hammer" zu einem brandheißen, thrashigen Highlight, obwohl ich mich mit dieser These bewusst weit aus dem Fenster lehne.
Bei jedem weiteren Durchlauf komm ich ganz aus dem Häuschen, HAMMERCULT treffen mit ihrem äußerst Old-School-lastigen, traditionellen Touch den Zahn der Zeit, so merkwürdig sich das auch anhört. Aber wenn das exotische Quintett weiterhin auf die bandinternen Stärken baut, braut sich hier ein großes Gewitter zusammen. Am 5. August 2011 schlug also die große Stunde der Jungs von HAMMERCULT und nur wenige Monate später schlägt unsere, wenn sich "Rise Of The Hammer" in unsere Ohrmuscheln verzieht und dort, tief im Inneren, zu einem gewaltigen Rundumschlag ansetzt.
- Redakteur:
- Marcel Rapp