HATING LIFE - Revenge From Beyond
Mehr über Hating Life
- Genre:
- Death Metal
- ∅-Note:
- 7.00
- Label:
- Eigenproduktion
- Release:
- 27.02.2026
- Into The Grave
- The Eternal Embrace
- A Somber Night
- Rebellion Against The Vile
- Revenge From Beyond
- The Sense Of Fear
Roher Elchtod mit iberischer Fußnote.
Im ersten Moment kann es rein zufällig sein, schaut und hört man jedoch genauer hin, ist es sicherlich auch gewollt: HATING LIFE aus dem spanischen Saragossa hat ihr musikalische Sozialisation über so manches alte Elchtod-Tape genossen und die Kollegen von GRAVE offenbar zu ihren großen Vorbildern erkoren. Der Bandname spricht hier Bände, das Intro 'Into The Grave' ebenfalls, und vergewissert man sich schließlich, dass auch der D-Beat eine Rolle spielt, doomig-grollende Grooves inkludiert sind und das Gebrüll als frühe 90er-Hommage kaum angemessener klingen könnte, dürften Fans der Schweden zumindest insofern verzückt sein, dass der Einfluss der Originals auch drei Dekaden später noch sehr weitreichend ist.
Umgekehrt sollte man aber auch die Kirche im Dorf lassen, denn so herrlich schmutzig und gemein die sechs neuen Stücke auf "Revenge From Beyond" auch klingen mögen, so offensichtlich sind sie auch im steten Tribute-Modus unterwegs und schaffen es de facto nicht, den Iberern ein paar entscheidende Alleinstellungsmerkmale zu verschaffen. Hier ist folglich auch weniger Kreativität als Authentizität gefragt, und wenigstens hier kann HATING LIFE dann auch vollends punkten, weil der Zeitsprung sowohl produktionstechnisch als auch inhaltlich prima gelungen ist.
Wenn nach 24 Minuten jedoch vorläufig der Vorhang fällt, ist der Hunger nach rohem Gehacke allerdings auch erst mal gestillt, da die Südeuropäer das ganz große Spektakel vermeiden und lieber in vertrauten Bahnen arbeiten. Das geht in Ordnung, das kann man auch für den Augenblick genießen, jedoch sollte künftig auch etwas mehr Eigenständigkeit eingepflanzt sein, will man sich irgendwann auch mal mit größeren Namen messen. Im Vergleich zu den Originalen ist nämlich trotz einer anständigen Performance noch Luft nach oben.
- Note:
- 7.00
- Redakteur:
- Björn Backes


