HAVAMAL - Age Of The Gods
Mehr über Havamal
- Genre:
- Melodic Death Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Art Gates Records
- Release:
- 21.11.2025
- The Pagan Path
- Wolfraiders
- The Day Of Reckoning
- Sigmund Fafnirsbane
- The Shaman
- Hymns Of The Fallen
- Lokis Damnation
- Ashwalker
Ein Tauchgang im Bodomsee!
Bereits auf den ersten beiden Alben sind die Herren von HAVAMAL gemeinsam mit ihren ENSIFERUM-Platten im Lake Bodom planschen gegangen und gedenken auch auf "Age Of The Gods" nicht, ihren alljährlichen Badeausflug an einen anderen Ort zu verlegen. Die Truppe aus der schwedischen Hauptstadt bietet, wie schon in den unterschiedlichen, vorab veröffentlichten Singles angekündigt, melodischen Death Metal mit reichlich Keyboard-Unterstützung und trifft dabei einen aktuellen Nerv, dem auch Teile des AMORPHIS- und SUIDAKRA-Publikums verfallen sind. Die Nummern sind einprägsam, phasenweise recht bombastisch aufbereitet und auch entsprechend vielseitig, im gleichen Zuge aber nicht sonderlich innovativ oder aus kreativer Perspektive wirklich frisch - und das ist der Wermutstropfen, der auch das dritte HAVAMAL-Album ein bisschen ausbremst.
Sicher, bei "Age Of The Gods" wird man alsbald mitträllern können und die Melodien schnellstens verinnerlicht haben, doch mit der Zeit kündigt sich schon ein leichter Verschleiß an, weil die Band absolut nichts Neues bringt und eine allseits beliebte, aber eben auch nicht besonders spektakuläre Rezeptur immer und immer wieder zum Maßstab macht. Will man das verurteilen? Oder ist das gar verwerflich? Die Antwort lautet ganz klar "Nein!", denn was die Schweden machen, das machen sie gut, sowohl aus handwerklicher Sicht als auch mit Blick auf die Performance, und das ist letztlich auch der Mindestanspruch, den man an die acht neuen Songs richten sollte. Lediglich die Erwartung, dass "Age Of The Gods" endlich auch mal frische Impulse gibt, die sollte man recht bald wieder verwerfen, da die Welle auch im ruhigsten finnischen Gewässer irgendwann abebbt und man den meisten genannten Bands schon sehr ähnlich ist - nur eben nicht zwingend gleichwertig. Dass der Tasten-Pomp darüber hinaus gerade in der zweiten Hälfte ein bisschen überhandnimmt, kann man auch nicht aus den Gedanken verbannen, so dass HAVAMAL letzten Endes erneut im soliden Mittelfeld landet, für die Spitzenregionen aber noch deutlich zulegen muss - vor allem in Sachen Eigenständigkeit und Durchschlagskraft. Ergo: Nettes Album, mehr aber nicht!
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


