HELLACOPTERS, THE - Cream Of The Crap! Collected Non-Album Works - Volume 3
Mehr über Hellacopters, The
- Genre:
- Rock'n'Roll
- Label:
- Nuclear Blast Records
- Release:
- 13.02.2026
- Long Gone Losers
- Pack Of Lies
- Her Strut
- Little Miss Sweetness
- Oh Yeah Allright!
- I Get A Sensation
- Disappointment Blues
- American Ruse
- Ferrytale (1998 Version)
- Whole Lot Of Shakin' In My Heart (Since I Met You)
- 'm Eighteen
- Sent En Lördagkväll
- Working For MCA
- Boney Maronie
- A Man And A Half
- 455 SD
- Freeway To Hell
- Get Ready
- Doggone Your Badluck Soul
- Stab Your Back
- Heaven
- What'd Ya Do?
- Speedfreak
- Ungrounded Confusion
Gelungener dritter Streich der Raritäten-Reihe aus Schweden.
Unsere liebsten schwedischen Rocker THE HELLACOPTERS sind seit einigen Jahren ja schon wieder bestens aufgelegt und haben gerade erst vor einem Jahr das starke "Overdriver" vorgelegt, mit dem erneut der Thron der schwedischen Charts erobert werden konnte. Zur Feier der triumphalen Rückkehr gibt es nun den dritten Eintrag einer Raritäten-Serie, mit der schon seit dem Jahr 2002 B-Seiten und andere Songs ins Rampenlicht gestellt werden, die es nicht auf ein reguläres THE HELLACOPTERS-Album geschafft haben. Teil drei wird dabei unter dem reichlich sperrigen Titel "Cream Of The Crap! Collected Non-Album Works - Volume 3" veröffentlicht und enthält insgesamt satte 24 Songs, die ursprünglich zwischen 1995 und 2004 zumeist nur auf Vinyl-Singles und EPs das Licht der Welt sahen.
Der Großteil des Materials setzt sich dabei aus diversen Coversongs zusammen, doch auch ein paar Eigenkompositionen haben sich dazwischen versteckt und diese haben es durchaus in sich. So knallt 'Long Gone Losers' direkt als Opener unheimlich rein, hat richtig starke Riffs und einen Ohrwurm-Refrain im Gepäck, was mich persönlich hinterfragen lässt, wieso es dieser Kracher nie auf ein reguläres Studioalbum geschafft hat. 'Oh Yeah Allright!' und 'Disappointment Blues' schlagen in eine ähnliche Kerbe und schwingen sich genauso schnell zu persönlichen Höhepunkten der Compilation auf, die ich alleine schon wegen diesen drei Volltreffern immer wieder einmal aus dem Regal ziehen werde. Da lässt es sich dann auch verkraften, dass 'Freeway To Hell' beispielsweise das hohe Niveau nicht ganz halten kann und insgesamt doch etwas blass gegenüber den restlichen Eigenkompositionen bleibt.
Doch keine Sorge, auch die üppige Riege von Coversongs hat zahlreiche Highlights im Gepäck, auch wenn natürlich bei insgesamt 24 Tracks hier ebenfalls einzelne Durchhänger nicht ausbleiben. Wir wollen uns aber auf die positiven Aspekte konzentrieren, wo sich definitiv das schwungvolle und bissige 'Her Strut'-Cover einfügt, das dem BOB SEEGER-Track eine richtig rockige Kante verpasst. Auch die Aufarbeitung des ALICE COOPER-Klassikers 'I'm Eighteen' macht eine hervorragende Figur, ohne jedoch zu weit vom Original abzuweichen. Die Nähe zum Vorbild bewahren sich auch das MOTÖRHEAD-Cover 'Speedfreak' und die RAMONES-Nummer 'What'd Ya Do?', die beide allerdings auch generell zum ungestümen THE HELLACOPTERS-Sound der frühen Jahre passen und daher den Schweden wie auf den Leib geschneidert wirken. LYNYRD SKYNYRD ist da schon eine etwas ungewohntere Wahl, doch auch 'Working For MCA' lässt sich wunderbar als sleaziger Bluesrocker interpretieren und macht in der hier vorliegenden Aufarbeitung jede Menge Spaß. Zu guter Letzt möchte ich dann noch das MC5-Cover 'American Ruse' hervorheben, dass flott rockend das Tanzbein schwingt und gleichzeitig herrlich oldschoolig aus den Boxen schallt.
Und so gelingt THE HELLACOPTERS auch mit der dritten Raritätensammlung ein weiterer Volltreffer, bei dem Fans der Schweden blind zuschlagen dürfen und mit Sicherheit nicht enttäuscht werden. Ja, ein paar mehr Eigenkompositonen wären schick gewesen, den Hörspaß schmälert aber auch deren eher schmale Zahl gegenüber den Coversongs nicht und deswegen gibt es auch von mir eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.
- Redakteur:
- Tobias Dahs


