HOLEUM, THE - Ensis
Mehr über Holeum, The
- Genre:
- Death Metal / Doom Metal
- ∅-Note:
- 8.00
- Label:
- Lifeforce Records
- Release:
- 20.03.2026
- The Fermi Paradox
- Cosmic Void Spheres
- Macrocosm + Microcosm
- Spontaneous Synchronization
- Hyperdimensional Physics
- Esoteric Futuristic Visions
- Geometric Congruence Vortex
Drittes Album, dritter Volltreffer!
In den ersten Augenblicken, die man mit dem dritten Album von THE HOLEUM verbringt, fühlt man sich in einen allzu typischen Doom/Death-Kontext versetzt, dessen Besonderheiten auf das Wesentliche beschränkt sind und der trotz einer wirklich überzeugenden Darbietung nicht so richtig ausbrechen mag. Derartige Erfahrungen hat man mit den fünf Spaniern jedoch auch schon in der Vergangenheit machen dürfen, und sowohl auf "Negative Abyss' als auch auf "Sublime Emptiness" konnte das Quintett relativ bald das Ruder herumreißen und Spannungsbögen erschaffen, die sie auf jeden Fall in die erste Liga dieses Genes bringen konnten. Warum sollte dies also nun auf "Ensis" anders sein?
Um direkt mal den Spoiler auszupacken: Es verhält sich analog zu den ersten beiden Scheiben. Soll heißen, auf einen eher verhaltenen, wenngleich richtig deftigen Opener, folgen die wahren Highlights einer Platte, die immer näher an das Erbe von PARADISE LOST heranrückt und sich inzwischen auch prima mit den Briten messen kann. Einziger Unterschied: Die Clean-Parts der sieben neuen Kompositionen sind noch einen Zacken melancholischer aufbereitet und verpassen "Ensis" daher auch eine weitaus epischere Atmosphäre - dies darf man auch als klaren Pluspunkt werten.
Ansonsten ist "Ascension" auf dem dritten Werk immer wieder in Reichweite, sei es nun im Hinblick auf die Hooklines, die tollen Melodien, die beeindruckende Kombination aus harschen und verträumten Part, oder aber eben auch hinsichtlich der wunderbar düszteren Stimmungsbilder, die sich hier etablieren und alsbald ein Eigenleben entwickeln. Natürlich lassen sich dabei die Parallelen zu KATATONIA, ANATHEMA und Co. nicht vermeiden, jedoch setzt THE HOLEUM heuer noch mehr auf diese atmosphärische Tiefe und kann es daher auch locker mit den Wegbereitern dieses Genres aufnehmen. Auch das erscheint angesichts des eher trägen Starts in die neue Platte überraschend.
Die Band aus Murcia macht auf ihrem dritten Album jedenfalls entscheidende Schritte, hat sogar manchen vermeintlichen Hit am Start, ohne diesen bewusst produzieren zu wollen. Die Platte wirkt als Gesamtwerk mit einem Wust an divergierenden Stimmungen und kann hier auch neue Akzente sezen. Letztlich reift die Erkenntnis, dass auch in diesem Genre neue kreative Kräfte das Zepter übernehmen und die alten Hasen ablösen können. Zwar sind einige Legenden noch immer auf einem sehr hohen Level unterwegs, aber für einen nahtlosen Übergang ist dank Bands wie THE HOLEUM und Scheiben wie "Ensis" gesorgt.
- Note:
- 8.00
- Redakteur:
- Björn Backes


