INSECT INSIDE - Reborn In Blight
Mehr über Insect Inside
- Genre:
- Technical Death Metal
- ∅-Note:
- 5.00
- Label:
- Gore House Productions
- Release:
- 06.03.2026
- Echos Of The Swallowed Sinners
- Abhorrent Landscape
- Fragments
- Putrid Lament
- Hiveborn Abomination
- Flesh Cathedral
- Obscuration Worship
- Carnal Ruins
- Parasite Messiah
- Reborn In Blight
Anstrengendes, zielloses Gehacke!
Wenn eine relativ frische Extrem-Metal-Combo sich auf den Einfluss von ULCERATE und CRYPTOPSY beruft, bin ich gerne mal hellhörig, gehören die beiden Tech-Death-Granaten doch zu meinen persönlichen Favoriten in ihrem Metier. Im Falle von INSECT INSIDE scheint es aber ganz so, als hätten die Musiker den Mund hier etwas zu voll genommen bzw. den Sticker 'for fans of...' ein bisschen zu selbstbewusst auf die neue Scheibe geklebt. Es mag zwar im Großen und Ganzen richtig sein, dass das russische Quartett die gleiche Zielgruppe ansteuert wie die genannten Acts, aber der qualitative Output liegt bei Weitem nicht auf dem Level der internationalen Spitze - und das leider nicht mal ansatzweise.
Irgendwie hat man auf "Reborn In Blight" nämlich nie das Gefühl, die Band würde konkret wissen, was sie eigentlich darstellen möchte. Da wird handwerklich absolut astreiner Stoff geboten, der gerade im Rhythmusbereich immens anspruchsvoll wirkt, aber auch die Saitenfraktion enorm fordern dürfte, und auch das wütende Gebell in den Vocals ist sicherlich mehr als passabel, ohne hierbei jedoch Bäume auszureißen. Doch die Summe der einzelnen Komponenten erstellt kein mitreißendes Zusammenspiel, sondern lediglich einige technische Kabinettstückchen, die in den Arrangements aber letztlich ziellos zusammengeschmissen werden. Die Breaks sind nicht flüssig, die Songs haben nur in ganz groben Ansätzen lineare bzw. nachvollziehbare Strukturen, und auch die abrupten Übergänge zwischen den einzelnen Kompositionen erscheinen beliebig, so dass die Nummern keinen echten Abschluss bekommen bzw. nahtlos und beliebig übergehen.
Zudem scheut INSECT INSIDE höhere Tempolagen und versucht hier mit martialischer Brachialität entgegenzuwirken, was prinzipiell in Ordnung geht, die Dynamik aber dennoch aushebelt. Wenigstens kann die Truppe zum Ende hin mit dem überraschend fantastischen Titelsong ein wenig verlorenen Boden gutmachen und vielleicht auch eine Perspektive aufzeigen, wie man es künftig vielleicht sinnvoller anpacken könnte. Bis dahin muss man sich aber durch quälend zähe Brutalo-Klopper kämpfen, an denen man alsbald die Lust verliert. Nach wie vor fahre ich auf technisches Todesblei ziemlich ab - aber nicht wenn es so anstrengend gestaltet ist wie nahezu alle Stücke von "Reborn In Blight"!
- Note:
- 5.00
- Redakteur:
- Björn Backes


