KERRIGAN - Wayfarer
Mehr über Kerrigan
- Genre:
- Heavy Rock
- ∅-Note:
- 8.50
- Label:
- High Roller Records
- Release:
- 27.03.2026
- Torchbearer
- Asylum
- The Ice Witch
- Surrender
- Wayfarer
- Blood And Steel
- Dystopia
- Fighter
- Red Light Tower
Frische, alte Schule!
Das mit Spannung erwartete, zweite Album der deutschen Senkrecht-Starter KERRIGAN, die wir auf unseren Seiten bereits in der Rubrik "Neuer Heißer Scheiß", wie auch bei den Live-Berichten abgefeiert haben, steht vor der Tür. "Wayfarer" sein Titel und was soll ich schreiben? Das Album mit dem neuen Bassisten Jakob Zeblin bietet genau das, was wir alle an KERRIGAN so lieben. Es ist energiegeladener Heavy Rock mit der nötigen Grinsebacken-Power, die man in Tagen wie diesen so dringend benötigt. Ein Album voller Adrenalin-Schübe, ohne Schnörkel, ohne Image, ohne Hokus Pokus, ohne Masken oder anderen Klimbim: Einfach nur vier Herzblut-Metaller, die das machen, was ihnen selbst am besten gefällt.
Das reicht ja eigentlich als Besprechung schon, denn jeder, der den tollen Vorgänger "Bloodmoon" kennt, weiß, wovon ich rede. Aber als Tippser für so eine Online-Plattform hat man naturgemäß ein gewisses Mitteilungsbedürfnis und von daher gibt es nachfolgend ein paar Details.
Die Band aus dem Breisgau definiert ihren Sound noch immer an frisch nach vorne treibenden Riffs und herrlicher Gitarrenarbeit, die mich immer wieder angenehm an die NWoBHM erinnern. Dabei umgarnt alle Songs, allein durch den wunderbaren hellen Klargesang von Gitarrist Jonas Weber, diese positive Einstellung, die jeden Nietenhandschuh mit einem frechen Grinsen in den Himmel reißt. Besonders gut gelungen ist in dieser Hinsicht das examplarisch betitelte 'Blood And Steel'. Hier sehe ich vor dem geistigen Auge sofort begeistert mitsingende Menschenmassen. Wer 'Hold The Banner' vom Debüt live erleben durfte, wird ahnen, was ich meine. Der stampfende, aber nicht stapfende Rhythmus passt dann hervorragend als Untermalung dazu. Top!
Ich selbst stehe aber naturgemäß mehr auf die etwas flotteren Nummern der Band, von denen es auf dem Album auch wieder ausreichend viele gibt. So zum Beispiel das wieseflinke 'Asylum', in welchem auch der wunderbar flutschende Bass präsent neben den Gitarren her hoppelt. So mag ich mein Galoppel! Von gleicher Mitreiß-Kraft ist 'Surrender', in welchem Jonas beweist, dass er auch im Chor der Schrillinge eine gute Figur machen würde. Dieser Eingangs-Schrei geht durch Mark und Bein und weckt jedes müde Glied. So geht dieser Heavy Metal!
Neben diesen, beinahe furios mitreißende, sehr flotten Nummern, gibt es aber auch bedächtigeres Material. So erquickt das abschließende, sechs Minuten lange 'Red Light Tower' mit schwelgerischen Melodien und einem eher ruhigeren Tempo. Dass die Jungs auch dieses Metier beherrschen, erfreut natürlich doppelt, zeigen sich hier doch facettenreiche Wege für zukünftige Veröffentlichungen auf.
Wie man unschwer erkennen kann, bin ich ziemlich verliebt in "Wayfarer", welches mir bei jedem Durchlauf ein paar Grinsebären ins Gesicht zeichnen kann. Für mich ist KERRIGAN damit weiterhin einer DER Hoffnungsträger im Nachwuchs-Metal, denn dass die Band auch livehaftig abliefern kann, hat sie auf dem letztjährigen Metal Forces Festival eindeutig bewiesen. Daher: Jetzt bitte eine Tour!
- Note:
- 8.50
- Redakteur:
- Holger Andrae


