KIVISYDäN - Kuoleva Aurinko
Mehr über Kivisydän
- Genre:
- Symphonic Metal
- ∅-Note:
- 6.00
- Label:
- Inverse Records
- Release:
- 17.10.2025
- lkusoitto: Kuoleman Kellot
- Varjoihin
- Palava Mieli
- Mustat Ruusut
- Välisoitto: Kuolema Seuraa Minua
- Suru
- Mies Ja Köysi
- Tähtien Taa
- Välisoitto: Toivo
- Sinulle
- Viimeinen Toiveeni
- Välisoitto: Uusi Kuu
- Kuoleva Aurinko
- Loppusoitto: Vapaus
Große Ambitionen, noch wenig Zählbares in Sachen Höhepunkte.
Hinter dem Namen KIVISYDÄN verbirgt sich ein finnisches Trio, das sich im Jahr 2022 zusammengefunden hat, um gemeinsam der Vorliebe für symphonischen Metal nachzugehen. Die Band, die aktuell aus Jake Rapikisto (Gitarre, Bass), Keyboarder Tuomas Sorvari und Sänger Sami Ryynänen besteht, hat dabei bereits einige Singles veröffentlicht, feiert nun aber mit "Kuoleva Aurinko" auch endlich den Einstand auf Albumdistanz, den wir einmal genauer in Ohrenschein nehmen wollen.
Los geht es dabei - wie in diesem Genre zu erwarten - mit einem orchestralen und recht epischen Intro namens 'Alkusoitto: Kuoleman Kellot', das in unter zwei Minuten eine feine Atmosphäre verbreitet und für angemessene Stimmung sorgt. Beim folgenden 'Varjoihin' dürfen dann auch endlich die gewohnten Bandinstrumente mit eingreifen und die metallisch-symphonische Fahrt kann beginnen - könnte man zumindest meinen, aber bei mir kommt angesichts des ersten vollwertigen Tracks erst einmal wenig Begeisterung auf. Dabei ist handwerklich alles in Ordnung: Die Orchestrationen sind schön in Szene gesetzt, der Mix der Platte passt und auch die Gitarren krachen mit ordentlich Wucht aus den Boxen, sodass der reichlich eindimensionale Schlagzeugsound klanglich der einzige Kritikpunkt bleibt. Dieser könnte allerdings auch im Fehlen eines Schlagzeugers begründet liegen, denn hörbar fehlt dem vermutlich programmierten Beat die Varianz und Vielseitigkeit, die ein guter Drummer einbringen könnte. Was aber stört mich dann so an 'Varjoihin'? Es ist das Songwriting, das einfach so überhaupt nicht zünden will. Das Orchester verbreitet zwar schöne Epik und auch die Gitarren haben nette Riffs im Angebot, aber so richtig zusammenspielen wollen die Hauptzutaten des Bandsounds irgendwie nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass Fronter Sami keine richtige Hookline servieren kann und mit seinem Gesang mehr gegen das musikalische Fundament anzukämpfen scheint, statt auf dessen Basis für die Ohrwürmer bei Hörern und Hörerinnen zu sorgen.
Gut, dass 'Palava Mieli' im Anschluss deutlich runder und zielführender aus den Boxen schallt. Der einzige Stolperstein, der verhindert, dass der Track zu einem echten Volltreffer wird, sind für mich dann die finnischen Lyriks, denn irgendwie bietet sich die Sprache einfach nicht an, um mit ihr große Hooklines zu komponieren. Stattdessen wirken Samis Gesangspassagen immer etwas abgehackt und lassen die letzte Langzeitwirkung vermissen. Selbiges gilt in der Folge leider auch für viele weitere Songs des Silberlings, denn auch wenn das Trio immer ein paar interessante Ideen im Gepäck hat, findet sich auch nach mehreren Durchläufen kein komplett überzeugender Song auf "Kuoleva Aurinko". Da hilft es dann auch nicht, dass die Trackliste mit vierzehn Songs reichlich umfangreich ist und mit 'Sinulle' und dem Titeltrack 'Kuoleva Aurinko' gleich zwei Longtracks jenseits der Zehn-Minuten-Marke im Gepäck hat, die sich beide in entrückten Klanglandschaften verlieren und einfach den Spannungsbogen nicht halten können.
Und so ist das Erstwerk von KIVISYDÄN am Ende auch kein Album, das ich im oberen Segment des Symphonic Metals sehen würde. Nein, um hier mit den großen Namen mitzuspielen, fehlt dem Silberling über weite Strecken die Richtung, das Gespür für packende Melodien und schlussendlich auch die Balance zwischen Verspieltheit und kompaktem Songwriting. Handwerklich ist aber alles in bester Ordnung, sodass ich am Ende doch zu halbwegs versöhnlichen sechs Zählern komme.
- Note:
- 6.00
- Redakteur:
- Tobias Dahs


