LOMOR - Sabouk Rouge
Mehr über Lomor
- Genre:
- Thrash Metal
- ∅-Note:
- 6.50
- Label:
- Rockshots Records
- Release:
- 06.02.2026
- Sabouk Rouge
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Solide Hommage an den Teutonen-Thrash.
Streng genommen geschieht bei LOMOR nichts sonderlich Spektakuläres. Die französische Thrash-Combo mischt relativ munter Zutaten von SODOM und DESTRUCTION zu einem recht vorhersehbaren Potpourri zusammen, fährt dabei einen recht zeitgemäßen Sound auf, kann es aber nur ganz selten auch mit den großen Namen der Teutonenszene angemessen aufnehmen. Und dann auch eigentlich nur, weil die Herrschaften in Sachen Riffing gerne mal das schärfere Rasiermesser auspacken und handwerklich überaus solide agieren.
Rein musikalisch ist jedoch auch das aktuelle Werk des jungen Trios nicht aufregend genug, als dass man hier sofort mit voller Begeisterung den heimischen Circle Pit aufmachen würde. Die Songs brettern recht brachial aus den Boxen, es gibt ein paar deftige Grooves, und wenn man denn so will, sind auch die stets aufheulenden Leads ein nettes Gimmick für Liebhaber des frühen 80er-Thrashs. Doch reduziert man "Sabouk Rouge" am Ende auf die wenigen Komponenten, mit denen LOMOR tatsächlich auch mal ein Stückweit Eigenständigkeit preisgeben könnte, bleibt nicht mehr viel übrig, das aus dem großen Schatten der oben genannten Legenden heraustreten könnte. Im Grunde genommen sogar gar nichts.
Von daher kann man diese Platte eigentlich auch schnell abhandeln und muss gar nicht mehr weiter und tiefer analysieren. Die Vorlieben sollten sich mit denen von Schmier und Angelripper decken, möchte man mit "Sabouk Rouge" ein bisschen Spaß haben. Ist typisches Teutonen-Gemetzel jedoch nicht das persönliche Steckenpferd und fühlt man sich verständlicherweise mit den Klassikern der deutschen Vorzeigeathlethen ausreichend bedient, muss man sich gar nicht erst die Mühe machen, diese Franzosen anzutesten. Die elf Songs sind gut gemacht, anständig dargeboten und handwerklich allemal überzeugend. Auf lange Sicht werden sie aber wahrscheinlich nicht mehr ausgekramt.
- Note:
- 6.50
- Redakteur:
- Björn Backes


