LORD OF THE LOST - Opvs Noir Vol. 2
Mehr über Lord Of The Lost
- Genre:
- Dark Metal
- ∅-Note:
- 9.00
- Label:
- Napalm Records
- Release:
- 12.12.2025
- The Fall From Grace
- Would You Walk With Me Through Hell?, feat. Lena Scissorhands(INFECTED RAIN)
- One Of Us Will Be Next
- Walls Of Eden
- Raveyard, feat. KÄÄRIJÄ
- The Last Star
- What Have We Become, feat. IAMX
- Winter's Dying Heart
- Scarlight
- Please Break The Silence, feat. Anna Brunner (LEAGUE OF DISTORTION)
- Sharp Edges
Der Trilogie überzeugender zweiter Teil.
Auf "Opvs Noir Vol. 2" gibt es elf neue Gothic- und Dark Metal-Stücke zu hören, auf denen neben der Band auch wieder einige Gäste zu hören sind. Grundsätzlich knüpft Vol. 2 an den Vorgänger "Opvs Noir Vol. 1" an und ist wieder eher melancholisch und dunkel unterwegs.
Das Album beginnt mit dem eingängigen 'The Fall From Grace', das erst unspektakulär mit Klavierbegleitung startet, dann aber schnell wuchtig zuschlägt. Der eingängige Refrain tut ein übriges dazu, dass sich der Track gut im Ohr festsetzt. Wuchtig geht es ebenfalls weiter mit 'Would You Walk With Me Through Hell?', ein Song, der einen hohen Gänsehautfaktor hat. Das mag auch an der Zusammenarbeit mit Lena Scissorhands (INFECTED RAIN) liegen, die mit ihren Growls und Screams ein ganz besonderes Feeling erzeugt. Obwohl ich nicht wirklich ein Fan dieser Stilrichtung von beispielsweise INFECTED RAIN bin, nimmt mich der Track doch ganz besonders gefangen - Gänsehaut inklusive. Dieser Gänsehautfaktor stellt sich auch beim Klavier-unterlegten 'One Of Us Will Be Next' ein. Eine großartige Komposition. Beim genau so "darken" 'Walls Of Eden' kommen mir The 69 EYES-Vibes in den Sinn und Chris treibt mir mit seinem eindringlichen Gesang Schauer über den Rücken.
Auch wenn es viele vielleicht als Innovation oder was auch immer sehen - 'Raveyard, feat. KÄÄRIJÄ' ist absolut nicht meins, es passt für mich überhaupt nicht ins Album, ganz im Gegenteil, es stört den ansonsten tollen Fluss. Nichts gegen KÄÄRIJÄ oder generell gegen den Track, aber hier ist er einfach fehl am Platze. Sorry.
Diverse Klangeffekte gibt es auch im eindringlichen 'The Last Star', das sich aber ansonsten wieder mehr in den gewohnten Opvs-Gefilden befindet. Gut ins Gefüge passt da die Zusammenarbeit mit Chris Corner von IAMX beim dramatischen 'What Have We Become'. Einen dicken "Daumen hoch" kann das doomig-bombastische 'Winter's Dying Heart' einfahren, das mal so richtig unter die Haut geht. Dagegen wirkt das treibende 'Scarlight' schon fast fröhlich - wenn man mal von der Textzeile "Show me your scars, I show you mine." absieht - und vom Rest des Textes. Im Duett mit Anna Brunner (LEAGUE OF DISTORTION) beim flotten 'Please Break The Silence' zeigt sich, dass Chris immer ein Händchen dafür hat, wen er sich als passenden Duettpartner oder, wie in diesem Fall, als passende Duettpartnerin aussucht. Womit wir auch schon beim ausdrucksstarken 'Sharp Edges' angekommen wären, dem letzten Song des Albums. Hier beschert uns die charismatische Stimme von Chris zum Abschluss noch einmal eine richtig fette Gänsehaut.
Mit "Opvs Noir Vol. 2" liefert LORD OF THE LOST den zweiten Teil der Trilogie. Bei meiner Rezension zu Vol. 1 habe ich zum Schluss geschrieben: "Ich hoffe natürlich sehr, dass dieses Niveau in den zwei nachfolgenden Teilen gehalten wird." Nun, bis auf den für meinen Geschmack unpassenden "Rap-Ausrutscher" hat sich diese Hoffnung weitestgehend erfüllt. Aber aller guten Dinge sind drei, jetzt wächst natürlich die Spannung, was uns im abschließenden dritten Teil erwartet.
One Of Us Will Be Next
https://www.youtube.com/watch?v=F7zSemkSiM8
Winter's Dying Heart
https://www.youtube.com/watch?v=KN4dKqnKWK8
- Note:
- 9.00
- Redakteur:
- Hannelore Hämmer


